Gehaltsstudie 2018 23.04.2018, 08:45 Uhr

Das verdienen Ingenieure in Deutschland wirklich

Jedes Jahr präsentiert der VDI Verlag eine Einkommensstudie nur für Ingenieure. Denn wir alle wollen doch wissen, was Ingenieure wirklich verdienen, wie hoch Zuschläge, Einmalzahlungen und tarifliche Vergütungen ausfallen und wo sich Berufseinsteiger eingruppieren können.

Hand am Rechner hält Geldscheine in der Hand

Foto: panthermedia.net/utah778

Ingenieuren wird gerne nachgesagt, sie orientierten sich bei der Arbeitssuche nur nach dem Verantwortungsspektrum des Tätigkeitsfeldes und den inhaltlichen Herausforderungen. Doch am Ende wollen auch sie Geld verdienen. Und das klappt dank ihrer Ausbildung richtig gut. Wie die aktuelle Gehaltsstudie Ingenieureinkommen 2002-2017 des TechnikKarriereNewsPortals ingenieur.de zeigt, stieg das Jahresentgelt für Ingenieurinnen und Ingenieure mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung im Jahr 2017 um 3,8% auf 64.000 Euro. Von diesem Aufschwung profitierten auch Berufseinsteiger, die ihre Gehälter um 3% aufstocken konnten und mit ihrem Jahresentgelt 2017 bei 48.000 Euro landeten.

Die Studie basiert auf den tatsächlichen Einkommensdaten von 15.112 Ingenieurinnen und Ingenieuren, die von Januar bis Dezember 2017 am Gehaltstest auf ingenieur.de teilgenommen haben. Neben ihren Gehältern haben sie Angaben zu ihrer Berufsausbildung, zu Region und Branche, Position und Unternehmensgröße gemacht und so ein umfangreiches Bild der derzeit gültigen Gehaltsniveaus in den wichtigsten deutschen Ingenieurebranchen gezeichnet. Damit verfügt ingenieur.de über die größte und differenzierteste Datenbasis tatsächlicher Einkommensdaten von Ingenieuren in Deutschland. Seit 2002 haben sich rund 187.000 Personen an der Erhebung beteiligt.

Chemie- und Pharmaindustrie zahlt die höchsten Ingenieurgehälter

Ingenieure verdienen allesamt recht gut in Deutschland. Die Einkommenstabelle der Berufserfahrenen führen jedoch die Beschäftigten der Chemie- und Pharmaindustrie mit durchschnittlich über 81.500 Euro an. Auf sie folgen mit gebührendem Abstand Ingenieure im Fahrzeugbau. Deutlich unter den Kollegen anderer Branchen liegen (leider wie gehabt) die Ingenieure in den Ingenieur- und Planungsbüros. Sie verdienen im Schnitt etwas um die 51.000 Euro brutto im Jahr.

Gehälter für Ingenieure 2017 in Euro
Brutto-Jahresentgelt nach Branchen
Chemie- und Pharmaindustrie 81.553
Fahrzeugbau 72.500
Maschinen- & Anlagenbau 67.157
Energieversorgung 67.010
Elektronik & Elektrotechnik 65.491
Informationstechnologie 58.304
Baugewerbe 56.040
Ingenieur- & Planungsbüros 51.000
Quelle: Gehaltstest für Ingenieure 2017, www.ingenieur.de/gehaltstest/

Das kann daran liegen, dass in dieser Branche viele kleine und Kleinstunternehmen tätig sind, die in der Regel weniger üppige Gehälter auszahlen als die großen Konzerne. Bei den Studienteilnehmern, zuletzt immerhin 15.112 Ingenieurinnen und Ingenieure, wirkte sich die Unternehmensgröße deutlich aus. Zwischen einem Mittelständler mit bis zu 250 Mitarbeitern und einem Großunternehmen mit bis zu 5.000 Beschäftigten klaffte bei den Projektmanagern schon eine durchschnittliche Verdienstlücke von 11.000 Euro im Jahr.

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Berufseinsteiger erhöhten Jahresgehälter um 3%

Wer gerade erst von der Hochschule kommt, also kürzer als zwei Jahre im Berufsleben ist, verdient natürlich weniger als die berufserfahrenen Kollegen, die Verantwortung für Projekte oder Mitarbeiter tragen. Im Schnitt verdienen Berufseinsteiger in Ingenieurberufen 48.000 Euro, wobei die Unterschiede zwischen den Branchen auch hier groß sind. Die Spannweite reicht von 43.500 Euro in Ingenieur- und Planungsbüros sowie im Baugewerbe bis zu 55.350 Euro in der Chemie- und Pharmaindustrie. Genauere Daten zu den Einstiegsgehältern in Ingenieurberufen gibt es in unserem ausführlichen Bericht zu Einstiegsgehältern.

Masterabsolventen genießen Anerkennung auf dem Arbeitsmarkt

Doch die Einstiegsgehälter hängen nicht nur von den Branchen ab. Wichtig ist, welcher Abschluss erreicht und an welcher Art von Hochschule er erworben wurde. Die Einstiegsgehälter von Masterabsolventen liegen im Schnitt bei 49.000 Euro, dicht gefolgt von den wenigen Diplomingenieuren. Bachelorabsolventen erhalten dagegen rund 4.000 Euro weniger im Jahr, was zum einen daran liegt, dass sie jünger sind und zum anderen daran, dass sie eine weniger umfassende Ausbildung mitbringen.

Angeglichen hat sich dagegen der Unterschied, der noch bis vor wenigen Jahren zwischen Absolventen von Universitäten sowie Technischen Hochschulen und Fachhochschulen herrschte. Bei Bachelorabsolventen und Diplomingenieuren macht es überhaupt keinen Unterschied mehr, bei Masterabsolventen verdienen Uni- und TH-Abgänger noch rund 1.000 Euro mehr als ihre Kollegen von FHs.

Wie lange arbeiten Ingenieure eigentlich?

Ein Blick noch auf die geleisteten Arbeitsstunden der Ingenieure, denn die sagen mehr über das Gehaltsniveau aus als man denkt. Die vertraglich geregelte Arbeitszeit je Woche liegt für 86% der Ingenieure zwischen 36 und 40 Stunden. Tatsächlich erfüllt aber nur ein Drittel der Studienteilnehmer diese Vorgabe, 46% dagegen arbeiten 41 bis 45 Stunden die Woche und jeder siebte Ingenieur verbringt wöchentlich sogar 46 bis 50 Stunden bei der Arbeit. Ingenieure leisten also massiv Überstunden, bekommen für diese Mehrarbeit aber nicht unbedingt mehr Gehalt.

 

Wer sein aktuelles Gehalt überprüfen möchte, kann seine Daten auch kostenfrei und anonym in den Gehaltstest eingeben und erhält im Anschluss eine individuelle Auswertung. Einen kostenfreien Auszug der Gehaltsstudie können Sie dagegen hier herunterladen. Wer sich für die komplette Studie interessiert, kann Sie hier bestellen.

Von Lisa Schneider
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