Premiere der Outdoor-Messe 13.05.2019, 12:20 Uhr

So war die erste E-Cologne

Am 11. und 12. Mai war der Kölner Rheinauhafen von jeweils 10 bis 18 Uhr Schauplatz der „E-Cologne“. Die Outdoor-Messe bietet Unternehmen eine Plattform, um ihre Produkte und Dienstleistungen rund um Energie und E-Mobilität vorzustellen. Ingenieur.de war vor Ort und hat sich über E-Bikes, E-Scooter und Co. informiert.

Das E-Mobil von Ford mit RheinEnergie Logo

Ausgestelltes E-Auto von Ford auf der E-Cologne 2019

Foto: Sarah Janczura

E-Scooter, E-Bikes und E-Autos sollen das Mobilitätsmodell der Zukunft prägen und Städte vom Autoverkehr entlasten. Auf der ersten „E-Cologne“ konnten sich Interessierte rund um das Thema Elektromobilität informieren und alle Produkte kostenfrei testen. 14 Aussteller waren bei der Premiere der neuen Outdoor-Messe am 11. und 12. Mai 2019 dabei. Die Veranstaltung war zum Start noch übersichtlich, dafür hatte man als Besucher die Möglichkeit sich persönlich und in Ruhe mit den Ausstellern auszutauschen. Lange Wartezeiten an den Stationen entfielen.

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Ankunft am Harry-Blum-Platz

Foto: Sarah Janczura

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Die „E-Cologne“ soll auch im kommenden Jahr unter freiem Himmel stattfinden. Zum Start war der Eintritt frei. Mit dabei war die Rheinenergie. Am Stand erhielt unsere Redakteurin Informationen zum ausgestellten E-Auto von Ford. Das E-Mobil weist eine Reichweite von 250 Kilometern im Sommer auf. In den Wintermonaten müssen Fahrer mit einer geringeren Reichweite planen hier sind bis zu 150 Kilometer drin. Kälte zehrt an der Reichweite, denn chemische Reaktionen laufen bei niedrigen Temperaturen langsamer ab als bei Hitze. Um trotz geringerer Spannung die vom Motor angeforderte Leistung liefern zu können, muss der Akku die Stärke des gelieferten Stroms erhöhen. Das führt zur schnelleren Entladung der Batterie.

Für ein Stadtauto könnte das Modell von Ford dem ein oder anderen Fahrer bereits zu groß sein. Der Autohersteller arbeitet derzeit an seinem Model E, das im Frühjahr 2020 auf den Markt kommen soll. Das erste komplett ohne Tank und Kraftstoffpumpe gebaute Auto von Ford soll bis zu 500 Kilometer Reichweite aufweisen eine deutliche Verbesserung zum ausgestellten Modell auf der Messe.

Ladestation für E-Autos<br srcset=Foto: Sarah Janczura" width="520" height="848">

Ladestation für E-Autos

Foto: Sarah Janczura

Passend zum E-Auto hat Rheinenergie eine Ladestation mit im Gepäck. Eigentümer eines Hauses können sich diese Ladestation installieren lassen, um ihr E-Auto direkt zu Hause aufzuladen. Eine praktische Lösung für Hausbesitzer, die so nicht auf die bislang eher spärlich verfügbaren Ladestation angewiesen wären. Für Mieter einer Wohnung im 4. Stock ist diese Lösung natürlich nicht umsetzbar. Rheinenergie kooperiert für die Ladestation mit der Firma Mennekes.

Zusätzlich gab Rheinenergie am Stand Informationen für die eigene Photovoltaikanlage. Auf alle, die einmal elektrisch unterwegs sein möchten, wartete zudem ein kleiner Segway-Parcours.

E-Scooter vor Ort fahren

Auf der „E-Cologne“ wurden darüber hinaus die neuesten Elektro-Roller, E-Scooter, E-Einräder und E-Boards angeboten. Einen E-Scooter einmal selber fahren das musste natürlich getestet werden. Die ausgestellten E-Scooter von „Rolling Bull“ sind leistungsstark und klappbar. Ingenieur.de ist einen E-Scooter von „Ninebot by Segway“ (Preisklasse 600 Euro) gefahren. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 km/h und das ist auf dem Roller ganz schön schnell. Die Bedienung ist sehr einfach. Als Fahrer gibt man über einen rechten Knopf elektrisch Gas, links wird am Lenker gebremst. Hier muss man etwas Fahrgefühl entwickeln, da das Bremsen sehr abrupt ist. Gebremst werden kann aber auch mit dem Fuß über die mechanische Bremse am Hinterrad. Das Fahren mit dem E-Scooter macht Spaß und bringt einen schnell durch die Stadt. Wer seinen Personalausweis hinterlegte, konnte mit einem der Modelle auch eine längere Strecke zurücklegen.

E-Scooter-Modelle auf der E-Cologne<br srcset=Foto: Sarah Janczura" width="640" height="438">

E-Scooter-Modelle auf der E-Cologne

Foto: Sarah Janczura

Projekt „Null Emission“

Am Sonntag stellte die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) den Besuchern das Projekt „Null Emission“ vor. Im Rahmen dieses Projekts setzt die RVK seit mehreren Jahren mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Hybridbusse im Linienverkehr ein. Klimaschädliche und gesundheitsgefährdende Emissionen sollen so vermieden werden. In Zukunft soll es noch 30 weitere Hybridbusse als Teil der Fahrzeugflotte geben. Am zweiten Veranstaltungstag konnten die Besucher einen dieser Busse besichtigen und Spannendes über die Technologie erfahren.

Weniger Emissionen durch Elektrofahrzeuge, die sich während der Fahrt neu aufladen. Ist das effizient? Getestet wird das auf dem neuen E-Highway. Wie Hybrid-Lkw über die A5 rollen, berichten wir hier.

Der Run auf die E-Bikes in Deutschland hält an. Das bestätigen die Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbandes. 2018 wurden circa eine Million E-Bikes verkauft. Veranstalter und „E-Cologne“-Erfinder Rolf Becker ist überzeugt, dass die neue Messe künftig im Jahresrhtyhmus stattfindet. „Wo gibt es sonst jedes Jahr zweistellige Zuwachsraten?“, fragt er.

Weitere Themen zur Elektromobilität:

Ein Beitrag von:

  • Sarah Janczura

    Sarah Janczura

    Sarah Janczura schreibt zu den Themen Technik, Forschung und Karriere. Nach einem Volontariat mit dem Schwerpunkt Social Media war sie als Online-Redakteurin in einer Digitalagentur unterwegs. Aktuell arbeitet sie als Referentin für Presse und Kommunikation beim VDI e.V.

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