Ranking 13.11.2020, 13:30 Uhr

Das sind die schnellsten Züge der Welt

Reisen auf Schienen ist bequem und schnell. Rasend schnell gar, wenn man in den richtigen Zügen sitzt. Das sind die schnellsten Rad-Schiene-Fahrzeuge der Welt.

Die japanischen Shinkansen-Züge erkennt man an ihrer charakteristischen Nase. Der Shinkansen ist schnell - aber nicht der schnellste Zug der Welt. Foto: panthermedia.net/Torsakarin

Die japanischen Shinkansen-Züge erkennt man an ihrer charakteristischen Nase. Der Shinkansen ist schnell - aber nicht der schnellste Zug der Welt.

Foto: panthermedia.net/Torsakarin

Sie rasen auf Schienen durch die Landschaft – mit Reisegeschwindigkeiten, die kein anderes Linienfahrzeug an Land bieten kann. Rad-Schienen-Fahrzeuge haben eine lange Tradition, die immer weiterentwickelt wird.

Die schnellsten Züge der Welt

Doch welcher ist der schnellste Zug der Welt? Und wo fährt er? Hier sind die Antworten:

5. InterCityExperimental (ICE/V)

Auf beachtliche 406 km/h brachte es bereits im Jahr 1988 der InterCityExperimental der Deutschen Bahn. Er wurde damals eingesetzt, um den Hochgeschwindigkeitsverkehr im deutschen Schienennetz zu erproben. Er ist somit der direkte Vorfahr der heute verkehrenden ICEs. Bis 1989 war er mit dem erreichten Höchstwert von 406 km/h der schnellste Rad-Schiene-Zug der Welt. Noch heute ist er der schnellste in Deutschland.

4. Shinkansen 955 (300X)

Der Shinkansen 955 (300X) wurde 1994 entwickelt, um Technologien zu testen, die künftig die Fahrt auf Schienen mit Höchstgeschwindigkeit erlauben sollten.

Zug mit Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h und mehr

In Japan hatte man das Ziel, Züge mit Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 300 km/h zu betreiben. Über die Jahre überschritt der Shinkansen dieses Ziel deutlich: Fuhr er 1995 noch mit 354 km/h, brachte er es 1996 schließlich auf seine bislang höchste gemessene Geschwindigkeit von 443 km/h.

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3. CRH 380A

Der CRH 380A der China South Locomotive & Rolling Stock brachte es bei seinem Rekordversuch in der Spitze auf stolze 486 km/h. Der Hochgeschwindigkeitszug wurde vollständig in China entwickelt und sieht eine dauerhafte Reisegeschwindigkeit von 350 km/h vor. Der erste CRH 380A rollte 2010 über die Schienen, seit demselben Jahr verbindet er Shanghai mit Hangzhou und Nanjing und seit 2011 Shanghai mit Peking.

2. TGV

TGV steht für „Train à grande vitesse“ (franz.: Hochgeschwindigkeitszug). Und der Zug macht seinem Namen alle Ehre. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 515 km/h wurde er 1990 auf der Schiene gemessen. Die Züge der französischen SNCF fahren auch in Deutschland und zahlreichen weiteren europäischen Ländern. Ist der TGV einmal nicht auf Rekorde aus, liegt die Geschwindigkeit im Regelbetrieb bei rund 320 km/h.

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Der TGV. Foto: panthermedia.net/bloodua

Der TGV.

Foto: panthermedia.net/bloodua

1. V150 SNCF

Das schnellste Rad-Schiene-Fahrzeug ist bis heute der V150 der französischen Bahngesellschaft SNCF. Er wurde 2007 mit einer Maximalgeschwindigkeit von 574 km/h gemessen. Der V150 ist ein Triebwagenzug mit kombiniertem Antrieb. Auch der Name des Rekordgefährts stellt klar, dass dieser Zug auf Geschwindigkeit getrimmt ist: Das V steht für „Vitesse“ (franz.: Geschwindigkeit), die Zahl 150 für die zurückgelegte Strecke pro Sekunde in Metern.

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Die schnellsten schwebenden Züge

Derweil schreitet die Entwicklung des Einschienen-Systems neben den Rad-Schienen-System weiter voran. Unter den Magnetschwebebahnen ist der Shinkansen L0 der mit Abstand schnellste Zug. Der japanische Hochgeschwindigkeitszug, der sich noch in der Entwicklung befindet, konnte 2015 bei einer Testfahrt eine Geschwindigkeit von 603 Stundenkilometern erreichen.

  • Die erste Dampflok der Welt des britischen Erfinders Richard Trevithick schaffte im Jahr 1804 ganze 8 Stundenkilometer
  • „The Rocket“ hieß das britische Dampfungetüm, das im Jahr 1830 die unerhörte Geschwindigkeit von 48 Stundenkilometern erreichte
  • 1893: Die New York Central No. 999 raste mit 181 Stundenkilometern über die Schienen – allerdings ist der Rekord nicht klar dokumentiert
  • Im Jahr 1907 stellte die Königlich Bayerische Staatseisenbahn mit der S 2/6 einen Weltrekord auf: 154,5 km/h schnell fuhr die Lok
  • 1934 erreichte die US-Lok der MILW-Klasse F6 166,6 eine Geschwindigkeit von Stundenkilometern – die erste nachgewiesene Fahrt einer Lok mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Meilen pro Stunde.
  • 200 Stundenkilometer schnell fuhr eine Lok der DR-Baureihe 05 in Deutschland im Jahr 1936
  • Die Mallard, eine britische Schnelldampflok der LNER Class A4, erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 201,2 Stundenkilometern im Jahr 1938.

Damit überholte der Zug den ebenfalls japanischen JR-Maglev MLX01, der ab 2003 den Rekord mit 581 Stundenkilometern gehalten hatte.

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Der Transrapid knackte 1997 in Deutschland die 450-Stundenkilometer-Marke.  Das Transrapid-Projekt wurde in Deutschland 2011 gestoppt, doch seit 2002 fährt der Hochgeschwindigkeitszug bis heute in China unter dem Namen Transrapid Shanghai oder Shanghai Maglev Train. Der Transrapid braucht für die 30 Kilometer lange Strecke zwischen dem Start nahe der Shanghai-Expo bis zum Flughafen Pudong 7 Minuten und 18 Sekunden.

Von Klara Papp

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