Zugreisen mit Bike 11.04.2024, 12:59 Uhr

Fahrradmitnahme mit der Bahn – das müssen Sie wissen

Welche Fahrräder können auf welchen Strecken mitgenommen werden? Was kostet die Fahrradmitnahme und wie buche ich sie? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund ums Bahnfahren mit dem Fahrrad.

Fahrradfahrer in Bahn

Wer mit dem Fahrrad in der Bahn fährt, ist maximal mobil unterwegs.

Foto: PantherMedia / fransz

Mit Fahrrad und Bahn quer durchs Land zu fahren wird immer beliebter. Wer damit liebäugelt, ebenfalls auf diese Weise auf Reisen zu gehen, muss allerdings einiges dabei beachten. So gibt es zum Beispiel im Fernzug andere Regeln als im Regionalverkehr. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Fahrradmitnahme mit der Bahn.

Welche Fahrräder dürfen mit in den Zug?

Nicht jedes Fahrrad darf mit in den Zug. Die Deutsche Bahn erlaubt lediglich die Mitnahme von ein- und zweirädrigen Fahrrädern und Pedelecs. Diese müssen in die vorhandenen Fahrradständer passen. Die maximale Reifenbreite beträgt 60 mm. Tandems, Liegeräder oder Dreiräder benötigen mehr Platz, ihre Mitnahme in Fernverkehrszügen ist in der Regel daher nicht möglich. Details klären Sie am besten am Schalter.

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Kinderräder bis 16 Zoll und Falträder können als Gepäckstück kostenlos mitgenommen werden. Ein Fahrradanhänger ist ebenfalls kostenlos, muss aber zusammengeklappt sein. Pro Fahrrad ist ein Anhänger erlaubt. Einige Liegeräder lassen sich klein zusammenklappen und können so mitgenommen werden. Lastenräder sind jedoch ausgenommen. Bei Privatbahnen und S-Bahnen können die Regeln abweichen. Eine vorherige Abklärung ist ratsam. S-Pedelecs sind aufgrund ihrer Einstufung als Moped nicht erlaubt.

Auf welchen Verbindungen dürfen Fahrräder mitgenommen werden?

Sie können Ihr Fahrrad in Intercity- und Eurocity-Zügen, im ICE 3 neo (4. Generation) sowie in allen RE- und RB-Zügen mitnehmen. Auch bei anderen Anbietern wie Flixtrain und den ÖBB (Railjet und Nightjet) ist die Fahrradmitnahme möglich. Eine vorherige Reservierung ist erforderlich. Bei Fernverkehrszügen muss das Fahrradticket spätestens einen Tag vor Abfahrt gebucht werden. Es empfiehlt sich, so früh wie möglich zu reservieren, vor allem im Sommer, da dann die Plätze schnell vergriffen sind.

Gut zu wissen: Fahrradstellplätze gibt es nur in der 2. Sie sind auf verschiedene Wagen verteilt. Bitte unbedingt die Reservierungsbestätigung beachten! Die Fahrräder werden teils stehend, teils hängend transportiert.

Gibt es eine Mitnahmegarantie?

Da nur eine begrenzte Anzahl von Fahrradstellplätzen zur Verfügung steht, können die Anbieter keine Mitnahmegarantie geben. Auf stark frequentierten Strecken oder zu Hauptverkehrszeiten sind die Züge oft überfüllt, was dazu führen kann, dass Radfahrende nicht mitgenommen werden. Es gibt spezielle Übersichtsseiten, die anzeigen, welche Züge zu welchen Zeiten als überfüllt gelten. Diese Zeiten sollten möglichst vermieden werden. Um die Mitnahme zu erleichtern, ist eine gute Vorbereitung wichtig.

Im Fernverkehr ist die Reservierung für Fahrräder obligatorisch. In ICE-Zügen gibt es maximal acht Fahrradstellplätze. Es empfiehlt sich, die Fahrradkarten frühzeitig zu buchen, da sie bereits ein halbes Jahr im Voraus verfügbar sind. Bei Änderungen wie Zugausfällen verlieren Reservierungen ihre Gültigkeit, werden aber erstattet. Insbesondere bei Schienenersatzverkehr wegen Bauarbeiten ist es ratsam, die Zugverbindung kurzfristig zu prüfen. In solchen Fällen ist die Fahrradmitnahme meist nicht möglich.

Wie bucht man die Fahrradmitnahme bei der Deutschen Bahn?

Die Stellplatzreservierung für Ihr Fahrrad können Sie an den meisten Verkaufsstellen (außer DB-Automaten) zusammen mit Ihrer Fahrkarte kaufen. Dies ist auch über die Website oder die App möglich. Es empfiehlt sich, den Sitzplatz gleich mitzubuchen, damit Sie Ihr Fahrrad in der Nähe haben.

Und so bucht man die Fahrradmitnahme: Fügen Sie bei der Online-Buchung einfach ein Fahrrad zu Ihrer Anfrage hinzu, um passende Verbindungen zu finden. Wenn Sie auf „Buchen“ klicken, werden Fahrgast und Fahrrad automatisch gebucht. Die Verfügbarkeit von Fahrradstellplätzen in ICE, IC und EC erkennen Sie am Fahrradsymbol (rot bedeutet keine Verfügbarkeit).

Wenn Sie bereits eine Fahrkarte haben, ändern Sie bei der Buchung den Eintrag „Erwachsener“ in „Fahrrad“. Das geht online oder in der App. Ansonsten wenden Sie sich an die DB Reisezentren, DB Agenturen oder die Hotline 030 2970. Im Zug können Sie keinen Platz mehr reservieren. Inhaber der BahnCard 100 reservieren ihren kostenlosen Fahrradstellplatz direkt über die Hotline 030 586020900 oder im DB Reisezentrum. Ohne Reservierung ist keine Fahrradmitnahme möglich.

Was kostet die Fahrradmitnahme im Zug?

Eine Fahrradkarte im nationalen Fernverkehr kostet ab 7,50 Euro. Im bundesweiten Nahverkehr kostet es 6,50 Euro. Beachten Sie jedoch: Die Tarife für Fahrräder sind in den einzelnen Bundesländern und Verkehrsverbünden sehr unterschiedlich. Regionale Fahrradtageskarten gibt es bereits ab 4 Euro. In einigen Regionen ist die Fahrradmitnahme kostenlos. Auf einigen kurzen Fernverkehrsstrecken ist die Mitnahme mit einem Nahverkehrsticket möglich. Kinder unter 14 Jahren können in vielen Verbünden ihr Fahrrad kostenlos mitnehmen.

Wann ist die Fahrradmitnahme bei der DB kostenlos?

Bei der Deutschen Bahn müssen Fahrräder grundsätzlich mit einer speziellen Fahrkarte transportiert werden. Fahrradfreunde benötigen also einen kostenpflichtigen Fahrschein. Eine kostenlose Mitnahme ist nur auf bestimmten Strecken oder zu bestimmten Zeiten möglich, die von den einzelnen Bundesländern festgelegt werden. Die Regelungen für den Rad-Nahverkehr für die verschiedenen Bundesländer finden Sie auf folgender Seite der Deutschen Bahn.

Fahrradabteil

Fahrradabteile sind bei der Deutschen Bahn gesondert gekennzeichnet.

Foto: PantherMedia /
scanrail

Welche Besonderheiten gibt es bei der Mitnahme von Pedelecs?

Für den Bahntransport von Pedelecs gibt es einige besondere Regeln. So muss zum Beispiel der Akku am Fahrrad bleiben und darf nicht aufgeladen werden. Die Steckdosen im Zug sind dafür meist zu schwach. Wichtig: Ersatzakkus dürfen nicht mitgenommen werden, da sie als Gefahrgut gelten.

Was gilt für die Fahrradmitnahme mit dem Deutschland-Ticket?

Bei der Fahrradmitnahme mit dem Deutschland-Ticket der Deutschen Bahn sind die Tarifbestimmungen zu beachten. Dazu gehören der Deutschlandtarif, die Landestarife sowie die Regelungen der Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen. Ist die Fahrradmitnahme auf Ihrer Strecke oder in Ihrem Tarifgebiet zum Zeitpunkt der Fahrt kostenlos, gilt dies auch für Inhaber des Deutschland-Tickets. Benötigen Sie normalerweise eine Fahrradkarte für ein bestimmtes Gebiet, gilt dies auch für das Deutschland-Ticket.

Darf ich mit dem Fahrrad in den ICE?

Wie bereits geschrieben, ist die Fahrradmitnahme im ICE prinzipiell möglich, allerdings haben nicht alle ICEs Stellplätze und deren Anzahl ist zudem begrenzt. In den ersten ICE-Modellen gab es keine Fahrradstellplätze. Der ICE 4 brachte jedoch acht Fahrradstellplätze. Eine Neukonstruktion des ICE 3 verzichtete wieder darauf. Der ICE-3neo wurde jedoch mit acht Fahrradstellplätzen vorgestellt. Als neue Zuggattung stellte die Deutsche Bahn den ECx vor, der jetzt ICE L heißt und seit 2024 im Einsatz ist. Das „L“ steht für „Low Floor“(Niederflur). Hier gibt es acht Stellplätze für Fahrräder. Im Überblick sieht das mit den Fahrradstellplätzen dann folgendermaßen aus:

Fernzug Anzahl Stellplätze
IC / EC 8 – 16
IC2 9
ICE-4 8
ICE-T 3 bzw. 6
ICE-L 8
ICE-1
ICE-2
ICE-3
ICE-3neo 8
ICE-4 8

Was muss ich bei einer Gruppenfahrt beachten?

Für Gruppen ab sechs Personen sind Fahrradstellplätze im Fernverkehr nicht online buchbar. Sie müssen über die DB-Verkaufsstellen oder die Service-Hotline reserviert werden. Im Nahverkehr müssen sich solche Gruppen telefonisch anmelden. Eine Anmeldung garantiert zwar keine Mitnahme, erhöht aber die Chancen. Denn theoretisch könnte die Bahn mehr Waggons mit Fahrradabteilen einsetzen, wenn dies möglich wäre.

Wie sieht es mit Auslandsreisen aus?

Laut Deutscher Bahn können Sie in vielen Fällen auch in internationalen Zügen Stellplätze für Ihr Fahrrad online oder per App reservieren. Prinzipiell funktioniert die Buchung wie bei einem Inlandticket: Wählen Sie bei der Online-Buchung neben der Anzahl der Personen auch ein Fahrrad aus, um nur Verbindungen mit Fahrradmitnahme angezeigt zu bekommen. Die Verfügbarkeit von Stellplätzen in internationalen Zügen erkennen Sie am Fahrradsymbol: Ein rotes Symbol bedeutet, dass keine Plätze mehr frei sind. Sie haben auch die Möglichkeit, die Umsteigezeit zu verlängern, wenn Sie mit Ihrem Fahrrad mehr Zeit zum Umsteigen benötigen.

Achtung: Wenn Sie Ihr Fahrrad in einem EC-Zug nach Italien (via Österreich/Brenner) mitnehmen wollen, müssen Sie eine Kennzeichnung anhängen. Die entsprechende Banderole können Sie hier downloaden.

 Was muss ich im Zug beachten?

Im Zug müssen Fahrräder so abgestellt werden, dass sie die Notausgänge nicht blockieren. So bleibt der Weg für andere Fahrgäste und deren Gepäck frei. In den Nahverkehrszügen der DB zeigen gelbe Markierungen die erlaubten Abstellplätze an. In den Fahrradabteilen ist oft eine maximale Anzahl von Fahrrädern an der Wand vermerkt.

Werden mehr Fahrräder als erlaubt abgestellt, gilt das Abteil als überfüllt. In diesem Fall kann das Zugpersonal die Abfahrt stoppen. Um Platz zu sparen, ist es sinnvoll, die Fahrräder eng und versetzt oder mit den Lenkern gegeneinander zu parken. Außerdem sollten vor dem Einsteigen alle Packtaschen vom Fahrrad entfernt werden. Das erleichtert das Ein- und Aussteigen und spart Platz.

Tipp: Fahrrad einpacken

Einige Radfahrerinnen und Radfahrer demontieren ihre Fahrräder direkt am Bahnsteig und packen sie in spezielle Taschen. Dies verbessert ihre Mitnahmemöglichkeiten erheblich und gibt ihnen mehr Flexibilität bei der Zugwahl oder bei plötzlichen Fahrplanänderungen. Dafür demontieren sie die Laufräder, drehen den Lenker quer und nehmen bei Bedarf die Pedale ab. So verpackt gelten die Räder als Gepäck und können ohne zusätzliche Fahrkarte mitgenommen werden. Das verpackte Fahrrad sollte sicher in der Gepäckablage oder zwischen den Sitzen verstaut werden.

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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