Den Lebenslauf richtig schreiben

Tabellarischer Lebenslauf: So wichtig ist er!

Ein tabellarischer Lebenslauf wird in der Bewerbung oft vernachlässigt. Das Anschreiben wird oftmals als größere Herausforderung gesehen. Dabei kann ein gut geschriebener Lebenslauf die Eintrittskarte für das Bewerbungsgespräch sein – denn er vermittelt Ihre Qualifikation und Erfahrung.

Die richtige Struktur ist gefragt.

Die richtige Struktur ist gefragt.

Foto: panthermedia.net/koson

„Interessante Stelle …, da schreib ich doch mal eben eine Bewerbung und klöppel die wichtigsten Stationen meines Lebens in einem tabellarischen Lebenslauf zusammen.“ Wer so an eine Bewerbung herangeht, hat meist wenig Aussicht auf Erfolg, denn einen guter, tabellarischer Lebenslauf, der Ihre Eintrittskarte zu einem Interview sein kann, ist nicht so einfach wie es scheint. Das Anschreiben zu formulieren, ist für viele eine größere Herausforderung, weil hier gut, richtig und vor allem ansprechend formuliert werden muss, dagegen scheint das Erstellen einer tabellarischen Übersicht nach einer guten Vorlage aus dem Netz nur noch das Zusammentragen von Zahlen, Daten und Fakten zu sein.

Irrtum, denn gerade ein tabellarischer Lebenslauf vermittelt den Personalern eine Idee davon, ob Sie zum Unternehmen passen, und zwar nicht nur aufgrund Ihrer Qualifikation und Erfahrung. Nicht nur Ihre geschriebenen Worte werden gelesen, sondern auch das, was Sie nicht schreiben, aber dennoch über sich aussagen. Die Mitarbeiterinnen der Personalabteilungen (und hier heißt es bewusst „Mitarbeiterinnen“, denn die Personalabteilungen sind fest in weiblicher Hand) erkennen sehr schnell, ob Sie strukturiert denken, Wert auf Qualität legen, sich Mühe gemacht haben, selbst- oder detailverliebt sind.

Ein tabellarischer Lebenslauf braucht Struktur

Beim Verfassen eines Lebenslaufes lassen sich viele Fehler machen, prüfen Sie doch einmal kritisch: Was ist falsch an meinem Lebenslauf? Wie sieht es denn beim tabellarischen Lebenslauf zum Beispiel mit der Struktur aus? Ein Personaler muss oft viele Bewerbungsunterlagen prüfen und freut sich, wenn Sie ihm diese Arbeit so leicht wie möglich machen. Das gelingt nicht, wenn Sie eine seitenlange Abhandlung aller Ihrer Stationen, auch der, die für diesen Job gar nicht relevant sind, schicken, all Ihre Schulwechsel detailliert listen, und zum größeren Lesevergnügen mehrere Schriftarten und -größen für dieses Dokument wählen und das Ganze noch mit hübschen Unterstreichungen schmücken.

Eine einheitliche Linie, auf der die wichtigsten Detailinformationen stehen, ist etwas für Menschen, die sich nicht wagen, einmal Grenzen zu überschreiten? Und so kleine Details, wie das fehlende Datum unter dem tabellarischen Lebenslauf oder – neben der Unterschrift – die überflüssige maschinenschriftliche Wiederholung Ihres Namen – können doch nicht entscheidend für die Aussagekraft sein? Hm…., denken Sie doch noch einmal drüber nach.

Tabellarischer Lebenslauf: Richtige Rechtschreibung im Fokus

Sie sind Ingenieur und kein Deutschlehrer, stimmt. Deshalb erwartet man von Ihnen auch keine sichere Rechtschreibung und Zeichensetzung beim Verfassen des Lebenslaufs? Ob nun „dass“, „daß“ oder „das“ – für den Inhalt spielt das doch nun wirklich keine Rolle?! Die Wahrheit ist: Ein tabellarischer Lebenslauf mit Tipp-, Zeichen- oder Grammatikfehlern macht beim Leser einen schlechten Eindruck. Denn Ihnen werden mangelnde Sorgfalt und Ungenauigkeit unterstellt, die nur noch durch unsauberes Arbeiten gesteigert werden kann. Mehrere orthografische Macken und Flüchtigkeitsfehler sind in der Regel ein K.O.-Kriterium.

Ein tabellarischer Lebenslauf sollte nicht mehr als zwei Seiten umfassen, das haben Sie gelesen, also heißt es kürzen. Die Zeiträume, Unternehmen und Ihre Position listen Sie auf, verzichten aber darauf, in drei bis fünf Stichpunkten zu beschreiben, was hinter den Jobbezeichnungen steckt? Der Personaler wird sicher wissen, was sich hinter der Bezeichnung „Community Manager“ verbirgt. Natürlich, Klappern gehört zum Handwerk und wir wollen uns so gut wie möglich „verkaufen“, aber wenn wir übers Ziel hinausschießen und „Vision Clearance Engineer“ anstatt Fensterputzer, „Head of Verbal Communications“ anstatt Sekretärin schreiben und unsere Position während der Familienzeit als „Domestic Engineer“ umschreiben, dann sind wir ein wenig übers Ziel hinausgeschossen.

Das passende Foto für den tabellarischen Lebenslauf

Ein tabellarischer Lebenslauf soll eine überzeugende Aussage, aber kein zu dickes Auftragen sein. In diesem Zusammenhang steht auch das Bild. Und wo steht es eigentlich? Oben rechts in der Ecke, im Passfotoformat und mit einer Büroklammer befestigt? Ist es ein Bild aus dem letzten Urlaub, auf dem Sie braun gebrannt sind und an jedem Schönheitswettbewerb teilnehmen könnten? Dann werden Sie dem Personaler im besten Fall ein Grinsen entlocken, im schlechtesten wird Ihre Bewerbung zum Stapel der Absagen gelegt.

Es gibt bessere Möglichkeiten, sich per Foto als kompetenter und sympathischer künftiger Mitarbeiter zu präsentieren als oben rechts in der Ecke des tabellarischen Lebenslaufes. Haben Sie einmal über die Möglichkeit eines gestalteten Deckblattes nachgedacht? Das Netz macht es uns leicht: Vorgefertigte Lebensläufe in allen Variationen bieten uns die Möglichkeit, in wenigen Minuten unsere Daten einzutragen und schon ist der Lebenslauf fertig.

Ein tabellarischer Lebenslauf sollte individuell sein

Dann brauchen wir bei künftigen Bewerbungen nur noch das Datum zu ändern und schon ist wieder ein vorgefertigter tabellarischer Lebenslauf auf dem Weg uns eine neue Absage zu bescheren, denn die Mitarbeiter/innen der Personalabteilungen haben wenig Freude daran, lieblose, nicht individualisierte Standardlebensläufe zu lesen. Die Musterlebensläufe, wie es sie zum Beispiel bei „monster“ gibt, sind sicher eine gute Orientierung, aber wir kommen nicht umhin, sie auf unser eigenes unverwechselbares Profil und unsere eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Einzigartigkeit statt Kopie zahlt sich aus und so wie Ihr Bewerbungsanschreiben auf das aktuelle Stellenprofil zugeschnitten wird, so sollte es auch ein tabellarischer Lebenslauf sein. Mag sein, dass Ihre Freunde Ihre E-Mail-Adresse „Besserwissen@….“ oder SexyHexy@… witzig und vielleicht sogar treffend finden, ein Personaler findet sie allenfalls unprofessionell. Seriosität steht im Lebenslauf vor Kreativität und Humor.

Ein tabellarischer Lebenslauf braucht Zeit

Sie sind eine Ingenieurin und stolz darauf, Ihre Karriere und die Erziehung Ihrer vier Kinder zwischen drei und zwölf Jahren unter einen Hut zu bekommen? Sie dürfen es sein, aber der Personaler, der das in ihrem tabellarischen Lebenslauf liest, wird diesen Spagat kaum für möglich halten. Er sieht, auch wenn man es Ihnen natürlich niemals sagen würde, Probleme durch Fehlzeiten bei einer Erkrankung der Kinder auf das Unternehmen zukommen. Ob Ihre Eltern Realschullehrer und Ihre Geschwister ebenfalls Ingenieure sind, interessiert den Mitarbeiter der Personalabteilung genauso wenig wie Ihre Hobbys „Lesen, kochen, reiten“. Die Angaben, dass Sie katholisch und CDU-Mitglied sind, sind nur dann von Belang, wenn Sie sich in entsprechenden Bereichen bewerben.

Die Frage, ob ein tabellarischer Lebenslauf von Frauen besser ist, lässt sich für die meisten Fälle mit einem „Ja“ beantworten, das betrifft aber keinesfalls den Inhalt, sondern lediglich die Mühe, die sie sich bei der Gestaltung gemacht haben, die Sorgfalt, mit der ein Lebenslauf erstellt wird. Wenn Sie beim Verfassen Ihres Lebenslaufes noch nie über das Motto „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ nachgedacht haben, dann tun Sie es jetzt und „klöppeln“ Sie Ihren Lebenslauf nicht eben mal zusammen! Es geht um Ihre Zukunft und es geht darum, so wenig Absagen wie möglich zu bekommen, denn jede Absage untergräbt Ihr Selbstwertgefühl und Ihre Motivation.

www.schmidt-partner-solingen.de

 

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