Ratgeber

Wie fange ich ein Bewerbungsschreiben an? So gelingt Ihnen der perfekte Einstiegssatz

Der Einstieg kann zu Schreibblockaden führen: Dabei sind die ersten Sätze bei der Bewerbung besonders wichtig. Wie fange ich das Bewerbungsschreiben an? Was gehört in den Einstieg? Wir geben Tipps, Beispiele und Inspirationen.

Wie finde ich einen guten Einstiegssatz beim Bewerbungsschreiben? Erster Tipp: Wecken Sie Neugierde! Foto: Panthermedia.net/ijeab

Wie finde ich einen guten Einstiegssatz beim Bewerbungsschreiben? Erster Tipp: Wecken Sie Neugierde!

Foto: Panthermedia.net/ijeab

Das Bewerbungsschreiben ist vermutlich der wichtigste Text, den Sie in Ihrem Leben verfassen werden. Schinden Sie damit bei Ihrem Ansprechpartner Eindruck, öffnet er Ihnen bestimmt die Tür zum Vorstellungsgespräch. Das wiederum kann zu einem Job mit festem Einkommen führen. Deshalb lohnt es sich bei der Jobsuche, Zeit in Ihre Bewerbung zu stecken und beim Schreiben der Bewerbung auf einen guten Einstiegssatz zu achten.

Eine Musterbewerbung und Beispieltexte können Ihnen dabei sehr gut helfen, führen allein aber nicht zum Ziel. Personaler wollen keine allzu standardisierten Texte lesen, in denen eine Phrase auf die andere folgt. Deshalb verpassen Sie Ihrer Bewerbung einen individuellen Stil, der die Neugier ihres Ansprechpartners weckt. Wer Langeweile produziert, landet mit seinem Schreiben schnell im Papierkorb.

Im Folgenden erklären wir, was eine gute Bewerbung aufmacht. Zudem erläutern wir, welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.

Warum bewerbe ich mich bei Ihnen? Gedanken vor dem ersten Buchstaben der Bewerbung

Bevor Sie auch nur einen Buchstaben getippt haben, sollten Sie sich die Fragen stellen:

  • Welche Ihrer Fähigkeiten und Qualifikationen ist so herausragend, dass der potenzielle Arbeitgeber ausgerechnet Sie zum Vorstellungsgespräch einladen sollte?
  • Warum bewerbe ich mich bei diesem speziellen Unternehmen?
  • Passt der Job zu mir – und passe ich zum Job?

Im Bewerbungsschreiben sollten dann konkrete Bespiele auftauchen, mit denen Sie aufzeigen, wie und wodurch Sie dem Unternehmen künftig nutzen werden.

Bitten Sie eine Freundin oder einen Freund im Vorfeld darum, das Bewerbungsschreiben vor dem Absenden noch mal Korrektur zu lesen. Durch das Vier-Augen-Prinzip lassen sich Flüchtigkeitsfehler wieder ausbügeln. Es wäre sehr ärgerlich, wenn ein falsch gesetztes Komma oder ein Rechtsschreibfehler das Aus für Ihre Bewerbung bedeuten würde.

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Zudem ist es wichtig, dass Sie sich treu bleiben. Die Stelle muss zu Ihnen passen. Wenn Sie Ihrem Arbeitgeber künftig andauernd etwas vorspielen, laufen Sie Gefahr, im Beruf zu scheitern. Schon in der Bewerbung dürfen Sie also sich nicht verstellen. Stehen Sie zu Ihrem Charakter und beweisen Sie jederzeit Haltung.

Wie beginne ich eine Bewerbung? Betreffzeile: Der Grund der Bewerbung

Neben dem Briefkopf mit Ihren Kontaktdaten, der Adresse des Arbeitgebers und Datum gehört auch eine Betreffzeile – auch Betreff genannt – zu jedem Anschreiben. Dieser Teil nennt die Position, auf die Sie sich bewerben. Das Wort „Betreff“ an den Anfang der Zeile zu schreiben, ist heutzutage veraltet. Beginnen Sie gleich mit dem Inhalt der Betreffzeile.

Aus der Betreffzeile muss hervorgehen, worum es in Ihrem Anschreiben geht und auf welche Position Sie sich bewerben. Große Unternehmen veröffentlichen oft viele Stellenanzeigen. Personaler und das Sekretariat freuen sich über gut formulierte Betreffzeilen, in denen sofort klar wird, worum es geht. Eine fehlerfreie Referenznummer aus dem Stellenangebot gehört dazu. Der Betreff ist nie länger als eine Zeile. Fassen Sie sich unbedingt kurz.

So sehen gute Betreffzeilen aus:

  • Bewerbung als Key Account Manager, Referenznummer 12345678
  • Bewerbung als Maschinenbau-Ingenieur; Kennziffer 3333/333

Manche Betreffzeilen lassen sich durch Bezugszeilen ergänzen. Wenn Sie etwa ein Stellenangebot in der Zeitung gelesen haben, können Sie das erwähnen. Auch einen möglichen Erstkontakt können Sie integrieren. Das geht dann so:

  • Bewerbung um eine Stelle als Bauingenieur
    Ihre Stellenanzeige auf ingenieuer.de vom 29.02.2021
  • Bewerbung als Industriemechaniker
    Unser Gespräch auf der Jobmesse in Monschau am 08.04.2021

Die Anrede in der Bewerbung vor dem Einstiegssatz: Seien Sie nicht zu allgemein!

Bereits die Anrede kann darüber entscheiden, ob Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden oder nicht. In vielen Fällen steht in der Stellenanzeige der Name der Person, an die Sie Ihre Bewerbung richten. Dann lautet die korrekte Anrede „Sehr geehrte Frau Schulze“ oder „Sehr geehrter Herr Schmidt“. Die direkte Ansprache zeigt, dass Sie die Stellenanzeige gründlich gelesen haben. Wer mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ beginnt, obwohl ein Name in der Ausschreibung stand, mindert schon zu Beginn seine Chancen auf Erfolg.

Taucht in der Anzeige kein Ansprechpartner auf, ist die allgemeine Formulierung natürlich erlaubt. Trotzdem wirkt „Sehr geehrte Damen und Herren“ distanziert. Außerdem könnte die unpersönliche Anrede den Eindruck erwecken, dass der Bewerber die Mühen gescheut hat, einen konkreten Ansprechpartner zu erfragen.

Im Zweifelsfall können Sie per E-Mail oder telefonisch nachhaken, an wenn Sie Ihre Bewerbung richten sollen. Wenn Sie in dem Zuge noch Fragen zur ausgeschriebenen Stelle formulieren, beweisen Sie gleichzeitig Interesse und sammeln Pluspunkte für Ihr Engagement.

Höflichkeit spielt in einem Bewerbungsanschreiben eine sehr wichtige Rolle. Deshalb setzen Sie in der Anrede auf Sie-Formulierungen. Heutzutage sind viele Stellenanzeigen in der Du-Form verfasst. Der Arbeitgeber möchte damit besonders jung wirken und möglichweise auf seine flachen Hierarchien verweisen. Das ist aber keine Einladung die Ansprechpartner aus der Personalabteilung zu duzen. Bleiben Sie lieber beim neutralen Sie.

Als erster Stelle steht, dass Sie den Namen Ihres Ansprechpartners fehlerfrei schreiben. Kontrollieren Sie ungewöhnliche Schreibweisen etwa bei Doppelnamen. Wenn Sie den Vornamen noch nie gehört haben, schauen Sie nach, ob er weiblich oder männlich ist. Auch akademische Titel gehören zu einer korrekten Anrede. Wenn Dr. Gabriele Schulze unter der Stellenanzeige steht, ist ihr der Doktortitel vermutlich wichtig. Also sollte in der Anrede auch „Sehr geehrte Frau Dr. Schulze“ stehen.

Welche Fehler Sie grundsätzlich beim Bewerbungsschreiben meiden sollten, lesen Sie hier: Bewerbung: Diese Fehler müssen Sie vermeiden!

Wie schreibe ich den Einleitungssatz meiner Bewerbung? In kurzen Sätzen die Neugier wecken

Die Einleitung in einem Bewerbungsschreiben umfasst in der Regel drei Sätze. Da muss jeder Satz sitzen. Sollte bereits die Einleitung voller Floskeln sein, wird der Personaler Ihre Mappe vermutlich beiseitelegen oder Ihre E-Mail löschen. Vermeiden Sie folgende Sätze unbedingt:

Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen.

oder:

Hiermit bewerbe ich mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle.

Diese Sätze wirken beliebig und sagen weder etwas über Ihre Person noch über Ihre Motivation aus. Wer hingegen seinen Einleitungssatz schon sehr gut formuliert, macht den Leser neugierig. Seien Sie kreativ und mutig. Es gibt etwa die Möglichkeit, mit einer Frage zu beginnen. So beziehen Sie Ihren Gegenüber direkt ein. So ein Beispiel macht den Leser neugierig:

Was zeichnet eine erfolgreiche Führungskraft aus? Sehr viel Einsatzbereitschaft für das Team und eine ausgezeichnete fachliche Kompetenz. Genau diese Eigenschaften konnte ich in meiner früheren Tätigkeit als Projektmanager bei der Schmitz GmbH beweisen!

Erzählen Sie eine interessante Geschichte!

Auch mit Storytelling können Sie in einem Bewerbungsschreiben punkten. Wer mit einer kleinen Anekdote beginnt, weckt Interesse – die allermeisten Menschen lesen lieber eine Geschichte, als eine Aneinanderreihung von floskelhaften Phrasen. Verpacken Sie Fakten und Informationen in einer kleinen Erzählung und machen Sie si so besonders schmackhaft.

Nebeneffekt: Weil Sie Ihre eigene und persönliche Anekdote erzählen, ist sie garantiert einzigartig und wird sich von anderen Bewerbungen automatisch unterscheiden. Natürlich muss alles stimmen. Wer Märchen erzählt, fliegt früher oder später auf. Ein Beispiel, wenn Sie sich bei der (erfundenen) Electricsuperstar AG bewerben wollen würden:

Ein Geburstagsgeschenk ist der Grund dafür, dass ich Elektroingenieur geworden bin. Meine Eltern haben mir zum zehnten Geburtstag einen nagelneuen Electricsuperstar MX 360 geschenkt, seitdem bin ich verliebt und brenne für Technik. Das ist aber nur der drittwichtigste Grund, aus dem Sie mich unbedingt zum Vorstellungsgespräch einladen sollten. Die beiden wichtigsten Gründe möchte ich Ihnen im Folgenden darlegen: …

Ein weiterer Pluspunkt dieses Einstiegs: Sie erwecken ein Gefühl von Vertrautheit.

Wie beginne ich eine Bewerbung?  Schießen Sie mit prägnanten Hauptsätzen

Seien Sie dabei ruhig selbstbewusst – aber nicht angeberisch. Im Zweifel kommt es auch auf das Unternehmen an, bei dem Sie sich bewerben: Was bei einem Personaler als sympathischer Ausdruck von Selbstbewusstsein ankommt, wirkt auf den anderen schlicht unseriös.

Auf die Unternehmenskultur einzugehen, zeigt, dass Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben und wissen, bei welchem Arbeitgeber Sie sich bewerben. Eine mögliche Einleitung könnte dann sein:

Seit meinem Studium weiß ich: die Umweltenergie ist die Zukunft. Die Green AG bietet durch ihr besonderes Engagement in der Solartechnik eine für mich einzigartige Möglichkeit, meine Stärken auszubauen und für die richtige Sache einzusetzen.

Auch ein gutes Beispiel:

Sie suchen jemanden mit innovativen Ideen und einer Vorliebe für Zahlen? Das kann ich Ihnen bieten – und noch viel mehr. Daher würde ich mich sehr gerne bei Ihnen vorstellen und Ihnen zeigen, wie ich durch meine Leidenschaft für Excel-Tabellen und Design zum Unternehmenserfolg beitragen kann.

Die ersten Sätze können wie ein Gewehrfeuer sein. Schießen Sie schnelle Hauptsätze hintereinander ab. Es gilt der Merksatz: Ein Hauptsatz steht für eine Hauptsache.

Lesen Sie sich Reportagen durch – Sie werden feststellen: Bei einem guten Text, den Sie gern weiterlesen möchten, knallt schon der erste Satz. Nehmen Sie sich das zum Vorbild.

Einleitungssätze in der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz

Stehen Sie noch sehr am Beginn Ihrer Karriere, können Sie naturgemäß mit langjährigen Erfahrungen wahrscheinlich noch nicht argumentieren. Machen Sie am besten früh klar, warum Sie sich gerade für eine bestimmte Ausbildung entschieden haben, und warum das angeschriebene Unternehmen Ihr Wunscharbeitgeber ist.

Ein Beispiel:

Kennen Sie das, wenn man sich einer Sache absolut sicher ist? Bei mir ist es die Gewissheit, dass ich mein Leben der Forschung im Labor widmen möchte. Die XYChemiepharm AG ist das erfolgreichste Unternehmen der Branche und bildet regelmäßig aus: Bei Ihnen kann ich die beste Ausbildung bekommen und mein Wissen so sehr vertiefen wie nirgendwo sonst. Deshalb bewerbe ich mich um den ausgeschriebenen Ausbildungsplatz als …

Einstiegssatz für eine Initiativbewerbung

Eine Initiativbewerbung hat gewaltige Vorteile – und gewisse Nachteile. Einerseits dringen Sie mit etwas Glück in den verdeckten Arbeitsmarkt vor und haben weniger Konkurrenz als bei einer Bewerbung auf eine Stellenausschreibung. Andererseits wissen Sie nicht, ob beim Wunschunternehmen überhaupt gerade jemand mit Ihren Fähigkeiten gesucht wird. Ganz ins Leere läuft eine gut geschriebene Initiativbewerbung aber nie: Selbst wenn Sie nicht sofort den Traumjob ergattern, hat der Wunscharbeitgeber Sie jetzt auf dem Schirm und in positiver Erinnerung.

Ein Beispiel für die ersten Sätze Ihrer Initiativbewerbung:

Dieses Jahr wird alles für Sie verändern: Ihr neues Produkt XY steht in den Startlöchern und kann das neue Aushängeschild von UnternehmenXY werden. Ich weiß, dass Ihr XY-Team Hervorragendes leistet. Aber ich weiß auch, dass ich die Entwicklung ihres Leuchtturm-Projekts noch besser machen kann. Dazu nenne ich Ihnen vier gute Gründe, die Sie bestimmt davon überzeugen werden, dass ich ein Gewinn für Ihr Unternehmen bin: ….

Negativbeispiele: Das sollten Sie unbedingt vermeiden

Gesundes Selbstbewusstsein kommt an. Allerdings ist Überheblichkeit oft ein Karrierekiller. Folgendes Beispiel sollte nicht auftauchen:

Glückwunsch zum neuen Mitarbeiter! Sie haben den perfekten Kandidaten für die angebotene Stelle gefunden!

Wenn Ihr Ansprechpartner solche Sätze der Einleitung liest, wird ihn das vermutlich abschrecken. Das ist nämlich Prahlerei und kommt selten gut an. Auch sollten Sie es vermeiden, in der Bewerbung nur über sich zu sprechen. Zeigen Sie in Ihrer Einleitung, aus welchen Gründen Sie Ihre Stärken für genau dieses Unternehmen einsetzen möchten.

Auch der Konjunktiv gehört nicht in eine Bewerbung. Beispiele:

Ich würde mich freuen, wenn ich in Ihrem Team mitarbeiten dürfte.

Auch nicht zu empfehlen:

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen würden.

Das klingt vermeintlich besonders höflich, vor allem aber sehr unsicher. Damit wirken Sie wie ein unterwürfiger Bewunderer, der sich seiner Aufgabe nicht gewachsen fühlt. Wenn Sie Sätze ohne den Konjunktiv nicht formulieren können, schreiben Sie lieber einen anderen Satz.

……………………………………

Die Tipps für den Einstieg der Bewerbung zusammengefasst: 

  • Überraschen Sie den Leser mit den ersten Sätzen: Erzeugen Sie Neugierde
  • Verzichten Sie auf Floskeln
  • Nutzen Sie gerade in den ersten Sätzen keine Passivkonstruktionen, sondern aktive Verben
  • Vermeiden Sie den Konjunktiv, das wirkt unsicher
  • Zeigen Sie Leidenschaft für das, was Sie beruflich machen und künftig machen wollen
  • Erzählen Sie eine Geschichte, die neugierig macht
  • Beenden Sie den Einstieg mit einem Cliffhanger: Der Personaler will unbedingt weiterlesen
  • Zeigen Sie Mut – aber seien Sie nicht überheblich

……………………………………

Hier können Sie sich noch mehr Beispiele zur Inspiration anschauen:

Anschreiben: Muster für Absolventen

Lebenslauf: Muster und Beispiele

Über 100 Seiten Infos & Tipps für Ihre Karriere

 

Wie bringe ich Hard Skills und Soft Skills in der Bewerbung unter?

Nach der Einleitung folgen die beiden Hauptabsätze Ihres Bewerbungsschreibens, die pro Absatz drei bis vier Sätze lang sein sollen. Sie haben also nur wenige Worte, um eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch zu bekommen.
Im ersten Absatz tauchen Ihre Hard Skills auf, also Ihrer fachlich-beruflichen Kompetenzen und Erfolge. Denken Sie daran, dass Ihr potenzieller neuer Arbeitgeber einen Mehrwert von Ihnen erwartet. Deswegen sind Ihre konkreten Erfolge aus der jüngsten Vergangenheit Ihre besten Argumente. Wenn Sie mit Zahlen hantieren, müssen Sie diese stets belegen können. Solche Sätze können im Absatz zu den Hard Skills auftauchen:

Bei meinem vorherigen Arbeitgeber habe ich erfolgreich ein Team aufgebaut und geführt.

oder:

In den vergangenen drei Jahren haben meine Kollegen und ich 20 Kunden hinzugewonnen.

oder:

Mein Team hat erreicht, den Umsatz um acht Prozent zu steigern.

Der zweite Absatz Ihres Bewerbungsschreibens rückt Ihre Soft Skills in den Fokus. Hier geht es nicht nur um sachliche Themen, sondern auch um Emotionen – und um ein ehrliches Bild von sich selbst.

  • Die wichtige Frage in diesem Kontext lautet: Welche Ihrer persönlichen Eigenschaften bringt dem Unternehmen Vorteile?

Ihre Persönlichkeitsmerkmale werten Ihre Bewerbung deutlich auf, wenn sie sich in der Jobausschreibung wiederfinden. Sich nur als teamfähigen, motivierten Mitarbeiter zu bezeichnen, reicht nicht. Auch das sind nur Floskeln. Stellen Sie Ihre Soft Skills glaubwürdig dar und nennen ein konkretes Beispiel unterlegen:

Schon als Schüler habe ich in meiner Freizeit gerne Computer-Komponenten zusammengesetzt. Bis heute ist Elektronik meine große Leidenschaft. Wenn ich an meinem PC tüftele, bin ich ganz in meinem Element.

Schlussteil: Das schreiben Sie zum Eintrittstermin und zu den Gehaltsvorstellungen

Nach dem Hauptteil Ihres Bewerbungsschreibens sollten Sie noch Ihren möglichen Eintrittstermin und Ihre Gehaltsvorstellungen angeben. Zuletzt können Sie mit dem Schlusssatz nochmals Akzente setzen. Geben Sie an, ab wann Sie Ihrem neuen Arbeitgeber zur Verfügung stehen können. Etwa so:

Mein frühestmöglicher Eintrittstermin ist der 13. Juni 2021

Wenn die Firma in der Stellenanzeige Ihre Gehaltsvorstellungen wünscht, sollten Sie diese angeben. Üblich ist die Angabe eines Jahresbruttogehalts. Das bedeutet, dass noch keine Abzüge wie Lohnsteuer oder Sozialabgaben enthalten sind. Krumme Beträge signalisieren, dass Sie eine klare Vorstellung davon haben, wie viel Sie wert sind. Runden Sie Ihre Gehaltsvorstellung in der Bewerbung auf Hunderter- oder Tausenderstellen. So sieht ein Beispiel aus:

Meine Gehaltsvorstellungen belaufen sich auf 43.500 Euro im Jahr.

Auch im Abschlusssatz hat der Konjunktiv nichts zu suchen. Fragesätze sind ebenfalls fehl am Platz. Benutzen Sie in Ihrer Bewerbung klare Aussagesätze. Das geht zum Beispiel so:

Ich freue mich auf Ihre Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.

oder:

Ihrer Rückmeldung sehe ich mit Freude entgegen und bin gespannt auf das Gespräch mit Ihnen.

Ein anderes Beispiel:

Gern nehme ich die Gelegenheit wahr, mich Ihnen im persönlichen Gespräch näher vorzustellen und Sie von meinen Fähigkeiten zu überzeugen.

Bei der Grußformel gilt das gleiche wie bei der Anrede. Bleiben Sie förmlich. Ein Abschluss „Mit freundlichen Grüßen“ ist immer der beste Weg.

Form des Bewerbungsschreibens: DIN 5008 sorgt für Übersicht

Abschließend sollten wir über die Form des Bewerbungsschreibens sprechen. Es kann von Vorteil sein, sich an die Norm DIN 5008 zu halten. Standard ist sie zwar nicht mehr. Wer sich an die Norm in seiner Bewerbung aber orientiert, bekommt am Ende ein übersichtliches Ergebnis. In der Richtlinie sind beispielsweise Angaben zur Schriftgröße, zu den Seitenrändern oder Absatz-Abstände festgelegt.
Manchmal ist es aber durchaus hilfreich, einen objektiven Blick über die Bewerbung schweifen zu lassen.

Lesen Sie auch: Das professionelle Bewerbungsfoto

Grundsätzlich gelten für die Formatierung diese Seitenränder:

  • Links: 2,5 cm
  • Rechts: 2,0 cm
  • Oben: 2,0 cm
  • Unten: 2,0 cm

Die Standard-Schriftgröße bei der Bewerbung nach DIN 5008 sogenannte 12 Punkt. Das Gros der Schriftarten ist darauf abgestimmt und in dieser Größe perfekt lesbar. Bei besonders viel Text dürfen Sie die Lettern aber auch auf 11 Punkt verkleinern, damit das Anschreiben noch auf eine Seite passt.
Allerdings ist nicht jede Schriftart in 12 Punkt gleich groß: Manche fallen kleiner aus, andere wirken größer. Es gilt: Die Schrift muss immer gut lesbar bleiben. Eine feste Schriftart wird bei der DIN 5008 nicht vorgeschrieben. Arial oder Times New Roman haben sich als gängige Typen durchgesetzt.

Weitere Muster für Ihre Bewerbungsunterlagen:

 

Ein Beitrag von:

  • Denis de Haas

    Geboren 1981 in Geldern am Niederrhein. Studium in Münster. Volontariat bei der Funke Mediengruppe. Abstecher nach München zu Sport1. Wieder in NRW gelandet. Denis de Haas ist Mitglied des Redaktionsbüros Ruhr und schreibt unter anderem über Karrierethemen und Wirtschaft. 

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