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Tipps und Tricks für die erfolgreiche Onlinebewerbung

Sie wollen sich als Ingenieur oder Informatiker für einen neuen Job bewerben? Dann werden Sie mit Sicherheit eine Onlinebewerbung „einreichen“ und keine klassische Bewerbungsmappe. Ingenieur.de mit den wichtigsten Infos für die erfolgreiche Onlinebewerbung.

Die Online-Bewerbung nimmt zu.

Die Online-Bewerbung nimmt zu.

Foto: panthermedia.net/dolgachov

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Die Onlinebewerbung hat die klassische Bewerbungsmappe aus Papier längst abgelöst. Sie ist schneller, einfacher zu verarbeiten und für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer kostengünstiger. Grundsätzlich gibt es 2 Varianten der Onlinebewerbung: die E-Mail-Bewerbung und die Onlinebewerbung über ein Onlineformular.

Varianten der Onlinebewerbung: E-Mail-Bewerbung und Onlineformular

Die E-Mail-Bewerbung gleicht der klassischen Bewerbung. Sie umfasst Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen. Einziger Unterschied: Die E-Mail-Bewerbung verschicken Sie bekanntermaßen elektronisch mittels PDF-Anhang. Die klassische Bewerbung geht hingegen auf dem Postweg raus. Darüber hinaus erfreut sich die Onlinebewerbung über ein Onlineformular auf der Internetseite des gewünschten Arbeitgebers wachsender Beliebtheit. Hier füllen Sie die Formularfelder der Reihe nach aus und können je nach Onlineformular PDF-Dokumente in den Onlinebewerbungsbereich des Unternehmens hochladen.

Für beide Arten der Onlinebewerbung gilt ebenso wie für die klassische Bewerbung: Eine sorgfältige Vorbereitung und Erstellung der Bewerbungsunterlagen ist oberstes Gebot. Alle anderen Faktoren ordnen sich dem unter. Vor allem die Onlinebewerbung verführt zu einer lockeren, schnellen Kommunikation. Fehler und Schludrigkeiten können sich so einschleichen, die Ihnen bei einer klassischen Bewerbung vielleicht nicht unterlaufen würden. Deswegen gilt es umso mehr darauf zu achten, sorgfältig zu formulieren, Rechtschreibfehler auszumerzen und die Unterlagen auf einen guten bis sehr guten Erst- und Gesamteindruck hin zu optimieren.

Onlinebewerbung vorbereiten

Für die erfolgreiche Onlinebewerbung recherchieren Sie zunächst alle relevanten Informationen über das Unternehmen und die angepeilte Stelle. Informationen hierfür finden Sie beispielsweise auf der Unternehmenshomepage, auf firmeneigenen Karriereblogs oder auf der Facebook-Karriereseite des potenziellen Arbeitgebers. Einige Firmen haben auch ein übersichtliches Firmenprofil auf ingenieur.de hinterlegt.

Falls die Onlinebewerbung via Onlineformular gewünscht ist, so sollten Sie dieses nicht direkt ausfüllen. Lernen Sie das Formular-Tool besser erstmal kennen, indem Sie vor- und zurückblättern. Ist das nicht möglich, so melden Sie sich anonym und unter falschem Namen an, um das Formular genauer zu begutachten. So können Sie von allen Eingabefeldern des Formulars Screenshots machen, um die Inhalte dafür passend vorbereiten zu können, zum Beispiel wenn bestimmte Felder nur eine begrenzte Zeichenzahl zulassen. Bei Fragen sollten Sie ruhig in der Personalabteilung nachfragen, entweder telefonisch oder per E-Mail. Hier sollten Sie gezielt, knapp und konkret anfragen, denn die Personalabteilung ist keine Beratungsstelle.

Onlinebewerbung: Dokumente zusammenstellen und aktualisieren

Vor allem für die Onlinebewerbung über ein Onlineformular auf der Unternehmenshomepage gilt: Bereiten Sie alles sorgfältig vor. Das bedeutet alle Unterlagen zusammenzustellen, zu aktualisieren und/oder neu auszuformulieren. Keinesfalls sollten Sie ein Onlineformular spontan und unvorbereitet ausfüllen. Sonst sind Fehler wahrscheinlich vorprogrammiert. Bevor Sie mit der Eingabe in das Onlineformular beginnen, haben Sie folgende Unterlagen idealerweise fix und fertig vorliegen:

  • Einen modernen, aktualisierten Lebenslauf als PDF
  • Eingescannte Arbeitszeugnisse als PDF
  • Referenzen und/oder Empfehlungsschreiben als PDF
  • Falls Sie Screenshots gemacht und  Informationen zu Eingabefeldern notiert haben, bereiten Sie die entsprechenden Textblöcke inklusive Korrekturschleife vor.

Vorher haben Sie sich bereits eine seriöse E-Mail-Adresse eingerichtet. Am einfachsten: vorname.nachname@xyz.de. Diese geben Sie überall im Bewerbungsprozess an, um Irritationen vorzubeugen.

Bevor Sie als Ingenieur oder Informatiker auch nur eine Onlinebewerbung rausschicken, professionalisieren Sie erstmal Ihre Onlineprofile. Das ist zwar für die Bewerbung selbst nicht zwingend notwendig. Dennoch sollten Sie davon ausgehen, dass sich Mitarbeiter der Personalabteilung im Internet ein Bild von Ihnen machen werden. Das bedeutet, dass jeder Online-Auftritt aktualisiert, gepflegt und professionalisiert wird – von Xing, LinkedIn bis zu Facebook oder der persönlichen Homepage. Immerhin prüfen mittlerweile 63 % der Personaler den Social-Media-Auftritt ihrer Bewerber.

Onlinebewerbung: So sieht der Aufbau aus

Vollständigkeit ist neben Sorgfalt auch bei der Onlinebewerbung oberste Pflicht. Bevor Sie Ihre Onlinebewerbung abschicken, prüfen Sie, ob alle Unterlagen vorliegen und beigefügt, beziehungsweise hochgeladen wurden. Sicherheitshalber können Sie eine zweite Person bitten, die Unterlagen nochmal auf Vollständigkeit zu prüfen. Die E-Mail-Bewerbung enthält diese Elemente, die folgendermaßen angeordnet sind:

  • Anschreiben
  • Deckblatt
  • Lebenslauf
  • Zeugnisse
  • Referenzen
  • Zertifikate
  • Arbeitsproben

 

Tipps und Tricks für die erfolgreiche Onlinebewerbung

Machen Sie sich von jeder Seite des Onlineformulars immer einen Screenshot, nachdem Sie das Eingabefeld fertig ausgefüllt haben. Ausdrucke der Screenshot nehmen Sie ins spätere Vorstellungsgespräch. So können Sie besser auf Rückfragen zu Ihren Angaben reagieren und Verwechslungen vorbeugen. Das gilt besonders dann, wenn Sie sich auf mehrere Stellen gleichzeitig bewerben und nichts durcheinanderbringen möchten.

Wer sich über Onlineformulare bei potenziellen Arbeitgebern bewirbt, der sollte sich auf Fragen zu Kontaktdaten, Ausbildung, Zusatzqualifikationen und bisherigen Jobs gefasst machen. In dieser Form der Onlinebewerbung wird alles abgefragt, was auch in jeder anderen Bewerbung enthalten ist.

Entscheidender Unterschied: Die Informationen werden über verschiedene Felder eingegeben, beziehungsweise als Dateien hochgeladen und übermittelt. Wer sich entsprechend auf eine Onlinebewerbung mit Onlineformular vorbereitet hat (siehe oben), der kann seine Bewerbung nun einfach und bequem vom Laptop und Computer aus erledigen. Denn die eigentliche Arbeit wurde ja bereits in der Vorbereitung erledigt.

Onlinebewerbung: Typische Fehler – und wie man sie vermeidet

Unbedingt immer alle Felder im Onlineformular ausfüllen: Wie bei allen anderen Bewerbungsformen können unvollständige Angaben oder Unterlagen zum vorzeitigen Aus führen. Unter Umständen ist das Risiko bei Onlinebewerbungen noch größer, da immer öfter eine Maschine die Vorauswahl übernimmt. Sie arbeitet nach einem Algorithmus, der bei unvollständigen Angaben mit einer Absage reagiert.

Textblöcke für die Eingabefelder des Onlineformulars vorschreiben: Indem Sie die entsprechenden Textbausteine in Ruhe, konzentriert und offline vorformuliert haben – beispielsweise in einem Word-Dokument – beugen Sie Rechtschreibfehlern vor. Achten Sie hierbei darauf, dass die Rechtschreibprüfung des jeweiligen Textverarbeitungsprogramms aktiviert ist. Hilfreich ist auch, alle Textbausteine von einem Freund oder Profi gegenlesen zu lassen. Besondere Vorsicht ist bei Sonderzeichen geboten: Wenn Sie etwa Ihre Gehaltsvorstellungen mit dem Euro-Symbol am Ende angeben, kann es sein, dass das Programm etwas anderes daraus macht. Das kann für Verwirrungen sorgen, also besser direkt „EUR“ oder „Euro“ schreiben. Das Gleiche gilt für verschiedene andere Sonderzeichen: Am besten vermeiden Sie sie ganz, ansonsten können Sie sie anders oder ausschreiben.

Freitextfelder im Onlinebewerbungsformular nutzen: Dort pflegen Sie normalerweise das sonst übliche Anschreiben ein. Auch das Anschreiben haben Sie im Vorfeld erstellt, gegengelesen und korrigiert. Manchmal geben die Formularfelder allerdings entsprechende Zeichenzahlbegrenzungen vor. Diese gilt es natürlich einzuhalten. Sonst werden Teile des Anschreibens abgeschnitten. Ist Ihr Anschreiben zu lang, so muss intelligent gekürzt und umformuliert werden. Wichtig ist hierbei, dass nicht versehentlich wichtige Passagen verloren gehen. Durch Absätze, Zeilenumbrüche und Spiegelstriche wird das Anschreiben übersichtlicher und besser lesbar – daran sollte man also nicht sparen.

Individuelles und persönliches Anschreiben auch in der Onlinebewerbung: Gerade weil Onlinebewerbungen und -formulare unpersönlicher sind, sollten Sie umso mehr ein individuelles Anschreiben verfassen. Bei E-Mail-Bewerbungen wie Onlineformularen empfiehlt es sich, den Ansprechpartner herauszufinden und die Bewerbung persönlich an diesen zu adressieren.

Eigene Angaben aktualisieren: Manchmal können Sie das Anschreiben gesondert als Datei hochladen. Dann ist es wichtig, dass sich die dort gemachten Angaben mit den Angaben in den anderen Formularfeldern decken und aktualisiert sind. Widersprüche und Unstimmigkeiten weisen auf eine Massenbewerbung hin. Datum, Betreffzeile, und E-Mail-Adresse sollten gesondert geprüft werden.

Die Unterschrift gehört auch in die Onlinebewerbung: Deswegen sollten Sie Ihre Unterschrift einscannen und am Ende des Anschreibens einfügen. Erst dann wird es auf die Plattform hochgeladen oder per Mail verschickt.

Nicht zu viele Anhänge: Falls Sie gebeten werden, Anlagen hochzuladen, so sollten Sie – falls vorhanden – die Arbeitszeugnisse der letzten 3 Stationen hochladen und ebenso viele Empfehlungs- oder Referenzschreiben. Diese fassen Sie allesamt in einem PDF zusammen. Im Internet gibt es einige kostenlose Online-Tools, wie SmallPDF oder PDFJoin, mit denen Sie alle Anlagen in einem PDF zusammenfassen können. Das Bewerbungsfoto ist übrigens im Lebenslauf integriert (und nicht Teil der Anlagen), falls es nicht vorher schon explizit ausgeschlossen wurde.

Auf die Dateigröße der Dokumente achten: Die meisten Onlineformulare einer Onlinebewerbung machen klare Vorgaben zu den Dateigrößen, zum Beispiel maximal 1 MB pro Datei oder eine maximale Größe aller Dateien von 5 MB. Sind Lebenslauf, Anschreiben oder andere Dateien zu groß, kann es Probleme und Fehlermeldungen beim Hochladen geben. Das ist oftmals bei Fotos, unter Umständen auch bei eingescannten Arbeitszeugnissen oder bei Arbeitsproben der Fall. Sie lassen die Dateigrößen anwachsen. Durch diverse, kostenfreie Internet-Tools wie SmartPDF oder PDF24 können Sie die Dateien verkleinern. Falls das nicht reicht, müssen Sie Abstriche machen.

Sinnvolle und eindeutige Benennung aller Dokumente: Aus dem Dokumentennamen sollte eindeutig hervorgehen, von wem das Dokument ist und um welche Art von Dokumenten es sich handelt, zum Beispiel: „Lebenslauf_Vorname_Nachname.pdf“. Wahlweise können Sie auch die Stellenbezeichnung in die Dateibenennung integrieren, beispielsweise „Vorname_Nachname_Leiter_Prozessoptimierung.pdf“.

Vor dem Senden unbedingt nochmal alle Angaben überprüfen: Sie sind kurz davor, auf den Senden-Button zu drücken. Dann sollten Sie vorher nochmal alle Angaben prüfen. Möglicherweise ist Ihnen in der Nervosität ein Fehler passiert. Widerstehen Sie also dem Impuls, den Bewerbungsprozess einfach hinter sich bringen zu wollen, und prüfen Sie nochmal die Angaben. Sonst könnte die ganze Arbeit umsonst sein. Bei der Onlinebewerbung sollte man sich unbedingt genug Zeit lassen. Sofern alle Unterlagen vorbereitet sind, sollten Sie bis zum endgültigen Ausfüllen und Verschicken etwa 3 Stunden Zeit einplanen.

Als Kontaktadresse eine neutrale E-Mail-Adresse wählen: Wie schon erwähnt, eignen sich Vor- und Nachname am besten, also Vorname.Nachname@xy.de.

Bestätigungsmail für den Eingang der Onlinebewerbung: In der Regel erhalten Sie in kürzester Zeit eine Bestätigungsmail auf Ihre E-Mail-Bewerbung oder die Bewerbung über ein Onlineformular. Das deutet darauf hin, dass Sie zumindest technisch alles korrekt ausgefüllt haben. Nach einem bestimmten Zeitraum werden Sie üblicherweise erneut benachrichtigt, ob Sie in die engere Auswahl kommen oder eine Absage erhalten. Falls keinerlei Bestätigungsmails ankommen, gilt es, den Spamfilter regelmäßig zu kontrollieren, beziehungsweise so anzupassen, dass Nachrichten zu Ihren Bewerbungen nicht im Spamfilter landen.

 

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Bewerbung!

 

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