Xing, LinkedIn, Facebook & Co. 26.01.2018, 15:53 Uhr

Welches Business-Netzwerk passt zu mir?

Mit einem professionellen Profil in einem Business-Netzwerk kann man viel bewegen. Denn Personaler schauen nicht nur bei einer Bewerbung in die virtuellen Beziehungsgeflechte, passende Fachkräfte werden auch immer häufiger direkt darüber gesucht. Und die Netzwerke bieten mittlerweile spannende Extras.

Welches Netzwerk ist für mich ideal?

Welches Netzwerk ist für mich ideal?

Foto: panthermedia.net/miskolin

Vitamin B macht bei Bewerbungen häufig den Unterschied. So war das immer und so wird das auch künftig sein, wie ungerecht das sein mag. Wer also nicht qua Geburt Bekanntheit erlangt hat, kann über Business-Netzwerke nachhelfen. Sie unterstützen bei der Selbstvermarktung und dabei, mit ehemaligen Kollegen oder gelegentlichen Geschäftspartnern in Kontakt zu bleiben. Doch in welchem Netzwerk finden Sie am ehesten relevante Personen?

Welche Business-Netzwerke gibt es?

In Deutschland erfreuen sich insbesondere die Business-Netzwerke Xing und LinkedIn großer Beliebtheit. Sie sind auf den professionellen Austausch spezialisiert und bieten neben einem CV-ähnlichen Profil die Möglichkeit, sich direkt mit Geschäftspartnern zu verbinden und branchenspezifische Nachrichten zu beziehen.

Wer sich für einzelne Unternehmen interessiert, aber keine Kontakte über das Netzwerk pflegen möchte, kann dafür auch sein Facebook-Profil nutzen. Das meist genutzte Soziale Netzwerk in Deutschland will seinen Fokus mit dem neuesten Update zwar wieder etwas mehr auf die privaten Kontakte legen, dennoch wird es von vielen Unternehmen zur Eigendarstellung und Kundenansprache genutzt. Somit dient es ganz wunderbar als Informationsplattform.

Wie unterscheiden sich Facebook, Xing und LinkedIn?

Business-Netzwerke sind längst keine reinen Adressbücher mehr. Vielmehr senden die Portale mittlerweile auf Wunsch die neuesten Branchenentwicklungen, Jobangebote und Gruppenbeiträge direkt auf das Smartphone. Die Nutzer bleiben so ganz nebenbei up-to-date. Bei welchen der drei Business-Netzwerke man sich also anmelden sollte, hängt von der damit verbundenen Zielsetzung ab. Wen oder was wollen Sie mit Ihrem Social-Media-Profil erreichen?

Bei Facebook wie gesagt, tummelt sich so ziemlich jeder: Weltweit hat das aus Amerika stammende Netzwerk mehr als 2 Milliarden Nutzer. Mehr als die Hälfte ist täglich aktiv. Aus Deutschland, so ließ Facebook im September 2017 wissen, greifen immerhin 31 Millionen Nutzer auf das Netzwerk zu. Am häufigsten nutzen Menschen im Alter von 18 bis 34 Jahren das Netzwerk, Jugendliche und Rentner sind dagegen nicht wenig vertreten. In den erwerbsfähigen Altersgruppen aber finden sich alle mal im Zuckerberg-Imperium ein – von Student bis Spezialist, von Bewerber bis Weltenbummler. Das lockt auch Millionen von Unternehmen. Das neueste Update bei Facebook lässt deren Inhalte allerdings etwas blass dastehen. Wer Facebook nutzen möchte, um in Sachen Business up-to-date zu bleiben, muss künftig wohl direkt auf die Facebook-Seiten der interessanten Unternehmen gehen und kann sich nicht mehr allein auf seinen Newsfeed verlassen.

Für ein rein berufliches Netzwerk, in dem die Bilder des letzten Oktoberfestbesuchs nichts zu suchen haben, empfehlen sich Xing und LinkedIn. Sie unterscheiden sich in der Aufmachung nicht grundlegend. Beide sind sehr übersichtlich gestaltet und leicht zu bedienen, beide haben kostenlose Basisprofile und kostenpflichtige Premiumaccounts. Aber wer nicht zwei Profile pflegen möchte, sollte seine Ambitionen hinterfragen. LinkedIn ist das weltweit größte reine Business-Netzwerk und wird laut eigenen Angaben von über 500 Millionen Menschen weltweit genutzt. Es stammt wie Facebook aus Amerika und ist international ausgerichtet. Wer in einem international tätigen Unternehmen arbeitet oder hin und wieder Geschäftsbeziehungen ins Ausland pflegt, dem sei dieses Netzwerk empfohlen. In Deutschland nutzen das Portal rund 10 Millionen Menschen, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, aber den Spitzenplatz erreicht LinkedIn damit nicht.

Xing nämlich ist das deutschsprachige Pendant zu LinkedIn und konzentriert sich eigentlich auf die Dachregion. Soll heißen: es wird vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz genutzt. Die eher regionale Ausrichtung sollen das Kleine-Welt-Phänomen ermöglichen. Bei Xing angemeldete Nutzer, die das Profil eines anderen Nutzers ansehen, bekommen nämlich angezeigt, über wie viele Ecke sie mit dem anderen bereits vernetzt sind. Die Nutzerzahlen lagen 2017 bei rund 13 Millionen Personen, von denen allerdings nur ein Zehntel mindestens einmal in der Woche aktiv ist. Das Bildungsniveau des Netzwerks ist überdurchschnittlich hoch, ein Drittel der Nutzer hat einen Hochschulabschluss, weitere 28% waren auf einer weiterführenden Schule. Xing eignet sich also sehr gut für Studenten und Professionals, die ihre Zukunft in Deutschland sehen und ihre Kontakte über ein Onlineportal pflegen wollen.

Fazit

Wenn Sie sich bei einem Business-Netzwerk anmelden wollen, machen Sie sich klar, was sie wollen. Um einen geschäftlichen Bekanntenkreis aufzubauen oder zu pflegen, eigenen sich die reinen Business-Netzwerke Xing und LinkedIn. Sie unterscheiden sich vor allem in Ausrichtung auf internationale bzw. deutschsprachige Regionen. Wer die Entwicklungen in einer Branche verfolgen und zuweilen selbst mitdiskutieren möchte, sollte ebenfalls eines der beiden genannten Netzwerke nutzen. Wer sich gelegentlich über die Geschäftsentwicklung und die Markenstrategie einzelner Unternehmen informieren möchte, der kann sein Profil auf Facebook dafür nutzen. Wichtig in allen drei Business-Netzwerken: Gestalten Sie ihr Profil professionell und machen Sie sich mit den jeweiligen Privatsphären-Einstellungen vertraut. Wie man seine Daten in sozialen Medien schützen kann und wer in der Pflicht ist, die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen zu wahren, haben wir Datenschutzexperte Alexander Kretschmar gefragt. Sein Tenor: „Geiz ist geil gilt auch für Daten in sozialen Medien.“

Außerdem haben wir eine kleine Anleitung geschrieben, wie der digitale Selbstdarstellungs-Start gelingt: In fünf Schritten zum professionellen Profil

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