e.Go Mover 24.05.2017, 07:29 Uhr

Autonomer E-Bus der RWTH Aachen geht 2018 in Serie

Rechteckig, elektrisch, autonom: So kommt ein neuer Kleinbus daher, der jetzt in Aachen vorgestellt wurde. Sein Name: e.Go Mover. Und seine Erbauer bringen tatsächlich Schwung in die Elektromobilität. Nur ein Jahr hat es gedauert, bis der erste Prototyp fertig war. 

Der 4,5 m lange Bus e.Go Mover kann 15 Fahrgäste befördern – neun sitzend und sechs stehend.

Foto: e.Go mobile AG

Wesentliche Systemkomponenten für den Kleinbus stammen von ZF Friedrichhafen. Das reicht vom Antrieb übers Fahrwerk bis hin zur Sicherheitsausrüstung. Die lernfähige Steuerbox fürs Autonome Fahren wird gemeinsam mit dem Chiphersteller Nvidia entwickelt. 

Foto: e.Go mobile AG

Schon im Sommer 2018 soll der e.Go Mover in die Serienproduktion gehen. 

Foto: e.Go mobile AG

Der Kleinbus Olli, dessen Karosserie im 3D-Druck entsteht, wird in Berlin gebaut. 

Foto: Local Motors

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Wirtschaftsbetrieb Hagen AöR-Firmenlogo
Fachbereichsleitung Grün (m/w/d) Wirtschaftsbetrieb Hagen AöR
Heilbronner Versorgungs GmbH-Firmenlogo
Planungsingenieur in den Bereichen Gas und Wasser (m/w/d) Heilbronner Versorgungs GmbH
Heilbronn Zum Job 
Flughafen München GmbH-Firmenlogo
Leiter Elektrotechnik / Stromnetzprojekte (w/m/d) Flughafen München GmbH
Oberding Zum Job 
Intego GmbH-Firmenlogo
Servicetechniker / Field Service Engineer (m/w/d) - Einsatz in Kalifornien (USA) Intego GmbH
Erlangen Zum Job 
PohlCon GmbH-Firmenlogo
Anwendungsingenieur (m/w/d) PohlCon GmbH
Sumitomo Rubber Europe GmbH-Firmenlogo
Ingenieur FEA (m/w/d) Reifensimulation in Hanau Sumitomo Rubber Europe GmbH
Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt)-Firmenlogo
Bauingenieurin / Bauingenieur (m/w/d) (Master/Uni-Diplom) Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt)
Bergisch Gladbach Zum Job 
wpd infrastruktur GmbH-Firmenlogo
Erfahrener Projektleiter Bau (m/w/d) wpd infrastruktur GmbH
Universität zu Köln-Firmenlogo
Bauingenieur*in oder Architekt*in (w/m/d) mit Vertiefung im Baubetrieb bzw. Projektmanagement Universität zu Köln
wpd infrastruktur GmbH-Firmenlogo
Erfahrener Elektroingenieur (m/w/d) für nationale Wind- und Solarenergieprojekte wpd infrastruktur GmbH
wpd construction GmbH-Firmenlogo
Erfahrener Projektleiter Elektrotechnik (m/w/d) wpd construction GmbH
Bietigheim-Bissingen Zum Job 
Universität zu Köln-Firmenlogo
Ingenieur*in (w/m/d) für Energiemanagement, Nachhaltigkeit und technische Gebäudeentwicklung Universität zu Köln
Boyd Weiler GmbH & Co. KG-Firmenlogo
CAD-Konstrukteur (m/w/d) Boyd Weiler GmbH & Co. KG
Weiler-Simmerberg Zum Job 
TransnetBW GmbH-Firmenlogo
Senior Ingenieur Systemintegration und KI-basierte Performancebewertung (w/m/d) TransnetBW GmbH
Stuttgart Zum Job 
TransnetBW GmbH-Firmenlogo
Ingenieur Systemführung Operative Betriebsplanung (w/m/d) TransnetBW GmbH
Stuttgart Zum Job 
Allbau Managementgesellschaft mbH-Firmenlogo
Bauprojektleiter (m/w/d) Allbau Managementgesellschaft mbH
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur* im Anforderungsmanagement DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
WipflerPLAN Planungsgesellschaft-Firmenlogo
Bauingenieur / Bautechniker Kommunaler Tiefbau (m/w/d) WipflerPLAN Planungsgesellschaft
Donauwörth, Nördlingen, Pfaffenhofen an der Ilm, Lauf an der Pegnitz Zum Job 
VINCORION Advanced Systems GmbH-Firmenlogo
Information Security Manager (all genders) VINCORION Advanced Systems GmbH
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences-Firmenlogo
Professur "Wirtschaftsinformatik und Datenbanken mit dem Schwerpunkt IT-Venture-Design, Digital Enterprise und innovativer Lehre in Makerspace-Settings (W2)" Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences
Düsseldorf Zum Job 

4,5 m lang kann der e.Go Mover 15 Fahrgäste von A nach B bewegen – sechs davon stehend.Die Antriebsleistung beträgt 150 kW (etwa 200 PS). Die Batterien haben eine Kapazität von bis zu 70 kWh. Dabei sind die Ingenieure bei ihrer Planung davon ausgegangen, dass der Bus täglich zehn Stunden im Einsatz ist und zwischendurch aufgeladen werden kann. Dieses Konzept verfolgt auch Volvo, die ihre Hybridbusse mit relativ kleinen Batterien ausstatten, die aber an den Endhaltestellen und in den Pausen der Busfahrer aufgeladen werden. Solche Busse fahren bereits in Stockholm, Göteborg und in Hamburg.

Im Sommer 2018 soll der e.Go Mover in die Serienproduktion gehen. Vorbestellt werden kann er auch schon. Entwickelt wurde der Kleinbus, der in der Endversion autonom über die Straßen rollen soll, von Ingenieuren der RWTH Aachen. Und die haben nicht nur bereits den Elektrotransporter StreetScooter entwickelt, mit dem die Deutsche Post DHL ihre Pakete ausliefert, sondern auch den Elektro-Kleinwagen e.Go Life. Und der geht ebenfalls 2018 in Serie und wird für 16.000 Euro zu haben sein. Damit ist dieses Fahrzeug das günstigste Elektroauto Deutschlands.

Joint Venture mit ZF Friedrichhafen

Die Ingenieure des Start-ups e.Go, eine Ausgründung der RWTH Aachen, haben also keineswegs bei Null angefangen, als sie den Elektrokleinbus e.Go Mover konstruiert haben. Wohl auch deshalb haben sie nur ein Jahr benötigt, um den Prototypen zu bauen.

Außerdem sind äußerst erfahrene industrielle Partner mit im Boot: So liefert ZF Friedrichhafen wesentliche Systemkomponenten für den Kleinbus. Das reicht vom Antrieb übers Fahrwerk bis hin zur Sicherheitsausrüstung sowie die lernfähige Steuerbox fürs Autonome Fahren, die gemeinsam mit dem Chiphersteller Nvidia entwickelt wird.

Für den e.Go Mover sind ZF und das Aachener Start-up ein Joint Venture eingegangen: „Mit dem starken Partner ZF können wir nun schon kurzfristig Städten und den Treibern neuer Mobilität zulassungstaugliche Testflotten anbieten, da unsere Start-up-Dynamik mit der Industrialisierungskompetenz und dem Marktzugang von ZF zusammenkommt“, verspricht Professor Günther Schuh, Gründer und Chef des Start-ups e.Go. Ingenieure, Fertigungs- und Vertriebsexperten seien schon an der Arbeit, um einen zügigen Markteintritt zu ermöglichen, so Schuh.

Mover als Bus oder Lieferwagen

Zwar ist der vorgestellte Prototyp des e.Go Mover zur Personenbeförderung gedacht. Doch eigentlich ist der E-Kleinbus ein Vielzweckfahrzeug. Denn die Innenausstattung ist variabel. So kann das Fahrzeug auch als Lieferwagen ausgestattet werden.

Zu Beginn wird der e.Go Mover teilautonom fahren. Im Laufe der Zeit sollen weitere Fahrassistenzsysteme hinzukommen, bis er schließlich völlig selbstständig fahren kann. Was der e.Go Mover kosten soll, ist noch nicht bekannt.

Weitere autonome Elektrobusse von Mercedes und Navya

Die Aachener sind aber nicht die ersten, die einen Elektrobus autonom durch die Stadt fahren lassen. Bereits im Sommer 2016 fuhr im Schweizer Kanton Wallis ein kleiner gelber Elektrobus des französischen Herstellers Navya autonom im Linienverkehr. Er fuhr testweise Passagiere im Auftrag der Schweizer Postauto AG durch die Altstadt von Sitten zum Bahnhof. Das autonome Fahrzeug verfügt über elf Sitzplätze und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Mehr dazu lesen Sie hier.

Etwa zur gleichen Zeit absolvierte ein Elektrobus von Mercedes seine erste autonome Fahrt im realen Verkehr: zwischen dem Flughafen Schiphol und der Stadt Harlem. Mit 70 km/h war dieser Bus ganz schön flott unterwegs. Bilder und weitere Details finden Sie auf dieser Seite.

Ebenfalls elektrisch angetrieben und autonom unterwegs ist der Kleinbus Olli, der aktuell in Berlin gebaut wird. Allerdings ist der Bus noch nicht im Verkehr unterwegs, sondern auf einem Werksgelände. Immerhin.

Ein Beitrag von:

  • Martina Kefer

    Diplom-Medienpädagogin und Ausbildung zur Journalistin beim Bonner General-Anzeiger

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.