Hochschulen

Corona und Studium: Diese Beratungsstellen sollten Studierende jetzt kennen

Corona macht auch das Studium schwer: Viele Studierende treibt die Sorge vor der Zukunft um. Welche Hilfsangebote es gibt, erfahren Sie hier.

Studium in Zeiten von Corona: Viele Studierende treiben existenzielle Sorgen um. Foto: panthermedia.net/realinemedia

Studium in Zeiten von Corona: Viele Studierende treiben existenzielle Sorgen um.

Foto: panthermedia.net/realinemedia

Die Corona-Krise bringt viele Studierende in Bedrängnis – und zwingt sie zu Entscheidungen. Wie finanziere ich mein Studium? Reicht der Bachelor? Bekomme ich einen Job nach meinem Abschluss – oder soll ich die Zeit lieber für einen Masterabschluss nutzen?

Diese Fragen treiben viele Studierende in diesen Tagen um.  So melden Beratungsstellen vieler Unis: Finanzielle und psychische Belastungen haben die Studierenden im vergangenen Jahr deutlich stärker belastet als vor der Corona-Pandemie. Teilweise verdoppelte sich gar die Zahl der Anfragen an Beratungsstellen.

Wie finanziere ich mein Studium?

Beispiel NRW: 2019 gab es noch 475 Kontakte zu Studierenden, im vergangenen Jahr 885, so etwa eine Sprecherin des Studierendenwerks Essen-Duisburg. Die Hauptsorgen, die bei bei Gesprächen in der psychosozialen Beratung genannt wurden: Selbstwertprobleme, Lernstörungen, Ängste. Und die Frage, wie sich das Leben rund um Studium und das Studium selbst finanzieren lassen sollen.

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Ähnlich ist es in Köln, auch dort ist die Zahl der Anfragen in den Beratungsstellen seit Beginn der Corona-Krise massiv gestiegen. „Den ganzen Tag vor der Kiste zu sitzen und zu lernen und die fehlenden sozialen Beziehungen sind eine große Belastung“, sagt Klaus Wilsberg vom Kölner Studierendenwerk. „Hochschule als Erlebnisort, was ja auch Teil das Studiums ist, fällt fast komplett weg.“ Das fehlende soziale Umfeld belaste die Studierenden enorm – nach seiner Einschätzung mehr noch als finanzielle Probleme.

Corona: Viele Studierende haben Schwierigkeiten mit dem Lernpensum

„Ein Studium in diesen Zeiten zu bestreiten, ist für einige Studierende definitiv nicht stressfrei und keine einfache Aufgabe“, so ein Sprecher vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der RWTH Aachen. „Das Studi-Leben ist ohne Nähe und persönliche Kontakte einfach nicht das Gleiche.“

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Viele Studierende haben wegen der Corona-Pandemie Schwierigkeiten, das geforderte Pensum ihrer Studiengänge zu erfüllen. Das ist das Ergebnis einer Studie der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in Hannover. Befragt wurden knapp 28.600 Studierende aus 23 Hochschulen bundesweit. 62 Prozent der Befragten gaben an, Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Lernstoffs zu haben. Und  mehr als jeder Zweite klagte über Probleme mit den Prüfungsanforderungen.

Master, Bachelor – oder nach dem Studium direkt in den Job?

Was in diesen Tagen viele Studierende, die kurz vor einem Abschluss stehen, beschäftigt: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, in den Job zu starten – mitten in einer Rezession und einer Zeit voller Unsicherheiten? Oder kann es sich lohnen, in einen höherwertigen Abschluss zu investieren oder womöglich eine Uni-Laufbahn anzustreben beziehungsweise doch zu promovieren? Nach Ansicht der meisten Berater dürfte klar sein: Die Entscheidung für ein Masterstudium sollte keine schlichte Notlösung sein, sondern sollte auch in Corona-Zeiten als potenzieller Baustein für eine Karriere dienen. Ein höherwertiger Abschluss kann grundsätzlich die Chancen auf höhere Gehälter verbessern und durchaus mehr Möglichkeiten bei der Jobauswahl zulassen – wenn der Studienweg gut geplant ist.

Folgende Beratungsangebote sollten Studierende jetzt kennen: 

  • Fragen zum Gehalt, zu BAföG, Studienkrediten oder Stipendien, können die Sozial-Beratungsstellen beantworten. An den meisten Hochschulen werden sie von den Studierendenwerken oder Studierendenvertretungen organisiert, mehr Informationen gibt es hier.
  • Wenn es um die Frage geht, ob und in welchem Bereich jetzt ein Jobeinstieg sinnvoll ist, wie die Bewerberlage ist und es um allegemeine Infos zu Bewerbungsgesprächen und -Unterlagen geht, sind die Career-Center oder Career-Services, die es an fast allen Hochschulen gibt, die richtige Wahl. Hier gibt es weiter Infos zu:
  • Bewerbung in Corona-Zeiten
  • Anschreiben
  • Bewerbungsgespräch 
  • Lebenslauf
  • Die allermeisten Unis verfügen über Psychologische oder psychosoziale Beratungsstellen. Mehr Infos gibt es hier.
  • Das Bundesbildungsministerium (BMBF) hat überdies die Überbrückungshilfe geschaffen. Die Maßnahme betrifft zum Beispiel Studierende, die die BAföG-Kriterien nicht erfüllen (etwa, weil sie in einem Zweitstudium sind) oder solche, die sich trotz Unterstützungsleistung in einer pandemiebezogenen Notlage befinden. Die Überbrückungshilfe beinhaltet zwei Elemente: den KfW-Studienkredit sowie diverse Zuschüsse, die über die Studierendenwerke verteilt werden. Seit dem 8. Mai 2020 können Studierende bei der KfW ein bis zum 31. Dezember 2021 zinsloses Darlehen beantragen. Das BMBF übernimmt bis dem Stichtag die Zinsen für KfW-Studienkredite, die sich bis dann in der Auszahlungsphase befinden. Beantragen können die zinslosen Kredite Studierende aller staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland, die eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:
  • deutsche Staatsbürger mit inländischer Meldeadresse
  • Familienangehörige eines deutschen Staatsbürgers, die sich mit ihm in Deutschland aufhalten und hier gemeldet sind
  • EU-Staatsbürger, die sich rechtmäßig seit mindestens drei Jahren ständig in Deutschland aufhalten und hier gemeldet sind
  • Familienangehörige eines solchen EU-Staatsbürgers, die sich mit ihm in Deutschland aufhalten und hier gemeldet sind
  • Bildungsinländer und in Deutschland gemeldet.

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