Erst nur VW-Werbegag 29.01.2016, 11:39 Uhr

Jetzt kommt New Yorker Start-up mit autonomem Kinderwagen

Anfang nächsten Jahres soll der erste „mobile Kinderhort“ ausgeliefert werden, wie die Entwickler ihr Gefährt nennen. Der intelligente Kinderwagen folgt selbstständig seiner Bezugsperson oder rollt vor ihr her. Die teuerste Version ist sogar klimatisiert.

Darauf haben sportliche Eltern gewartet: Mit dem autonom fahrenden Kinderwagen Smartbe lässt es sich prima joggen. Bewegungssensoren sorgen dafür, dass der gewünschte Abstand stets eingehalten wird.

Darauf haben sportliche Eltern gewartet: Mit dem autonom fahrenden Kinderwagen Smartbe lässt es sich prima joggen. Bewegungssensoren sorgen dafür, dass der gewünschte Abstand stets eingehalten wird.

Foto: Smartbe Intelligent Stroller

Foto: Smartbe Intelligent Stroller

Foto: Smartbe Intelligent Stroller

Foto: Smartbe Intelligent Stroller

Foto: Smartbe Intelligent Stroller

Foto: Smartbe Intelligent Stroller

Foto: Smartbe Intelligent Stroller

Foto: Smartbe Intelligent Stroller

Foto: Smartbe Intelligent Stroller

Foto: Smartbe Intelligent Stroller

Foto: Smartbe Intelligent Stroller

Für Volkswagen war der autonom fahrende Kinderwagen, der stets seiner Bezugsperson folgt, ein Werbegag. Jetzt will das New Yorker Startup Smartbe daraus ein Geschäft machen. Es entwickelt den ersten autonomen Kinderwagen, den es auch zu kaufen gibt. Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo, mit deren Hilfe das Unternehmen 80.000 $ einsammeln will, um das Gefährt zur Marktreife zu bringen, ist das billigste, allerdings antriebslose Modell schon für 399 $ zu haben. Das teuerste kostet 3199 $.

Kontakt zum Wagen per Smartphone

Den Befehl zum Folgen oder Vorausfahren erhält der Kinderwagen von einem Smartphone (iOS- oder Android-Betriebssystem), das auch als Aufpasser fungiert. Es schlägt Alarm, wenn der Kinderwagen mit Gewalt vom Kurs abgebracht wird – die Räder blockieren, wenn Unbefugte versuchen, den Wagen zu bewegen.

Wenn es drumherum zu laut wird, kann der Smartbe ruhig ein paar Meter entfernt abgestellt werden. Versuchen Unbefugte den Kinderwagen zu bewegen, blockieren dessen Räder. Außerdem wird ein Alarm auf dem Smartphone des Besitzers ausgelöst. 

Wenn es drumherum zu laut wird, kann der Smartbe ruhig ein paar Meter entfernt abgestellt werden. Versuchen Unbefugte den Kinderwagen zu bewegen, blockieren dessen Räder. Außerdem wird ein Alarm auf dem Smartphone des Besitzers ausgelöst. 

Foto: Smartbe Intelligent Stroller

Bewegungssensoren sorgen dafür, dass der Wagen stets den gewünschten Abstand hält, egal ob man spaziert oder joggt.

Klimaanlage fürs Baby

Das Baby soll es gut haben und wird sicherheitshalber angeschnallt. Eine Windschutzscheibe aus transparentem Kunststoff hält Wind, Insekten und die ultravioletten Strahlen der Sonne ab. Der Innenraum kann hermetisch abgeriegelt werden. Dann atmet das Baby Luft, die einen Filter passiert hat, der Pollen und Staub entfernt. Der Innenraum ist beheizbar. Integriert ist ein Flaschenwärmer – schließlich können Babys unterwegs Hunger bekommen. Zwei Webcams überwachen die nahe und weitere Umgebung, um Kollisionen zu vermeiden. Für alle Fälle gibt es auch einen Notausschalter.

Leuchtdioden sorgen nachts für Sicherheit

Der Smartbe-Kinderwagen fährt entweder völlig autonom oder unterstützt beim Schieben. Rollt er selbstständig umher, achtet das System genauestens auf die Bezugsperson. Wenn diese an einem Schaufenster stehenbleibt, stoppt der Wagen.

Vom Design her ist der Smartbe eher minimalistisch. 

Vom Design her ist der Smartbe eher minimalistisch. 

Foto: Smartbe Intelligent Stroller

Und wenn sie ein paar Schritte zurück macht, kehrt er um. Per Smartphone lässt sich der Sitz in sanfte Wiegebewegungen versetzen und es ertönen Kinderlieder – „ein mobiler Kinderhort“, findet das Smartbe-Management. Leuchtdioden sorgen dafür, dass der Wagen bei Dunkelheit gut zu sehen ist.

Sitz an Steckdose anschließen

Die Lithium-Ionen-Batterie befindet sich im abnehmbaren Sitz. Ist er mit dem Fahrgestellt verbunden, sind die Nabenmotoren in den Vorderrädern automatisch elektrisch angeschlossen. Sechs Stunden lang soll der Akku halten, aber wohl nur dann, wenn der Flaschenwärmer unterwegs nicht aktiviert werden muss und die Sitzheizung ausgeschaltet bleibt.

Über eine Webcam am Smartbe kann das Baby vom Smartphone aus überwacht werden.

Über eine Webcam am Smartbe kann das Baby vom Smartphone aus überwacht werden.

Foto: Smartbe Intelligent Stroller

Ist die Batterie leer, wird der Sitz einfach an eine Steckdose angeschlossen. Die Elektronik, die den Wechselstrom in Gleichstrom mit der benötigten Spannung umwandelt, ist integriert.

Crowdfunding auf Indiegogo

Sieben Tage nach Beginn der Kampagne hat das Unternehmen laut Indiegogo 12.687 Dollar eingesammelt. Doch niemand hat den autonomen Kinderwagen bestellt. Es bleiben noch 24 Tage, um die restlichen knapp 68.000 $ zu bekommen. Im April 2017 sollen die ersten ausgeliefert werden.

Der Longboardstroller von Quinny.

Der Longboardstroller von Quinny.

Foto: Quinny

Für manch einen ist ein mit Muskelkraft beschleunigter Kinderwagen wie der Longboardstroller attraktiver.

Von Wolfgang Kempkens

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