Weiterbildung

Warum Mitarbeiterförderung wichtig ist

Personalentwicklung und Mitarbeiterförderung sind elementar für ein Unternehmen. Entsprechend motivierte und geschulte Mitarbeiter setzen sich überdurchschnittlich für die Firma ein und führen Projekte eigenverantwortlich zum Erfolg.

Richtig gefordert ist gut gefördert.

Richtig gefordert ist gut gefördert.

Foto: panthermedia.net/AntonLozovoy

Unternehmen sind immer auf der Suche nach den besten Ingenieuren und Informatikern. Viele nutzen Headhunter, um die Toptalente der Branche für sich zu gewinnen. Komplizierte Auswahlverfahren während der Bewerbungsphase sollen dafür sorgen, dass nur die besten Kandidaten künftig das Team bereichern. Dabei müssen es nicht immer Mitarbeiter von außen sein, die das Unternehmen zum Erfolg führen. Denn viele Firmen verfügen über entsprechend talentierte Ingenieure und Informatiker, die lediglich die entsprechende Förderung benötigen, um neue Aufgaben zu übernehmen und die gewünschte Leistung zu bringen. Mitarbeiterförderung und Personalentwicklung heißen die Zauberwörter.

Zur Verantwortung von Führungskräften gehört es, sich über das Fordern und Fördern von Mitarbeitern Gedanken zu machen. Im Alltag vieler Firmen funktioniert das Fordern sehr gut, dass Fördern hingegen weniger. Das hat nichts mit mangelndem Engagement der Führungskraft zu tun, sondern vielmehr damit, dass seitens der Führungskräfte oft Unsicherheit darüber besteht, wie die Angestellten genau zu fördern sind. Das führt dazu, dass sich die Personalabteilungen, die für die Personalentwicklung zuständig sind, um die Weiterbildung der Mitarbeiter kümmern. Personalentwicklung und Mitarbeiterförderung werden oft gleichgesetzt, es sind jedoch 2 Paar Schuhe. Die Personalentwicklung dient dem Unternehmen. Sie sorgt dafür, dass Mitarbeiter ideal eingesetzt und weitergebildet werden, damit die Firma Vorteile hat. Die Mitarbeiterförderung nutzt nicht nur dem Unternehmen, sondern auch dem Angestellten. Dazu muss man wissen, was dessen Ziele sind.

Ingenieure und Informatiker wollen, dass ihre Stärken erkannt werden und sie diesen Stärken entsprechend eingesetzt werden. Das sollte nach Möglichkeit damit verbunden sein, auf der Karriereleiter weiter nach oben zu klettern. Werden Angestellte so eingesetzt und gefördert, dass es ihren Fähigkeiten entspricht, sorgt dieser Umstand dafür, dass sie motiviert sind, sich überdurchschnittlich einsetzen, Projekte eigenverantwortlich zum Erfolg führen und so dazu beitragen, das Unternehmen erfolgreicher zu machen. Das wiederum sichert ihre Position im Unternehmen und führt zu persönlicher Entlastung. Eine Win-Win-Situation für die Firma und den Ingenieur oder Informatiker. Neben dem Unternehmenserfolg gibt es weitere gute Gründe für die Mitarbeiterförderung: Mitarbeiter in technischen Berufen müssen sich stets weiterbilden und ihre Fähigkeiten auf dem neuesten Stand halten. Sei es aufgrund der Digitalisierung oder der demographischen Entwicklung mit einer entsprechend längeren Lebensarbeitszeit. Sie erfordert lebenslanges Lernen, um in der Branche nicht den Anschluss zu verlieren.

Möglichkeiten der Mitarbeiterförderung

Personalentwicklung und Mitarbeiterförderung müssen also nicht differieren. Es gibt viele Möglichkeiten der Weiterbildung für Angestellte. Dazu gehören:

Coaching

Dieses kann individuell oder in der Gruppe erfolgen. Je nach später geplantem Einsatzgebiet kann es sinnvoll sein, Mitarbeiter einzelnen coachen zulassen. Gruppencoachings bieten sich an, wenn es um Teamwork oder Kommunikation geht. Um möglichst effektiv zu arbeiten, sollte vorher genau festgelegt werden, welche Ziele mit dem Coaching verfolgt werden. Mehr zum Coaching für Ingenieure

Job-Rotation

Mitarbeiter tauschen oder wechseln in vorher festgelegten Intervallen ihren Arbeitsplatz und die damit verbundenen Aufgaben. So erhalten Angestellte die Chance, andere Arbeits- und Aufgabenbereiche kennenzulernen.

Inhouse-Schulung

Schulungen durch Kollegen oder Vorgesetzte helfen den Mitarbeitern dabei, sich durch Beobachten und gegebenenfalls Nachahmen der Tätigkeiten neues Wissen anzueignen. Als Mentor bieten sich erfahrene Mitarbeiter an, die sich um die Entwicklung ihrer Kollegen kümmern, ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiterreichen und aufgrund ihrer Fachkenntnisse das Verständnis für die Materie vermitteln können.

Seminar

Ob intern oder extern, Workshops und Seminare dienen der Vermittlung von neuen Berufspraktiken. Sie können für viele unterschiedliche Themen veranstaltet werden. Es gibt reine Führungskräfteseminare, solche für Kommunikationsfähigkeit oder Teamfähigkeit sowie Seminare beispielsweise für Zeitmanagement oder Projektarbeit. Seminare und Workshops können dabei an einem einzigen Tag stattfinden, oder auch mehrtägig sein. Ein Nachteil von externen Seminaren kann sein, dass die Inhalte oftmals nicht konkret auf das Unternehmen zugeschnitten sind.

Welche Form der Weiterbildung das Unternehmen wählt, sollte auch in Absprache mit dem betroffenen Mitarbeiter erfolgen. Seine Angestellten „mal eben so“ auf ein Kommunikationsseminar zu schicken, bringt nur dann etwas, wenn die Mitarbeiter eine entsprechende Bereitschaft signalisiert haben und auch einen persönlichen Nutzen darin sieht. Nur dann ist Mitarbeiterförderung wirklich sinnvoll. Ingenieure und Informatiker, die auf unpassende Seminare geschickt werden, werden von der Weiterbildung nicht profitieren. Natürlich sind sie in der Lage, das Erlernte später umzusetzen, an der Dauerhaftigkeit wird es jedoch fehlen. Denn wenn nicht wirklich Interesse an einem Thema besteht, fehlt es an der Motivation, dieses dauerhaft im Alltag umzusetzen. Zu schnell geraten Mitarbeiter wieder in den alten Trott.

Doch auch wenn der Ingenieur oder Informatiker dem Seminar zugestimmt hat, es vielleicht sogar selbst vorgeschlagen hat, bedeutet das noch nicht, dass sich die Inhalte letztlich im Arbeitsalltag bewähren. Wichtig ist es nämlich auch, die Inhalte regelmäßig aufzufrischen – und sei es nur durch einen Trainingstag im Jahr. Das hilft den Mitarbeitern, sich im turbulenten Arbeitsalltag immer wieder an das Basiswissen zu erinnern und auf dieser soliden Grundlage ergänzendes Wissen aufzubauen.

Mitarbeiterförderung: Darauf sollten Unternehmen achten

Ein Vorgesetzter, der glaubt, durch die verordnete Teilnahme an einem Seminar oder einer anderweitigen Weiterbildung seine Pflicht zur Mitarbeiterförderung erfüllt zu haben, irrt sich. Für den Erfolg der Personalentwicklung und Mitarbeiterförderung ist vor allem eine sorgfältige Herangehensweise notwendig. Das bedeutet nicht nur eine gemeinsame Vorbereitung der Weiterbildung mit dem Mitarbeiter, sondern auch eine entsprechende Nachbereitung.

Führungskräfte sollten nach einer Maßnahme zur Personalentwicklung – sei es ein Seminar oder Coaching – nachfragen, welche Schlüsse der Ingenieur oder Informatiker für sich aus der Maßnahme zieht, was er über sich gelernt hat, wo er Bestätigung erhalten und wo er Defizite erkannt hat. Damit sich diese Art der Mitarbeiterförderung lohnt, muss der Vorgesetzte sich für seine Angestellten interessieren und die Mitarbeiter fragen, an welcher Stelle sie sich in der Zukunft weitere Unterstützung wünschen. Dabei kann ein Weiterbildungskatalog helfen, in dem Trainings zu verschiedenen Themen angeboten werden, aus denen die Angestellten auswählen können.

Doch auch bei der Möglichkeit, dem Mitarbeiter Vorschläge für seine Entwicklung zu machen, ist eines wichtig: Letztlich ist Mitarbeiterförderung nur dann sinnvoll, wenn die Angestellten auch gefördert werden wollen. Einen Mitarbeiter gegen seinen Willen und ohne sein eigenes Engagement entwickeln zu wollen, ist vergebliche Mühe. Es greift das Prinzip von Geben und Nehmen. Auch der Mitarbeiter steht in der Pflicht. Motor der Mitarbeiterförderung ist jeder Ingenieur und Informatiker selbst. Er muss eine Vorstellung davon haben, wo er hinwill. Aufgabe der Führungskraft ist es, ihn dabei zu unterstützen.

Triple-A-Methode

Vorgesetzte sollten sich überlegen, bei der Personalentwicklung die sogenannte „Triple-A-Methode“ anzuwenden. Sie basiert auf Anerkennung, Anregung und Aufmerksamkeit. Die Mitarbeiterförderung besteht in diesem Fall nicht nur aus einem Seminar oder einem Mitarbeitergespräch, sondern ist selbstverständlicher Teil des Arbeitsalltags. Der Vorgesetzte muss sich mit seinen Mitarbeitern auseinandersetzen, ihre Denkweise kennen und ihre Arbeitsweise beobachten. So erkennt er, wo die Stärken und Schwächen der Angestellten liegen und welche individuellen Ziele er mit jedem Mitarbeiter vereinbaren kann.

Positive Effekte der Mitarbeiterförderung

Der zeitliche und finanzielle Aufwand der für die Weiterbildung von Mitarbeitern anfällt, macht sich bei der richtigen Herangehensweise schnell bezahlt. Denn talentierte Ingenieure und Informatiker auf dem Arbeitsmarkt zu finden, ist mindestens ebenso teuer und aufwendig. Daher macht es Sinn, in die Mitarbeiter des eigenen Unternehmens zu investieren. Das haben inzwischen viele Firmen erkannt. Sie wollen mit gezielten Fort- und Weiterbildungen folgende positiven Effekte von Mitarbeiterförderung erreichen:

Mitarbeitermotivation

Ein Mitarbeiter, dessen Stärken erkannt werden und der sich deshalb anerkannt fühlt, wird seine Arbeit motivierter verrichten. Steigt die Motivation aufgrund regelmäßiger Weiterbildung, steigt auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter, was sich in den meisten Fällen auch in der Produktivität niederschlägt. Mehr zum Thema Mitarbeitermotivation

Unternehmensbindung/Loyalität

Immer mehr Ingenieure und Informatiker achten darauf, ob der eigene Arbeitgeber Weiterbildungen ermöglicht. Einer Studie der DUW Deutsche Universität für Weiterbildung GmbH zufolge ist 76 % aller Befragten das Thema Weiterbildung in Unternehmen sehr wichtig. Bietet ein Unternehmen diese Möglichkeit, sorgt das auch dafür, dass sich Mitarbeiter dem Unternehmen stärker verbunden fühlen. Denn die Perspektive, sich weiterentwickeln zu können, sorgt für mehr Zufriedenheit und ist ein Anreiz, die Karriere langfristig mit dem Unternehmen zu planen. Fehlt sie, suchen sich viele Arbeitnehmer auf Dauer eine andere Stelle.

Talentförderung

Die Toptalente der Branche sind auf dem Arbeitsmarkt heiß umkämpft. Unternehmen, die ihre eigenen Talente fördern, können auf diesem Weg der Konkurrenz ein Schnippchen schlagen. Der Vorteil: Wer in den eigenen Reihen fördert, entdeckt mitunter Talente bei Mitarbeitern, die bislang verborgen und ungenutzt waren.

Entwicklung von Führungskräften

Auch der Markt für Führungskräfte ist heiß umkämpft. Für diesen Bereich gilt das gleiche wie für die Talentförderung. Wer Mitarbeiter im eigenen Hause ausbildet und fördert, kann diese auch auf spätere Führungspositionen vorbereiten. Der Vorteil liegt auf der Hand. Führungskräfte, die aus dem eigenen Unternehmen kommen, kennen nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Arbeitsabläufe sehr genau und sind deshalb für Arbeitgeber besonders wertvoll.

 

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