15.10.2015, 16:28 Uhr | 1 |

Technologie SwipeClean Klobürsten-Revolution LooBlade: Silikonblätter statt Borsten

Klobürsten haben sich in den zurückliegenden Jahrzehnten nicht nennenswert verändert. Das soll sich schlagartig ändern. Der britische Erfinder Garry Stewart ersetzt die alten, schnell unansehnlichen Borsten durch eine moderne, besser wirkende Silikon-Konstruktion, die zugleich angeblich 99,9 Prozent aller Bakterien tötet.

Toilettenbürste LooBlade
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Bei der neuen Toilettenbürste LooBlade ist es vor allem das Material Silikon, welches unschlagbare Vorteile mit sich bringt.

Foto: LooBlade

Dass die Uralt-Erfindung auch als “Bakterien-Magnet” apostrophierte Klobürste jetzt endlich eine Rundumerneuerung erfährt, lässt wohl viele Menschen aufatmen. Erfinder Garry Stewart hat eine ganze Weile daran getüfftelt und schließlich seine so genannte “SwipeClean”-Technologie auch patentiert bekommen.

Auffallendste Änderung ist der Verzicht auf die alten Borsten. Stattdessen gibt es nun eine Art gedrehter Walze, die die Reinigungsaufgaben der Klobürste zu erfüllen hat. Aus acht in sich gedrehten Blättern ist die neue Walze hergestellt. Sie sind ähnlich wie bei einer Turbine allesamt in der Mitte am Stiel befestigt und wirken bei jeder Drehung walzenartig, was den Reinigungseffekt der Toilette im Vergleich zu den Borsten wesentlich verbessert.

Flexibles aber langlebiges Material für die Walze

Die neue “SwipeClean”-Walze ist ungleich flexibler als die steifen Borsten-Träger. Zugleich soll sie aber auch wesentlich länger halten als ihre borstigen Vorfahren.

Flexibilität wie Haltbarkeit gehen vor allem auf die Materialwahl zurück. Dabei handelt es sich um Silikon-Elastomere. Ein weiterer positiver Nebeneffekt des neuen Materials: Nichts aus der Toilette bleibt an der Walze haften.

Bedarf an Reinigungsmitteln soll deutlich sinken

Bedingt durch die deutlich verbesserte Wirkung der Klobürste wird damit gerechnet, dass die Nutzer mit wesentlich weniger Desinfektions- und Reinigungsmittel für ihre häuslichen oder betrieblichen Toiletten auskommen. In Verbindung damit soll auch der Wasserbedarf, der mit der Verwendung von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln verbunden ist, spürbar zurückgehen.

Das Team von Garry Stewart empfiehlt allerdings, die neue “SwipeClean”-Toilettenbürste einmal im Monat mit heißem Wasser auszuwaschen.

Produktionsaufnahme noch in diesem Jahr

Nachdem die Entwicklungsarbeiten für “SwipeClean” abgeschlossen sind und im Stewart-Team auch Klarheit über die Vertriebswege herrscht, soll im Dezember mit der Produktion begonnen werden.

Videoquelle: LooBlade

Die Finanzierung ist inzwischen über die Plattform Kickstarter so gut wie sicher: Von den angestrebten 20.000 Pfund sind bereits mehr als 18.000 erreicht. Und die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis zum 5. November. Wer sich gleich eine der neuen “SwipeClean”-Bürsten sichern will, muss rund 31 € einzahlen.

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Von Peter Odrich
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kommentare
13.11.2015, 10:23 Uhr Progetti
Nanotechnologische Beschichtungen der Klomuschel würden der Schmutzanhaftung vorbeugen. Auch diese Marktlücke sollte Beachtung finden.

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