E-Bike 14.07.2020, 11:51 Uhr

Superstrata stellt superleichtes Fahrrad mit dem 3D-Drucker her

Die Superstrata-Modelle Ion und Terra kommen aus dem 3D-Drucker: Die Unibody-Rahmen bestehen aus Kohlefaser – und bieten einen entscheidenden Vorteil.

Das Superstrata Ion: Der superleichte Carbon-Rahmen stammt aus dem 3D-Drucker. Foto: Superstrata

Das Superstrata Ion: Der superleichte Carbon-Rahmen stammt aus dem 3D-Drucker.

Foto: Superstrata

Bei Superstrata hält man sich nicht mit Kleinteilen auf: Statt nur einzelne Bauteile im 3D-Drucker zu produzieren, will das Start-up im Silicon Valley gleich einen ganzen Fahrradrahmen drucken.

Die beiden Superstrata-Modelle Ion und Terra sind damit die weltweit ersten Unibody-Carbon-Bikes, die aus einem einzigen Stück Kohlefaser hergestellt werden: Die Rahmen haben keine Fugen, keine Schweiß- oder Klebenähte, nichts ist verschraubt.

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Superstrata Terra und Ion: E-Bike aus dem 3D-Drucker

Die Leichtbaukonstruktion wird in einem Durchgang im 3D-Drucker erstellt, nach zehn Stunden ist das Rad fertig. Das Material im Drucker ist eine thermoplastischer Kohlenstofffaser-Verbundwerkstoff. Das Modell Terra wiegt gerade einmal neun Kilogramm und einen Kettenantrieb mit einer Shimano-Elfgangschaltung sowie Scheibenbremsen. Daneben gibt es die eine E-Bike-Variante Ion. mit einem Gewicht von elf Kilo ist es immer noch recht leicht – erst recht für ein E-Bike. Der 250-Watt-Motor ist in der Hinterradnabe verbaut. Die 252-Wh-Batterie steckt – wie bei modernen E-Bikes inzwischen häufiger – unauffällig im Rahmen. Eine Reichweite von 90 Kilometer soll im nicht allzu großen Akku stecken.

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Das Rad, das das Start-up bereits auf seiner Internetseite präsentiert, sieht überaus schnittig und futuristisch aus: Hätte Batman ein Fahrrad, könnte es vom Design her durchaus ein Superstrata sein. Zudem macht das Bike zumindest optisch einen sehr stabilen Eindruck – nicht zuletzt auch deswegen, weil manche Teile, die potentiell für Instabilität sorgen könnten, an dem einteiligen neuartigen Rahmen fehlen: Wie etwa das Sattelrohr. Beim Superstrata-Rad sitzt der Sattel direkt auf dem Rahmen. Zudem soll das thermoplastische Material für eine hohe Stoßfestigkeit sorgen.

Das Superstrata Terra aus dem 3D-Drucker verzichtet auf einen elektrischen Antrieb. Foto: Superstrata

Das Superstrata Terra aus dem 3D-Drucker verzichtet auf einen elektrischen Antrieb.

Foto: Superstrata

Superstrata kann individuell angepasst werden

Zusätzlich zur „Wie aus einem Guss“-Optik trägt bei, dass Elemente wie LED-Leuchten direkt in den Rahmen integriert werden können. Beim Druck werden entsprechende Auslassungen berücksichtigt, in die die LED-Leuchten später eingebaut werden.

Ein möglicher Hauptvorteil des einteiligen Rahmens aus dem 3D-Drucker: Das Fahrrad kann relativ unkompliziert individuell angepasst werden. Käufer bekommen also beinahe ein maßschneidertes Einzelstück zu einem halbwegs bezahlbaren Preis. Die Rahmenkonstruktion kann laut Hersteller auf die Größe des Fahrers sowie dessen Arm- und Beinlänge angepasst werden. Auch die Sitzposition kann individuell gewählt werden. Laut Superstrata sind theoretisch 500.000 verschiedene Kombinationen möglich.

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Rabatte bei Crowdfunding-Kampagne

Noch sind die Räder von Superstrata Prototypen. Um die Serienproduktion starten zu können, nutzt das Unternehmen Crowdfunding: Auf dem Protal Indiegogo ist eine entsprechende Kampagne geschaltet. Das Ziel lag bei etwas mehr als 88.000 Euro, inzwischen ist die Summe weit übertroffen. Laut der Spendenanzeige auf dem Portal liegen fast 850.000 Euro bereit.

Interessenten könne sich jetzt die Modelle Ion oder Terra vorbestellen. Beim Terra gibt es einen satten Rabatt von rund 50 Prozent: Derzeit ist es für 1.799 Euro (statt 2.799) zu haben, das E-Bike Ion kostet 2.499 Euro, der Normalpreis wird bei 3.999 Euro liegen. Ein bisschen Geduld müssen potenzielle Käufer allerdings mitbringen: Im Dezember 2020 sollen die Räder ausgeliefert werden.

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Ein Beitrag von:

  • Peter Sieben

    Peter Sieben schreibt über Forschung, Politik und Karrierethemen. Nach einem Volontariat bei der Funke Mediengruppe war er mehrere Jahre als Redakteur und Politik-Reporter in verschiedenen Ressorts von Tageszeitungen und Online-Medien unterwegs.

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