60 Milliarden Steine 22.10.2015, 13:57 Uhr

Große Nachfrage: Lego gehen vor Weihnachten die Steine aus

Ausgerechnet kurz vor Weihnachten kommt die Meldung, dass Lego die Steine ausgehen. Der dänische Spielzeughersteller kommt mit der Produktion der bunten Steinchen nicht mehr hinterher. Doch Lego verspricht, dass Kinder und Eltern noch rechtzeitig alle Steinchen bekommen. 

Die Figuren Wyldstyle (r), Emmet (m) und Viruvius (2.v.r.) in einer Szene des Kinofilms "The Lego Movie": Aufgrund großer Nachfrage gehen Lego derzeit die Steine aus.

Die Figuren Wyldstyle (r), Emmet (m) und Viruvius (2.v.r.) in einer Szene des Kinofilms "The Lego Movie": Aufgrund großer Nachfrage gehen Lego derzeit die Steine aus.

Foto: Warner Bros.

Entgegen aller Vorstellungen, dass sich Kinder hauptsächlich mit iPad, Videogames und sozialen Netzwerken beschäftigen, wird nach wie vor gerne mit den bunten Plastiksteinchen gebaut. Lego produziert jährlich 60 Milliarden Elemente. Doch selbst diese unvorstellbare Menge an Legosteinen scheint nicht zu reichen.

Eine überraschend hohe Nachfrage schon in den ersten Monaten des Jahres ist Grund für den derzeitigen Lieferengpass bei Lego. Die bereits bestellten Bauklötzchen könnten auf jeden Fall vor Weihnachten ausgeliefert werden, erklärte ein Sprecher aus dem dänischen Billund. Welche Sets nicht ausgeliefert werden könnten, gab er jedoch nicht bekannt.

„Die positive Entwicklung hat unser System ein bisschen strapaziert“, sagte Lego-Finanzchef John Goodwin der Deutschen Presse-Agentur. „Aber wir tun unser Bestes, um sicherzustellen, dass alle Kinder und Eltern unsere Produkte bekommen können.“

Dieser Caravan wurde aus exakt 215.158 Legoteilen zusammengebaut. Und schafft es damit in das Guinness-Buch der Rekorde.

Dieser Caravan wurde aus exakt 215.158 Legoteilen zusammengebaut. Und schafft es damit in das Guinness-Buch der Rekorde.

Foto: Kaus Tabbert

Vielleicht liegt die hohe Nachfrage aber auch daran, dass Legofans in Birmingham einen echten Wohnwagen aus 215.158 Legosteinen gebaut haben. Zudem hat Lego im vergangenen Jahr viele Figuren auch in weiblicher Form auf den Markt gebracht, was die Nachfrage nach Lego auch bei weiblichen Technikfans erhöht haben könnte. Und selbst der Lego-Movie von 2014 hat die Marke beflügelt und hip gemacht.

Klassische Lego-Sets weiterhin beliebt

Besonders beliebt unter den 300 verschiedenen Lego-Sets auf dem Markt sind weiterhin die klassischen Baumodelle wie Lego City, Lego Technic und Lego Friends. Zufrieden ist der Spielzeugriese auch mit dem Absatz der neuen Fantasy-Reihe Elves.

Im Herbst will Lego das Lego-Action-Videospiel „Lego Dimensions“ auf den Markt bringen. Mit diesem Spiel sollen auch Kinder erreicht werden, die ein Fable für iPad & Co haben. Aus Legosteinen werden Figuren und Fahrzeuge gebaut, die mittels eines Lesegerätes in ein Computerspiel eingescannt werden und in das Lego Multiversum eintauchen.

Neuer Rekordgewinn für 2015 erwartet

Insgesamt ist Lego zufrieden mit dem letzten Geschäftsjahr. In Deutschland konnte das Unternehmen ein Wachstum von 7,9 % verzeichnen, in der Schweiz sogar um 12,4 % zulegen, erklärte Lego Deutschland-Chef Michael Kellet. Für 2015 erwartet Lego einen weiteren Rekordgewinn.

Dazu wird auch die neue Star-Wars-Linie beitragen. „Mit dem Erscheinen des Star-Wars-Films Ende des Jahres erwarten wir, dass auch die Star-Wars-Linie in der Weihnachtszeit anzieht“, so Goodwin.

Spielendes Kind in Legosteinen: Aktuell ist die Nachfrage so hoch, dass nicht mehr alle Bausätze verfügbar sind.

Spielendes Kind in Legosteinen: Aktuell ist die Nachfrage so hoch, dass nicht mehr alle Bausätze verfügbar sind.

Foto: Friso Gentsch/dpa

Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, plant Lego den Bau einer neuen Fabrik in China, die Ende 2015 mit über 600 Mitarbeitern in Betrieb gehen soll. Im mexikanischen Lego-Werk sollen in den nächsten Jahren 3000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Lego forscht an Alternative zu Kunststoff

Ab 2016 will Lego insbesondere in die Erforschung nachhaltiger Materialien für die Legosteine investieren. Dafür wird am dänischen Hauptsitz in Billund ein Forschungszentrum errichtet, wo etwa 100 Mitarbeiter ein neues nachhaltiges Material entwickeln sollen. Denn noch werden die Legoelemente aus gewöhnlichem Plastik produziert.

Sollten die Legosteine tatsächlich knapp werden, so kommt vielleicht Christoph Blödner aus Dresden ins Spiel. Seit einigen Jahren kauft er über das Internet gebrauchte Legosteine auf und baut sie zu Sets zusammen. Abnehmer findet er in 50 Ländern weltweit. 

Von Petra Funk

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