Kinostart am 10. April 09.04.2014, 07:00 Uhr

The Lego Movie: Als die Bausteine auf der Leinwand laufen lernten

Ganze Generationen von Ingenieuren haben mit Legosteinen bereits als Kind ein Fundament für ihre Karriere gelegt. Nun kommt am Donnerstag das Baustein-Universum auf die große Kinoleinwand. Der Film The Lego Movie versprüht Nostalgie, zeigt aber auch, wie alte Animationstechniken und mittels 3D-Computergrafik erzeugte Bilder (CGI) eindrucksvoll zusammenarbeiten können.

In den USA ist The Lego Movie ein Kassenschlager: Mit über 200 Millionen Dollar hat er an der Kinokasse sein Produktionsbudget von 60 Millionen Dollar längst eingespielt. 

In den USA ist The Lego Movie ein Kassenschlager: Mit über 200 Millionen Dollar hat er an der Kinokasse sein Produktionsbudget von 60 Millionen Dollar längst eingespielt. 

Foto: Warner Bros.

Held des Films ist Emmet (Stimme: Chris Pratt), ein totaler Durchschnittstyp mit gelbem Plastikkopf, der in der Großstadt ganz routiniert seinem Job als Bauarbeiter nachgeht. Bis er eines Tages von Wyldstyle (Elizabeth Banks) entführt wird. Die Untergrundrebellin in schwarzem Kostüm ist nämlich davon überzeugt, dass Emmet der Auserkorene ist. Nur er soll den Bösewicht Lord Business (Will Ferrell) von seinem teuflischen Plan abhalten können, das Lego-Universum zusammenzukleben und somit zu zerstören. Ganz allein ist Lego-Männchen Emmet nicht. Während seines Abenteuers stehen ihm der etwas tollpatschige Batman (Will Arnett) und der Mystiker Vitruvius (Morgan Freeman) zur Seite. 

Effektspezialist Animal Logic kombiniert CGI- und Stop-Motion-Technik

Schöpfer des computeranimierten Lego-Universums ist Animal Logic. Das australische Unternehmen ist seit 1991 auf visuelle Effekte für Filme spezialisiert und hat auch schon an Avengers, Prometheus und Mission Impossible mitgearbeitet. Doch anders als bei solchen großen Blockbustern sollten die Special-Effects nicht ausschließlich im Computer entstehen. Stattdessen holten die Experten eine fast vergessene Technik wieder hervor, die den Charme der alten Schule versprüht: die Stop-and-Motion-Technik. Dabei entstehen Bewegungen der echten Figuren durch tausende Einzelfotos. So entstanden bereits zahlreiche Amateurvideos der Legofans aus aller Welt.

Während die Schauspieler Stimmen einsprachen, wurden sie von Kameras gefilmt. So ließen sich Gestik und Mimik auf die Legofiguren übertragen. 

Während die Schauspieler Stimmen einsprachen, wurden sie von Kameras gefilmt. So ließen sich Gestik und Mimik auf die Legofiguren übertragen. 

Quelle: Warner Bros.

Zusätzlich erstellte Animal Logic 3D-Modelle des gesamten Baustein-Universums, um komplexere Szenen und riesige Maßstäbe zu verwirklichen. Computer-Generated-Imagery (CGI) heißt der Fachbegriff für diese Technik. Sie machte es auch möglich, Gesichtsausdrücke der Schauspieler auf die gelben Köpfe zu übertragen. „Als wir Stimmen aufgenommen haben, standen Kameras um uns herum“, erzählt Chris Pratt, Stimme des Protagonisten Emmet, dem Onlinemagazin Hollywood.com. „Sie konnten unsere Gesten und Gesichtsausdrücke aufzeichnen und mit den Lego-Charakteren verbinden.“

The Lego Movie hat in den USA mehr als 200 Millionen Dollar eingespielt

In den USA ist The Lego Movie ein unglaublicher Kassenschlager. Der Animationsfilm hielt sich wochenlang in den Kinocharts auf Platz eins. Die Produktionskosten von rund 60 Millionen Dollar hat er mit über 200 Millionen Euro längst wieder eingespielt. Ein voller Erfolg also für die Produktionsfirma Warner Brothers und den Baustein-Hersteller Lego aus Dänemark. Dessen Gründung geht übrigens ins Jahr 1932 zurück. Damals baute der dänische Tischlermeister Ole Kirk Christiansen Holzspielzeug und erfand die Abkürzung Lego für den dänischen Ausdruck „leg godt“, übersetzt „spiel gut“. 

Von Patrick Schroeder

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