Eigenen Werbefilm eingespielt 11.10.2014, 12:13 Uhr

Extremkletterer kapern Werbedisplay auf Hochhausdach in Hongkong

Die Extremkletterer Vitaliy Raskalov und Vadim Makhorov haben wieder zugeschlagen: in Hongkong. Doch anstatt sich mit den üblichen Fotos zu begnügen, setzten sie noch einen drauf. Sie kaperten eine riesige Werbefläche in 200 Metern Höhe, um einen Clip in eigener Sache zu zeigen. 

Die Kletterer kaperten das Werbedisplay auf dem Dach des China Online Centers: Dort ließen sie ihren eigenen Werbefilm laufen. 

Die Kletterer kaperten das Werbedisplay auf dem Dach des China Online Centers: Dort ließen sie ihren eigenen Werbefilm laufen. 

Foto: On the Roof

Vitaliy Raskalov und Vadim Makhorov sind die Steigerung von schwindelfrei: Wo sie ohne Sicherung herumspazieren, wagt sich der Normalbürger nicht einmal mit Klettergurten hin. Die russischen Extremkletterer, die sich als On the Roof einen Namen gemacht haben, turnten schon auf den Pyramiden in Gizeh herum und auf der Kathedrale Sagrada Familia in Barcelona. Auch der Kölner Dom erhielt bereits hohen Besuch von den beiden – und immer brachten sie spektakuläre Bilder von ihren Spaziergängen in luftiger Höhe mit.

Unglaubliche Bilder vom Dach des China Online Centers

Einer der jüngsten Coups führte die beiden nach Hongkong – genauer gesagt auf das China Online Center, einen 201 Meter hohen Wolkenkratzer im Herzen Hongkongs. Wie eigentlich immer hatten sie niemanden um Erlaubnis gefragt für ihren Ausflug aufs Dach des 52-Stockwerke-Gebäudes, und wie eigentlich immer sorgten sie für unglaubliche Bilder. Diesmal setzten die beiden Adrenalinjunkies aber noch einen drauf: Sie begnügten sich nicht mit dem Herumspazieren, sondern bemächtigten sich der riesigen, weit sichtbaren Digitalwerbefläche an der Spitze des China Online Centers.

Diesem Ausblick muss man als Extremkletterer standhalten: Ohne Sicherung droht ein 200-Meter-Fall in die Tiefe.

Diesem Ausblick muss man als Extremkletterer standhalten: Ohne Sicherung droht ein 200-Meter-Fall in die Tiefe.

Foto: On the Roof

Dafür begaben sie sich nach den schon unvermeidlichen Standardbildern ihrer Klettertouren wieder zurück ins Gebäude, wo sie sich über die Steuerungseinheit für das Werbedisplay hermachten. Mit Hilfe eines mitgebrachten Rechners klinkten sie sich in das Programm ein und spielten einen Werbefilm in eigener Sache auf – der dann auch prompt über die Dächer Hongkongs flimmerte.

Clip zeigt Bilder von der Flucht durchs Treppenhaus

„What’s up, Hongkong“, war groß und breit auf der Tafel zu lesen – „Was geht, Hongkong“. Was folgte, waren spektakuläre Bilder von ihrem Besuch vor wenigen Monaten auf dem mit 632 Metern weltweit zweithöchsten Gebäude, dem Shanghai Tower, und dick und fett ihr Markenname: On the Roofs.

Die Kletterer öffneten den Computerschrank des Werbedisplays und spielten ihren eigenen Werbefilm ein. 

Die Kletterer öffneten den Computerschrank des Werbedisplays und spielten ihren eigenen Werbefilm ein. 

Foto: On the Roof

Nachdem sie so deutlich ihre Anwesenheit publik gemacht hatten, musste die Gruppe Fersengeld geben: Ein Videoclip, den die Russen von ihrer Kletter- und Hack-Aktion ins Netz gestellt haben, zeigt auch die Flucht durchs Treppenhaus des China Online Centers.

Ausnahmsweise mal mit Begleitung

Kameras waren genug dabei: Außer der GoPro, die einer der beiden per Stirnband befestigt hat, filmte das Ganze eine ferngesteuerte Drohne, vermutlich eine Phantom 2. Weitere Bilder wurden von ihrer Begleitung gemacht, die ausnahmsweise einmal dabei war: der Hongkonger Lau Fat Hing Hercules, Arseni Khachaturan und der Regisseur Nikolai Zheludovich, der den Hongkong-Coup später effektvoll fürs Netz aufbereitete.

Nach einem kurzen Kontrollblick, ob das Video auch tatsächlich läuft, ging es für die Kletterer wieder auf den sicheren Boden. 

Nach einem kurzen Kontrollblick, ob das Video auch tatsächlich läuft, ging es für die Kletterer wieder auf den sicheren Boden. 

Foto: On the Roof

Lange hielt sich das Team nach dem geglückten Kapern der Werbefläche nicht mehr in der chinesischen Metropole auf. Das nächste Ziel wartete schon: Tokio in Japan. Die Abenteurer haben ein Video ihres Abenteuers auch ins Internet gestellt

Von Judith Bexten

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