Scribble scannt und mischt 01.09.2014, 16:39 Uhr

16 Millionen Farben mit einem einzigen Stift

Kalifornische Tüftler haben eine Art Tintenstrahldrucker in Kugelschreiberform entwickelt. Er reproduziert alle Nuancen, die sein Farbsensor erfasst, und speichert sie. Per Smartphone lassen sie sich immer wieder aufrufen.

Der Kugelschreiber Scribble Ink kann die verschiedenen Farbnuancen von Gegenständen scannen und dann anmischen. Bis zu 16 Millionen unterschiedliche Schattierungen können mit dem Schreib- und Zeichengerät wiedergegeben werden. 

Der Kugelschreiber Scribble Ink kann die verschiedenen Farbnuancen von Gegenständen scannen und dann anmischen. Bis zu 16 Millionen unterschiedliche Schattierungen können mit dem Schreib- und Zeichengerät wiedergegeben werden. 

Foto: Scribble/Screenshot ingenieur.de

Nicht einmal die größte Buntstifte-Schachtel bietet auch nur annähernd das Gleiche wie der Scribble Ink: die Auswahl unter maximal 100.000 Farben, die in seinem Ein-Gigabit-Speicher abgelegt sind und per Smartphone abgerufen werden können. Insgesamt lassen sich 16 Millionen Nuancen reproduzieren.

Der Stift, kaum größer als ein Kugelschreiber, mischt sie aus fünf Farben – Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz und Weiß – zusammen, die sich in ebenso vielen winzigen Tanks im Inneren des Stifts befinden, und lässt sie zur Kugelspitze fließen. Sekundenschnell. Gezeichnet werden kann 15 Stunden am Stück –­ dann ist die Batterie leer. Und mit der Farbe kommt der Strichkünstler gut 48 Kilometer weit.

Im Frühjahr 2015 sollen erste Stifte ausgeliefert werden

Mark Barker und Robert Hoffman, Tüftler aus San Francisco, haben den Stift innerhalb von zwei Jahren entwickelt. Jetzt kann er zum Preis von rund 115 Euro vorbestellt werden. Der ähnlich gebaute Scribble Stylus schreibt nicht auf Papier, sondern auf Bildschirme, mit denen er per Bluetooth kommuniziert.

Alle Farben in einem Stift: Dadurch reduziert sich auch das Müllaufkommen, werben die Erfinder für ihr Produkt. 

Alle Farben in einem Stift: Dadurch reduziert sich auch das Müllaufkommen, werben die Erfinder für ihr Produkt. 

Foto: Scribble

Er ist schon für umgerechnet 60 Euro zu haben, weil die komplexe Farbmischanlage im Stiftkörper fehlt. Tintenpatronen gibt es ab 23 Euro. Im Frühjahr nächsten Jahres wollen die beiden Kalifornier die ersten Stifte ausliefern.

Zuerst muss eine Farbbibliothek angelegt werden

Ehe die beiden Scribble den ersten Strich machen, muss der Nutzer eine Farbbibliothek anlegen. Dazu zielt er mit dem Stift, in dem sich ein Farbsensor befindet, auf ein beliebiges Objekt. Wenn es eine Erdbeere ist, speichert er erdbeerrot. Genau so erfasst er kornblumenblau, zitronengelb, grasgrün und beliebige andere Farben.

Die Namen müssen per Hand eingegeben werden. Verwaltet wird die Bibliothek per Smartphone, auf das eine spezielle App geladen wird. Um zeichnen oder schreiben zu können wählt man die gewünschte Farbe aus der Bibliothek aus, Sekunden später steht sie zur Verfügung.

So sehen die Farbwunderstifte aus, die ab Frühjahr 2015 ausgeliefert werden sollen. 

So sehen die Farbwunderstifte aus, die ab Frühjahr 2015 ausgeliefert werden sollen. 

Foto: Scribble

Die Entwickler wollen ihre Stifte an Schulkinder, Büroarbeiter (zum Markieren) und Designer aller Art als Ersatz für Bunt- und Markierstifte verkaufen. Der Kunde kann zwischen sechs Strichbreiten wählen: 0,3, 0,5, 1,0, 1,5.2,5 und 3,71 Millimeter. Das sechsteilige Spitzen-Set kostet 35 Euro.

Crowdfunding-Ziel innerhalb weniger Stunden erreicht

Investoren sind sicher, dass die Stifte Erfolg haben, vielleicht wegen der hohen Tintenpreise. Innerhalb von wenigen Stunden hatten die beiden Tüftler ihr Ziel erreicht, 100.000 Dollar einzusammeln, um die Serienproduktion starten zu können. Insgesamt bekamen sie mehr als 300.000 Dollar.

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