Weltpremiere von Volkswagen 27.06.2022, 17:18 Uhr

Kampfansage von VW: vollelektrische Limousine mit 600 Kilometern Reichweite

Noch ist der ID. AERO eine Studie. Doch verbunden mit der Präsentation der ersten vollelektrischen Limousine von Volkswagen, gibt der Autobauer auch die Produktionspläne bekannt: 2023 soll die Markteinführung in China erfolgen und im selben Jahr die Serienproduktion in Deutschland.

der neue ID. AERO von Volkswagen von vorn

Mit dem ID. AERO präsentiert Volkswagen das nächste vollelektrische Mitglied der ID. Familie.

Foto: Volkswagen AG

Mehr als 600 Kilometer Reichweite, außergewöhnlich viel Platz, fast fünf Meter Länge, schickes Design, das zugleich der Aerodynamik und damit auch der Effizienz dient – Volkswagen hat mit dem ID. AERO nun seine erste vollelektrische Limousine vorgestellt. Mit den Features soll das Fahrzeug eine deutliche Ansage in Richtung der Konkurrenz sein. Schließlich habe man mit dem ID. AERO nun global die erste vollelektrische Limousine so weit entwickelt, dass sie in Serie produziert werden kann. 2023 soll es losgehen. Dann plant der deutsche Autobauer die Markteinführung in China und den Start der Produktion eines europäischen Serienmodells in Emden.

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Zuerst hatte Volkswagen den ID. AERO als Showcar vorgestellt und damit die ID. Familie erweitert. Es ist nun schon das vierte vollelektrische Fahrzeug innerhalb dieser Modellreihe. Ralf Brandstätter, Chief Executive Officer der Marke Volkswagen AG, sagte zur Präsentation des neuen Fahrzeugs: „Ein Auto mit einem emotionalen und zugleich sehr aerodynamischen Design, einer Reichweite von mehr als 600 Kilometern, einem außergewöhnlichen Platzangebot sowie Premium-Interieur.“ Der AERO beruht wie alle anderen Mitglieder der ID. Familie auf dem sogenannten Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) von Volkswagen.

Volkswagens ID. AERO biete 600 Kilometer Reichweite

Der Hersteller aus Wolfsburg hat dem ID. AERO einen Coupé-Stil verpasst. Dazu passe auch das elegant abfallende Dach. Hinzu kommen kurze Überhänge, langer Radstand und ein besonders geräumiger Innenraum. Die Lithium-Ionen-Batterie bietet einen Netto-Energiegehalt von 77 Kilowattstunden (kWh). Durch die Kombination von effizientem Antrieb und dem Aerodynamik-Paket sei der ID. AERO durchaus langstreckentauglich. Volkswagen verspricht eine Reichweite von bis zu 620 Kilometern (WLTP). Dass der ID. AERO zuerst in China auf den Markt kommen soll, hat auch etwas mit Volkswagens Strategie zu tun: Man will dort führender Anbieter nachhaltiger Fahrzeuge werden. Im Jahr 2030 soll mindestens jedes zweite in China verkaufte Auto ein E-Fahrzeug sein. Darüber hinaus betrachte der Hersteller dieses neue Modell als das Topmodell der ID. Familie, das es deshalb auch in Europa und Nordamerika geben solle.

Front des ID. AERO von Volkswagen
Die Front zeigt typische Elemente der ID. Familie wie die Wabenstruktur und die Lichtleisten.

Foto: Volkswagen AG

Seitenansicht der neuen ID. AERO
Der Name ist Programm: Beim neuen ID. AERO steht die Aerodynamik im Mittelpunkt.

Foto: Volkswagen AG

Heckansicht der neuen ID. AERO von Volkswagen
Die Wabenstruktur der Front greift das Heck wieder auf. Kantige Linien unterstreichen das Design des ID. AERO.

Foto: Volkswagen AG

Rein optisch ist besonders an der Front die Nähe zur ID. Familie zu erkennen. Auch sie zeigt die typische Wabenstruktur. Der Stoßfänger teilt sie horizontal in zwei Teile. Ein eigenes Gesicht soll dem ID. AERO eine umlaufende schmale Lichtleiste links und rechts des beleuchteten Logos sowie oberhalb der LED-Matrixscheinwerfer, die quer über die Front bis in die Kotflügel und die Seiten hinein, geben. IQ.LIGHT hat Volkswagen diese Matrixscheinwerfer genannt. Die Lichtleiste zieht sich dabei bis zum Heck und ist nur leicht unterbrochen.

Volkswagen achtet beim ID. AERO auf Design und Effizienz zugleich

Die Silhouette des neuen ID. AERO zeigt eine sogenannte Tornadolinie. Das markante Design wird von einer kraftvollen Schulterpartie bestätigt. Insgesamt wirkt die elektrische Limousine flach und damit zugleich dynamisch. Das Heck ist leicht eingezogen und in Verbindung mit der Abrisskante beruhigt dies auch den Luftstrom. Diesen unterstützen zusätzlich die Bicolor-Räder, die bündig in die Radkästen integriert sind. Statt klassischer Türgriffe setzt Volkswagen auf beleuchtete Touch-Flächen. Das ist nicht nur optisch ein Hingucker, sondern dient ebenfalls der Effizienz, weil es weiter den Luftwiderstand reduziert. Das Heck tritt passend zur restlichen Silhouette ebenfalls dominant auf. Dieser Eindruck entsteht vor allem durch einen dunklen und zugleich auffälligen Lichtstreifen sowie dem LED-Rücklichtcluster mit Wabenstruktur. Sie fasst praktisch das Fahrzeug ein, da sie sowohl an der Frontpartie wie auch am Heck zum Einsatz kommt und ist für die ID. Familie das typische Design-Merkmal.

Volkswagen hat die elektrische MEB-Architektur so entworfen, dass sie wie ein Bausatz für Fahrzeuge unterschiedlicher Formen und Größen angepasst werden kann. Damit ist sie segmentübergreifend einsetzbar. Die MEB stehe dabei für große Reichweiten, ein Höchstmaß an digitaler Vernetzung böten die Fähigkeiten zu Over-the-Air-Updates. 2023 soll die Serienproduktion im Werk Emden starten. Es sei eines der ersten niedersächsischen Volkswagen Werke, das maßgeblich dazu beitrage, die Modellpalette zu elektrifizieren und die CO2-Emissionen der gesamten Neuwagenflotte zu senken.

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Ein Beitrag von:

  • Nina Draese

    Nina Draese hat unter anderem für die dpa gearbeitet, die Presseabteilung von BMW, für die Autozeitung und den MAV-Verlag. Sie ist selbstständige Journalistin und gehört zum Team von Content Qualitäten. Ihre Themen: Automobil, Energie, Klima, KI, Technik, Umwelt.

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