Seriennahe Studie von Volkswagen 15.06.2023, 07:00 Uhr

VW stellt mit ID.7 Studie die erste vollelektrische Limousine vor

Noch ist es eine Studie, doch die erste vollelektrische Limousine von Volkswagen, der ID.7 soll möglichst rasch auf den Markt kommen. Schließlich ist dem Team aus Wolfsburg damit ein Kunststück gelungen: Der ID.7 ist in Sachen Aerodynamik nicht zu schlagen. Eine gute Basis für hohe Reichweite.

Darstellung der Aerodynamikmaßnahmen von Volkswagen beim ID.7

Volkswagen hat bei der Entwicklung des ID.7 besonders an der Aerodynamik des Fahrzeugs gearbeitet.

Foto: Volkswagen AG

Damit Elektroautos immer effizienter werden, ist es nicht nur notwendig, an der Reichweite und am Antriebskonzept zu arbeiten. Auch die Aerodynamik spielt dabei eine große Rolle. Volkswagen hat genau darauf bei der Entwicklung der ersten vollelektrischen Limousine, dem ID.7, darauf geachtet. Die Karosserieform ist besonders strömungsgünstig. Das belegt auch ein niedriger Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert) von 0,23. Die Stirnfläche des ID.7 ist mit 2,46 Quadratmetern ebenfalls eher klein dimensioniert. Zum Vergleich: Der aktuelle Golf 8 hat eine Stirnfläche von 2,21 Quadratmetern.

Elektroauto-Recycling: Warum effiziente Demontage von Batterien und Motoren wichtig ist

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Rheinmetall AG-Firmenlogo
Mitarbeiter (m/w/d) Rheinmetall AG
Düsseldorf Zum Job 
-Firmenlogo
W2-Professur mit dem Fachgebiet Technischer Klimaschutz
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen-Firmenlogo
Sachbearbeiter/in für Elektrotechnik (m/w/d) im Baubereich Bundesbau Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen
Bernau, Prenzlau, Strausberg Zum Job 
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen-Firmenlogo
Ingenieur/in (m/w/d) für Gebäude- und Energietechnik für den Landesbau Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen
Cottbus, Neuruppin Zum Job 
Technische Universität Braunschweig-Firmenlogo
W3 Professur für "Bioverfahrenstechnik" Technische Universität Braunschweig
Braunschweig Zum Job 
Hochschule Düsseldorf-Firmenlogo
Professur "Robotik und Computer Vision" Hochschule Düsseldorf
Düsseldorf Zum Job 
Hochschule Mannheim-Firmenlogo
Professur "Maschinenbau in der Verfahrenstechnik" (m/w/d) Hochschule Mannheim
Mannheim Zum Job 
Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart-Firmenlogo
Professur für Elektrotechnik (m/w/d) Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart
Stuttgart Zum Job 
Technische Universität Braunschweig / Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)-Firmenlogo
W3 Professuren und Co-Direktionen des DLR-Instituts für Verkehrssystemtechnik Technische Universität Braunschweig / Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
Braunschweig Zum Job 
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau-Firmenlogo
W3-Professur für Energiesysteme und Energiemanagement (m/w/d) Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
Kaiserslautern Zum Job 
Hensoldt Sensors GmbH-Firmenlogo
Produktmanager*in Radarwarner und R-ESM / ELINT im Bereich Spectrum Dominance (w/m/d) Hensoldt Sensors GmbH
Hensoldt Sensors GmbH-Firmenlogo
Technische*r Projektleiter*in für Airborne Electronic Warfare Solutions (w/m/d) Hensoldt Sensors GmbH
Hensoldt Sensors GmbH-Firmenlogo
Head of Digital Electronics Excellence (w/m/d) Hensoldt Sensors GmbH
HENSOLDT Sensors GmbH-Firmenlogo
Governmental Business Development Manager Naval Solutions Germany (w/m/d) HENSOLDT Sensors GmbH
verschiedene Standorte Zum Job 
Hensoldt Sensors GmbH-Firmenlogo
Technische*r Projektleiter*in für Airborne Electronic Warfare Solutions (w/m/d) Hensoldt Sensors GmbH
HENSOLDT Sensors GmbH-Firmenlogo
Junior Systemingenieur*in Produktentwicklung (w/m/d) HENSOLDT Sensors GmbH
HENSOLDT Optronics GmbH-Firmenlogo
SAP Consultant EWM / Logistics / TM (w/m/d) HENSOLDT Optronics GmbH
Oberkochen, Ulm Zum Job 
HENSOLDT AG-Firmenlogo
Corporate Finance und Treasury Risk Manager*in (w/m/d) HENSOLDT AG
Ulm, München/Taufkirchen Zum Job 
Hensoldt Sensors GmbH-Firmenlogo
Systemingenieur*in Sekundärradar / IFF (m/w/d) Hensoldt Sensors GmbH
München/Taufkirchen Zum Job 
HENSOLDT Sensors GmbH-Firmenlogo
Head of N&G Radar Planning & Cables (w/m/d) HENSOLDT Sensors GmbH

Einfluss auf den cw-Wert haben zu 30 Prozent Räder und Reifen, Unterboden und Funktionsöffnungen mit jeweils 10 Prozent. Das meiste entfällt also auf das Design der Grundform. Dementsprechend zeigt sich auch die Silhouette des fast fünf Meter langen Fahrzeugs besonders aerodynamisch und erinnert mit dem sich verjüngenden Heck an ein Coupé. „Der ID.7 wurde aerodynamisch entworfen wie kaum ein anderes Modell“, erklärt Daniel Scharfschwerdt, Designer bei Volkswagen.

Elektrische Limousine von VW: Luft muss effizient strömen

Was den ID.7 von anderen Fahrzeugen unterscheidet ist der nahezu geschlossene Unterboden. Darüber hinaus befinden sich seitlich Radspoiler, die VW eigens entwickelt hat. Sie sollen dafür sorgen, dass die Luft nur minimal verwirbelt und in einem Strom unter dem Fahrzeug lang geleitet wird – und zwar direkt entlang der Räder.  An der Front, unten am Stoßfänger, ließen die Fahrzeugbauer Lüftführungen ein, sogenannte Air Curtains. Auch sie sollen die Luft effizienter von vorn nach hinten strömen lassen. Damit die Hinterräder weitgehend von der heranströmenden Luft abgeschirmt werden, entschied man sich für zusätzlich ausgestellte Seitenschweller. Hinzu kommen noch kleine Spoiler und weitere Verkleidungen, die die Luft am Unterboden gezielt leiten.

Frontpartie des neuen ID.7 von Volkswagen
Von vorn zeigt sich die klein dimensionierte Stirnfläche des ID.7.

Foto: Volkswagen AG

Seitliche Luftführung beim ID.7 für bessere Strömungsverläufe
Spezielle Einlässe an der Front sollen die seitliche Luftführung beim ID.7 deutlich verbessern.

Foto: Volkswagen AG

Strömungslinien zeigen, dass der ID.7 besonders aerodynamisch ist.
Die Form des ID.7 ist von A bis Z auf Aerodynamik ausgelegt – wie die Tests im Windkanal belegen.

Foto: Volkswagen AG

Die Räder muss man bei E-Autos ganz besonders in den Fokus nehmen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Aerodynamik. „Beim Design der Felgen ging es vorrangig um die Aerodynamik, die wir mit der Kühlung der Bremsen in Einklang bringen mussten“, sagt Stephan Lansmann, Projektingenieur Aerodynamik ID.7. Deshalb bekam der ID.7 stärker geschlossene Felgen, die dadurch deutlich strömungsgünstiger sind.

Beim vollelektrischen ID.7 hat VW nichts dem Zufall überlassen

Insgesamt achteten die Expertinnen und Experten während der gesamten Projektphase auf eine möglichst ideale Aerodynamik bei dem Fahrzeug. Strömungssimulationen und Tests im Windkanal begleiteten dies. Dadurch konnten zahlreiche Bereiche berücksichtigt werden. Ein Beispiel: die Funktionsöffnungen an der Front des Fahrzeugs. Sie sind notwendig, damit Luft zu Kühlern gelangen kann. Im ID.7 wird aber auch das nicht dem Zufall überlassen, sondern durch den Einsatz eines Kühlerrollos gezielt gesteuert. Das Ziel: den Luftwiderstand senken. Deshalb öffnet sich das elektrische Rollo erst dann, wenn die Kühlung von Aggregaten und Batterie auch tatsächlich notwendig ist. Am Heck des Fahrzeugs unterstützt eine optimal geformte Heckklappe ebenfalls die Aerodynamik. Genauso das Design des Diffusors und die seitlichen Abrisskanten.

VW ID.7: Erst am Computer simulieren, dann in den Windkanal

Die ersten Entwicklungsschritte beim ID.7 gelangen den Expertinnen und Experten aus Wolfsburg mithilfe von Computersimulationen. Es wurden Strömungswerte berechnet – und das für zahlreiche Details am Fahrzeug. Zum Beispiel für Türgriffe, die bündig mit der Fahrzeugfläche eingelassen sind, oder auch Spiegel, deren Form besonders aerodynamisch ausgelegt sind. „In den Windkanal gehen wir erst, wenn das Design gefestigt ist. Das kann ab Entwicklungsstart gut eineinhalb Jahre dauern“, ergänzt Lansmann.

Ein vollwertiges Fahrzeug stellen die Ingenieurinnen und Ingenieure allerdings nicht in den Windkanal. Dafür kommen sogenannte Claymodelle in Originalgröße zum Einsatz. Jede neue Erkenntnis, jedes neue Ergebnis wird dann sofort an dem Modell umgesetzt. Das geht mit einer Fräse millimetergenau. Weitere Teile für den Prototyp stammen aus dem 3D-Drucker – beispielsweise die Außenspiegel. Die Mühe hat sich gelohnt. Schließlich liegt der ID.7 mit seinem cw-Wert von 0,23 damit unangefochten auf Platz eins innerhalb der gesamten Volkswagen ID. Familie.

Mehr zum Thema Elektromobilität:

Ein Beitrag von:

  • Nina Draese

    Nina Draese hat unter anderem für die dpa gearbeitet, die Presseabteilung von BMW, für die Autozeitung und den MAV-Verlag. Sie ist selbstständige Journalistin und gehört zum Team von Content Qualitäten. Ihre Themen: Automobil, Energie, Klima, KI, Technik, Umwelt.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.