Ranking 29.05.2018, 10:00 Uhr

Die größten Containerschiffe der Welt

Sie sind so lang wie mehrere Fußballfelder, transportieren Waren von Kontinent zu Kontinent und kosten Hunderte Millionen Dollar: Dies sind die zwölf größten Containerschiffe, die derzeit auf den Weltmeeren verkehren.

Die größten Containerschiffe der Welt

Das Containerschiff Eugen Maersk am Containerterminal Eurogate im Hafen von Hamburg.

Foto: Christian Charisius/dpa

Die größten Containerschiffe der Welt

Das Containerschiff CMA CGM Alexander von Humboldt in der Elbe im Hafen von Hamburg. 

Foto: Christian Charisius/dpa

Die größten Containerschiffe der Welt

Die Pioneering Spirit ist das größte Arbeitsschiff der Welt.

Foto: allseas.com

Die größten Containerschiffe der Welt

Das Containerschiff "MSC Oscar" vor der Pier des Containerterminals in Bremerhaven (Bremen). 

Foto: Ingo Wagner/dpa

Die größten Containerschiffe der Welt

Die MSC Zoe war erst im August in Hamburg zu Besuch.

Foto: Markus Scholz/dpa

Die größten Containerschiffe der Welt

Schiffe der Mærsk Triple-E-Klasse sind 399 Meter lang.

Foto: Mærsk.com

Die größten Containerschiffe der Welt

Das Containerschiff "CSCL Globe" der Reederei China Shipping Group im Hamburger Hafen.

Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Die größten Containerschiffe der Welt

Die UASC Barzan

Foto: uasc.net

12. „CMA CGM Marco Polo“ (CMA CGM Marco-Polo-Klasse)

Von der 396 m langen Marco-Polo-Klasse gibt es gleich drei Containerschiffe, die die Weltmeere kreuzen: Das älteste ist die „Marco Polo“, gefolgt von der „Jules Vernes“ und der „Alexander von Humboldt“. In Südkorea gebaut, verließ 2012 das erste Schiff dieser Klasse die Werft und brach in Richtung Europa auf. Heute verkehren die Doppelhüllenschiffe, deren Deckshaus deutlich weiter vorn als üblich platziert ist, zwischen Fernost und Europa. Durch die besondere Position des Decks ist eine bessere Sicht und auch bessere Beladung (bis 16.020 t) möglich. Angetrieben werden die Schiffe vom derzeit weltweit stärksten Schiffsdieselmotor, einem schwerölbetriebenen Zweitakt-Kreuzkopfmotor mit 14 Zylindern und einer Gesamtleistung von 80.080 kW. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 24,3 kn (45 km/h).

11. „Emma Mærsk“ (Emma-Mærsk-Klasse)

Vom Typ „Emma Mærsk“ ließ die dänische Mærsk-Reederei gleich acht baugleiche Containerschiffe bauen. Das älteste, die „Emma Mærsk“, ist seit 2006 auf dem Wasser unterwegs. 397 m sind die schwimmenden Giganten lang, die Ladung von bis zu 156.907 t (14.770 Container) aufnehmen können. Der Propeller der „Emma Mærsk“ wurde in Waren (Müritz) gefertigt. Allein er wiegt 135 t. Um möglichst wenig Widerstand im Wasser überwinden zu müssen, wurden die Schiffe mit Silikon angestrichen, was jährlich zu einer Treibstoffersparnis von bis zu 1.200 t führt. Der verbaute Zweitakt-Kreuzkopfmotor ist der gleiche, der auch bei den Schiffen der Marco-Polo-Klasse zum Einsatz kommt. Die Schiffe der Emma-Mærsk-Klasse erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 27 kn (50 km/h).

10. „CMA CGM Kerguelen“ (CMA CGM Kerguelen-Klasse)

Der nächste Vertreter der französischen Reederei CMA CGM ist die „Kerguelen“. Das ebenfalls mit einer Doppelhülle ausgestattete ultragroße Containerschiff ist zwei Jahre jünger und zwei Meter länger als die Marco Polo. Deutlicher trumpfen die insgesamt sechs Schiffe der Kerguelen-Klasse aber in einer anderen Kategorie auf: 17.722 Standardcontainer (ISO-20-Fuß-Container, TEU) befördern sie. Damit übertreffen die „Georg Forster“, „Benjamin Franklin“, „Vasco da Gama“, „Zheng He“, „Bougainville“ und „Kerguelen“ die geringfügig kürzeren Marco-Polo-Schiffe um 1.702 Container. Und deren Anzahl ist nicht unerheblich für eine weitere beeindruckende Kennzahl: Der CO2-Ausstoß der Kerguelen konnte gegenüber Vorgängern um 10 % gesenkt werden und liegt bei 37 g pro Container und Kilometer. Stolz ist CMA CGM darauf, mit dieser Marke bereits Regularien einzuhalten, die erst 2025 in Kraft treten sollen.

9. „MSC Jade“ (MSC Pegasus-Klasse)

Auf ihrer Jungfernfahrt legte die MSC Jade der Mediterranean Shipping Company auch im deutschen Wilhelmshaven und in Bremerhaven an. Bei einer Länge von 398,45 m und einer maximalen Beladung mit 19.437 TEU galt die Jade seinerzeit als das größte Containerschiff der Welt, das aber nicht nur mit seiner Kapazität Aufsehen erregte: Der Hauptantrieb des Schiffs ist ein MAN-Zweitaktmotor Typ B&W 11G95ME-C9.5 und leistet rekordverdächtige 75.570 kW. Dazu kommen ebenfalls von MAN vier Hilfsmotoren, je zwei vom Typ 8L32/40 und 9L32/40 mit 4.000 bzw. 4.500 kW. Je ein Turbolader MAN NR34/S mit einem maximalen Output von 5.400 kW steht den Hilfsmotoren zur Seite. Mit so viel Power reist die MSC Jade seit 2016 zwischen Nordeuropa und Fernost.

8. „MSC London“ (MSC London-Klasse)

Auch MSC ist mehr als einmal in den Charts der größten Schiffe vertreten. Mit New York, Istanbul, Amsterdam, Hamburg, Venice und London standen einige der bedeutendsten Hafenstädte weltweit Pate bei der Namensgebung dieses MSC-Schiffstyps. Sie sind zwar wie die Konkurrenten der Triple-E-Klasse von Mærsk 399 m lang, müssen sich aber bei Tragfähigkeit und Containerbeladung geschlagen geben: Maximal 18.6650 dwt (deadweight tons) und 16.652 Container bringen die London und ihre Schwesterschiffe angetrieben von einem Zweitakt-Dieselmotor quer über den Globus und zurück. Dabei ist die in den ursprünglichen Plänen aus dem Jahr 2010 angestrebte Kapazität von 13.000 TEU bis zur Indienststellung 2014 bereits zweimal erhöht worden – trotzdem konnte die London-Klasse mit der rasanten Entwicklung der letzten Jahre nicht ganz vorne mithalten.

7. „Majestic Mærsk“ (Mærsk Triple-E-Klasse)

Ganze 30 Schiffe dieses 399 m langen Typs sind auf der Welt im Einsatz. Das erste ist im Februar 2013 vom Stapel gelaufen, das bislang letzte im April 2015. Der Auftrag für den Bau der Giganten kommt von der dänischen Mærsk-Reederei, die die Schiffe in Südkorea fertigen lässt. Diese Containerschiffe bedienen die Route zwischen Europa und Asien. Dass dieser Schiffstyp nicht z. B. auch in den USA zum Einsatz kommt, liegt hauptsächlich daran, dass die dortigen Häfen für derart große Schiffe nicht ausgelegt sind. Und auch in Deutschland wird es eng: Lediglich der JadeWeserPort in Wilhelmshaven ist für diese extremen Schiffsgrößen gerüstet. Für den Antrieb sorgen zwei Diesel-Zweitaktmotoren mit einer Gesamtleistung von 59.306 kW. Die durch zwei Festpropeller erreichte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 25 kn (46 km/h).

6. „CSCL Globe“ (CSCL Globe-Reihe)

Die „CSCL Globe“ ist mit einer Länge von 399,67 m das derzeit sechstlängste Schiff der Welt. Rund 19.000 Container finden auf dem in Südkorea gebauten Koloss Platz, der so eine Gesamttragfähigkeit von 184.320 t vorweisen kann. Angetrieben wird die „CSCL Globe“ von einem Zweitakt-Dieselmotor, der auf einen Festpropeller wirkt. Die Maschinenleistung liegt bei 56.800 kW, die Höchstgeschwindigkeit bei 25,1 kn (46 km/h). Bislang wurden für den in China ansässigen Auftraggeber China Shipping Container Lines fünf Schiffe dieses Typs gebaut, die zwischen Europa und Ostasien verkehren.

5. „COSCO Shipping Taurus“ (COSCO-20000-TEU-Klasse)

Mit 399,82 m ist die COSCO Taurus aus der 20.000-TEU-Klasse nur wenige Zentimeter länger als die Globe von CSCL. Die Konkurrenz wird es verschmerzen können: Beide Unternehmen gehören demselben chinesischen Staatskonzern an, der 2016 durch eine Fusion entstandenen China COSCO Shipping Corporation. Die Klassifikation als 20.000-TEU-Megaboxer darf nicht zu wörtlich verstanden werden: Zwischen 19.273 und 21.200 Container nehmen die Riesen auf, es gehören insgesamt vier Schiffe zu dieser Klasse und sie wächst weiter. Damit sind die 2017 und 2018 ausgelieferten Containerschiffe nicht nur die längsten jemals in China gebauten und in chinesischem Besitz befindlichen Schiffe, sie weisen auch die größten Containerkapazitäten auf.

4. „OOCL Hong Kong“ (OOCL G-Klasse)

Die größten Containerschiffe der Welt sind die der G-Klasse des chinesischen Konzerns Orient Overseas Container Line (OOCL). Trotz der imposanten Länge von 398,87 m ist der Superlativ ausschließlich auf die Stellplatzkapazität bezogen: Stolze 21.413 Container passen auf die OOCL Hong Kong, die neben Standard- auch noch Kühlcontainer auf der Linie LL1 zwischen Shanghai im äußersten Osten und Danzig am anderen Ende der Route befördert. Zur G-Klasse gehören neben der „Hong Kong“ ihre fünf Schwesterschiffe, die alle 2017 und 2018 in Betrieb gegangen sind. Eine Schrecksekunde erlebte die Besatzung der „OOCL Japan“ im Oktober 2017: Das Schiff lief im Sueskanal auf Grund. Zu größeren Schäden kam es jedoch glücklicherweise nicht. Ursache war nicht etwa ein falsch berechneter Tiefgang, der bei maximal 16 m liegt, sondern ein mechanischer Defekt, durch den die „Japan“ die Fahrspur verlor.

3. „UASC Barzan“ (A-18-Klasse)

Die in Kuwait ansässige United Arab Shipping Company ließ in Südkorea sechs Schiffe der mit 400 m Länge überaus imposanten A-18-Klasse bauen. Die UASC Barzan konnte anfangs mit bis zu 18.800 Containern beladen werden. Mittlerweile sind es für sie und ihre fünf Schwesterschiffe 19.870 TEU. Angetrieben werden diese Giganten der Meere von einem Zweitakt-Dieselmotor mit einem Festpropeller. Die Höchstgeschwindigkeit der „Barzan“ liegt bei 20,9 kn. Seit der Fusion von UASC und Hapag-Lloyd 2017 gehören die ehemals größten Schiffe der Welt nun zu einem der bekanntesten Konzerne der Welt.

2. „MOL Triumph“ (MOL-20.000-TEU-Typ)

Nicht länger als die „UASC Barzan“, aber doch mächtiger sind die größten Containerschiffe der Mitsui O.S.K. Lines aus Japan: Die „MOL Triumph“ aus dem Jahr 2017 und die baugleichen „Trust“, „Tribute“, „Truth“, „Tradition“ und „Treasure“ befördern bis zu 20.170 TEU mit einer Last von 19.2672 dwt für Mitsui. Der Name war Programm: Die „Triumph“ war für kurze Zeit als größtes Containerschiff der Welt unterwegs und triumphierte im hart umkämpften Markt der Ultra Large Container Vessels. Länger ist zwar immer noch kein Schiff, aber bei voller Beladung sind mit dem frisch gebackenen Spitzenreiter mehr Container unterwegs.

1. „CMA CGM Antoine de Saint-Exupery“

Ebenfalls 400 m misst das dritte Schiff der französischen CMA CGM. In Kombination mit der Containerkapazität von 20.776 Stellplätzen und 1.600 Kühlcontaineranschlüssen reicht das für einen souveränen ersten Platz. Der Spitzenreiter ist noch ganz neu auf dem Wasser: Die Ablieferung erfolgte erst im Februar 2018. Von der Bestellung im April 2015 über die ersten Arbeiten 2016 auf den Philippinen hin zur Auslieferung sind weniger als drei Jahre vergangen. Die „Antoine de Saint-Exupery“ ist das erste von insgesamt drei geplanten Schiffen dieser Art und hat auch schon einmal in Hamburg angelegt. Für den Hamburger Hafen war dies ein Größenrekord und eine Bestätigung: Jenseits der 400-Meter-Grenze erwarten die Verantwortlichen nur noch sehr langsames Wachstum – ein Hafen, der die „Antoine de Saint-Exupery“ meistert, ist zukunftssicher aufgestellt.

Hier eine Übersicht der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt.

Und eine Übersicht der größten Schiffe, ob U-Boot oder Segeljacht.

Von Nadine Kleber

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