Zurück in die Zukunft 01.07.2015, 06:51 Uhr

Skaten in der Luft: Lexus präsentiert das Hoverboard

Die Luxusautomarke Lexus präsentiert in einem PR-Video das Hoverboard der Zukunft. Es setzt auf Magnetfeldtechnologie, flüssigen Stickstoff zur Kühlung und erinnert an den Filmklassiker Zurück in die Zukunft 2. Doch ein bisschen Schummelei ist auch dabei.

Schwebendes Hoverboard von Lexus: Das Board soll ein Prototyp bleiben und nicht in den Verkauf kommen.

Schwebendes Hoverboard von Lexus: Das Board soll ein Prototyp bleiben und nicht in den Verkauf kommen.

Foto: Lexus

Lässig saust er auf seinem Skateboard die Straße entlang, im Hintergrund das Meer, die Brandung rauscht. Dann steigt der Skater ab. Großaufnahme der gehenden Füße, Musik setzt ein, Kameraschwenk. Im Bild: Ein schwebendes Skateboard ohne Rollen, aus dessen Seite Dampf ausströmt.

Der Skater setzt seinen Fuß auf das schwebende futuristische Board. Schnitt. Der Schriftzug „Lexushover – follow the journey“ erscheint. Man reibt sich verwundert die Augen beim Betrachten dieses PR-Videos der Edel-Auto-Schmiede Lexus und fragt sich: Ist das etwa Marty McFly, der Held aus dem Hollywood-Science-Fiction-Streifen Zurück in die Zukunft 2 aus dem Jahre 1989 von Regisseur Robert Zemeckis, der 2015 auf einem Hoverboard schwebt?

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Foto: eigenes Bild

Technologie, Design und Phantasie kombiniert

Offen bleibt im PR-Video, ob das Hoverboard der Automarke Lexus der japanischen Toyota Motor Corporation wirklich funktioniert und den Skater tragen kann. Denn im entscheidenden Moment, in dem der Skater das Brett betritt, kommt der Schnitt. Mark Templin, Executiv-Vize-Präsident bei Lexus international sagt: „Bei Lexus fordern wir uns und unsere Partner ständig heraus, um die Grenzen des Machbaren zu verschieben. In Verbindung mit unserer Leidenschaft und unserem Know-how für Design und Innovation, ist es das, was uns dazu brachte, uns des Hoverboard-Projekts zu widmen. Es ist das perfekte Beispiel dafür, welch erstaunlichen Dinge möglich sind, wenn man Technologie, Design und Phantasie kombiniert.“

Lexus hat im PR-Video etwas geschummelt: Das Hoverboard schwebt auf Asphalt. Dürfte es gar nicht – denn es nutzt Magnetfeldtechnologie.

Lexus hat im PR-Video etwas geschummelt: Das Hoverboard schwebt auf Asphalt. Dürfte es gar nicht – denn es nutzt Magnetfeldtechnologie.

Foto: Lexus

Das Hoverboard von Lexus ist in der Tat erstaunlich. Es funktioniert mit Magnetfeldern, die das Gerät von Metallflächen abstoßen und im Schwebezustand halten. Lexus kombiniert Permanentmagnete mit von flüssigem Stickstoff gekühlten Supraleitern. Es entsteht Dampf, der das Board so futuristisch wie ein Raumgleiter erscheinen lässt. Gekrönt wird das Board von einer Standfläche aus Bambusholz. Soviel Luxus muss sein.

Tests in Barcelona geplant

In den kommenden Wochen will Lexus das Hoverboard in Barcelona testen. Lexus betont, dass das schwebende Board ein Prototyp für die PR ist und es nicht beabsichtigt ist, ein Hoverboard für den Verkauf herzustellen.

Schwebendes Hoverboard: An der Unterseite entsteht ein Magnetfeld, um das Board vom Untergrund abzustoßen.

Schwebendes Hoverboard: An der Unterseite entsteht ein Magnetfeld, um das Board vom Untergrund abzustoßen.

Foto: Lexus

Eins ist allerdings gewiss: Bei seinem PR-Video hat Lexus geschummelt. Denn auf normalen Asphalt kann das Board nicht schweben. Es fehlt dem steinigen Untergrund an Metall. Die Vision vom Schweben am Strand, die das Video suggeriert, dürfte daher ein Hirngespinst bleiben.

Marty McFly landet am 21. Oktober 2015

Schon im vergangenen Jahr sorgte die Firma Hendo mit einem fliegenden Skateboard für Aufsehen, welches ebenfalls auf Magnetfeldtechnologie setzt. Auf Kickstarter wollte das Unternehmen 250.000 US-Dollar einsammeln. Es kamen 500.000 Dollar zusammen. Doch geschehen ist seitdem kaum etwas. Ein fliegendes Skateboard jedenfalls konnte Hendo seinen Unterstützern bisher nicht präsentieren. Dabei läuft den Tüftlern die Zeit davon. Denn im Hollywood-Streifen ist es der 21. Oktober 2015, an dem Marty McFly in der Zukunft landet. Dann braucht er ein Hoverboard.

 

Von Detlef Stoller Tags:

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