Augmented Reality auf der Skipiste 16.10.2013, 11:00 Uhr

Neuauflage der Datenbrille Oakley Airwave: Stärkerer Akku und schnellere Grafik

Mit seiner Skibrille Airwave brachte der Sportausrüster Oakley vor einem Jahr erstmals Augmented Reality auf die Skipiste. Die Hightech-Skibrille blendet eine Vielzahl von Daten in das Gesichtsfeld ihres Trägers ein. Jetzt hat Oakley das neue Modell Airwave 1.5 vorgestellt. Vor allem Akku und Grafikprozessor bringen bessere Leistungen. 

Hightech-Skibrille Oakley Airwave: Die vom GPS-Modul gelieferten Daten erlauben das Aufzeichnen von Geschwindigkeit, Höhe, Weite und Dauer von Sprüngen

Hightech-Skibrille Oakley Airwave: Die vom GPS-Modul gelieferten Daten erlauben das Aufzeichnen von Geschwindigkeit, Höhe, Weite und Dauer von Sprüngen

Foto: Screenshot ingenieur.de

Die neue Computerbrille Airwave 1.5 arbeitet mit dem bewährten Heads-Up-Display, in das die vom Benutzer einstellbaren Daten so eingeblendet werden, dass es einem 14-Zoll-Bildschirm in 1,5 Meter Entfernung entspricht. Wie beim Vorgängermodell erlaubt die Switchlock-Technologie auch bei der Airwave 1.5 wieder, die Scheiben der Brille auszuwechseln.  Austauschscheiben sind als Zubehör in diversen Tönungen erhältlich.

Stärkerer Akku und schnellere Grafik

Zu den wichtigsten Neuerungen der Skibrille gehört zweifellos der stärkere Akku. In einem vor einiger Zeit von dem Gadget-Blog Gizmodo durchgeführten Test des Vorgängermodells war die Akkulaufzeit noch der größte Kritikpunkt. Jetzt soll die überarbeitete Daten-Skibrille mit einer Akkuladung sogar noch bei einer Temperatur von minus 10 Grad Celsius je nach Nutzungsintensität bis zu sechs Stunden lang durchhalten.

Dass das nur eine Stunde mehr als beim Vorgängermodell ist, könnte mit dem leistungsstärkeren Grafikprozessor zu tun haben, den Hersteller Oakley der Airwave jetzt spendiert hat. Damit wird die Wiedergabe von Videostreams flüssiger und auch die Animationen laufen schneller.

Zwei neue drahtlose Schnittstellen

Gleich zwei neue Kommunikationsschnittstellen unterstützt die Airwave 1.5 jetzt. Über ein WLAN-Modul lassen sich beispielsweise WiFi-fähige Kameras anbinden und über MFi-Bluetooth kann die Skibrille sich mit entsprechend ausgerüsteten Geräten wie beispielsweise Apple-Smartphones verbinden.

Die neue Computerbrille Airwave 1.5. Die Scheiben sind problemlos auswechselbar und in verschiedenen Tönungen erhältlich.

Die neue Computerbrille Airwave 1.5. Die Scheiben sind problemlos auswechselbar und in verschiedenen Tönungen erhältlich.

Foto: Oakley

Über diese Verbindung zu seinem mitgeführten Smartphone kann dem Träger der Brille der Eingang von Anrufen oder SMS-Nachrichten sofort im Display angezeigt werden. Zusätzlich zu der Möglichkeit, auf dem Smartphone gespeicherte Musik abzuspielen, hat der Träger der Brille jetzt auch Zugriff auf Musikangebote wie Spotify oder Pandora.

Konsequenterweise lassen sich die sportlichen Erfolge auch umgehend über die Oakley Airwave Snow App beim Sozialen Netzwerk Facebook veröffentlichen.

GPS hilft bei der Leistungskontrolle

Die vom GPS-Modul gelieferten Daten erlauben das Aufzeichnen von Geschwindigkeit, Höhe, Weite und Dauer von Sprüngen – was besonders für Sportler interessant ist, die mit einem Snowboard unterwegs sind.

Der überwundene Höhenunterschied kann pro Abfahrt, pro Tag und auch für die gesamte Saison abgelesen werden. Selbstverständlich lässt sich auch die aktuelle Temperatur anzeigen.

Besonders nützlich sind die Standortbestimmung auf einer Skigebietskarte und das Auffinden von Pisten und anderen wichtigen Punkten, die das GPS-Modul ermöglicht. Viele der dafür nötigen Karten von beliebten Skigebieten sind schon in der Brille gespeichert.

Sind mehrere Airwave-Träger in einer Gruppe unterwegs, können sie sich gegenseitig über die neue Funktion “Buddy Tracking” finden und lokalisieren, wenn sie die Funktion freigeben.

Mit 650 Euro ist die Airwave 1.5 etwas teurer als das Vorgängermodell, das man schon für 599 Euro kaufen kann.

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