Im Online-Simulator Raumfahrer sein 16.05.2020, 09:00 Uhr

SpaceX: So können Sie den Flug zur ISS selbst erleben

Am 30. Mai startet SpaceX erstmals einen bemannten Flug zur internationalen Raumstation ISS. Ein Online-Simulator zeigt jetzt, wie schwierig das Andockmanöver ist.

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Selbst ein Raumfahrer sein: Im SpaceX Online-Simulator können Nutzer virtuell abheben.

Foto: panthermedia.net/Elf+11

  • SpaceX startet am 30. Mai seine erste bemannte Raumfahrt
  • Der erste Versuch am 27. Mai wurde aufgrund des schlechten Wetters abgesagt
  • Die Nasa-Astronauten Bob Behnken und Doug Hurley sind die Passagiere zur ISS
  • Nach 19 Stunden Flug docken die beiden Astronauten an der ISS an
  • SpaceX hat eine Software entwickelt, die das Andocken an die Internationale Raumstation simuliert
  • Im kostenloses In-Browser- Videospiel kann jeder auf eine eigene Raumfahrtmission gehen
  • Das Spiel lehrt, die Neigung und die Annäherungsgeschwindigkeit eines Raumschiffs zu steuern, um ein sicheres Andocken zu schaffen

SpaceX: Andockmanöver ist manuell eine große Herausforderung

Nasa-Astronauten heben Ende Mai 2020 zur internationalen Raumstation ISS ab. Das erste Mal in der Geschichte der Raumfahrt bringt ein Privatunternehmen Astronauten zur ISS: und zwar SpaceX. 2002 gründete Elon Musk den US-Raumfahrtkonzern. Hunderte Starlink-Satelliten von Elon Musk umkreisen bereits die Erde. Wir berichteten hier. Mit dem Starlink-Projekt soll ein globaler Breitband-Internetgürtel um die Erde geschaffen werden. So sollen vor allem Gegenden in ländlichen Gebieten mit schnellem und kostengünstigem Internet versorgt werden. So jedenfalls das Versprechen.

In wenigen Wochen startet das nächste Giga-Projekt von Musk. Doch das Andockmanöver an die Raumstation wird für die Nasa-Astronauten eine große Herausforderung. Ein Online-Simulator zeigt, dass Präzisionsarbeit von den Astronauten gefordert sein wird. Hier kann der Simulator kostenfrei eingesehen werden. Die Seite ist als Web-Game gestaltet und simuliert das Andockmanöver. Die Spieler versuchen sich daran, die Crew Dragon Raumkapsel an die Andockbucht der ISS zu manövrieren. Das Interface des Simulators soll dem der realen Raumkapsel gleichen.

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Authentisches Browser-Game von SpaceX

Die Web-Simulation umfasst eine Anflugstrecke von 200 Metern. Nutzer müssen die Dragon 2 über Antriebsdüsen in die richtige Position bringen. Ist das Raumschiff korrekt ausgerichtet, gilt es, eine passende Flugbahn zu finden. Möglichst sanftes Anlegen an der Luftschleuse ist gefragt. Wer lieber etwas den Weltraum erkunden möchte, kann auch einen Rundflug um die ISS starten. Um den Treibstoff oder eventuelle Kollisionen müssen sich Gamer keine Sorgen machen. Bei Bedarf können die Gravitationseffekte der Erdumlaufbahn deaktiviert werden. Als Seitenhieb auf einige Verschwörungstheoretiker verwandelt sich die Erde auf Wunsch in eine Scheibe.

Schwarzes Loch mit bloßem Auge am Himmel erkennbar

An- und Abdockvorgang per Autopilot

Piloten werden das kennen: Gelandet wird mit dem Autopilot. So halten es auch die Astronauten, sodass sie das Interface höchstwahrscheinlich nicht brauchen werden. Die An- und Abdockvorgänge an der ISS werden nämlich von einem Autopiloten durchgeführt. Die manuelle Steuerung ist für den Notfall gedacht, der hoffentlich nicht eintritt.

Im US-Bundesstaat Florida hebt die von SpaceX erbaute Falcon-9-Rakete samt der Crew-Dragon-Kapsel und den Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley in Richtung ISS ab.

Im Video gibt es noch mehr zum Simulator zu sehen.

Die Auswirkungen der Raumfahrt auf den menschlichen Körper

Durch die Schwerelosigkeit ergeben sich medizinische Auswirkungen beim Raumflug. Symptome wie bei einer Reisekrankheit können in den ersten Flugtagen auftreten. Doch Befürchtungen, dass Astronauten sich hin- und hergestoßen fühlen oder zu rotieren anfangen, bewahrheiten sich nicht.

Die Schwerelosigkeit hat den größten Einfluss auf die menschliche Gesundheit während eines Raumfluges. Als erstes reagieren die Schwererezeptoren und die Körperflüssigkeiten – am Ende aber der gesamte Organismus.

In der Schwerelosigkeit verändern sich auch die sensorischen Eindrücke, denn dem Innenohr fehlt das gewohnte Referenzsignal. Die Gliedmaßen haben kaum noch Gewicht mehr, die gewohnten Muster des An- und Entspannens bestimmter Muskelpartien sind nicht länger erforderlich, um den Körper zu bewegen.

Aufgrund dieser körperlichen Auswirkungen fliegen natürlich geübte und ausgebildete Raumfahrer ins All.

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Ein Beitrag von:

  • Sarah Janczura

    Sarah Janczura

    Sarah Janczura schreibt zu den Themen Technik, Forschung und Karriere. Nach einem Volontariat mit dem Schwerpunkt Social Media war sie als Online-Redakteurin in einer Digitalagentur unterwegs. Aktuell arbeitet sie als Referentin für Presse und Kommunikation beim VDI e.V.

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