Mobiles Betriebssystem 21.06.2019, 12:11 Uhr

Alternatives Android Oak OS von Huawei – eine Gefahr für Google?

Huawei arbeitet an einem eigenen mobilen Betriebssystem. Oak OS soll 60 % schneller als Android sein. Wird es gefährlich für Google?

Junge Leute mit ihrem Smartphone

Setzt sich das mobile Betriebssystem von Huawei durch?

Foto: panthermedia/vadimphoto1@gmail.com

Der Handelsstreit zwischen China und den USA spitzt sich immer weiter zu. Im Rahmen dessen wurde das chinesische Unternehmen Huawei in den USA auf eine schwarze Liste gesetzt. Amerikanische Unternehmen dürfen ohne Sondergenehmigung keine Geschäfte mehr mit Huawei abschließen. Das gilt auch für Google, die neben dem Android-Betriebssystem auch den Zugang zur Google-Architektur auf dem Smartphone nun ausschließen müssen.

Das Android-Betriebssystem könnte der Verlierer sein

Durch die starke Sanktionierung von Huawei können sich auch für Google massive Herausforderungen ergeben. Denn nun ist das chinesische Unternehmen gezwungen, ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln oder zu nutzen. Bisher konnte Google mit Android ziemlich ohne Konkurrenz auf dem Markt agieren und somit eine starke Marktposition einnehmen. Auch in China ist Android weit verbreitet und wird dort fleißig genutzt. Doch mit dem Bann von Huawei könnte sich die gesamte Lage nun deutlich verschieben.

Mit dem Huawei OS kann der chinesische Markt durchaus umsatzstark genug sein, damit sich das neue Betriebssystem in Asien durchsetzt. Und wie so oft werden auch in der restlichen Welt viele Menschen die günstigen Smartphones aus Asien wertschätzen und somit gegebenenfalls zur Konkurrenz wechseln. Nicht umsonst sucht Google schon seit der ersten Bekanntgabe um Sonderregelungen und Sondergenehmigungen bei der amerikanischen Regierung an.

Huawei arbeitet schon länger an einem Betriebssystem

Es ist allerdings nicht so, dass bereits ein fertiges neues Betriebssystem in der Schublade liegt. Allerdings hat Huawei bereits seit einigen Jahren verkündet, dass sie an einem eigenen Betriebssystem arbeiten. Mittlerweile sollen nach Angaben des Unternehmens mehrere 10.000 Mitarbeiter an dem neuen Betriebssystem tüfteln, welches ebenfalls auf Android basieren soll. Denn Android ist, was viele Kunden und Nutzer nicht wissen, ein Open Source-Projekt und somit von jedem Unternehmen nutzbar. Als grundlegende Basis kann Huawei also auf ein relativ erprobtes und stabiles Grundgerüst aufbauen und dieses entsprechend der eigenen Vorgaben umsetzen. Dennoch gehen Experten davon aus, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis das neue Betriebssystem Oak OS zur Marktreife geführt werden kann.

Was bedeutet Open Source bei Android?

Das Android Betriebssystem ist unter der Apache Open Source-Lizenz freigegeben. Das bedeutet, dass dieses Betriebssystem beliebig angepasst und verwendet werden darf. Denn das gesamte System basiert in seinem Grundsatz auf einem Linux-Kern. Somit kann das Betriebssystem als Grundlage für eigene Betriebssysteme verwendet werden. Doch viele Unternehmen sind bereits mit einem solchen Versuch gescheitert. Ob Huawei hier erfolgreicher sein kann, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen. Denn Open Source alleine bedeutet noch keinen Erfolg und kann nur die Basis darstellen.

Die Akzeptanz der Nutzer spielt eine große Rolle

Neben dem eigentlichen Betriebssystem spielt noch ein weiterer Punkt eine wichtige Rolle: die Akzeptanz der Nutzer. Viele Menschen haben sich an die Google-Architektur gewöhnt und werden nur unter bestimmten Umständen wechseln wollen. Denn allein die Konsumenten können dafür sorgen, dass das Huawei-Betriebssystem so weit etabliert wird, dass sich immer mehr Entwickler entschließen, die eigenen Apps auch über diesen Weg anzubieten. Einmal in der Welt wird somit ein weiterer Konkurrent für Google geboren. Oak OS soll im September 2019 veröffentlicht werden.

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