300 Kilometer weit 17.12.2019, 09:17 Uhr

BMW spendiert dem i3 stärkere Batterie und eine Bauzeit bis 2024

Der i3 von BMW wird nun doch bis 2024 gebaut. Die längere Bauzeit der E-Flotte soll ermöglichen, dass der Hersteller die strengeren CO2-Vorgaben erfüllen kann.

BMW hat dem i3 eine neue, leistungsstärkere Batterie spendiert. Damit soll das Elektroauto bis zu 190 km weit kommen. Das wird auch die Polizei freuen, die schon einige i3 im Einsatz hat.

BMW hat dem i3 eine neue, leistungsstärkere Batterie spendiert. Damit soll das Elektroauto bis zu 190 km weit kommen. Das wird auch die Polizei freuen, die schon einige i3 im Einsatz hat.

Foto: BMW

„Ja, was denn nun?“ – das fragt sich sicher so mancher Leser. BMW hatte eigentlich schon geplant den Bau des Elektroautos i3 einzustampfen. Das Modell wird seit 2013 produziert und sollte zu den modernsten Elektromodellreihen von BMW gehören. Die Wende kommt doch etwas überraschend.

Der i3 wird nun doch bis in das Jahr 2024 in Leipzig weitergebaut. Zusätzlich erhält das E-Auto ein technisches Update. Was ist der Anlass? Vermutlich kann BMW ohne die Baureihe die neuen CO2-Vorgaben nicht erfüllen, denn der i3 ist das einzige Elektroauto des Herstellers. Laut BMW sei der i3 bereits sehr erfolgreich und die Verkaufszahlen seien 2019 um 20 % gestiegen.

Technisch hat das Modell definitiv ein Update erfahren. Der Lithium-Ionen-Akku wächst von 94 Amperestunden (Ah) auf 120 Ah. Gegenüber dem ersten Modell des i3 verdoppelt sich damit die Kapazität. In Kilowattstunden hat der Akku nun mit 42,2 kWh gegenüber Urmodell knapp 20 kWh dazugewonnen. Preislich liegt das aktuelle E-Auto bei 38.000 Euro und soll eine Reichweite von 359 Kilometer aufweisen. Serienmäßig erhalten Käufer ein Kabel zum i3. Mit diesem kann das E-Auto an der Haushaltssteckdose mit 2,4 kW seinen Akku in 15 Stunden laden. Eine Nacht reicht für ein volles E-Auto also nicht aus.

BMW i3 in Chicago: Auch die ältere Versionen des i3 lassen sich mit der neuen Batterie ausstatten. Was der Batteriewechsel kostet, hat BMW noch nicht mitgeteilt.

BMW i3 in Chicago: Auch die ältere Versionen des i3 lassen sich mit der neuen Batterie ausstatten. Was der Batteriewechsel kostet, hat BMW noch nicht mitgeteilt.

Foto: BMW

Bei einem theoretischen Normverbrauch von 12,6 kWh auf 100 km (NEFZ) käme der i3 auf theoretisch 262 km. Vielleicht ließen sich noch ein paar Kilometer durch die Rekuperation herausholen. Angesichts der niedrigen Temperaturen, dem Wunsch nach Wärme und Klimaanlage, Musikgenuss während der Fahrt und der Nutzung elektronischer Extras wie Navi weiß man zwar, wie man voran kommt, muss sich aber vorher erst einmal eine Stromtankstelle suchen.

Wem das zu unsicher ist, der kann weiterhin einen kleinen Zweizylinder-Benziner bestellen, der während der Fahrt Strom erzeugt und die Batterie auflädt. Dann sind auch wirklich lange Strecken mit dem i3 möglich. Eine Tankfüllung genügt, damit das Motörchen Strom für weitere 150 Kilometer erzeugt. Allerdings ist auch der Zweizylinder nicht gratis – Aufpreis 45.00 Euro.

Ältere i3 lassen sich mit der neuen Batterie nachrüsten

Wer schon mit einem älteren Modell des i3 unterwegs ist, der seit zweieinhalb Jahren auf dem Markt ist, kann seine alte Batterie gegen die neue, leistungsstärkere austauschen lassen. Was das kostet, hat BMW allerdings noch nicht mitgeteilt. Die Fahrleistungen des i3 mit neuer Batterie sind trotz leicht erhöhten Fahrzeuggewichtes von 1245 Kilogramm fast unverändert. Das Auto beschleunigt in 7,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das ist eine Zehntelsekunde „langsamer“ als bislang.

Bei der bayerischen Polizei sind drei i3 im Einsatz.

Bei der bayerischen Polizei sind drei i3 im Einsatz.

Foto: BMW

Der kurz nach dem i3 erschienene Hybrid-Sportwagen i8 wird dagegen Ende April 2020 eingestellt. Damit wird in Leipzig ein Modell weniger produziert. BMW hatte für die beiden Modelle 400 Millionen Euro in den Aufbau der Produktion investiert.

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