Ideal für Robo-Taxis 09.09.2019, 14:27 Uhr

Millionen-Meilen-Batterie für Tesla verspricht 1.600.000 Kilometer Reichweite

Eine Batteriezelle, die mehr als 1,6 Millionen Kilometer übersteht. Klingt zu schön, um wahr zu sein. Der Batterieforschungspartner von Tesla hat solch eine Hochleistungsbatterie in einem neuen Papier vorgestellt.

Laden eines roten E-Autos

Endlos fahren: Das soll der Tesla bald können.

Foto: panthermedia.net/JANIFEST

E-Autos müssen langlebig sein, damit die Nutzer Elektromobilität als wertvolle Alternative zum Benziner wahrnehmen. Das hat Elon Musk erst kürzlich auf dem Tesla Autonomy Event verkündet. Der Batterieforschungspartner Jeff Dahn tüftelt an einer Karosserie- und Antriebseinheit des Model 3, die bis zu 1,6 Millionen Kilometer überdauern könne. Das heißt, ein Tesla-Auto mit solch einer Batteriezelle könnte theoretisch 40 Mal um die Welt fahren. Ersatzmodule geben die nötige Energie, um die Superbatterie wieder fit zu machen.

Lithium-Ionen-Batteriezelle trifft auf single crystal

In den E-Autos von Tesla werden Zellen von Panasonic eingesetzt. Der Hersteller produziert die Batterien in Japan für die Modelle S und X. Jeff Dahn und sein Forschungslabor haben nun beeindruckende Testergebnisse für eine neue Batteriezelle geliefert. Diese soll Teslas neue „Millionen-Meilen-Batterie“ werden. Es handelt sich immer noch um eine Lithium-Ionen-Batteriezelle, den Unterschied sollen fortschrittliche Elektrolyten und eine innovative NMC-Kathode namens „single crystal“ machen. Der Trend geht weg von flüssigen hin zu festen Materialien. Das dürfte bei den Tests mit der Millionen-Meilen-Batterie ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Aufgrund der aktuellen Testergebnisse ist das Forscherteam davon überzeugt, dass die Batteriezelle das nächste große Ding auf dem Markt der E-Autos wird.

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Die Batteriezelle soll zwei- bis dreimal länger halten als die aktuelle Tesla-Batteriezelle. Die Zellen wurden unter extremen Temperaturen getestet. Selbst bei 40 Grad Celsius konnte die Batteriezelle 4.000 Zyklen überdauern. In Zeiten von Rekordtemperaturen, hat sich schon so mancher E-Auto-Besitzer gefragt, ob sein Fahrzeug nicht in Flammen aufgeht. Die Antwort darauf, finden Sie im Beitrag „Geht mein E-Auto bei Hitze in Flammen auf?“ In Kombination mit einem aktiven Kühlsystem lässt sich die Lebensdauer weiter strecken. Über 6.000 Zyklen sollen möglich sein, das entspricht der besagten Lebensdauer von 1,61 Millionen Kilometern. Die derzeit in Elektroautos eingesetzten Lithium-Ionen-Batterien verlieren relativ schnell an Leistungsfähigkeit.

Robo-Taxis benötigen Superbatterie

Im Herbst 2020 wird sich Musk beim Tesla Battery Day zu den weiteren Energieplänen äußern. Eine Rolle wird sicher das erst kürzlich erworbene Unternehmen Maxwell spielen. In den veröffentlichten Dokumenten weist Dahn, der Leiter der Tesla Canada Industrial Reserach, darauf  hin, das von der Superbatterie vor allem die Robo-Taxis von Tesla profitieren könnten. In dem veröffentlichten Papier heißt es: „In Zukunft werden Fahrzeuge den ganzen Tag lang fahren, eher wie konventionelle Taxis“. Eine wirtschaftliche Batterie ist da gefragt. Der Elektroautobauer aus Kalifornien hat 2019 einige Pläne für autonomes Fahren verkündet. Musk sprach von einer großen Carsharing-Flotte, die sich aus eigenen und Kundenfahrzeugen zusammensetzen soll. Langanhaltende Akkus sind der alles entscheidende Faktor. 2020 schwebt dem CEO von Tesla vor, dass rund 1 Million vollständig autonomer Taxis in den USA Personen von A nach B bringen. Diesen Service nennt er „Tesla Network“.

Derzeit deckt Tesla eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern ab. Damit liegt der US-Konzern schon weit vor anderen Herstellern. Herkömmliche E-Autos kommen mit einem vollen Akku auf eine Reichweite von 400 Kilometern. Ob Tesla eine Serienfertigung für solch eine leistungsstarke Batteriezelle aufbauen kann, ist noch unklar. Der Schritt von den Forschungslaboren auf die Straße ist und bleibt ein Großer.

Das Papier des Forscherteams kann hier eingesehen werden.

Elon Musk ist für seinen Erfinderreichtum bekannt. Erst kürzlich stellte er die Idee vor, das menschliche Gehirn mit einem PC zu verbinden, um die Datenverarbeitung per Neuralink anzustoßen. Wir fangen die Ideen ein und halten Sie auf dem Laufenden.

 

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Ein Beitrag von:

  • Sarah Janczura

    Sarah Janczura

    Sarah Janczura schreibt zu den Themen Technik, Forschung und Karriere. Nach einem Volontariat mit dem Schwerpunkt Social Media war sie als Online-Redakteurin in einer Digitalagentur unterwegs. Aktuell arbeitet sie als Referentin für Presse und Kommunikation beim VDI e.V.

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