Raiooo aus Portugal 20.03.2015, 06:55 Uhr

Ingenieurstudenten überraschen mit hölzernem Cargo-Pedelec

Das Transport-Pedelec Raiooo portugiesischer Ingenieurstudenten sorgt derzeit für Aufsehen: Der Rahmen besteht aus Holz, Kork und Aluminium, der Sattel kommt aus dem 3D-Drucker. Gespräche mit Herstellern über eine Serienproduktion laufen angeblich schon. 

Ingenieurstudenten des Polytechnischen Instituts in Viana do Castelo im Norden Portugals wollen Stadtbürgern für kleine Besorgungen im Alltag eine Alternative zum Auto bieten: Derzeit sprechen sie mit kommerziellen Herstellern über eine Serienproduktion des Raiooo.

Ingenieurstudenten des Polytechnischen Instituts in Viana do Castelo im Norden Portugals wollen Stadtbürgern für kleine Besorgungen im Alltag eine Alternative zum Auto bieten: Derzeit sprechen sie mit kommerziellen Herstellern über eine Serienproduktion des Raiooo.

Foto: Raiooo/Joana Abreu Ferreira

Was das Cargo-Pedelec aus Portugal optisch interessant macht, sind seine Gegensätze: Ein geschwungener eleganter Rahmen aus Sperrholz und Kork trifft auf rustikale Mountainbike-Reifen. Vordergabel, Lenker und Schutzblech aus Buche, Mahagoni und Eukalyptus treffen auf einen Elektromotor, den die Erfinder gemeinsam mit dem Akku geschickt im Inneren des Sperrholzrahmens versteckt haben. Die Erfinder sind Ingenieurstudenten des Polytechnischen Instituts in Viana do Castelo im Norden Portugals.

Raiooo als Einkaufsrad für die Stadt

Die Studenten haben ihre Erfindung Raiooo getauft. Rai bedeutet im Portugiesischen Speiche, das dreifach O steht für die drei Laufräder, die für mehr Stabilität beim Transport sorgen sollen. Stauraum bietet ein viereckiger Holzkorb, der zwischen den Hinterrädern montiert ist.

Den Sattel haben die Studenten in ihrem Institut mit dem 3D-Drucker hergestellt. Er besteht aus Öko-Plastik.

Den Sattel haben die Studenten in ihrem Institut mit dem 3D-Drucker hergestellt. Er besteht aus Öko-Plastik.

Foto: Raiooo

Ein Umzug lässt sich damit wohl kaum bewältigen. Für einen Einkauf reicht der Platz aber locker aus. Und genau darauf zielen die Studenten ab: Sie wollen Stadtbürgern für kleine Besorgungen im Alltag eine praktikable und umweltschonende Alternative zum Auto bieten. Über die Leistung des Motors, die Kapazität des Akkus oder die Geschwindigkeit ist bislang allerdings nichts in Erfahrung zu bringen.

Gespräche über Serienproduktion laufen

Auch in der Produktion ihres Prototypen hat das 19-köpfige Team auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit gesetzt: Die abnehmbaren Ledertaschen haben die Studenten nicht aus der Ferne bezogen – was emissionsreichen Transport bedeuten würde –, sondern von ortsansässigen Herstellern. Den Sattel aus Öko-Plastik haben sie in ihrem Institut mit einem 3D-Drucker gleich selbst hergestellt.

Optisch wirkt das Cargo-Pedelec sehr natürlich und erinnert kaum an Hightech: Hilfsmotor, Akku und Verkabelung sind unsichtbar im Sperrholzrahmen untergebracht.

Optisch wirkt das Cargo-Pedelec sehr natürlich und erinnert kaum an Hightech: Hilfsmotor, Akku und Verkabelung sind unsichtbar im Sperrholzrahmen untergebracht.

Foto: Raiooo

Ein Prototyp fürs Museum oder für das ausschließlich private Vergnügen soll das Raiooo nicht bleiben. Derzeit verhandelt das Team mit kommerziellen Herstellern, um eine Serienproduktion ihres Cargo-Pedelecs in die Wege zu leiten.

Faszinierende Entwicklungen bei Pedelecs

Genügend Abnehmer würde die Erfindung aus Portugal wahrscheinlich finden – Pedelecs erfreuen sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit. Die Erfindungen reichen von einem kompakten Elektroantrieb in Scheibenform, der aus jedem Fahrrad ein Pedelec macht, über sogenannte Fatbikes, die sogar durch den tiefen Sand am Strand pflügen, bis hin zu 27.000 Euro teuren E-Bikes, die auf sagenhafte 120 km/h beschleunigen.

Generell seien Pedelecs trotz ihrer höheren Geschwindigkeit aber nicht unfallgefährdeter als Drahtesel ohne Hilfsmotor, erklärt eine Studie der Technischen Universität Chemnitz.

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