Bei vergessenem Schlüssel 22.08.2014, 10:25 Uhr

Besitzer startet Elektroauto Tesla S mit Smartphone-App

Für Besitzer des Tesla S ist ein vergessener Schlüssel künftig kein Grund mehr für einen Schweißausbruch: Der kalifornische E-Auto-Pionier bietet eine Smartphone-App an, mit der man den Wagen startet. Ein nicht ganz ungefährlicher Service.

Ein Klick auf das Touchscreen des Smartphones soll zukünftig ausreichen, um den Motor des Tesla S zu starten. Zunächst funktioniert das allerdings nur bei iPhones von Apple.

Ein Klick auf das Touchscreen des Smartphones soll zukünftig ausreichen, um den Motor des Tesla S zu starten. Zunächst funktioniert das allerdings nur bei iPhones von Apple.

Foto: Tesla

Die neue Funktion kommt in wenigen Wochen mit dem Update Release v6.0: Die App von Tesla macht es dann möglich, den Motor mit dem Smartphone zu starten. Der Service soll zunächst nur auf dem iPhone funktionieren, später aber auch auf Mobiltelefonen mit dem Betriebssystem Android. Ungefährlich ist diese Digitalisierung der Autos nicht: Erst vor wenigen Wochen hatten chinesische Studenten den Elektrowagen Tesla S bei einem Wettbewerb gehackt und ihn ferngesteuert.

Bisher enthält die App des kalifornischen E-Auto-Pioniers schon eine Reihe komfortabler Funktionen: So kann der Status der Batterie aus der Ferne abgefragt, der Ladevorgang gestartet oder gestoppt werden. Außerdem lässt sich die Klimaanlage regulieren, das Panoramadach bewegen oder ein Blitzlicht und die Hupe aktivieren, um den Wagen auf einem großen Parkplatz schneller zu finden. Der Besitzer kann den Wagen über die App auch lokalisieren und seine Bewegung auf einer Karte nachvollziehen. Ein weiteres neues Feature ist der integrierte Kalender, der auf Wunsch die Navigation zum Ort des gerade anstehenden Termins automatisch auslöst.

Schlüssel funktioniert auch in der Aktentasche

Tesla zielt mit seinem Modell S, das in Deutschland ab rund 66.000 Euro zu haben ist, vor allem auf zahlungsfähige Kunden, die den Wagen beruflich nutzen. Sportliches Design und eine Spitzengeschwindigkeit von 200 km/h, eine hohe Reichweite von bis zu 502 Kilometern, kurze Ladezeit und der Komfort haben dem Elektroauto kürzlich im Fachmagazin Firmenauto den Titel „Firmenauto des Jahres“ eingebracht.

Ungefährlich ist die Digitalisierung der Autos nicht: Erst vor kurzem hatten chinesische Studenten den Bordcomputer des Tesla S gehackt.

Ungefährlich ist die Digitalisierung der Autos nicht: Erst vor kurzem hatten chinesische Studenten den Bordcomputer des Tesla S gehackt.

Quelle: Tesla

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Wenn man den Schlüssel dann doch dabei hat, öffnen sich die Türen bei Annäherung an das Auto, und die versenkten Griffe erscheinen per Softtouch. Man muss den Schlüssel gar nicht ins Zündschloss stecken: Der Schlüssel startet den Motor auch aus der Aktentasche heraus, wenn sich der Fahrer anschnallt. Zuletzt verkündete Tesla-Unternehmensgründer Elon Musk, die achtjährige Garantie auf den Antrieb gelte künftig ohne jede Kilometerbegrenzung – auch ein Argument für Vielfahrer.

Tesla plant kleinere Variante des Model S

Tesla hat das Model S im Jahr 2012 auf den Markt gebracht. Im Jahr darauf hat das Unternehmen bereits 22.500 Exemplare verkauft, für dieses Jahr ist eine Zielmarke von 35.000 angepeilt. In Europa war das Fahrzeug nach Angaben des Herstellernetzwerks Avere im ersten Halbjahr 2014 das am zweithäufigsten verkaufte E-Auto. Mit einer preiswerteren, kleineren Variante will Tesla den Absatz bald noch weiter ankurbeln.

 

Ein Beitrag von:

  • Werner Grosch

    Werner Grosch ist Journalist und schreibt vor allem über Technik. Seine Fachgebiete sind unter anderem Elektromobilität, Energie, Robotik und Raumfahrt.

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