Elektrofahrrad 22.08.2017, 13:30 Uhr

8 Fakten zu E-Bikes in Deutschland

E-Bikes liegen nicht nur im Trend, sondern sind auch ein rasanter Wachstumsmarkt, welcher von immer mehr Nutzern in Deutschland entdeckt wird. Allerdings wissen viele Menschen noch nichts Genaues mit dem Begriff des E-Bikes anzufangen oder fragen immer wieder nach speziellen Details zu den modernen Fahrrädern. Aus diesem Grund finden Sie hier alle wichtigen Fakten rund um E-Bikes und deren Einsatzmöglichkeiten.

Das Modell ARCHONT electro von Ono Bikes - einzigartig und außergewöhnlich im Design. Jedes Stück wird von dem serbischen Hersteller handgefertigt. 

Das Modell ARCHONT electro von Ono Bikes - einzigartig und außergewöhnlich im Design. Jedes Stück wird von dem serbischen Hersteller handgefertigt. 

Foto: Mirko Nahmijas / Ono Bikes

Was ist überhaupt ein E-Bike?

Die Begrifflichkeiten bei den E-Bikes werden gerne durcheinander geworfen. Pedelec und E-Bike werden etwa synonym verwendet, auch wenn es hier deutliche Unterschiede gibt. Die Oberklasse für all diese Fortbewegungsmittel ist das Elektrofahrrad.

Pedelecs sind Elektrofahrräder, bei denen der Motor beim Treten der Pedale nur eine unterstützende Wirkung erzielt. Der Motor arbeitet als Anschubhilfe, was eine groé Erleichterung sein kann, wann man etwa einen Fahrrad-Camper, etwa diesen 45-Kilo-Koloss für 4.000 Euro, hinter sich herzieht. Ab einer Geschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde schalten sich die kleinen Motoren dann automatisch ab. Bei schnellen Pedelecs, auch als S-Klasse bezeichnet, wirkt der Motor ebenfalls nur zur Unterstützung beim Treten, schaltet sich aber erst ab einer Geschwindigkeit von 45 Kilometer pro Stunde ab.

Der Motor beim Pedelec hat nur eine unterstützende Wirkung.

Der Motor beim Pedelec hat nur eine unterstützende Wirkung.

Foto: Tobias Hase/dpa

Anders verhält es sich mit den tatsächlichen E-Bikes. Sie bieten die Motorunterstützung nicht nur beim Treten, sondern können ohne eigenen Kraftaufwand über einen Gashebel in Bewegung gesetzt werden. Hier gelten gesetzliche Grenzwerte von maximal 500 Watt und einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 20 km/h.

Sowohl schnelle Pedelecs als auch E-Bikes gelten nicht mehr als Fahrräder, sondern werden zu den Kleinkrafträdern gezählt. Für sie gelten gesonderte Zulassungs- und Betriebsbestimmungen, wer sie nutzt, muss einen Helm tragen. Kleinkrafträder müssen außerdem entsprechend „Zweirad-Ferrari“ E-voluzione für rund 5.000 Euro.

Worauf sollte man beim Kauf von E-Bikes achten?

E-Bikes und Pedelecs unterscheiden sich vor allem in der Antriebstechnik. Während bei E-Bikes die Kraft des Motors jederzeit manuell abgerufen werden kann, müssen Besitzer von Pedelecs die Pedale betätigen, damit der Motor seine Unterstützungsleistung freigibt. Vor dem Kauf sollte man sich bewusst machen, wofür man das Fahrrad einsetzen möchte und welche Geschwindigkeiten man üblicherweise fährt.

Auch die Positionierung des Motors beziehungsweise des Antriebs ist unterschiedlich aufgebaut. Ein E-Bike kann mit Vorderradmotor, Mittelmotor oder Hinterradmotor ausgestattet werden. Jede dieser Motorisierung hat eine eigene Auswirkung auf die Balance und das Fahrverhalten der Fahrräder. Frontmotoren beeinflussen das Lenkverhalten sehr stark und werden vor allem bei günstigen E-Bikes eingesetzt. Sportliche Räder setzen verstärkt auf den Heckmotor, der durch Rekuperation nachgeladen werden kann. Der Mittelmotor überzeugt durch einen perfekten Schwerpunkt und ein sehr gutes Fahrgefühl. Dementsprechend ist diese Motorisierung der Standard bei E-Bikes.

Mando Footloose - das faltbare und kettenlose E-Bike. 

Mando Footloose – das faltbare und kettenlose E-Bike. 

Foto: obs/Mando Footloose

Unser Tipp: Unbedingt verschiedene Typen Probe fahren, um herauszufinden, ob die Position des Motors das eigene Fahrverhalten und den Fahrkomfort beeinflusst. Sie wollen mehr dazu erfahren? Lesen Sie hier, wie sich die verschiedenen Antriebe auswirken.

Zuletzt sollte man auf das Gewicht des Fahrrads achten. Denn E-Bikes und Pedelecs können mitunter sehr schwer werden. Müssen sie aber nicht, wie das leichteste E-Bike der Welt beweist, das gerade einmal sieben Kilogramm wiegt.

Das leichteste E-Bike der Welt wiegt nur sieben Kilo und lässt sich zusammenklappen.

Das leichteste E-Bike der Welt wiegt nur sieben Kilo und lässt sich zusammenklappen.

Foto: SmaCircle Technologies

Wie oft muss ein E-Bike geladen werden?

Die Herstellerangaben bei den Akkuleistungen der E-Bikes variieren stark. Wie bei den Angaben für Elektroautos auch, muss man davon ausgehen, dass die Angaben der Hersteller Idealwerte darstellen. Sie werden in der Regel nur bei Tests erreicht.

Die tatsächliche Reichweite eines E-Bikes hängt sowohl von der Topografie der Strecke, dem Gewicht des Fahrers, dem Fahrstil und der Außentemperatur ab. In der Regel kommt man mit einer Akkuladung auf eine Reichweite von 50 bis 100 Kilometer. Das sind etwa 50% der Reichweiten, die von den Herstellern angegeben werden.

Fazit: Ein Akku muss bei moderaten Fahrten in der Stadt – beispielsweise zur Arbeit – im Schnitt nur ein Mal pro Woche geladen werden.

Wie teuer ist eine Akku-Ladung bei einem E-Bike?

Je nach Kapazität des Akkus und je nach Preislage des Energieversorgers können die Ladepreise für eine Akkuladung durchaus variieren. Grundsätzlich kann man aber von einem Preis zwischen 10 Cent und 15 Cent pro Akkuladung ausgehen. Wer plant, ein E-Bike anzuschaffen, sollte das einkalkulieren.

Benötigt man eine spezielle Versicherung für sein E-Bike?

Wenn das E-Bike eine Geschwindigkeit von 25 km/h überschreitet, ist eine eigene KFZ-Versicherung notwendig. Aber keine Sorge, sie ist weder sonderlich teuer, noch schwierig zu erhalten.

Viel wichtiger für Besitzer von E-Bikes ist jedoch eine gute Diebstahlversicherung. Denn die Versicherungssummen, die den Haftpflichtversicherungen für Fahrräder zur Verfügung stehen, genügen nicht für ein E-Bike. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich um eine entsprechende Versicherung zu kümmern.
So viele E-Bikes sind auf Deutschlands Straßen unterwegs
Die Zahl der E-Bikes auf deutschen Straßen wächst und wächst. Lag der Anteil der E-Bikes am Fahrradabsatz im Jahr 2005 noch bei 0,5 Prozent, so erhöhte sich dieser im Jahr 2012 auf satte 10 Prozent. Mittlerweile wächst der Markt noch immer kontinuierlich, so dass vorsichtige Schätzungen von mehr als 600.000 verkauften E-Bikes im Jahr 2016 ausgehen.

Gibt es Alternativen zu Elektrofahrrädern?

Sie haben Interesse an einem Elektrofahrrad, möchten sich aber kein teures neues Bike abschaffen? Kein Problem, es gibt Steckantriebe, die gewöhnliche Fahrräder mal eben in Pedelecs umwandeln. Der Nürnberger Hersteller des Relo-Antriebs hat im April 2017 leider Insolvenz angemeldet. Das österreichische Pendant ONwheel von Go-e allerdings ist noch auf dem Markt ebenso wie das System ease, das von Studierenden der TU München und der Uni Singapur entwickelt wurde.

Von ingenieur.de
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