Technische Reiseziele 06.10.2017, 13:07 Uhr

Ausflugsideen für Ingenieure

Jedes Jahr fragen die VDI nachrichten ihre Leser nach ihren liebsten Ausflugszielen für Technikfreunde. Die eingesandten Fotos zeigen technische Meisterleistungen im In- und Ausland – jedes Ziel eine Reise wert.

Der Flughafen Berlin-Tempelhof bot einst Rundflüge mit der DC3 "Rosinenbomber" an. "Leider wohl für immer vergangen, aber unvergesslich", schreibt Volker Schubert dazu.

Foto: V. Schubert

"Eine großartige Ingenieurleistung ist der Dampfeisbrecher „Stettin“ in Hamburg (Museumshafen Oevelgönne). Dort, auf dem größten, noch erhaltenen kohlegefeuerten Seeschiff der Welt (Baujahr 1933)..."

Foto: Bachmann-Mark

"...verbringe ich meine Urlaube als Heizer vor einem der beiden Kessel. Für interessierte Besucher stehen während der Liegezeit und auf den Gästefahrten der Maschinen- und Kesselraum zur Besichtigung offen, sehr interessant für Technikfreunde", rät Carsten Bachmann-Mark.

Foto: Bachmann-Mark

„In Barby überspannt diese sehenswerte, stillgelegte Eisenbahnbrücke die Elbe. Sie ist knapp 800 Meter lang und wurde vor 140 Jahren als Teil der strategischen Bahn Berlin–Metz erstmalig eröffnet“, sagen Gila und Manfred Kröger.

Foto: Kröger

„Eine technische Meisterleistung aus dem Jahr 1912: Es handelt sich um den alten Teil der „Seven Mile Bridge“ auf dem Weg nach Key West (Florida). Parallel zu diesem Brückenteil führt die neue Brücke, die für den Fahrzeugverkehr genutzt wird. Diese Brücke war ursprünglich gebaut für die „Overseas Railway“. 30 Meilen der alten Brücke wurden 1935 in einem Hurricane zerstört. Diese Brücke war mir bei 35 °C im Schatten ein Halt und Fotos wert“, berichtet Jens Link.

Foto: Link

„Auf der Neiseb-Farm an der Straße nach Helmeringhausen steht kurz vor den Triasbergen eine ungewöhnliche Windradkonstruktion zur Förderung von Wasser. Erbauer war Siegfried Schnabel. Ihm waren die zu kaufenden Windräder nicht stabil genug und zu ungeeignet für die Windverhältnisse an den Triasbergen. Er konstruierte eine Anlage ohne Lamellenrad, aus Stahlrohr und Stahlseilen, die mit Segeltuch bespannt waren, und konnte so einen Durchmesser von über 9 Meter erreichen“, schreibt Rudolf Wessendorf.

Foto: Wessendorf

„Im Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern haben wir einen Ausflug nach Lubmin in das Informationszentrum „Rückbau“ unternommen und konnten im Rahmen einer tollen Führung den nuklear nicht mehr in Betrieb genommenen Block 6 besichtigen. Es handelt sich um den russischen Reaktortyp WWER 440. U.a. konnten wir über einen Spiegel direkt in den Reaktor blicken und die Brennelementrohre und -halter anschauen. Es war ein absolut lohnenswerter Abstecher. Man sollte sich Zeit nehmen, wir haben mit Vortrag drei Stunden darin verbracht“, rät Peter Trottnow.

Foto: Trottnow

„Ich hatte nach einer Online-Weiterbildung in Thermodynamik den Wunsch, ein Kraftwerk von innen zu sehen. Mein Vater, auch Ingenieur, hat dies aufgegriffen und uns, meinem Mann und mir, gleich drei Wasserkraftwerke gezeigt – alle in den Karpaten in meinem Geburtsland Rumänien: Ein Hingucker für urlaubende Ingenieure ist das Wasserkraftwerksmuseum..." 

Foto: Röthig

„Wir haben ein altes Wasserkraftwerk, Sinaia 0, gebaut 1899, mit originaler, immer noch funktionierender Ausrüstung, besichtigt. Interessant war auch der ursprüngliche Fliehkraftregler, der laut Kraftwerksbetreiber und – hervorragendem – Museumsführer, vorzüglich funktioniert. In dem Kraftwerk gibt es auch eine Ausstellung (noch) älterer Ausrüstungsgegenstände. Das Kraftwerk hat vier Generatorengruppen, welche mit je 250 kW Leistung u. a. die bei den Touristen beliebte Kleinstadt Sinaia versorgen“, schwärmt Andreea Röthig.

Foto: Röthig

„Mein Urlaubsfoto ist zwar nicht so spektakulär wie ein Goldschürfbagger, dafür aber romantisch – und es arbeitet CO2-neutral. Das Wasserrad gehört zum Gasthof Turmbach in Eppan/Südtirol“, sagt Matthias Stadelmaier.

Foto: Stadelmaier

"Die wohl kleinste Autofähre für nur einen PKW verkehrt zwischen Nigg und Cromarty (nördlich von Iverness in Schottland). Von der asphaltierten Rampe fährt man vorwärts über die Landungsklappe auf einen Drehteller. Während der Überfahrt wird der PKW um 180 Grad gedreht, so dass man die Fähre wieder vorwärts verlassen kann“, berichtet Karl-Heinz Lohn.

Foto: Lohn

„Eine beeindruckende technische Leistung ist die Fallleitungen zum Walchenseekraftwerk. Das Walchenseekraftwerk ist ein 1924 in Kochel am See in Bayern in Betrieb genommenes Hochdruckspeicherkraftwerk. Es ist mit einer installierten Leistung von 124 Megawatt bis heute eines der größten seiner Art in Deutschland“, sagt Manfred Paul.

Foto: Paul

"Nicht nur für Ingenieure ein Erlebnis: Der Kanal von Elblag, Polen. Der Bau des Kanals (1844 bis 1860) und des Wasserversorgungssystems der höchsten Stelle in Buchenwalde wurde mit der Errichtung der Verbindung zwischen den Seen und mit der Regulierung des Wasserstandes zwischen Liebemühle und Buchenwalde begonnen“, sagt Bernd Viertel.

Foto: Viertel

"Als praxisintegrierter Maschinenbaustudent hatte ich das Vergnügen, dieses Foto im Flushing Meadows Corona Park zu fotografieren. Der Park befindet sich im nördlichen New Yorker Stadtteil Queens und ist mit der Subway gut zu erreichen. Auf dem Bild ist die „Unisphere“ zu sehen. Sie ist 42 Meter hoch, hat einen Durchmesser von 36 Meter und wiegt 250 Tonnen. Die Unisphere wurde 1964 für die Weltausstellung in New York errichtet. Inmitten eines Brunnens, umgeben von Wasserfontänen, sieht es im richtigen Winkel so aus, als ob sie von zwei grünen Blättern getragen wird", berichtet Daniel Dück.

Foto: Dück

„Die Kennecott Copper Corporation ist heute noch weltweit tätig und gehört zu den größten Kupferproduzenten. Die abenteuerliche Geschichte begann hier in Alaska im Jahre 1903 mit der Kennecott Copper Mill in Alaska“, schreibt Günter Rump.

Foto: Rump

„Tren de Sóller, diesen Zug habe ich bei meinem Urlaub auf Mallorca kennen und lieben gelernt. Die Fahrt geht über die 1912 eröffnete Bahnstrecke Palma-Sóller und von dort mit der Straßenbahn weiter nach Port de Sóller..."

Foto: Höltkemeier

"Bei mir kam noch eine Schiffsfahrt von Port de Sóller entlang der Tramuntana-Steilküste bis nach La Calobra hinzu“, sagt Ullrich Höltkemeier

Foto: Höltkemeier

„Während meines Aufenthalts in Lissabon im vergangenen Jahr hatte ich die Gelegenheit, den „Elevador de Santa Justa“ zu fotografieren, einen 45 Meter hohen Personenaufzug, der im Stadtzentrum von Lissabon den Stadtteil Baixa mit dem höher gelegenen Stadtteil Chiado verbindet. Errichtet wurde die Stahlkonstruktion bereits im Jahre 1902. Die ursprünglich für den Antrieb genutzte Dampfmaschine wurde 1907 durch Elektromotoren ersetzt“, sagt Joachim Meisehen.

Foto: Meisehen

„Das Musée Français de la Brasserie, eine ehemalige Brauerei in Lothringen, ist in Art Deco errichtet und absolut einen Besuch wert“, sagt Volker Schubert

Foto: Schubert

"Bei meiner Reise durch Dänemark entdeckte ich im Automuseum von Egeskoft Slot diesen Oldtimer mit Holzvergaser, an den sich die Generation 70+ vielleicht noch erinnern kann", schreibt Karl-Heinz Lohn.

Foto: Lohn

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Der Sommerurlaub liegt (gefühlt) bereits Wochen zurück, die Tage werden kürzer – alles kein Grund, sich Zuhause zu verkriechen. Die Leser der VDI nachrichten haben sich durch ihr Fotoarchiv geklickt und die schönsten Urlaubsfotos und Ausflugsziele im In- und Ausland geteilt.

Und es ging nicht etwa an den Strand zum Faulenzen! Nein, die Ingenieurinnen und Ingenieure, die sich an der Fotoaktion beteiligt haben, sind an Plätze gefahren, an denen imponierende Brückenkonstruktionen, außergewöhnliche Windräder und lehrreiche Technikmuseen den Besucher zum Staunen bringen. Lassen Sie sich von unserer Bildergalerie inspirieren.

 

Ein Beitrag von:

  • Christoph Böckmann

    Redakteur VDI nachrichten. Fachgebiete: Wirtschaft, Konjunktur, Geldpolitik.

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