Space Glass von Ballantine’s 09.09.2015, 12:35 Uhr

So trinkt man Whisky in der Schwerelosigkeit

Der Whiskyhersteller Ballantine’s hat ein Glas entwickelt, mit dem man in der Schwerelosigkeit problemlos und genussvoll Whisky trinken kann. Ganz ohne Strohhalm. Möglich macht das ein Trick im Inneren. 

Whiskyglas von Ballentine´s: Die Ingenieure haben das Glas bereits im Zarm-Fallturm in Bremen getestet. 

Whiskyglas von Ballentine´s: Die Ingenieure haben das Glas bereits im Zarm-Fallturm in Bremen getestet. 

Foto: Ballentine`s

Ein edler Alukoffer wird sanft geöffnet. Darin eine weich gebettete Flasche und ein Glas. Nein, es ist kein jahrhundertealter Wein, sondern ein Whisky der eher preiswerteren Sorte. Worauf es ankommt, ist das Glas. Das hat sich die Firma Ballantine’s, die den nach eigenen Angaben meistverkauften Whisky Europas herstellt, zusammen mit dem Entwicklerforum Open Space Agency ausgedacht.

Ein Glas, aus dem man nicht nur technisch sauber, sondern auch stilvoll trinken kann, auch wenn die Erdanziehung fehlt. Astronauten auf der ISS dürfen zwar gar keinen Alkohol trinken, aber wenn sie dürften, dann könnten sie bald. Dass die Sache funktioniert, haben die Erfinder sogar im Zarm-Fallturm in Bremen getestet, der neun Sekunden lang Schwerelosigkeit ermöglicht.

Magnete und ein goldenes Mundstück

Hauptverantwortlich für das Projekt ist James Parr von der Open Space Agency. Er hat ein Glas entworfen, das nicht aus Glas besteht, sondern aus Kunststoff und Roségold. Zwei Dinge sind dabei entscheidend: Erstens ist im Fuß ein recht starker Magnet untergebracht, der für sicheren Stand beispielsweise auf einem Mondkraterrand oder auf dem Balkon der ISS sorgt.

Zweitens schwebt der Whiskey, nachdem man ihn über ein Bodenventil eingefüllt hat, in einer transparenten geschlossenen Kammer. Der Astronaut kann ihn durch ein Ventil ansaugen. Er fließt durch eine Röhre in der Wand und erreicht über ein kleines, ebenfalls aus Gold gefertigtes Mundstück den Mund. Für die Verbindung von Ventil und Flasche wird ein spaciger Adapter gleich mitgeliefert.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
ERGO Group AG-Firmenlogo
Technischer Objektmanager (m/w/d) ERGO Group AG
Schmoll Maschinen GmbH-Firmenlogo
Support-Techniker/-Ingenieur (m/w/d) LED-Lithographieanlagen Schmoll Maschinen GmbH
Rödermark Zum Job 
Schmoll Maschinen GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur / Maschinenbauingenieur (m/w/d) im Bereich Digitale LED-Anlagen Schmoll Maschinen GmbH
Rödermark Zum Job 
Stadt Hemer-Firmenlogo
Architekt/in bzw. Ingenieur/in (w/m/d) für unseren Hochbau in Vollzeit oder Teilzeit Stadt Hemer
Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Verkehr und Mobilitätswende-Firmenlogo
Projektingenieur:in Brückenbau Hamburg Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Verkehr und Mobilitätswende
Hamburg Zum Job 
SWR Südwestrundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts-Firmenlogo
Fachgruppenleiter / Fachgruppenleiterin (w/m/d) Klimatechnik im Gebäudemanagement Baden-Baden SWR Südwestrundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts
Baden-Baden Zum Job 
TITAN Umreifungstechnik GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Mitarbeiter Montage Sondermaschinenbau - Mechanik (m/w/d) TITAN Umreifungstechnik GmbH & Co. KG
Schwelm Zum Job 
Office Group Planen & Bauen GmbH-Firmenlogo
Bauleiter (m/w/d) Office Group Planen & Bauen GmbH
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) für die Bauleitung und Bauüberwachung von Autobahnprojekten Die Autobahn GmbH des Bundes
Würzburg Zum Job 
Kölner Verkehrs-Betriebe AG-Firmenlogo
Bauleiter*in Tiefbau / Fahrleitung Kölner Verkehrs-Betriebe AG
Maschinenbau Silberhorn GmbH-Firmenlogo
Konstrukteur (m/w/d) (Sonder-)Maschinenbau Maschinenbau Silberhorn GmbH
Parsberg (Lupburg) Zum Job 
Titan Umreifungstechnik GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Technischer Einkäufer (m/w/d/) Titan Umreifungstechnik GmbH & Co. KG
Schwelm Zum Job 
Excelitas Deutschland GmbH-Firmenlogo
Qualitätsingenieur (w/m/d) Produktentwicklung Excelitas Deutschland GmbH
Feldkirchen Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Abteilungsleitung Umweltplanung (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Konstruktionsingenieur mit Projektverantwortung (m/w/d) Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
Heraeus Site Operations GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) für Bauprojekte Heraeus Site Operations GmbH & Co. KG
SWR Südwestrundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts-Firmenlogo
Experte / Expertin Bauwesen (w/m/d) in der Abteilung Gebäudemanagement / Verwaltung Mainz SWR Südwestrundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts
ai6 SOLUTIONS GmbH-Firmenlogo
Entwickler Mechanik / Konstruktion (m/w/d) ai6 SOLUTIONS GmbH
Dessau-Roßlau Zum Job 
J.P. Sauer & Sohn Maschinenbau GmbH-Firmenlogo
Elektroingenieur (m/w/d) Produktindustrialisierung J.P. Sauer & Sohn Maschinenbau GmbH
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Key Account Manager Sicherheit und Verteidigung (m/w/d) Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
Der Whisky wird durch ein Ventil eingesaugt, fließt durch eine Röhre in der Glaswand und erreicht über ein kleines, aus Gold gefertigtes Mundstück den Mund des Trinkers.

Der Whisky wird durch ein Ventil eingesaugt, fließt durch eine Röhre in der Glaswand und erreicht über ein kleines, aus Gold gefertigtes Mundstück den Mund des Trinkers.

Quelle: Ballentine´s

Chefmischer Sandy Hyslop hat für den Praxiseinsatz im Weltall natürlich auch einen eigenen Whisky kreiert, der intensiver schmecken soll, weil die Geschmackssinne in der Schwerelosigkeit weniger empfindlich sind. Cremige Vanille, duftende Clementine und sogar knuspriges Toffees soll man darin schmecken und riechen können. Gold wird für das Glas benutzt, weil es das Aroma des Getränks nicht beeinflusst.

Zuwachs für die ISS-Minibar?

Das könnte also heißen, dass die Minibar auf der ISS bald Zuwachs bekommt: Erst Anfang August hatte ein japanischer Hersteller Whisky auf die Raumstation bringen lassen, um ein Jahr lang zu testen, wie er in der Schwerelosigkeit reift. Ob das Ballantine‘s-Glas allerdings jemals den Weltraum erreicht, ist offen. Das Unternehmen, das zum Schnapskonzern Pernod Ricard gehört, will jetzt erstmal Wege finden, wie man es auf der Erde vermarkten kann.

Vielleicht werden sich die Astronauten auf der Raumstation das Glas ja selbst herstellen, denn es lässt sich im 3D-Drucker produzieren, und einen solchen haben sie ja.

 

Ein Beitrag von:

  • Werner Grosch

    Werner Grosch ist Journalist und schreibt vor allem über Technik. Seine Fachgebiete sind unter anderem Elektromobilität, Energie, Robotik und Raumfahrt.

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.