Mission startet 2021 18.08.2016, 12:05 Uhr

Nasa schleppt Asteroiden in die Mondumlaufbahn

2021 fliegt eine Nasa-Sonde zu einem Asteroiden und schleppt einen Felsbrocken in die Umlaufbahn den Mondes. Was dann passiert? Das lesen Sie hier. 

Die Raumsonde wird einen tonnenschweren Felsbrocken vom Asteroiden trennen und in die Mondumlaufbahn schleppen. Flugdauer: rund sechs Jahre. 

Die Raumsonde wird einen tonnenschweren Felsbrocken vom Asteroiden trennen und in die Mondumlaufbahn schleppen. Flugdauer: rund sechs Jahre. 

Foto: NASA

Im Dezember 2021 wird es spannend. Dann wird eine Raumsonde zu einem Asteroiden starten – im Rahmen der Asteroid Redirect Mission (ARM) der US-Weltraumbehörde Nasa. Die Aufgabe des Fluggeräts: Die Beschaffenheit eines Asteroiden analysieren und Hinweise liefern, ob solche Himmelskörper wertvolle Materialien für die kommerzielle Ausbeutung enthalten. Doch nicht nur das.

Astronauten erkunden Asteroiden in der Mondumlaufbahn

Die Raumsonde wird mit einem Roboterarm einen tonnenschweren Felsbrocken aufnehmen und sich damit auf den Weg zum Mond machen. Nach sechs Jahren Flugdauer wird die Sonde den Brocken in der Umlaufbahn des Mondes absetzen.

Entwicklung der Raumsonde: Ein Roboterarm soll den Felsbrocken vom Asteroiden trennen. 

Entwicklung der Raumsonde: Ein Roboterarm soll den Felsbrocken vom Asteroiden trennen. 

Foto: NASA

Im nächsten Schritt wird eine Orionkapsel Astronauten während einer 25-tägigen Mission zum Asteroiden bringen, damit sie den Himmelskörper bei Weltraumspaziergängen unter die Lupe nehmen können.

Nasa entwickelt Ionenantrieb 

Herzstück der Raumsonde, die sich derzeit in der Entwicklung befindet, ist ein fortschrittlicher Ionenantrieb namens Solar Electric Propulsion. Er ionisiert mit einer Kathode beispielsweise Xenon-Gasteilchen oder Quecksilber-Kleinsttröpfchen und beschleunigt sie in einem elektrischen Feld.

Der Antrieb Solar Electric Propulsion schießt die Sonde mit einem Ionenstrahl vorwärts. 

Der Antrieb Solar Electric Propulsion schießt die Sonde mit einem Ionenstrahl vorwärts. 

Foto: NASA

Anschließend passieren die Teilchen einen sogenannten Neutralisator, der dem Strahl Elektronen zuführt und elektrisch neutral macht. Der Antrieb stößt die Teilchen in Form eines Strahls aus und beschleunigt die Sonde nach dem Rückstoßprinzip.

Vorbereitung kostet die Nasa 1,4 Milliarden Dollar

Die Nasa lässt sich die Asteroidenmission einiges kosten. Allein die Vorbereitung kostet rund 1,4 Milliarden Dollar ­– Rakete und Raketenstart noch nicht inbegriffen. Das sind 150 Millionen Dollar mehr als ursprünglich geplant. Als Grund für die Verteuerung gibt die Nasa die Verschiebung des Starts auf Dezember 2021 an. Eigentlich sollte die Sonde ein Jahr früher aufbrechen.

Wohin die Reise geht, ist übrigens noch unklar. Derzeit liebäugelt die US-Weltraumbehörde mit dem Asteroiden 2008 EV 5 – ein Asteroid mit 400 m Durchmesser, der sich der Erde 2008 auf 3,2 Millionen km genähert hat.

Die Erkenntnisse über die Beschaffenheit von Asteroiden könnten auch Abwehrsystemen zugute kommen, mit denen die Nasa die Erde vor Kollisionen bewahren möchte. 

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