Dem Internet für Alle
 näher 22.07.2016, 15:08 Uhr

Solardrohne Aquila von Facebook absolviert Jungfernflug über Arizona

Facebook hat einen großen Schritt in Richtung Internet für Alle gemacht. Gestern absolvierte die Solardrohne Aquila ihren ersten echten Flug. Dabei blieb die Drohne gleich 96 Minuten in der Luft. Dreimal länger als geplant.

Anspannung: Facebook-Chef Mark Zuckerberg wirft vor dem Testflug persönlich noch einen Blick auf die Solardrohne Aquila. 

Anspannung: Facebook-Chef Mark Zuckerberg wirft vor dem Testflug persönlich noch einen Blick auf die Solardrohne Aquila. 

Foto: Facebook

Anspannung: Facebook-Chef Mark Zuckerberg wirft vor dem Testflug persönlich noch einen Blick auf die Solardrohne Aquila. 

Foto: Facebook

Solardrohne Aquila auf der Startbahn.

Foto: Facebook

Aquila kurz nach dem Start.

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Aquila in der Luft.

Foto: Facebook

Erleichtert, weil alles funktioniert: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg mit Jay Parikh, globaler Leiter für Technik und Infrastruktur sowie die technische Projektleiterin Kathryn Cook und Yael Maguire, Chef der Abteilung Konnektivität (v.l.n.r.).

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Zuckerberg strahlt: Die Solardrohne Aquila absolviert ihren Testflug erfolgreicher als erwartet.

Foto: Facebook

Ingenieur Martin Gomez, Leiter der Luftfahrt-Plattformen bei Facebook.

Foto: Facebook

Die Karten zeigen auf, in welchen Gebieten es noch an Internetverbindungen mangelt.

Foto: Facebook

Das ist für die rund 1,5 Milliarden Menschen auf der Erde ohne jeden Internet-Zugang eine richtig gute Nachricht: Die Facebook-Drohne Aquila hat gestern, am 21. Juli 2016, ihren ersten Testflug mehr als erfolgreich absolviert. Sie soll in Zukunft das Internet auch in Regionen bringen, in denen es viel zu teuer ist, dafür die Infrastruktur zu verlegen. 

Aquila wird dann in einer Flughöhe von 18 bis knapp 28 km unterwegs sein. Hochgezogen wird die Drohne von einem Heliumballon. Tagsüber soll Aquila in 28 km Höhe ihre Bahnen ziehen. In der Nacht sinkt die Drohne auf 18 km Flughöhe hinab, um Energie zu sparen. Aquila bewegt sich also immer oberhalb der Reise-Flughöhe.

 

Zehn Gigabit pro Sekunde



Die Solardrohne zieht ihre Bahnen in einem 100-Kilometer-Radius und versorgt das Gebiet unter ihrem Rumpf mit schnellem Internetzugang. Die Internetverbindung stellt die Drohne über Laserkommunikation sicher. Der Laser kann Daten mit einer Geschwindigkeit von zehn Gigabit pro Sekunde übertragen und ist enorm zielgenau. Laut Facebook trifft er eine Centmünze aus einer Entfernung von über 16 km.



Seit 2015 Experimente mit kleinerem Modell



Bereits seit dem vergangenen Jahr experimentiert Facebook mit einem Aquila-Modell im Maßstab 1:5 herum. Der Erstflug in Originalgröße fand bereits am 28. Juni 2016 auf dem militärischen Testgelände in der Wüste Yuma im US-Bundesstaat Arizona statt.

Mitten in der Nacht begannen die Vorbereitungen für den Jungfernflug Aquilas auf einer Millitärbasis in Arizona. Ein Kran hievt die Drohne auf einen Rollwagen.

Mitten in der Nacht begannen die Vorbereitungen für den Jungfernflug Aquilas auf einer Millitärbasis in Arizona. Ein Kran hievt die Drohne auf einen Rollwagen.

Foto: Facebook

Aquila hat mit 42 m die Spannweite eines Jumbo-Jets, wiegt aber mit voller Kommunikationsausrüstung bestückt dank der Konstruktion aus Kohlestofffaser-verstärktem Kunststoff nur 400 kg. Das ist so wenig wie ein Kleinwagen. Aquila ist ein  Nurflügler ohne Fahrgestell. Beim erfolgreichen Testflug startete die Drohne von einem Rollwagen.


Geringer Stromverbrauch


Angetrieben wird Aquila von vier Elektropropellern, den Strom für deren Antrieb bezieht die Drohne aus Solarzellen, die auf der Oberseite der Tragflächen montiert sind. Die Drohne wird bei Reisegeschwindigkeit nur etwa 5 kWh Strom verbrauchen, etwa soviel wie drei Haartrockner. Im späteren realen Einsatz wird Aquila für drei Monate in der Luft bleiben können. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg: Zunächst muss Aquila den Weltrekord für den solarbetriebenen unbemannten Flug brechen, der derzeit bei zwei Wochen steht.



96 Minuten Flugdauer



Bei dem jetzt absolvierten Testflug auf einer Militärbasis in Arizona blieb Aquila exakt 96 Minuten in der Luft. „Der Test war so erfolgreich, dass Aquila dreimal länger flog als ursprünglich geplant“, freute sich Facebook Technik-Chef Jay Parikh. „Wir sind ermutigt, aber wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns.“

Aquila erreichte bei ihrem Testflug eine maximale Flughöhe von 650 m. 

Aquila erreichte bei ihrem Testflug eine maximale Flughöhe von 650 m. 

Foto: Facebook

Beim Testflug erreichte Aquila eine Reiseflughöhe von gut 650 m und verbrauchte 2 kWh Strom. Das Aquila-Team von Facebook konnte die Performance diverser Komponenten wie Batterien, Aerodynamik und Steuersysteme überprüfen.



Mobiles Internet bei Naturkatastrophen



Das Drohnenprojekt ist Teil der Initiative Internet.org, mit der Facebook und andere Unternehmen allen Menschen Zugang zum Internet verschaffen wollen. Dafür hatte Facebook Ende März 2014 für 20 Millionen US-Dollar das britische  Luftfahrtunternehmen Ascenta übernommen. Mit Drohnen wie Aquila soll es auch schneller möglich werden, Internet in Regionen zu bringen, in denen sich eine Naturkatastrophe ereignet hat. So kann schneller Hilfe organisiert werden und die Hilfseinsätze können gezielter gesteuert werden.

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