Vodafone und O2 23.02.2016, 10:35 Uhr

eSIM: Netzbetreiber bieten fest eingebaute SIM-Karte an

In wenigen Wochen kommt zum ersten Mal ein Gerät mit fest eingebauter SIM-Karte in den Handel. Die Netzbetreiber Vodafone und O2 wollen eine Samsung-Smartwatch damit anbieten. Die Zeit dafür ist längst reif. 

Erste Smartwatch mit eSIM: Die Samsung Galaxy Gear S2 classic 3G wird auf dem Mobile World Congress vorgestellt. Sie hat eine eigene Mobilfunkeinheit und einen eingebauten Chip (embedded SIM), auf dem das SIM-Profil des Kunden elektronisch installiert wird. Eine physische SIM-Karte ist somit nicht mehr erforderlich.

Erste Smartwatch mit eSIM: Die Samsung Galaxy Gear S2 classic 3G wird auf dem Mobile World Congress vorgestellt. Sie hat eine eigene Mobilfunkeinheit und einen eingebauten Chip (embedded SIM), auf dem das SIM-Profil des Kunden elektronisch installiert wird. Eine physische SIM-Karte ist somit nicht mehr erforderlich.

Foto: Samsung

Zugegeben: Die Plastik-SIM-Karten sind im Laufe der Zeit immer kleiner geworden. Aber unhandlich geblieben sind sie trotzdem. Wer kennt das nicht? Umständliches Gefriemel und Gefummel bis man die Karte drin oder draußen hatte. Und auch keine Seltenheit: Die Karte fällt runter und weg ist sie – für immer. Mit einer fest integrierten SIM kann das nicht passieren.

SIM-Profil des Kunden wird elektronisch installiert

Als erstes Gerät in Deutschland soll die Samsung Gear S2 Classic 3G über eine eSIM (embedded SIM) verfügen. Dabei ist der entsprechende SIM-Chipsatz fest mit der Geräte-Hardware verbunden. Mobilfunkverträge werden dann digital freigeschaltet und konfiguriert. Das SIM-Profil des Kunden wird also elektronisch installiert. Bei einem Provider-Wechsel ist die eSIM einfach von außen neu programmierbar. Der Netzbetreiber kann direkt auf dem Gerät ausgewählt werden. Ein Wechsel der klassischen SIM entfällt.

Vodafone startet zuerst in einigen Städten

Schon bald, ab dem 11. März, soll es die Samsung-Armbanduhr mit der eSIM bei Vodafone geben. Zuerst in ausgewählten Vodafone-Shops in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf und Dortmund. Ab April wird die Uhr auch in O2-Shops angeboten. Zu haben ist Smartwatch in Verbindung mit einem Vertrag für rund 20 Euro pro Monat.

So geht es: Nach dem Kauf einer Smartwatch Samsung Galaxy Gear S2 classic 3G mit eSIM wird noch im Laden der Samsung Gear Manager auf dem kompatiblen Android-Smartphone des Kunden installiert und über Bluetooth mit der Smartwatch verbunden. Die App scannt dann einen persönlichen QR-Code aus dem zugehörigen Mobilfunkvertrag und startet den Download des verwendeten SIM-Profils, das anschließend über Bluetooth auf der Galaxy Gear S2 classic 3G installiert wird. Sobald dieser Vorgang beendet und der Mobilfunkvertrag aktiviert ist, lässt sich das erste Telefonat führen.

So geht es: Nach dem Kauf einer Smartwatch Samsung Galaxy Gear S2 classic 3G mit eSIM wird noch im Laden der Samsung Gear Manager auf dem kompatiblen Android-Smartphone des Kunden installiert und über Bluetooth mit der Smartwatch verbunden. Die App scannt dann einen persönlichen QR-Code aus dem zugehörigen Mobilfunkvertrag und startet den Download des verwendeten SIM-Profils, das anschließend über Bluetooth auf der Galaxy Gear S2 classic 3G installiert wird. Sobald dieser Vorgang beendet und der Mobilfunkvertrag aktiviert ist, lässt sich das erste Telefonat führen.

Foto: Samsung

Samsung hat die Gear S2 Classic 3G auf dem Mobile World Congress MWC 2016 in Barcelona vorstellt. Sie entspricht weitestgehend der regulären Variante, die im September vergangenen Jahres auf der Ifa in Berlin Premiere hatte. 

Integrierte SIM-Karten werden längst verwendet

Die Technik der integrierten SIM-Karten ist nicht neu. Und in Zukunft kommt sowieso keiner drum herum. Sie hilft zum Beispiel dabei, Fitness-Tracker oder Daten-Brillen, die keinen Platz für physische SIM-Karten haben, mit dem Internet zu verbinden. Auch in vernetzten Autos ist die eSIM schon gängig; etwa um Roaming-Gebühren bei Fahrten zwischen verschiedenen Ländern zu vermeiden.

Anscheinend war die Branche der Netzbetreiber bisher jedoch nicht sonderlich von integrierten Karten in Smartphones angetan. Der einfache Grund: Die Sorge, dass Kunden eher abwandern, weil es leichter wird. 

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