Wasserstoffbusse in Tokio 22.07.2019, 14:07 Uhr

Toyota will mehr als nur dabei sein: E-Shuttle fährt bei den Olympischen Spielen

Bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio soll es nicht nur sportlich, sondern auch umweltfreundlich zu gehen. Toyota entwickelt ein autonomes E-Shuttle sowie wasserstoffbetriebene Fahrzeuge.

E-Shuttle von Toyota

Der E-Shuttle von Toyota kann bis zu 6 Personen befördern.

Foto: Toyota

Nächstes Jahr finden in Tokio vom 24. Juli bis 09. August die Olympischen Spiele statt. Im Anschluss kämpfen die Athleten vom 25. August bis zum 06. September um Medaillen bei den Paralympischen Spielen. Neben sportlichen Rekorden soll auch die Praxistauglichkeit von E-Mobilität basierend auf Wasserstoff belegt werden. Der japanische Autohersteller Toyota hat nun eines seiner Fahrzeuge vorgestellt: den Accessible People Mover, kurz APM.

Accessible People Mover bringt Athleten und Besucher über das Gelände

Der APM soll Menschen autonom auf dem Olympia-Gelände befördern und sicher zu den Veranstaltungen und Spielstätten bringen. Das E-Auto kann von Athleten und Besuchern gleichermaßen benutzt werden. Zusätzlich soll der Accessible People Mover so konzipiert sein, dass er auch Menschen mit Behinderungen und Familien mit kleinen Kindern befördern kann. Die gesamte Flotte soll aus 200 elektrischen Fahrzeugen bestehen. Zu den Haltestellen des APM zählt unter anderem das Olympische Dorf.

Das Auto ist von beiden Seiten zugänglich und kann bis zu 6 Personen befördern. Platz nehmen können die Fahrgäste auf 3 Sitzreihen. Für Nutzer im Rollstuhl lassen sich die 3 Sitze in zweiter Reihe hochklappen. Das E-Fahrzeug ist jedoch für kurze Strecken ausgelegt. Die Geschwindigkeit ist dementsprechend auch gering.

Toyota gibt an, dass das neue Modell auch als Hilfs- und Rettungsfahrzeug eingesetzt werden kann. Ein Teil der zweiten und dritten Sitzreihe können so umkonfiguriert werden, dass für eine Trage und Rettungskräfte Platz ist. Rampen vereinfachen den Zugang. Befestigungsmöglichkeiten im Boden erhöhen die Sicherheit zusätzlich.

Wasserstoff spielt als Energieträger die Hauptrolle

Toyota hat eine Offensive gestartet, in der Wasserstoff als Energieträger die Hauptrolle spielt. Die Kampagne “Start Your Impossible” zu den Olympischen Sommerspielen 2020 ist für den Automobilkonzern der Auftakt zu einem Meilenstein. Das verkündete Alain Uyttenhoven. Der Präsident der Toyota Deutschland GmbH geht davon aus, dass Toyota nächstes Jahr die ganze Bandbreite an Innovationen zeigen kann. Unter anderem sollen für den japanischen Verkehrsteilnehmer innerhalb der kommenden Jahre 160 Wasserstofftankstellen entstehen. In Deutschland kann schon jetzt ein Modell mit Wasserstoffantrieb von Toyota gefahren werden. Der Mirai hat 154 PS und verfügt über eine Brennstoffzelle als Kraftwerk für die Stromversorgung. Das Auto ist allerdings mit 78.600 Euro relativ teuer.

Die Toyota Motor Corporation prognostiziert, dass sich in den nächsten 10 Jahren die Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativer Antriebstechnik auf jährlich bis zu 30.000 Einheiten erhöhen wird. Der Automobilhersteller baut in Toyota City in der Nähe der bisherigen Fertigungsstätte, dem Honsha-Werk, ein neues Gebäude mit 8 Stockwerken. Dort sollen Brennstoffzellen entwickelt und produziert werden.

Mobilität für alle

Über 100 Brennstoffzellenbusse werden von Toyota zu den Spielen im Nahverkehr eingesetzt. Des Weiteren wird es eine Flotte von 6.000 Limousinen geben, die Athleten, Gästen und Funktionären zur Verfügung steht. Die Limousinen sollen dabei Energie aus Brennstoffzellen beziehen, welche aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom produzieren.

Die Brennstoffzellenbusse und das E-Shuttle sind nicht die einzigen umweltfreundlichen Maßnahmen im Rahmen der Olympischen Spiele. Die 5.000 zu gewinnenden Goldmedaillen sollen aus Elektroschrott von alten Smartphones gefertigt werden. Wie das Recycling von Smartphones funktioniert, lesen Sie hier.

Toyota hat bereits letztes Jahr an autonomen Autos gearbeitet und eine komplette Palette an E-Autos vorgestellt. Das autonome Fahrzeug soll sich auf Wunsch in ein Büro oder ein Restaurant verwandeln. Wie ingenieur.de berichtete, hat diese Studie auf der Elektronikmesse CES 2018 in Las Vegas für Aufsehen gesorgt.

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