Elon Musk

Elon Musk Schriftzug Future is now
Foto: panthermedia.net/Smartha

Elon Musk gilt spätestens seit dem Erfolg des Elektroautoherstellers Tesla als Visionär. Mit SpaceX, Tesla und SolarCity ist Musk auf dem Weg Geschichte zu schreiben. Für sein Vorgehen und Verhalten in sozialen Netzwerken wird Musk aber auch oft kritisiert. Wir blicken auf den Visionär.

Das Leben von Elon Musk

Das Leben von Elon Musk, der nach der Scheidung seiner Eltern in Südafrika aufwächst, zeichnet sich schon während seiner Schulzeit durch ein großes literarisches Interesse aus. Daneben interessiert sich Musk schon früh für Programmiersprachen und entwickelt eigene Spiele. Eine der Entwicklungen, das Spiel Blastar, verkauft er mit nur zwölf Jahren für 500 US-Dollar an ein Spielemagazin. Mit 16 Jahren wandert er nach Kanada aus und studiert VWL und Physik. Ein weiteres Studium in Palo Alto bricht er jedoch schon nach kurzer Zeit ab, um sich unternehmerischen Tätigkeiten zu widmen. Das Silicon Valley bietet Mitte der 90er-Jahre ideale Bedingungen zur Gründung von Internetkonzernen. Nachfolgend blicken wir auf die Unternehmerischen Aktivitäten von Elon Musk.

Die Unternehmen von Elon Musk

Den Anfang macht 1995 das Unternehmen Zip2, welches Musk gemeinsam mit seinem Bruder Kimbal und Greg Kouri gründet. Anfangs läuft das Geschäft allerdings unter dem Namen Global Link Information Network. Im selben Jahr erlebt das Internet durch die Fertigstellung der kommerziellen Backbone-Struktur in den USA und den Start des Netscape Navigators seinen Durchbruch. Der Browser zeigt mit einem der höchsten NASDAQ-IPO-Werte, das Internetunternehmen großes Potenzial haben. Die Idee der Musk-Brüder, sich auf diesem Feld zu betätigen, kommt dementsprechend nicht von Ungefähr. Am Anfang ging es dem Unternehmen darum, lokale Unternehmen im Internet bekannt zu machen. Nutzer konnten sich Unternehmen in der Umgebung ansehen, diese durchsuchen und auf einer Karte Wegbeschreibungen anzeigen lassen. Das Konzept eines eigenen Archivs wird bereits ein Jahr nach der Gründung aufgegeben. Mit der erstmaligen Verwendung des Namens Zip2 folgt eine Umstellung auf ein Service-Angebot für lokale Zeitungen, die eigene Guides aufbauen können. Der neue Slogan des Unternehmens lautet „We Power the Press“ und passt zu den zunehmenden Erfolgen des jungen Unternehmens. Ende der 90er-Jahre zählen die bekanntesten Zeitungen des Landes zu den Kunden des Unternehmens. Das führt schließlich zu einem Verkauf des Unternehmens an den Konzern Compaq Computer. Den Erlös aus diesem Verkauf steckt Musk in die Gründung des nächsten Unternehmens.

Von X.com zu PayPal

1999 gründet Musk die Online-Bank X.com, die als eine der ersten ihrer Art das Banking ins Netz verlagert. Schon ein Jahr später folgt der Zusammenschluss mit Confinity. Das 1998 gegründete Unternehmen bietet mit seinem Service PayPal eine einfache Möglichkeit, Geld zwischen direkt zwischen Nutzern des PDA Palm Pilot zu übertragen. Diese technische Grundlage weckt das Interesse von Musk und führt schließlich zu einem Zusammenschluss. PayPal wird daraufhin um den Geldversand im Netz erweitert. Das neue Unternehmen tritt ab diesem Punkt unter dem Namen des Bezahldienstes auf. Für 1,5 Milliarden US-Dollar geht PayPal schließlich an eBay. Bei seiner nächsten Gründung ist Elon Musk bis heute dabei. Es handelt sich außerdem nicht mehr um ein Internetunternehmen.

Bezahlbarer Weltraum – SpaceX

Der Verkauf von PayPal liefert das Startkapital für die Gründung von SpaceX. Ziel des Unternehmens ist zu Beginn die Errichtung eines Treibhauses auf dem Mars, um die durch Menschen zurückzulegende Strecke im Weltall zu vergrößern. Zu hohe Kosten für den Zukauf von Technik sorgen jedoch für die Konzentration auf andere Zwischenziele. So wird mit der Falcon 1 eine eigene Rakete entwickelt, die im Jahr 2008 nach einigen Fehlschlägen in die Erdumlaufbahn vordringt. Damit kann sich SpaceX einen Vertrag mit der NASA sichern, um die ISS mit Lieferungen zu versorgen. Währenddessen treibt das Unternehmen die Entwicklung der eigenen Raketentechnik voran, um ein wiederverwendbares Modell zu bauen, wodurch sich vor allem Kosten sparen lassen. Im nächsten Schritt wird eine besonders leistungsfähige Trägerrakete fertiggestellt. Falcon Heavy geht Anfang 2018 erstmals an den Start. Zwei Jahre später finden in der Dragon-2-Kapsel erstmals Astronauten Platz und absolvieren im Mai des Jahres einen ersten bemannten Testflug. Gleichzeitig geht die Entwicklung von Fluggeräten weiter, die den Mars erreichen sollen. Erst als Interplanetary Transport System geplant wird das Projekt im Verlauf aus finanziellen Gründen verkleinert und zur BFR (Big Falcon Rocket. Im Jahr 2023 soll erstmals ein Tourist zum Mond gebracht werden. Ein fester Zeitplan für die Erkundung des Mars steht währenddessen nicht fest.

Zwei Jahre nach der Gründung von SpaceX wird Musk zum Mitbegründer des Unternehmens Tesla und zu dessen CEO. Auch bei diesem Unternehmen stehen Effizienz und Kostenreduktion im Mittelpunkt. Ziel ist die Herstellung eines Elektrofahrzeuges für den Massenmarkt, wofür eine entsprechende Preisgestaltung nötig ist. Musk ist im Übrigen für zahlreiche weitere Unternehmen verantwortlich und gründet 2006 beispielsweise SolarCity, welches Solaranlagen herstellt und vertreib. Mit dem 2016 gegründeten Neuralink möchte Musk hingegen Menschen und Computer miteinander vernetzen. Verkehrsproblem soll hingegen die Boring Company lösen, indem der Straßenverkehr in unterirdische Tunnels verlegt wird. Musk selbst macht währenddessen nicht nur durch Gründungen und technischen Fortschritt von sich reden. Immer wieder steht Musk für umstrittene Äußerungen und den Umgang mit seinen Mitarbeitern in der Kritik.

Kritik an Elon Musk

Zuletzt macht Musk durch Äußerungen auf Twitter von sich reden, die die Maßnahmen zur Corona-Eindämmung kritisieren und die Gefahren des Virus relativiert, um eine seiner Fabriken vorzeitig wieder öffnen zu können. Zuvor bezeichnet im Jahr 2018 einen Rettungstaucher als Pädophilen, da dieser die Idee Musks für ein kleines U-Boot infrage stellt. Generell zeigt sich Musk auf sozialen Medien als wenig kritikfähig. Intern gilt Musk als Perfektionist, der seinen Mitarbeitern alles abverlangt. Hier führt Kritik häufig zu handfesten Auseinandersetzungen bis zu Entlassungen.

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