Unterhaltung beim autonomen Fahren 19.07.2022, 07:00 Uhr

Tesla integriert Spieleplattform Steam in E-Auto

Sich vom selbst fahrenden Auto chauffieren lassen und dabei nicht nur Solitaire oder Backgammon spielen, sondern über die Plattform Steam die neuesten Onlinespiele ausprobieren. So hat sich Tesla-Chef Elon Musk die Zukunft in seinen Elektroautos vorgestellt. Die Kooperation mit der Plattform scheint Realität zu werden, beim autonomen Fahren muss sich der Visionär wohl noch gedulden.

Blick vom Rücksitz auf Display im Tesla Model X

Tesla will ab nächstem Monat unter anderem im Model X mehr Spiele für die Passagiere anbieten.

Foto: Tesla Inc.

Bereits im Frühjahr diesen Jahres hatte Elon Musk angekündigt, das Angebot an Spielen in seinen Fahrzeugen deutlich verbessern zu wollen. Dafür habe man die überarbeiteten Baureihen Model S und Model X bereits entsprechend vorbereitet. Auch im Cybertruck soll es die entsprechende Ausstattung geben. Wann der in Serie produziert wird, ist jedoch weiterhin unklar. Vorgesehen sei eine neue Computerplattform, die sich nach Angaben des Herstellers auf dem Niveau der Hardware aktueller Konsolen befinde. Journalisten aus der Spiele-Szene wollen bereits herausgefunden haben, dass ein AMD-Zen-Plus-Prozessor mit zehn Teraflop Leistung die Basis darstelle. Hinzu käme eine leistungsstarke Grafikkarte.

Elektroauto-Batterie kaputt: Ungewöhnliche Idee löst Problem

Dass Tesla nicht nur auf Autos mit E-Antrieb setzt, sondern das Autofahren an sich gänzlich zukunftsorientiert betrachtet, zeigt auch die Tatsache, dass ein Spielekatalog seit etwa Anfang des Jahres zur Ausstattung gehört. Die Auswahl ist mit rund 20 Spielen noch recht übersichtlich, aber immer noch größer als in den meisten anderen Fahrzeugen. Ab nächstem Monat will Tesla das Angebot von der Plattform Steam integrieren. Und damit steigt die Vielfalt und die Auswahl auf einen Sprung erheblich an. Denn Steam konnte erst jüngst die Grenze von 50.000 Titeln knacken.

Zocken im Tesla: Spiele nur noch im Stand erlaubt

Unterhaltung im Auto war Elon Musk von Anfang an wichtig. Der Visionär entwickelte nicht nur E-Autos mit völlig neuem Design, sondern hatte bereits im Blick, dass Autos künftig autonom fahren sollen. Damit die Passagiere im Fahrzeug sich nicht langweilen, setzte er frühzeitig auf Entertainment. Allerdings ging Musk davon aus, dass autonomes Fahren deutlich früher Realität wird. Deshalb war in den Fahrzeugen das Spielen auch während der Fahrt erlaubt. Das hat nun ein jähes Ende gefunden. Denn die US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration, kurz NHTSA, hat das verboten, weswegen seit Dezember vergangenen Jahres Passagiere nur noch in stehenden Fahrzeugen spielen dürfen.

Die letzten Monate war es um Tesla relativ ruhig geworden. Nach dem Softwareupdate Ende letzten Jahres, mit dem das Spielen während der Fahrt unterbunden wurde, gab es kaum nennenswerte Nachrichten. Obwohl Fans darauf warten, dass der Cybertruck endlich produziert wird, scheint sich auch dieses Vorhaben weiter zu verzögern. Für den deutschen Markt wird es den Truck voraussichtlich überhaupt nicht geben. Der TÜV hatte Sicherheitsbedenken und hält deshalb eine Zulassung für den deutschen Straßenverkehr nur mit erheblichen Umbauten für möglich. Elon Musk tauchte in den Nachrichten dafür vor allem mit dem Vorhaben auf, den Mikroblogging-Dienst Twitter übernehmen zu wollen, was er letztlich absagte. Eine Klage von Twitter läuft.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
invenio Virtual Technologies GmbH-Firmenlogo
IT Process Consultant (m/w/d) digitale Produktentwicklung invenio Virtual Technologies GmbH
Großraum Stuttgart / Böblingen, Ismaning / München Zum Job 
Excellence-Firmenlogo
Embedded Softwareentwickler (m/w/d) Excellence
Dortmund Zum Job 
Excellence-Firmenlogo
Testingenieur (m/w/d) Excellence
Dortmund Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
Industrial Factory Planner (d/f/m) Airbus
Hamburg Zum Job 
Excellence-Firmenlogo
Hardware-Entwickler Leistungselektronik (m/w/d) Excellence
Dortmund Zum Job 
LVR-Klinikum Düsseldorf - Kliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf-Firmenlogo
Technikerin / Techniker Hochbau (m/w/d) LVR-Klinikum Düsseldorf - Kliniken der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Düsseldorf Zum Job 
Hydro-Tech GmbH-Firmenlogo
Bauleiter (m/w/d) Abteilung Betoninstandsetzung Hydro-Tech GmbH
Bobingen Zum Job 
Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Produktionsleiter (w/m/d) Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG
Wacker Chemie AG-Firmenlogo
Experte (w/m/d) für Betriebstechnik Wacker Chemie AG
Airbus Defence and Space GmbH-Firmenlogo
Hardware / Software Assurance Engineer (d/m/f) Airbus Defence and Space GmbH
Manching Zum Job 
SWM Services GmbH-Firmenlogo
Leitung Planung und Bau Energieerzeugungsanlagen (m/w/d) SWM Services GmbH
München Zum Job 
Buss Fertiggerichte GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur Bereich Technik (m/w/d) Buss Fertiggerichte GmbH
Ottersberg Zum Job 
RAYLASE GmbH-Firmenlogo
Support Engineer (Software & Controls) (m/w/d) im Technical Competence Center (TCC) RAYLASE GmbH
Weßling Zum Job 
MKS Instruments Deutschland GmbH´-Firmenlogo
Manufacturing Engineer (m/w/d) MKS Instruments Deutschland GmbH´
B&S Baupartner GmbH-Firmenlogo
Planungsingenieur (Fachrichtung TGA, Versorgungstechnik, Gebäude-, Energie- und Klimatechnik) - Planung HLS -Technische Gebäudeausrüstung (m/w/d) B&S Baupartner GmbH
Berlin-Köpenick Zum Job 
B&S Baupartner GmbH-Firmenlogo
Technischer Zeichner, Techniker als Systemplaner (Fachrichtung TGA, Versorgungstechnik, Gebäude-, Energie- und Klimatechnik) - Planung HLS-Technische Gebäudeausrüstung (m/w/d) B&S Baupartner GmbH
Berlin-Köpenick Zum Job 
Knauf Gips KG-Firmenlogo
Betriebsingenieur (m/w/d) Elektrotechnik Knauf Gips KG
Iphofen Zum Job 
Jungheinrich AG-Firmenlogo
Experte (m/w/d) Manufacturing Execution System (MES) Jungheinrich AG
Norderstedt (50% Home-Office) Zum Job 
Jungheinrich AG-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur (m/w/d) Antriebsauslegung Jungheinrich AG
Norderstedt (50% Home-Office) Zum Job 
Ingenieurbüro Ziesche-Firmenlogo
Planungsingenieur (m/w/d) für elektrotechnische Anlagen (Stark- und Schwachstromanlagen) Ingenieurbüro Ziesche
keine Angabe Zum Job 

E-Autos wie Tesla brauchen leistungsstarke Batterien

Damit mehr E-Autos wie aus dem Hause Tesla auf Europas Straßen unterwegs sein können, braucht es vor allem mehr Kapazitäten bei der Produktion der Batteriezellen. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) beschäftigt sich unter anderem damit und gibt regelmäßig einen Ausblick. Die Forschenden gehen davon aus, dass bis zum Ende dieses Jahrzehnts die Produktionskapazitäten in Europa auf bis zu 1,5 Terrawattstunden (TWh) ansteigen könnten. Deutschlands Anteil läge voraussichtlich bei knapp 400 Gigawattstunden (GWh) und wäre damit am größten.

Derzeit decken vor allem Hersteller aus China, Japan und Südkorea die Nachfrage. Doch in Europa sollen in naher Zukunft immer mehr große Batteriezellfabriken, sogenannte Gigafactories, entstehen. Auf der einen Seite vergrößern etliche asiatische Hersteller ihre Unternehmen und gründen Fabriken in Europa, auf der anderen Seite dringen auch immer mehr europäische Start-ups in diese Branche. Sollten die Vorhersagen des Fraunhofer ISI eintreten, könnten bis zum Ende des Jahrzehnts etwa ein Viertel der weltweit angekündigten Produktionskapazitäten in Europa entstehen. „Dieser rasante Aufbau wird maßgeblich durch europäische Akteure wie Northvolt, VW und ACC getrieben. Allein die drei genannten haben gemeinsam ungefähr ein Drittel der europäischen Zellproduktionskapazitäten angekündigt“, erklärt Lukas Weymann, der am Fraunhofer ISI zu Batteriethemen forscht.

Es bleibt abzuwarten, ob die neuen Elektroautos dann auch alle ein Spiele-Paket mit an Bord haben werden.

Mehr zum Thema E-Mobilität:

Ein Beitrag von:

  • Nina Draese

    Nina Draese hat Geschichte und Kunstgeschichte (M.A.) studiert. Unter anderem hat sie für die dpa gearbeitet, die Presseabteilung von BMW, für die Autozeitung und den MAV-Verlag. Sie ist selbstständige Journalistin und gehört zum Team von Content Qualitäten. Ihre Themen: Automobil, Energie, Klima, KI, Technik, Umwelt.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.