Automobilindustrie

Die deutsche Automobilindustrie steht für Pioniergeist, Unternehmertum und sportlichen Ehrgeiz. Was die Technik betrifft, zeichnen sie große Namen und Erfindungen aus.

Einführung

Nikolaus August Otto erhielt für seinen Viertaktmotor auf der Pariser Weltausstellung 1867 eine Goldmedaille. Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach entwickelten den ersten schnelllaufenden Viertakter, Carl Benz den Zweitaktmotor und das ursprüngliche Design des Autos.

Gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts gelang es Rudolf Diesel, den ersten in der Praxis einsetzbaren Dieselmotor ans Laufen zu bringen. In der Mitte der 50er Jahre rundete Felix Wankel die Geschichte der Automobilindustrie ab. Der Wankelmotor wurde zunächst in Autos der Marke NSU eingebaut. Der NSU Ro 80 (1967-77) war ein Modell für technikbegeisterte Autofreaks. Sein wohl bekanntester Anhänger war der Computerpionier Heinz Nixdorf, der den Ro 80 als Vorstandsvorsitzender bis zu seinem Tode 1986 fuhr.

Die Geschichte der Automobilindustrie

Gottliebe Daimler und Carl Benz trugen sich in die Geschichtsbücher als Begründer der ersten Autofabriken der Welt ein. In filigraner Kleinarbeit wurden von ihnen die ersten Automobile gebaut. Henry Ford revolutionierte die Automobilindustrie 1914 mit Einführung der Fließbandfertigung in den USA. Er legte damit den Grundstein für die Massenproduktion von Autos. Jetzt wurde das Automobil auch für den normalen Menschen erschwinglich. Sein Modell T, das es aus Rationalisierungsgründen nur in schwarz gab, wurde in zweistelliger Millionenhöhe verkauft. Die Werke von Daimler und Benz wurden später zu einem Werk Mercedes-Benz zusammengelegt. Weitere deutsche Automobilwerke mit moderner Fertigung entstanden: BMW, Audi, DKW, Horch, Wanderer, Opel.

Die Rekordabsatzzahlen des Ford T hatten lange Zeit Bestand und wurden erst durch den VW-Käfer übertroffen. Das unverwechselbare, stromlinienförmige Design des Käfers geht letztlich auf Ferdinand Porsche zurück. Nicht von ungefähr kam es später zu einer gewissen Ähnlichkeit mit dem Prototypen des Porsche 911. Rekorde, die auf Technik, Design und Qualität deutscher Ingenieure in der Automobilindustrie zurückzuführen sind, gab es auch in sportlicher Hinsicht. So sei nur an die legendären Silberpfeile von Mercedes und das Idol Bernd Rosemeyer erinnert. Mit seinem Rennwagen der Auto Union holte er den höchsten Rennsporttitel der Welt und überschritt als erster Mensch die 400 km/h-Geschwindigkeitsmarke.

Schwere Zeiten in der Automobilindustrie

Heute ist die Luft für die deutsche Automobilindustrie dünn geworden. Dennoch, unter den zehn größten Autoherstellern der Welt finden sich mit Daimler, Volkswagen und BMW drei deutsche Unternehmen. Angeführt wird die Rangliste der umsatzstärksten Autounternehmen seit kurzem von Toyota, seinerzeit noch gefolgt von General Motors und Ford Motor Company USA.

Während die amerikanische Automobilindustrie sich in der Krise sehr schwer tun, überhaupt zu überleben, befindet sich die japanische Konkurrenz (auch mit Honda und Nissan) weiter im Vormarsch. Die chinesischen Autobauer werden dagegen in absehbarer Zeit kaum in der Lage sein, außerhalb der nationalen Grenzen eine Rolle zu spielen. Letztlich darf man gespannt sein, welche Automobilhersteller gestärkt, welche geschwächt aus der globalen Wirtschaftskrise hervorgehen werden. Dass es zu einer Bereinigung des Marktes kommen wird, ist so gut wie sicher.

Die Zukunft der Automobilindustrie

Schon vor der Krise konnte sich die deutsche Automobilindustrie nicht auf den Lorbeeren vergangener Zeiten ausruhen. Der Verdrängungswettbewerb war stets hart und schon vor einiger Zeit deuteten sich größere Probleme wie verfehlte Modellpolitik, gewinnzerrende Rückrufaktionen aufgrund von Qualitätsmängeln oder skandalöse Managementaffären an. Die globale Wirtschaftskrise beschleunigte eigentlich nur die Offenlegung der Probleme der Branche, geboren wurden sie schon viel früher. Betrachtet man etwa die Forschung und Entwicklung, so ist die Branche, einmal schwarz-weiß gemalt, näher am 1000 PS Auto für die zeigefreudige Landeselite dran als am Sprit-und Geldsparauto für die breite Masse.

Die im Eiltempo produzierten Neumodelle lassen oftmals auch den innovativen Quantensprung früherer Zeiten in der Automobilindustrie vermissen und ersticken damit das Bedürfnis, auf das Folgemodell umzusteigen „zu müssen“, um up to date zu sein, im Keim. Zudem zeigt sich aufgrund gleicher (weniger) Zulieferer, derer sich die unterschiedlichsten Hersteller bedienen, langweilige Uniformität am und im Fahrzeug. Aber auch die Preise der Fahrzeuge haben sich in der Vergangenheit immer mehr an der Kaufkraft der potenziellen Kunden vorbei entwickelt. Insofern tut der gesamten Branche ein technologisches und betriebswirtschaftliches Facelifting gut, damit eine der wichtigsten volkswirtschaftlichen Branchen in Deutschland mit rund 1 Millionen Arbeitsplätzen bei den Autoherstellern und deren Zulieferer erhalten bleibt. Ein staatliches Subventionieren in ohnehin überfällige Strukturen scheint dagegen wenig hilfreich und darf auch nicht von der Regierung erwartet werden.

Branchenportrait

Arbeitsmarktdaten für die Automobilindustrie

Vor der Entscheidung, den Berufsweg in der Automobilindustrie zu starten oder fortzusetzen, ist es nicht verkehrt, sich anhand von Zahlen, Fakten und Aussagen ein Bild über den aktuellen und zukünftigen Stand der Branche zu verschaffen. Zwar kann ein Fehlgriff nie ausgeschlossen werden und Prognosen können falsch sein, dennoch gilt: Je spezieller die Produkte oder Dienstleistungen einer Branche, je kleiner die Branche und je schlechter ihre Zukunft erscheint, umso größer ist das Karriererisiko. Die Branche bietet dann Berufseinsteigern wenig Karrierepotenzial und sie muss wahrscheinlich früher oder später verlassen werden. Für den gestandenen Ingenieur, der in die Branche wechselt, kann sie im schlimmsten Falle zum Karriereaus führen.

Was die Bedeutung der Automobilindustrie angeht, so liefert der VDA (Verband der Automobilindustrie) die wichtigen Eckdaten der Branche. Die Automobilindustrie kam demnach im Jahre 2008 auf einen Umsatz von rund 288 Mrd. Euro, den 756.000 Beschäftigte erwirtschafteten. Diese Zahl umfasst die Umsätze der Hersteller von Kraftwagen, Anhängern und Aufbauten, Kfz-Teilen und –Zubehör. Die große internationale Abhängigkeit der Branche dokumentiert sich im hohen Anteil des Auslandsumsatzes (182 Mrd. Euro).

Die Hersteller dominieren die Automobilindustrie

Den größten Beitrag zum Umsatz der Automobilindustrie lieferten die Hersteller von Automobilen. Sie produzierten in 2008 in Deutschland 5.532.000 Personenkraftwagen (-3,1% gegenüber dem Vorjahr) und 513.700 Nutzfahrzeuge (+1,9% gegenüber dem Vorjahr). Bei den Nutzfahrzeugen legten insbesondere die Omnibusse mit einem Plus von 10,5% satt zu. Weltweit liefen in 2008 sogar 11 Mio. Autos deutscher Hersteller von den Bändern (-1,3% gegenüber dem Vorjahr). Lediglich die USA und Japan wiesen hier höhere Zahlen nach. Betrachtet man alleine die Inlandsproduktion, rangiert aber auch bereits China vor Deutschland.

Die Bruttoanlageinvestitionen der Automobilindustrie konnten 2008 nochmals kräftig um 7,5% gesteigert werden und beliefen sich auf 11,5 Mrd. Euro. Auch die F&E-Aufwendungen der Branche sind vorzeigbar. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ermittelte 21 Mrd. Euro für den gesamten Fahrzeugbau, d.h. einschließlich Schiffs-, Schienenfahrzeug-, Motorradbau sowie Luft- und Raumfahrtindustrie. Dennoch, der größte Teil der F&E-Aufwendungen des Jahres 2007 ist auf die Automobilbranche zurückzuführen.

Aufgrund der weltweiten Wirtschaftkrise, die die Automobilindustrie besonders hart trifft, dürfen diese Rekordzahlen zukünftig nicht ohne weiteres wiederholbar sein. Insbesondere Spezialisten der Branche werden es daher schwer haben, wenn sie nicht gerade in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Konstruktion eine Stelle suchen oder behaupten wollen. Die Automobilbranche liegt unter den großen, technologiezentrierten Branchen als Arbeitgeber in Deutschland auf Platz zwei, hinter dem Maschinen- und Anlagenbau. Die Zukunft wird zeigen, ob die Branche genug Biss und Selbsterhaltungstrieb, auch jenseits staatlicher Hilfen und Allzeithochs besitzt, um diese Stellung zu verteidigen.

Arbeitsplätze für Ingenieure in der Automobilindustrie

Die technologieorientierte Automobilindustrie bot in der Vergangenheit Ingenieuren naturgemäß entsprechende Jobchancen. Doch bereits im 3. Quartal 2008 hinterließ die internationale Wirtschaftskrise erst große Bremsspuren. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum brach die Zahl der geschalteten Stellenanzeigen um 15% ein. Basis für diese Aussage sind die Zahlen der SCS-Stellenmarktanalyse, die unter www.ingenieurkarriere.de, Stellenmarktanalysen als PDF-Download zur Verfügung steht.

Im 3. Quartal 2007 wurden in der Automobilindustrie 2580 Stellen geschaltet, im 3. Quartal 2008 waren es dagegen nur noch 2196 Stellenanzeigen. Weitere, noch drastischere Einbrüche sind in 2009 zu erwarten. Aber auch die anderen großen und für Ingenieure interessanten Branchen brachen im Zuge der konjunkturellen Talfahrt erheblich ein. Aufgrund des zu erwartenden und dringend notwendigen massiven Umbaus der Branche werden sich einige Ingenieure für ihre berufliche Zukunft eine neue Branche suchen müssen. Den auf die Automobilbranche fixierten Ingenieuren wird auf jeden Fall ein hohes Maß an Flexibilität abverlangt.

Bedeutung des verdeckten Arbeitsmarktes in der Automobilindustrie

Die Zahl der Stellenangebote in der Automobilindustrie gibt nur ansatzweise die Zahl der wirklich zu besetzenden Stellen der Branche wieder. In schwierigen Arbeitsmarktzeiten rechnen die Unternehmen mit vielen Initiativbewerbungen, die zu Stellenbesetzungen führen. Zudem werden Vakanzen oft unternehmensintern besetzt. Diese Stellen treten am Arbeitsmarkt nicht in Jobanzeigen in Erscheinung.

In den Augen der Ingenieure rangiert die Automobilindustrie allerdings ganz oben, wenn es um die Wunschbranche geht, den Berufseinstieg zu vollziehen oder einen Stellenwechsel vorzunehmen. Rund 5% aller Zielsetzungen der Ingenieure, die sich in die Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de eingetragen haben, gingen in Richtung Automobilindustrie und –zulieferer. Hinzu kommt ein zusätzliches Prozent der Ingenieure, das sich für die Nutzfahrzeugbranche interessiert. Weitere 5% der Ingenieure meldeten Interesse für den gesamten Fahrzeugbau an. Lediglich der Maschinen- und Anlagenbau stößt auf ein ähnlich hohes Interesse bei den Ingenieuren wie die Automobilbranche.

Erfolgsaussichten für Bewerbungen in der Automobilindustrie

Weiter oben wurde bereits festgestellt, dass die Automobilindustrie turbulente Zeiten durchmacht. Zum einen kommt eine Menge „frischer“ Ingenieure mit den entsprechenden Studienrichtungen von den Hochschulen, andererseits wollen bereits jetzt viele Ingenieure die Branche verlassen oder stehen vor der Freisetzung.

Das Stellenangebot der Automobilindustrie wird dagegen in den nächsten Monaten eher sehr schwach ausfallen. Insofern müssen sich Bewerber mächtig ins Zeug legen, um in der starken Bewerberkonkurrenz bestehen zu können und überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch zu kommen. Größte Chancen werden noch solche Ingenieure haben, die sich auf dem Gebiet der Forschung, Entwicklung, Konstruktion zukunftsträchtiger Antriebstechniken auskennen.

Einige Unternehmen in der Automobilindustrie

Aufgrund der Vielzahl der Unternehmen in der Automobilindustrie und des sehr umfangreichen und heterogenen Angebotes automobiler Zulieferelement kann hier nur beispielhaft ein kleiner Auszug der Unternehmen wiedergegeben werden:

  • Adam Opel AG – opel.de – Personenkraftwagen, Nutzfahrzeuge
  • Autoliv GmbH – autoliv.de – Seat Belts, Airbags, Leg Protection, Inflatable Curtain, Anti-Whiplash Seat
  • Beru AG – beru.de – Zündung, Dieselkaltstart, Elektronik, Sensorik
  • BMW Group – bmw.de – Personenkraftwagen
  • Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG – brose.de – Fahrzeugtüren, Sitzverstellungen, Rückspiegel-, Lenkradjustierungen
  • Daimler-Chrysler-Konzern – daimlerchrysler.com – Personenkraftwagen, Nutzfahrzeuge
  • Eberspächer Group – eberspaecher.com – Standheizungen, Abgastechnik
  • FAG Kugelfischer AG – fag.de – Motoren, Getriebe, Fahrwerk
  • Fordwerke GmbH – ford.de – Personenkaftwagen, Nutzfahrzeuge
  • G. Bruss GmbH & Co. KG – bruss.de – Dichtungstechnik
  • Grammer AG – grammer.de – Fahrzeugsitze, PKW-Innenausstattung
  • INA-Schaeffler KG – ina.de – Motoren, Getriebe, Fahrwerk
  • Keiper Gruppe – keiper.de – Fahrzeugsitze
  • Leoni AG – leoni.de – Bordnetzsysteme einschließlich Kabelsätzen, Kunststoffformteile, Leitungssätze für ABS und ESP, Sensorleitungen, Leitungen für Mobiltelefoneinbau
  • Mahle Konzern – mahle.com – Kolbensysteme, Ventiltriebsysteme, Zylinderkomponenten, Luftmanagement, Flüssigkeitsmanagement
  • MAN-Nutzfahrzeuge AG – man.de – Lastkraftwagen, Omnibusse, Sonderfahrzeuge
  • Porsche AG – porsche.de – Personenkraftwagen
  • Robert Bosch GmbH – bosch.de – Treibstoff-, Chassis-, Energie-, Karosseriesysteme, Multimedia, Elektronik
  • Stabilus GmbH – stabilus.de – Gasfedern, hydraulische Schwingungsdämpfer, hydraulische Türversteller, automatische Klappenöffnungs- und Schließsysteme
  • TRW Automotive GmbH – trw.de – Fahrzeugdynamik, Fahrerassistenzsysteme, Radbremsen, Airbags, Sicherheitsgurte, Elektronik, Softwaretechnologie
  • Valeo GmbH – valeo.de – Klimasysteme, Motoren, Aktuatoren, Schalter, Detektionssysteme, Sicherheitssysteme, Wischersysteme
  • Visteon Deutschland GmbH – visteon.com – Fahrzeugklimatisierung, Innenraum, Elektronik, Beleuchtung
  • Volkswagen AG – volkswagen.de – PKW, Nutzfahrzeuge
  • Webasto AG – webasto.de – Standheizungen, Schiebedächer, Klimaanlagen

Automobilindustrie: Die Gliederung der Branche

Die Gesamtzahlen der Unternehmen, Beschäftigten und Umsätze in der Automobilindustrie sind zwar interessant. Sie lassen eine generelle Aussage zur Bedeutung einer Branche und dem daraus folgenden Karrierepotenzial zu. Letztlich entscheidet aber die Homogenität der Unterbranchen darüber, welches Karrierepotenzial wirklich in der Branche für den speziellen Ingenieur vorhanden ist. Bei großer Homogenität der Produkte, Dienstleistungen, Werkstoffe und Technologien ist das Potential an Arbeitgebern für einen eventuell beabsichtigten oder erforderlichen Stellenwechsel höher als bei heterogener Vielfalt. Natürlich spielt auch die Größe der jeweiligen Unterbranche eine Rolle. Je größer die Unterbranche desto höher das Potenzial.

Die Branche Automobilindustrie lässt sich in verschieden Unterbranchen gliedern. Grob unterteilen lassen sich die Unternehmen nach Herstellern des Endproduktes (gebrauchsfertiges Fahrzeug) und solche, die die verschiedenen Fahrzeugkomponenten zuliefern. Darunter kann dann eine Feingliederung vorgenommen werden.

  • Fahrzeughersteller
  • Personenkraftwagen (PKW)
  • Nutzfahrzeuge
  • Zulieferer/Komponenten
  • Antriebsstrang
  • Antriebstechnik
  • Außenausstattung
  • Dichtungstechnik
  • Elektrik
  • Fahrwerk
  • Innenausstattung
  • Insassensicherheit
  • Karosserie
  • Mechatronische Komponenten
  • Motoren
  • Steuergeräte

Auch diese Branchen gehören zur Automobilindustrie

Zudem ist es wichtig, sich mit vor- und nachgelagerten Branchen der Automobilindustrie zu beschäftigen. Vorgelagerte Branchen beliefern die betrachtete Branche Automobil mit Produkten, Dienstleistungen, Werkstoffen, Technologien usw. Nachgelagerte Branchen sind hingegen die abnehmenden Branchen der betrachteten Branche Automobil. Die Überlegungen sind daher wichtig, um festzustellen, wie einfach es ist, die Branche wieder zu verlassen. Je größer die vor- und nachgelagerten Branchen sind, desto eher besteht die Wahrscheinlichkeit, hier den Berufsweg fortsetzen zu können.

Eine der wesentlichen vorgelagerten Branchen der eigentlichen Automobilindustrie ist im engeren Sinne die Zulieferindustrie von Fahrzeugkomponenten. Ihre Unternehmen werden aber bereits nach allgemeiner Auffassung der Automobilindustrie zugeordnet. Weitere wichtige Zulieferbranchen für die Autohersteller und deren direkten Komponentenzulieferer sind:

  • Modell- und Prototypenbauer
  • Anbieter von Mess- und Prüftechnik
  • Unternehmen der Prüfstandstechnik
  • Maschinen- und Anlagenbauer
  • Eisen- und Stahlgießereien
  • Metallgießereien
  • Stahl- und Metallverarbeiter
  • Aluminiumindustrie
  • Buntemetallindustrie (Kupfer, Zink, Blei, Zinn, Nickel)
  • Kunststoffverarbeitende Industrie
  • Kautschukindustrie
  • Softwareunternehmen CAx-Lösungen
  • Entwicklungsdienstleister/Ingenieurbüros
  • Zeitarbeitsunternehmen

Als nachgelagerte Branchen können im Grunde alle Wirtschaftsbranchen aufgeführt werden, die in hohem Maße Automobile einsetzen bzw. Dienste und Services rund um das Auto anbieten. Insbesondere seien hier erwähnt:

  • Logistik (Transport und Verkehr)
  • Fahrzeughandel
  • Reparaturwerkstätten

Wesensverwandte Branchen der Automobilindustrie

Aus gleichen Gründen sollte recherchiert werden, welche Branchen wohl wesensverwandt mit der Automobilindustrie sind und für einen eventuellen Stellenwechsel zur Verfügung stehen. Die Automobilbranche ist in starker Weise mit anderen Branchen der Fahrzeugindustrie verbunden:

  • Kraftfahrräder
  • Landwirtschaftliche Arbeitsmaschinen
  • Luft- und Raumfahrtindustrie
  • Schiffsbau

Zulieferer dieser Branchen

Trotz gewisser Wesensverwandtheit der Branchen dürfte es ohne größerem Einarbeitungs- und Schulungsaufwand wahrscheinlich kaum möglich sein, in diese Branchen aus der Automobilindustrie aus dem Stand heraus zu wechseln.

Produkte, Dienstleistungen, Technologien der Automobilindustrie

Bevor die Automobilindustrie für den Berufseinstieg bzw. Stellenwechsel in Betracht gezogen bzw. ausgeklammert wird, sollte man sich einen Überblick zu den Produkten, Dienstleistungen, Technologien der Branche machen. Gerade bei der Branchenauswahl leben viele Bewerber von Halbwissen und Vorurteilen. Es wird dabei weniger auf eine lückenlose Darstellung oder wissenschaftliche Gliederung wert gelegt. Viel mehr sind Begriffe aneinandergereiht, die beim Überfliegen dem Leser einen guten Eindruck vermitteln sollen, was in der Branche los ist. Er soll danach entscheiden, ob er zur Branche passt oder nicht.

Personenkraftwagen (PKW):

Minis, Kleinwagen, Mittelklasse, Oberklasse, Cabriolets, Geländewagen, Utilities, Vans

Nutzfahrzeuge:

Lastkraftwagen/Sattelzugmaschinen, Leichte Nutzkraftwagen (Lieferwagen und Transporter), Omnibusse und Minibusse, Sonderkraftwagen, Anhänger, Aufbauten, Behälter, Container

Karosserie/Chassis:

Bodengruppen, Seitenteile, Dach, Türen, Schweller, Stoßfänger, Spoiler, Kotflügel, Klappen, sonstige Aufbauten insbesondere bei LKW, Bussen, Sonderfahrzeugen, Fahrgestellrahmen, Längsträger, Querträger

Fahrwerk:

Elektronische Fahrwerkabstimmung, Felgen, Naben, Niveauregelanlagen, Räder, Reifen, Stabilisatoren, Achsen, Radaufhängungen, Federung, Schwingungsdämpfung, Bremsen, LenkungMotor:Dieselmotoren, Elektromotoren, Abgasanlagen, Schalldämpfer, Katalysatoren, Motorsteuerung, Einspritzanlagen, Filteranlagen, Geschwindigkeitsregler, Kolben, Pumpen, Zylinder, Ventile, Lager, Kühlsysteme, Common Rail

Antriebsstrang/Antriebstechnik:

Vorderrad-/Hinterrad-/Allradantrieb, Getriebe, Kupplung, Gelenkwellen, Nebenantriebe, Abgas-Nachbehandlung

Dichtungstechnik:

Radialwellendichtringe, Translatorische Dichtungen, Hauben-/Deckeldichtungen, Metall-Sickendichtungen, Kühler-/Wärmetauscherdichtungen, Manschetten, Faltenbälge, O-Ringe, Profildichtungen

Außenausstattung:

Licht, Anhängevorrichtung, Gepäckraumentriegelung, Scheinwerferreinigungsanlage, Spiegel, Verglasung, Scheibenheizung, Schiebedach

Innenausstattung:

Ablagen, Armaturenbretter und Instrumente, Verkleidungen, Bodenbeläge, Sitze, Formhimmel, Fußmatten, Gebläse, Gepäckraum-Abdeckungen, Heizeinrichtungen, Klimaanlagen, Polster, Polsterbezüge

Elektrik:

Fernseh-/Radio-/Videogeräte, Lüftungs-/Klima-/Heizeinrichtungen, Alarmanlagen, Batterien, Lichtmaschinen, Stromgeneratoren, Spannungswandler, Sicherungen, Funkfernbedienung, Innen-/Außenbeleuchtung, Antriebe für: Fensterheber, Schiebedach, Klappen/Türen, Sitzverstellung, Zentralverriegelung, Außenspiegel, Relais, Funkfernbedienung

Elektronik/Mechatronik:

Anti-Blockier-System, Antriebs-Schlupfregelung, Bordnetze, Bremsassistenten, Bremskraftverstärker, Einpark- und Rückfahrhilfen, Elektronik für Sitze, Türen, Dächer, elektr. Differentialsperre, elektr. Fahrpedalsysteme, elektr. geregelte Scheinwerfer/Leuchten, elektr. Geschwindigkeitsbegrenzer und –regler, elektr. Lenkung, elektr. Stabilisierungsprogramm, Fahrerinformationssysteme, Fahrzeugsicherungssysteme, Insassenschutzsysteme (Airbags), Klimasysteme, Motormanagement-Systeme, Sensoren, Starter, Steuergeräte

Die Fachausdrücke der Automobilindustrie

Eine der wichtigen Fragen, die sich für jeden Brancheneinsteiger stellt, ist die nach den Positionen und deren Titulierung. Insbesondere für Initiativbewerbungen sollte man sich mit den gängigen Positionsbezeichnungen der Automobilindustrie bekannt machen. Das notwendige Wissen liefern Stellenanzeigen. Genauso vielfältig wie die Produkte und Komponenten der Automobil und -zulieferbranche sind, zeigen sich die Positionsbezeichnungen.

Dabei findet sich in nahezu der Hälfte der Fälle der Anzeigen in der Automobilindustrie die Funktion im Mittelpunkt der Positionsbezeichnung, z.B. Fertigungsplanung bzw. Fertigungsplaner, Qualitätsmanagement bzw. Qualitätsmanager, Konstruktion bzw. Konstrukteur. Häufig wird der gesuchte akademische Titel dazugestellt, z.B. Dipl.-Ing. Fahrzeugtechnik für das Produktmanagement. Die Produkte oder Komponenten, um die es geht, sind dann im Anzeigentext genannt. In der zweiten Hälfte der Anzeigen wird meist das Berufsfeld kombiniert mit dem Produkt, der Komponente oder dem Werkstoff, die dann sehr „automotive“ spezifisch ausfallen, z.B. Entwicklungsingenieur Otto-/Dieselmotoren, Projektingenieur Interieur. Nachfolgend finden sich Beispiele, die einen kleinen Einblick in die Positionsbezeichnungen der Branche bringen.

Berufspositionen in der Automobilindustrie

Positionen Vertrieb und vertriebsnah:

Account Manager, Key Account Manager (z.B. VW), Sales Manager, Area Sales Manager, Business Segment Development Manager, Produktmanager/Vertriebsingenieur (z.B. Zündkerzen, Automotive, Elektrik, Kunststoffkomponenten), Fachprojektleiter Vertrieb (z.B. Interieur/Zierteile), Project Engineer Customer Applications, Anwendungsingenieur (z.B. Kolbenringe, Zylinderlaufbuchsen) Projektleiter After Sales, Aftermarket Training & Tools Projectleader

Positionen Entwicklung:

Entwicklungsingenieur/Fachspezialist/Produktentwickler/Systementwickler (z.B. Diesel-/Ottomotoren und Schaltgetriebe, Betriebsfestigkeit Diesel Common Rail Systeme, Zündtechnik, Ersatzteilentwicklung, Kühlungskomponenten, Baugruppe, Gesamtfahrzeug, Airbag-Konzepte, Bremssysteme, Embedded Systems), Verfahrensentwickler (z.B. Verbindungstechnik), Projektleiter Produktentwicklung, Teamleiter (z.B. Produktbereich Motorkühlung), Leiter Entwicklung (z.B. Karosserie/Interieur), Patentingenieur

Positionen Konstruktion und Versuch:

Berechnungsingenieur in der Automobilindustrie (z.B. Crash-/Statik-/Dynamikberechnung), Automotive CAE Engineers – FEM/Simulation, Versuchsingenieur Automotive (z.B. Fahrdynamik), Leiter Prüffeld/Versuch, Produktkonstrukteur/CAD-Fachkraft, Konstrukteur Fahrzeugtechnik (z.B. Seatbelt, Bremsentechnik), Leiter Konstruktion (z.B. Getriebe), Mechanischer Konstrukteur, Spezialist mechanische Konstruktion, Fachteamleiter Mechanical Design, CATIA Konstrukteur (Resident Engineer), CAD Designer Automotive (z.B. CATIA V4/V5)

Positionen Projektmanagement:

Projekt-Ingenieur/Project Engineer/Projektleiter (z.B. Automotive-Interieur/Kunststoff, Antriebstechnik, Motor und Sensorik, Kabinenbau/Stahlbau, passive Fahrzeugsicherheit, Konzeptentwicklung Hybridantrieb), Projektsteuerer, Leiter Projektmanagement (z.B. Blech-/Kunststoffteile), Senior Program Manager, Launch Manager (z.B. Chassis)

Positionen Produktion und Technik:

Ingenieur Industrial Engineering, Manager Toyota Produktionssystem, Lean Promotion Officer, Teamleiter Manufacturing Engineering, Prozessingenieur Elektrotechnik, Gruppenleiter Prozesstechnik, Senior Cost Analyst (z.B. Elektronik/Kunststoff), Wertanalyse Koordinator, Fertigungsplaner (z.B. Dieselkaltstarttechnologie), Ingenieur Arbeitsvorbereitung, Planer in der Produktion, Betriebsmittelplaner in der Automobilindustrie, Gruppenleiter Fertigungsplanung, Gruppenleiter Fertigung, Serienanlaufkoordinator, Leiter Werkzeugbau/Presswerk, Abteilungsleiter Kunststoffspritzerei, Leiter Instandhaltung, Technischer Leiter, Technischer Direktor, Werksleiter

Positionen Qualität:

Qualitätsingenieur Automotive, Project Quality Manager, Test-Prüfingenieur Qualität, Qualitätsplanungsingenieur, Qualitätsingenieur im Fahrzeugprojekt, Six Sigma Koordinator, Leiter Qualitätstechnik

Gesuchte Berufsfelder in der Automobilindustrie

Letztlich nützt es wenig, wenn die Automobilindustrie als Branche zwar interessant ist, für das eigene Berufsfeld (Konstruktion, Vertrieb, Produktmanagement usw.) in der Branche aber keine großen Arbeitsmöglichkeiten bestehen. Berufsfelder, in denen in der Branche verstärkt neue Arbeitskräfte gesucht werden (alphabetisch geordnet):

  • Beratung/Technische Dienstleistungen
  • Entwicklung
  • Konstruktion
  • Vertrieb/Produktmanagement

Anforderungen

Welcher Studienabschluss für den Job in der Automobilindustrie?

Chancen in der Automobilindustrie haben in erster Linie Ingenieure mit einem Diplom-Abschluss der Fachhochschule, Universität oder Technischen Hochschule. In fast allen Anzeigen wird kaum ein Unterschied zwischen Absolventen der Fachhochschule, Universität oder Technischen Hochschule gemacht. In einigen Anzeigen werden Absolventen der Berufsakademien ausdrücklich angesprochen. Techniker haben in der Automobilbranche begrenzte Chancen. Promovierte Ingenieur werden so gut wie kaum in den Stellenanzeigen nachgefragt.

Generell kommen in der Automobilindustrie folgende Studienfächer bzw. -richtungen am besten an: Maschinenbau, Fahrzeug-/Kfz-Technik, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen. Je nach Schwerpunkt der Unternehmen werden allerdings auch häufiger Ingenieure mit anderen Fächern und Richtungen gesucht wie: Feinwerktechnik, Konstruktionstechnik, Kunststofftechnik, Produktionstechnik. Angesprochen werden hin und wieder auch direkt Ingenieure mit den Studien: Elektronik, Fertigungstechnik, Informatik, Mechatronik, Nachrichtentechnik

Als Quereinsteiger in die Automobilindustrie?

Was die Berufserfahrungen angeht, zeigt die Automobilindustrie klare Präferenzen für gestandene Praktiker mit mehrjähriger, einschlägiger Berufserfahrung. Generelle Erfahrungen reichen nur dort aus, wo es um Stellen geht, die keine oder nur geringe Berufserfahrungen benötigen, d.h. Stellen für Absolventen und Young Professionals. Dennoch, der überwiegende Teil der Stellenangebote fordert ausdrücklich Berufserfahrungen in der gleichen (Unter)Branche und/oder im gleichen Funktionsbereich und/oder der gleichen Hierarchieebene. Bei Führungspositionen haben allerdings nur Bewerber mit mehrjähriger einschlägiger Fach- und Führungserfahrung eine Chance. Relativ oft werden in Stellenanzeigen der Automobilbranche auch Hochschulabsolventen angesprochen.

Aufgrund der zur Zeit relativ hohen Hürden hinsichtlich der geforderten, einschlägigen Berufserfahrungen dürften sich Quereinsteiger in der Automobilindustrie relativ geringe Chance ausmalen, in der Automobilbranche landen zu können. Dies gilt sowohl für Fach- als auch Führungspositionen und insbesondere für Positionen bei den Fahrzeugherstellern. Bei den Herstellern dürften in erster Linie Mitarbeiter eine Chance haben, die sich in den typischen Funktionen der Automobilproduktion wie gießen, pressen (umformen), schweißen, nieten, kleben, lackieren, montieren auskennen und den dabei eingesetzten Werkstoffen bzw. Technologien. Die Produktpalette der Zulieferer ist unendlich breit. Hier haben Kandidaten gute Chancen, die aus den passenden vorgelagerten Branchen (s.o.) kommen. Innerhalb der Branche kann es natürlich auch zum Umstieg vom Hersteller zum Zulieferer und umgekehrt kommen. Altersbeschränkungen für Bewerber tauchen in den Anzeigen für diese Branche so gut wie nicht auf.

Gefragte Zusatzqualifikationen in der Automobilindustrie

Gefragte Zusatzqualifikationen sind in der Automobilindustrie weit gestreut, wobei sie in erster Linie davon abhängen, in welchem Funktionsbereich oder welcher Zulieferbranche der Ingenieur arbeitet. So sehen gefragte Zusatzqualifikationen beispielsweise in der Entwicklung eine PKW Hersteller sicherlich anders aus als in der Produktion von Ablagen und Armaturenbrettern. Unabhängig davon wird eine Qualifikation jedoch überdurchschnittlich stark sowohl von Herstellern als auch Zulieferern über alle Funktionen in den Stellenanzeigen genannt: Projektmanagement bzw. Projektarbeit. Ingenieure sollten generell zur Projektarbeit und zum Projektmanagement durch Erfahrungen und/oder theoretisches Wissen qualifiziert sein. Sicherlich kann es auch nicht schaden, sich allgemeine mit den mechanischen, elektrischen, elektronischen und mechatronischen Komponenten eines Automobils auszukennen. Auch grundlegende Kenntnisse über die branchenspezifischen Qualitätsnormen sollten vorhanden sein.

Allgemein werden über alle Positionen und Funktionsbereiche MS-Office-Kenntnisse häufig und MS-Project- bzw. SAP-Kenntnisse hin und wieder in den Stellenanzeigen für die Automobilindustrie angesprochen. In der Automobilindustrie wird viel entwickelt und konstruiert. Kein Wunder also, dass hier entsprechende EDV-Kenntnisse erwartet werden. Konstrukteure müssen 2D- und 3D-CAD-Systeme beherrschen. Des Öfteren werden CATIA V4/V5 in den Anzeigen genannt. In der Entwicklung stehen FE-Programme wie NASTRAN, PATRAN, PAMCRASH, ABAQUS und Simulationsprogramme wie MATLAB/SIMULINK hoch im Kurs. Im Versuch wird Prüfstandssoftware wie DIADEM genannt.

Welche Sprachen muss ich in derAutomobilindustrie beherrschen?

Die Automobilindustrie ist sehr stark international orientiert. Das gilt insbesondere für den Einkauf, den Verkauf und die Produktion. Die Aktivitäten finden heute weltumspannend statt. Englischkenntnisse sind daher unabdingbar, aber auch die Beherrschung einer zweiten Fremdsprache, insbesondere Französisch, dürfte in den Bewerbungen Pluspunkte bringen. Gute bis mittelmäßige Englischkenntnisse reichen hier im Regelfall aus. Hin und wieder werden interkulturelle Erfahrungen in den Anzeigen verlangt.

Wer seine berufliche Zukunft in der Automobilindustrie sieht, sollte in hohem Maße über die folgenden Persönlichkeitsmerkmale verfügen: Teamorientierung und Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke, Durchsetzungsvermögen, analytische Fähigkeiten , Selbständigkeit, Kreativität, Flexibilität . Gleichfalls spielt die Mobilität (teilweise weltweite Reisebereitschaft) eine gewisse Rolle. Für Führungskräfte kann kein davon abweichendes Profil festgestellt werden, wobei Führungsfähigkeit bzw. Führungserfahrungen selbstverständlich sein sollten.

Weiterbildung in der Automobilindustrie

Die Weiterbildung kann fachlich- oder persönlichkeitsorientiert ausgerichtet werden. Was die Persönlichkeit angeht, sollten die oben genannten Softskills für die Weiterbildungsplanung herangezogen werden. Allgemein sind Themen wie Projekt- und Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie interessant. Für die spezifischen Berufsfelder kommen weitere fachliche Maßnahmen dazu. Der Weiterbildungsbedarf muss im konkreten Fall anhand der vorhanden Qualifikationen und Erfahrungen sowie dem (gewünschten) Betätigungsfeld in der Automobilbranche ermittelt werden. werden. Die anschließenden Vorschläge können daher nur Anregungen liefern und zeigen, auf welchen Gebieten sich Ingenieure aus der Branche häufig weiterbilden:

Qualität in der Automobilindustrie:

Six Sigma Ground School Training, Six Sigma Yellow, Green, Blue, Brown, Black Belt/Master Black Belt (wie im Kampfsport gilt: Je dunkler der Gürtel, desto höher die Qualifikation!), Quality function deployment (QFD)/House of Quality, Qualitätsmanagement, Qualitätsmanager, Qualitätssicherung, Qualitäts(management)beauftragter/-verantwortlicher, Qualitätsauditor, Interner QS Auditor, Total Quality Management, TQM-Auditor Prozessaudit, Prozessauditor nach VDA 6.3, Systemauditor nach VDA 6.1, CAQ (Computer Aided Quality Assurance), Qualitätsmethoden, PPAP (Production Part Approval Process), FMEA (Failure Mode and Effective Analysis), APQP (Advanced Product Quality Planning), MTM-Methodik (Methods Time Measurement), Seminare: QS9000, ISO/TS16949, Sicherheitsingenieur

Projektmanagement, Management, Betriebswirtschaft in der Automobilindustrie:

Projektmanagement-Fachmann RKW/GMP, Projektmanagement in der Automobilindustrie, Leiten von Projektteams, MS-Project, SAP (PM-Modul), BWL für technische Fach- und Führungskräfte, Technischer Betriebwirt, Mitarbeiterführung, Präsentation-, Moderations- und Kommunikationstechniken, Kreativitätstechniken, Innovationsmanagement,Claim Management, Supplier Integration, Controlling

Sales in der Automobilindustrie:

Produkthaftungsrecht, Schuldrecht, Vertragsrecht, Strategisches verkaufen, Winning Complex Sales, Cross Cultural Training, Verhandlungsführung, Technischer Verkauf

Entwicklung, Konstruktion, Versuch in der Automobilindustrie:

CAE-Programme (z.B. ANSYS, LS-DYNA, HYPERWORKS, NASTRAN, PATRAN, ABAQUS, MATLAB/SIMULINK, Medina, ProMechanica, PSPICE (Elektronik), Robcad), CAD-Programme (z.B. CATIA V4/V5, PRO/E, AutoCAD, I-DEAS), Bussysteme (z.B. CAN, LIN, MOST), Programmiersprachen (z.B. C, PASCAL, CAPL, Visual Basic, Fortran), Messtechnik (z.B. Software DIADEM), HF-Schaltungs- und Messtechnik, EMV, Fahrzeugelektronik im Pilot- und Vorserienbereich, Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Kfz-Komponenten und Systemen, Statistische Versuchsmethodik, Produktentstehungsprozess, Systematische Entwicklung von Komponenten, Motorenbau

Produktion in der Automobilindustrie:

Layoutplanung, Manufacturing Process Management: emPlanner / emPlant, DFMA – Design for Manufacturing Assembly, REFA-Grundschein, Industrial Engineering, Rohbaufertigung/Robotik, Roboterprogrammierung, Fertigungstechnik, SAP R/3 Modul PP

Fremdsprachen in der Automobilindustrie: Englisch / Technisches Englisch

Bewerbung

Stellenausschreibungen in der Automobilindustrie

Die Automobilindustrie lässt sich grundsätzlich in die Hersteller- und Zulieferindustrie unterteilen. Die wenigen PKW- und Nutzfahrzeughersteller bieten auf den eigenen Websites ausführlich ihre offenen Positionen an, zumindest für Nachwuchs- und Fachkräfte, untere und mittlere Führungskräfte. Wer bei den Herstellern seine berufliche Zukunft sieht, sollte daher auf jeden Fall im ersten Schritt die entsprechenden Websites der Hersteller besuchen. Gleiches gilt natürlich auch für die gezielte Stellensuche bei den allgemein bekannten Automobilzulieferern und den Ingenieurdienstleistern.

Nachstehend werden verschiedene Bewerbungswege dargestellt und auf ihre branchenspezifische Eignung hin überprüft. Die Suche nach Stellenangeboten für die Automobilindustrie in Print- und Onlinemedien liegt auf der Hand. Zunächst kommt man dabei auf die VDInachrichten, die FAZ und die SZ als Printmedien, die Stellenangebote für Ingenieure in großer Zahl enthalten. Hinzu kommen die großen und allgemein bekannten Jobbörsen im Internet. Allerdings sollten auch branchenspezifische Medien nach Stellen durchsucht bzw. bei der Schaltung von Stellenangeboten berücksichtigt werden. Hier eine kleine Auswahl von Medien mit Stellen für die Automobilbranche:

  • Automobilwoche.com
  • Automotive-job.net
  • VDA.de (hier Stellenkompass unter „Service“)

Ein Stellengesuch in der Automobilindustrie aufgeben

Das Stellengesuch ist das effektivste Instrument, um Fach- und Führungskräften Arbeitsmarktpotentiale aufzuzeigen. Das Eigeninserat in überregionalen Medien oder Fachmedien bringt Inserenten direkt mit Personalberatern und Arbeitgebern in Kontakt. Stellengesuche für die Automobilindustrie machen Sinn, um Personalberater und -entscheider der großen Branchen anzusprechen. Nach dem Gesetz der großen Zahlen vertraut man darauf, dass zumindest einige Berater bzw. Entscheider die entsprechenden Printmedien lesen.

Bei kleinen Branchen ist das Risiko eher groß, dass Stellengesuche nicht gelesen werden. Schade um das Geld, dass investiert wurde. Da die Automobilindustrie aktuell nicht endlos viele Positionen zu besetzten hat, ist auch hier das Risiko einer Fehlinvestition hoch. Im Grunde sollte man bei der Suche nach Nachwuchspositionen, Positionen für Fachkräfte und solche für untere und mittlere Führungskräfte gut mit den obengenannten Medien und deren Stellenmärkte hinkommen. Das Stellengesuch lohnt sich in der Branche wohl eher für hochkarätige Projektmanager oder Führungskräfte, um hier Personalberater bzw. Personalentscheider in den Unternehmen aufmerksam zu machen. Für die Schaltung eines Stellengesuches kommen im Prinzip alle Medien in Frage, die auch Stellenangebote für die Branche Automobil vorweisen (siehe oben).

Automobilindustrie: Eintrag in Bewerberdatenbanken

Der kostenlose Eintrag in die Bewerberdatenbanken der allgemeinen Jobbörsen und in spezielle Datenbanken für Ingenieure gehört heute zur Pflichtübung von Stellensuchenden. Wer sich in eine Bewerberdatenbank einträgt, bekommt entsprechende Jobofferten für die Automobilindustrie unterbreitet. Dabei werden in einem Matchingprozess offene Stellen mit den Bewerberdaten abgeglichen und der Kandidat auf die herausgefilterten Stellenangebote aufmerksam gemacht. Zudem sind viele Bewerberdatenbanken für Personalberater und – entscheider zugänglich. Sie suchen dann in anonymisierten Profilen nach passenden Kandidaten. Dieser Weg der Kandidatensuche gewinnt an Bedeutung. Hier finden Sie Informationen zur Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de.

Eine andere Bewerbungsstrategie ist die Direktansprache potenzieller Arbeitgeber in der Automobilindustrie per Brief, Telefonat oder persönlichem Dialog. Initiativbewerbungen können sehr gezielt an wenige Unternehmen gerichtet werden, bei denen der Kandidat schon immer arbeiten wollte. Bei den Herstellern und großen Zulieferern sollte man sich allenfalls dann initiativ bewerben, wenn bei der Durchsicht der Stellenangebote auf deren Websites keine passenden Vakanzen eruiert werden konnten. Die anderen Unternehmen können in eine Masseninitiativbewerbungsaktion einbezogen werden. Hierbei erhalten über 100 Unternehmen eine Kurzbewerbung von dem Kandidaten.

Die Arbeitgeber der Automobilindustrie erreichen

Um an die Namen der Arbeitgeber in der Automobilindustrie zu kommen gibt es verschiedene Wege. Zum einen können die großen Nachschlagewerke, Wer liefert was?, ABC der deutschen Wirtschaft, Hoppenstedt usw. herangezogen werden. Es existieren aber auch branchenspezifische Pools:

  • Branchenindex engineering – gwv-media.de
  • Zudem können Kataloge bzw. Ausstellerverzeichnisse der branchenspezifischen Messen und Ausstellungen gewälzt werden.
  • Ausstellerverzeichnis IAA – Internationale Automobil Ausstellung
  • Ausstellerverzeichnis IAA – Internationale Automobil Ausstellung Nutzfahrzeuge
  • Unter iaa.de finden sich die Ausstellerverzeichnisse.

Messen und Ausstellungen dienen zudem der persönlichen Ansprache von Arbeitgebern. Hier treffen Jobsuchende in geballter Form auf eine Menge verschiedener Unternehmen der Automobilindustrie und können mit relativ geringem Aufwand ihre Arbeitsmöglichkeiten ausloten. Gerade die wichtigsten Arbeitgeber der Zulieferindustrie dürften auf den großen Automobilmessen mit von der Partie sein. Hier eine Auswahl von Messen- und Ausstellungen der Automobilbranche:

  • IAA – PKW-Hersteller und Zulieferer – Frankfurt
  • IAA – Nutzfahrzeug und Zulieferer – Hannover
  • Internationaler Automobilsalon – Genf
  • Tire Technology Expo – Stuttgart
  • Embedded World – Nürnberg
  • Sensor+Test – Nürnberg
  • European Automotive Components – Stuttgart

Brancheninsider in der Automobilindustrie

Wer sich als Brancheninsider in der Automobilindustrie bewirbt, sollte vorsichtig agieren. In relativ kleinen Branchen, z.B. auch kleinen Zulieferbranchen der Automobilindustrie, besteht in der Regel ein reger Informationsaustausch. Es besteht die Gefahr, dass der eigene Arbeitgeber früher von einem beabsichtigten Stellenwechsel erfährt, als dies dem Kandidaten lieb ist. Je höher die Positionen aufgehängt sind, desto höher das Risiko. Brancheninsider sollten überlegen, ob sie nicht von einem Dritten den Arbeitsmarkt nach Jobalternativen innerhalb der Branche abscannen lassen. Ihr Name tritt somit nicht in Erscheinung, wohl aber die berufliche Zielsetzung und das berufliche Profil. So können Unternehmen angesprochen werden, ohne dass der Name des Bewerbers breit getreten wird.

Brancheninsider, die in weniger exponierten Positionen arbeiten, können „freier“ agieren. Sie sollten in Anschreiben und Lebenslauf zumindest den Namen des aktuellen Arbeitgebers in der Automobilindustrie ersetzten durch „Aktueller Arbeitgeber“. Werden im Lebenslauf Aufgaben und Projekte beschrieben, sollten diese nicht unweigerlich auf den Namen des Arbeitgebers schließen lassen. Etwaige Zwischenzeugnisse oder Seminarbescheinigungen, die den Namen des augenblicklichen Arbeitgebers tragen, können dann der Bewerbung natürlich nicht beigefügt werden. Kandidaten, die sich innerhalb der Branche Automobil verändern wollen, sollten sich die soeben beschriebene Vorgehensweisen durch den Kopf gehen lassen.

Beispiel:

1998-heute ABC- Bremssysteme AG, München
Bereichsleiter Qualitätsmanagement und Logistik
– Etablierung der weltweiten Distributionslogistik
– …….
Besser:
1998-heute Internationaler zentraler Automobilzulieferer, München
Bereichsleiter Qualitätsmanagement und Logistik
– Etablierung der weltweiten Distributionslogistik
– …….

Ohnehin stellt sich allerdings die Frage, ob Brancheninsider in der Automobilindustrie eine offizielle Bewerbung riskieren oder nicht doch besser zu passender Gelegenheit im persönlichen oder telefonischen Gespräch und eher unverbindlich ihre Chancen abchecken oder diese von Kontaktpersonen in dem jeweiligen Unternehmen checken lassen.

Als Quereinsteiger in der Automobilindustrie bewerben

Wie gelingt es einem Quereinsteiger, sich für die Automobilindustrie interessant zu machen? Branchenfremde Bewerber sollten in erster Linie in Anschreiben und Lebenslauf in der Branche übliche Vokabeln zu verwenden. So soll beim Leser die Phantasie entstehen, der Bewerber passt zur Branche und Position. Um ein Gefühl für das „richtige Vokabular“ zu bekommen, sollten sich Quereinsteiger über die Branche und passende Stellenanzeigen hinreichend informieren. Wer aus einer anderen Branche kommt, sollte auf jeden Fall Begrifflichkeiten vermeiden, die außerhalb der eigenen Branche nichtssagend oder sehr stark interpretationsbedürftig sind. Mit der Bewerbung wird dann der verkehrte Branchenbezug vermittelt.
Beispiel:

2013-heute Maier&Müller, Hamburg
Konstrukteur von Geschirrspülmaschinen
– Eigenverantwortliche Bearbeitung der Maschinen 4711/4712
– …….
Besser:
2013-heute Aktueller Arbeitgeber, Hamburg
CATIA V4/5 Konstrukteur
– Eigenverantwortliche Bearbeitung von Teilprojekten
– …….

Weiter oben wurde bereits festgestellt, dass sich die Automobilindustrie gegenüber Neulingen und Quereinsteigern eher distanziert zeigt. Relativ leicht haben es dabei nur Quereinsteiger aus den vorgelagerten und den wesensverwandten Branchen. Quereinsteiger aus anderen Branchen müssen sich schon einige Argumente vorweisen, weshalb sie mit ihrem Werdegang und ihren Erfahrungen in die Automobilbranche passen. Ohne umfangreiche Vorabrecherchen zur Branche und ggf. passende Weiterbildungsmaßnahmen wird dies kaum gelingen.

Als Berufseinsteiger in die Automobilindustrie

Absolventen sollten in der Bewerbung einen Bezug zur Automobilindustrie herstellen. In einem Anschreiben könnte sich etwa die Passage wieder finden:

„Ich bewerbe mich als Diplom-Ingenieur, der bereits erste Teilprojekte in der Automobil/-zulieferindustrie während seiner umfangreichen Praktika bearbeitet hat. Mit den aktuell in der Branche eingesetzten Entwicklungs- und Konstruktionstools kenne ich mich gut aus:

FEM Tools: LS-DYNA, Medina, Hypergraph, Animator

CAD: CATIA V5, AutoCAD Mechanical, AutoCAD, Pro E

Programmiersprachen: Fortran 77, C/C++

In den Teilprojekten ging es um Komponenten für Marken wie Audi, BMW, Mercedes u.a.“

Im Lebenslauf würden sich die Praktika entsprechend wieder finden. Aber auch mit Hobbys kann gepunktet werden. Wer sich z.B. in der Freizeit mit der Restaurierung von Oldtimern beschäftigt und in der Automobilindustrie starten möchte, hat ein passendes und branchenbezogenes Hobby, das im Lebenslauf nicht fehlen sollte.

Gehalt in der Automobilindustrie

Zum Thema Gehalt in der Automobilindustrie sei an dieser Stelle auf die Gehaltsstudie von ingenierukarriere.de verwiesen.

Die Automobilindustrie befindet sich in der Studie unter dem Fahrzeugbau. Die Studie liefert u.a. Jahresgehälter nach Position und Tätigkeitsbereich. Hieran können sich Ingenieure die in die Automobilbranche hinein wollen bzw. innerhalb der Branche wechseln wollen, orientieren. Auf jeden lassen sich über alle Positionen der Branche recht gute Gehälter für Fach- und Führungskräfte ablesen.

Beispiele – Positionen

Fachpositionen in der Automobilindustrie

In der Automobilindustrie gibt es folgende Fach- und Führungspositionen:Projektingenieur (Zulieferindustrie)

  • Anlaufbetreuung, Schnittstelle, PDM-Aufbau für ein bestimmtes Fahrzeug
  • Selbständige Projektbearbeitung, technische Kundenbetreuung
  • Ideenfindung bzw. Anstoß für Neu-/Weiterentwicklung
  • Durchführung und Leitung von Entwicklungsprojekten
  • Überwachung und Koordination der Entwicklungen – Freigaben
  • Erprobung von Prototypen

Versuchsingenieur (Hersteller)

  • Versuchsplanung, Beschaffung des Prüfequipments
  • Durchführung von Festigkeitserprobung, Lebensdauererprobung
  • Beanspruchungsmessung im Fahrzeug – statisch, dynamisch
  • Durchführung von Prüfstandsversuchen, Dokumentation
  • Fahrzeugerprobung auf Schlechtwegstrecken
  • Ausführen von Festigkeitsmessungen: Werkstoffe, Leichtbau
  • Koordination der Festigkeitserprobung im Unternehmen und mit Zulieferern
  • Zusammenarbeit mit Konstruktion, Labor, Werkstätten

Account-Manager (Zulieferindustrie)

  • Vertrieb aller Produkt des Zulieferers an einen Fahrzeughersteller
  • Koordination von allen Anwendungsaktivitäten für den Kunden
  • Kontaktperson zu Beschaffung, Entwicklung, Qualität beim Kunden
  • Ausbau der Beziehung zum Kunden und der Durchdringung des Kunden
  • Ausarbeiten von Kalkulationen, Angeboten ggf. führen von Vertragsverhandlungen

Qualitätsingenieur (Zulieferindustrie)

  • Eingangsprüfung von Kaufteilen mit dem CAQ-System
  • Beurteilen und lösen von Lieferantenqualitätsproblemen
  • Produktbegleitung in der Prozess- und Qualitätsplanung
  • Qualitätssicherung der Bauteile – Anlauf- und Serienbetreuung
  • Einführen, anwenden, optimieren von QM-Tools und -Systemen
  • Auditierung von Prozessen – intern und extern
  • Erstellung von Prüfplänen und Prüfdokumentationen
  • Aufnahme auftretender Fehler beim Kunden, Fehlerbehebung

Fertigungsplaner/Betriebsingenieur (Hersteller)

  • Planung/Simulation automatisierter Schweiß-/Montageanlagen
  • Optimierung des Outputs und der Taktzeit der Anlagen
  • Erstellen von Änderungsbewertungen, Kalkulationen
  • Einstellung vorhandener Anlagen auf neue Produkte
  • Ausarbeitung von Montageabläufen
  • Mitarbeit in den Serienanlaufteams
  • Betreuen der Roboterlinien
  • Erhöhung der Produktions- und Prozesssicherheit

Entwickler (Zulieferindustrie)

  • Auslegung und Design von Komponenten
  • Berechnung und Optimierung von Konstruktionen
  • Ausarbeitung von Lösungskonzepten
  • Bewertung von Konzepten, Entwürfen, Konstruktionen
  • Bewertung der Betriebsfestigkeit und -sicherheit
  • Simulationen durchführen und mit Versuchsergebnissen überprüfen
  • Durchführen von CAE-Berechnungen
  • Planung und Ausführung von Labortests, Ergebnispräsentation

Führungspositionen in der Automobilindustrie

Programm-Manager (Zulieferer)

  • Alleinige Verantwortung für die kundenspezifischen Entwicklungen
  • Koordination: Kunde, Verkauf, Einkauf, Technik, Zulieferer
  • Leitung der SDT-Teams (Simultaneous Development Team)
  • Gesamtprojektleitung, Verantwortung der Bauteileentwicklung
  • Einhaltung der Anforderungen: Kunde, Vertrieb, Produktion
  • Technische Kundenbetreuung von Prototyp bis Serienanlauf
  • Erarbeitung von technischen Spezifikationen mit dem Kunden
  • JIT-Werk: Serienbetreuung, Implementierung von Änderungen
  • Einleitung Muster-/Serienaufträge in die Produktionsstätte

Sales-Manager (Zulieferindustrie)

  • Erforschung/Analyse Kundenbedürfnisse+Produktmöglichkeiten
  • Kommunikation über Änderungen Kundenprodukte/-prozesse
  • Disziplinarische Führung eines Teams, Mitarbeit Unternehmensstrategie
  • Bewertung von Kundenanforderungen, Kalkulation, Angebot
  • Festsetzung Preise+Konditionen für Kunden, Targets f. Einkauf
  • Moderator zwischen internen und externen Funktionsbereichen
  • Mitsteuerung der Produktentwicklung
  • Entscheidungsvorbereitung (Top-Management) für Produktgewinnung
  • Produktpräsentationen (neue Lösungen) intern und bei Kunden

Produktionsleiter (Zulieferindustrie)

  • Verantwortung für Produktion, Planung, Controlling der Fertigung
  • Realisierung von Neuanlagen von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme
  • Zuständig für die interne Logistik, einschließlich Lagerhaltung
  • Wartung und Instandhaltung der Gebäude und Anlagen
  • Durchführen von Budget-/Investitionsplanung und deren Kontrolle
  • Personalbeschaffung: Stammpersonal, Abdeckung von Bedarfsspitzen
  • Führung der gewerblichen und angestellten Mitarbeiter
  • Optimierung der Produktion: Prozesse und Anlagen
  • Mitarbeit an den Produkt FMEA´s, Betreuung des QM-Audit-Prozesses

Abteilungsleiter Versuch (Hersteller)

  • Verantwortung: Betriebsfestigkeit, Haltbarkeit, mechanische Funktionen
  • Personal-, Budget- und Zeichnungsverantwortung, Projekte
  • Konstruktive Optimierung der Fahrzeuge für deren weltweite Einsetzbarkeit
  • Effiziente, termingerechte Abwicklung von Projekten im In-/Ausland
  • Mitentwicklung und Optimierung aller Fahrzeuge und Komponenten
  • Entwicklung von Verfahren zur Lebensdauererprobung usw.
  • Optimierung der Prozesskette vom Versuchsauftrag bis zur Umsetzung im Fahrzeug
  • Festlegung der Sollwerte für die Erprobungsmaßstäbe
  • Mitarbeit in Verbänden, Arbeitskreisen, Forschungsprojekten

Die gewählten Aufgabenbeschreibungen sind lediglich Beispiele. Sie sind weder repräsentativ noch bilden sie die gesamte Bandbreite der Automobilindustrie ab. Fakt ist, dass auch in der Automobilbranche die typischen Berufsfelder für Ingenieure sehr stark auftreten. Eine gewisse Besonderheit stellt das Berufsfeld Projektmanagement dar.

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