19.03.2015, 01:00 Uhr

Referenzen richtig nutzen

Um mit seiner Bewerbung aufzufallen, helfen persönliche Referenzen. Sie liefern Informationen aus erster Hand und überzeugen – wenn sie richtig eingesetzt werden.

Wie Referenzen richtig nutzen?

Wie Referenzen richtig nutzen?

Foto: panthermedia.net/kues

Als Referenz versteht man eine persönliche Empfehlung. Sie kann schriftlich vorliegen oder als Hinweis auf einen Ansprechpartner in den Bewerbungsunterlagen vermerkt sein. Im Gegensatz zu einem Zeugnis unterliegt die Referenz keinen formalen Anforderungen und kann somit wesentlich freier formuliert werden. Auch gegenüber einem Empfehlungsschreiben haben Referenzen einen entscheidenden Vorteil: Sie können thematisch eingegrenzt werden und speziell auf den jeweiligen Empfänger ausgerichtet sein. So sind sie ein flexibles Instrument zur Eigenwerbung und dabei stets authentisch.

Wann und wo sind Referenzen sinnvoll?

Aussagekräftige Referenzen sind insbesondere für Freiberufler unverzichtbar, weil sie wie ein klassisches Zeugnis für einen Angestellten wirken. Wer die Referenz eines Projektanbieters vorweisen kann, schärft damit auf verlässliche Art sein eigenes Profil. So können Selbstständige die Weiterbeschäftigung bei einem Folgeprojekt sichern oder den eigenen Marktwert verbessern. Aber auch Festangestellte können Referenzen weiterhelfen, da sie eine persönliche Einschätzung aus erster Hand liefern.

Auf persönliche Empfehlungen greifen Personalverantwortliche oder Projektanbieter vor allem dann zurück, wenn der Mitarbeiter in spe in seiner neuen Rolle Verantwortung übernehmen soll. „Je komplexer die Anforderungen des neuen Jobs sowie mit wachsender Budgetverantwortung, desto wichtiger sind Referenzen“, erklärt Oliver Kowalski, Director Contracting beim Personaldienstleister Hays. Denn ab einer bestimmten Position lohnt es sich für Personaler, Informationen einzuholen, die über formale Bewertungsbekundungen hinausgehen.

Wer Referenzen einsetzen möchte, sollte sich daher gut überlegen, wen er als Referenzgeber auswählt. Empfehlungen liebgewonnener Mitarbeiter oder geschätzter Kollegen, womöglich aus einem temporären Projekt, werfen zu wenig Gewicht in die Waagschale. Ideal sind dagegen Vorgesetzte, Projektverantwortliche oder Mentoren, mit denen der Beworbene über einen gewissen Zeitraum zusammengearbeitet hat. Bei den Einsatzmöglichkeiten persönlicher Empfehlungen sind kaum Grenzen gesetzt. In Bewerbungsunterlagen können Referenzen als Kontakt im Anschreiben benannt oder im Lebenslauf aufgelistet werden. Wer die Referenzen zu allgemeinen Profilierung nutzen möchte, kann seine professionellen Profile in sozialen Netzwerken oder die eigene Webseite damit bestücken.

Welche Fehler sollte man vermeiden?

Referenzen können sich nur positiv auswirken, wenn sie von geeigneten Personen stammen und richtig positioniert werden. Dabei sollte man Nachlässigkeiten sowie unangenehme Fehler vermeiden.

  • Informieren sie ihren Fürsprecher darüber, wenn sie ihn für eine Referenz vorsehen und sprechen sie auch mit ihm ab, ob die Referenz ausschließlich in ihren Bewerbungsunterlagen auftauchen soll, die in der Regel vertraulich zu behandeln sind, oder ob sie im Internet veröffentlicht wird.
  • Achten sie darauf, dass sie den Referenzen aktuelle Kontaktdaten zuweisen. Wenn ihr ehemaliger Vorgesetzter die Abteilung wechselt, sollten sie seine Telefonnummer anpassen. Auch welche Position der angegebene Kontakt bekleidet, bzw. während ihrer Zusammenarbeit innehatte, sollte vermerkt sein.
  • Legen sie fest, zu welchen Themen der Referenzgeber Auskunft geben kann und zu welchen eher nicht. Eine allgemeine Einschätzung zu ihrer Person sollte jede Referenz beinhalten. Erwähnen sie darüber hinaus aber, wenn der Ansprechpartner konkrete Informationen über ihre Fachkenntnisse, z.B. im Bereich energetische Gebäudesanierung, bereithält.
  • Suchen sie keinen Referenzgeber aus, den sie nicht einschätzen können, nur weil er eine interessante Position in dem Projekt oder dem Unternehmen bekleidet hat, um das es ihnen geht. Stellen sie stattdessen sicher, dass die Ansichten des Referenzgeber und ihre Eigendarstellung zueinander passen.

Was Referenzgeber wissen sollten

Die großen Vorteile einer Referenz, dass sie nämlich keinen formalen Vorgaben entsprechen muss, birgt auch Gefahren. Im persönlichen Gespräch zwischen ehemaligem Vorgesetzten und neuem Projektanbieter können plötzlich Zwischentöne auftauchen, die aus einem Zeugnis fein säuberlich herausgehalten worden wären. Nicht nur derjenige, der um eine Referenz bittet, sondern auch derjenige, der sie abgeben soll, muss sich über die Konsequenzen seiner Entscheidung bewusst sein. Kowalski sagt, er vertraue einem Referenzgeber, der aus erster Hand berichtet, was den Bewerber auszeichnet. Daraus folgt aber auch, dass er sich auf ihn verlässt. Wenn er anschließend schlechte Erfahrungen mit dem Angestellten oder dem Projektmitarbeiter macht, wird er sich an dessen Referenzgeber erinnern. Wer also eine Referenz aus Gefälligkeit vergibt und damit falsches Zeugnis ablegt, disqualifiziert sich selbst. In diesem Fall ist Gutmütigkeit fehl am Platz.

Um eine gute Referenz abzugeben, müssen zwei wichtige Bedingungen erfüllt sein:

  • Erstens sollte man dem potenziellen Empfänger der Referenz, also einem neuen Arbeitgeber oder Projektträger, etwas Fundiertes mitteilen können. Überlegen sie, was sie gerne über einen unbekannten Bewerber erfahren würden, wenn sie Informationen aus erster Hand angeboten bekämen.
  • Zweitens sollte man mit dem Mitarbeiter, den man weiterempfiehlt, tatsächlich zufrieden gewesen sein. Eine durchwachsene Referenz bringt dem Betroffenen nichts und macht den Referenzgeber in seiner Rolle als Empfehlenden unglaubwürdig.

Nur, wer diesen zwei Punkte zustimmen kann, sollte der Bitte nach einer persönlichen Empfehlung tatsächlich nachkommen. Denn wenn die Kontaktdaten erst einmal weitergereicht sind, werden die meisten Unternehmen diese Möglichkeit auch nutzen.

Tipp:
Selbstmarketing im Internet

 

Von Lisa Schneider

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