Bewerbung 05.07.2016, 00:00 Uhr

Mit einer starken Initiativbewerbung können Ingenieure punkten

Eine Initiativbewerbung als Ingenieur ist durchaus sinnvoll. Allerdings sollten nicht einfach 0815-Standardbewerbungen an eine Reihe von Arbeitgebern verschickt werden, denn einfallslose Anschreiben wirken eher abschreckend. Gehen Sie systematisch vor!

Eine Initiativbewerbung beginnt mit Recherche.

Eine Initiativbewerbung beginnt mit Recherche.

Foto: panthermedia.net/Rawpixel

Ein 0815-Anschreiben wirkt abschreckend auf potenzielle Arbeitgeber: „Ich bin Diplom-Ingenieur und habe Erfahrungen auf den Gebieten XYZ. Prüfen Sie doch bitte, ob Sie eine entsprechende Vakanz in Ihrem Hause haben. Über ein Gespräch würde ich mich freuen.“ So geht es natürlich nicht.

Die Initiativbewerbung eines Ingenieurs beginnt mit einer Recherche

Um ein gutes Anschreiben für eine Initiativbewerbung als Ingenieur formulieren zu können, ist eine systematische Vorgehensweise notwendig. Die gründliche Informationssuche nach möglichem Personalbedarf der interessanten Unternehmen, Branchen und Funktionsbereiche steht dabei am Anfang. In Erfahrung gebracht werden sollte: Was bewegt das Unternehmen, die Branche, den Funktionsbereich?

In welchen Bereichen besteht Personalbedarf? Welche Aufgaben sind dort zu lösen? Welche fachlichen und persönlichen Schlüsselqualifikationen sind gefragt? Im Anschreiben der Initiativbewerbung des Ingenieurs sollten dann Problemlösungen angeboten werden. Die größten Chancen hat die Bewerbung, wenn sich der Kandidat als kompetent im Hinblick auf die entscheidenden Aufgabenstellungen des Unternehmens präsentieren kann.

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Die Initiativbewerbung eines Ingenieurs muss Interesse demonstrieren

Abschreckend sind auch Anschreiben, in den einfach nur heruntergebetet wird, was der Bewerber kann und was er sucht. Das macht fast jeder Initiativbewerber, und die Personaler sind schnell motiviert, solch eine Initiativbewerbung eines Ingenieurs gleich wieder zu löschen oder zur Seite zu legen. Das werden sie vermutlich auch dann tun, wenn der Kandidat eine persönliche Problemlage als entscheidenden Hintergrund für seine Bewerbung erkennen lässt: „Da mein Arbeitgeber aufgrund eines zweistelligen Auftragseinbruchs den Produktionsbereich verkleinert, möchte ich mich beruflich verändern!“

Diese Begründung ist ungeeignet, da sich Unternehmen nicht als soziale Einrichtungen sehen, um Bewerber aus Notlagen zu befreien. Unternehmen sind mehr denn je nüchterne, auf Profit ausgerichtete Institutionen, die Einstellungen ausschließlich nach rationalen Gesichtspunkten vornehmen. Interesse weckt daher eine Initiativbewerbung eines Ingenieurs mit gefragten Schlüsselqualifikationen.

Hier finden Sie alle Tipps zum Anschreiben und Muster-Bewerbungsschreiben für Ingenieure!

Für die Initiativbewerbung eines Ingenieurs aktuelle Probleme identifizieren

Nur im Rahmen einer intensiven Vorabrecherche finden Kandidaten heraus, was in einem Unternehmen oder in bestimmten Funktionsbereichen geht oder auch nicht geht. Mit etwas Kreativität sollte es jedem Bewerber gelingen, aktuelle Probleme etwa in der Produktion, dem Vertrieb, dem Einkauf, dem Projektmanagement und so weiter zu erkunden, um hierauf das Anschreiben der Initiativbewerbung maßzuschneidern.

Die Initiativbewerbung des Ingenieurs sollte namentlich an eine Führungskraft im Unternehmen gerichtet sein, da Personaler oftmals bei Ingenieurbewerbungen nicht den fachlichen Background haben, die Bewerber den offenen Stellen richtig zuzuordnen. Ein Beispiel: Es wird in einem Unternehmen ein Konstrukteur für Turboverdichter gesucht. Die Initiativbewerbung enthält dieses Wort nicht, sondern Begriffe wie Strömungsmaschinen, mechanische Antriebstechnik und -systeme, Getriebe, mechanische Auslegung und Berechnung, Strömungstechnik, Kompressoren, Turbinen, Rotationsverdränger, Thermodynamik, Fluidverfahrenstechnik oder Wärme- und Kältetechnik.

Die Initiativbewerbung eines Ingenieurs an den Chef richten

Der durchschnittliche Personalreferent wird kaum in der Lage sein, diese Begriffe den Turboverdichtern zuzuordnen. Die Initiativbewerbung des Ingenieurs geht wahrscheinlich postwendend an den Bewerber zurück. Am besten ist es, wenn die Bewerbung an die oberste Führungskraft gerichtet wird, in dessen Kompetenzbereich der Kandidat arbeiten möchte, also etwa an den Leiter Forschung und Entwicklung, den Geschäftsführer Produktion und Technik et cetera. Diese sind dann eher in der Lage, technische Inhalte der Bewerbung mit den Anforderungsprofilen abzugleichen.

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