Karrierestrategie 02.09.2016, 00:00 Uhr

Trend: Rosige Aussichten für Elektroingenieure

Ingenieure der Elektrotechnik haben das Know-how, der Digitalisierung in den Unternehmen Leben einzuhauchen. Darum sind sie die gefragtesten Fachkräfte.

Die Digitalisierung schafft Fachkräftebedarf.

Die Digitalisierung schafft Fachkräftebedarf.

Foto: iStock / Thinkstock

Produktionsstätten, Häuser, ganze Städte werden smart. Alles wird vernetzt, verkabelt und mit Sensorik ausgestattet. Jedes noch so kleine Ding wird eines Tages kommunizieren mit den kleinen und großen Dingen um sich herum und jenen in der Servicestation hunderte Kilometer entfernt.

Mit diesem allumfassenden Einzug der Digitalisierung steigt der Bedarf an Frauen und Männern mit elektrotechnischer Ausbildung. Und zwar so stark, dass die deutschen Hochschulen ihn selbst nicht befriedigen können, so das Ergebnis einer Studie des Instituts für Wirtschaft in Köln im Auftrag des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) in Kooperation mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Demnach werden in den kommenden zehn Jahren 100.000 Fachkräfte mit Elektroingenieurausbildung mehr benötigt als der deutsche Arbeitsmarkt bieten wird.

Wie viel verdienen Elektroingenieure?

Elektroingenieure in Deutschland

Die letzten verfügbaren Daten von 2013 gehen davon aus, dass 2013 rund 512.500 Elektroingenieurinnen und -ingenieure in Deutschland lebten. Davon waren drei Viertel erwerbstätig – als abhängig Beschäftigte, Lehrkräfte, Führungspersonal oder Selbstständige, 2% der Elektroingenieure im Ingenieurberuf waren arbeitslos.

Ein Großteil der Nicht-Erwerbspersonen war im Ruhestand. Zwar arbeitet noch jeder zehnte Elektroingenieur auch im Alter von über 64 Jahren weiter, dem stehen aber viele Rentner entgegen, die sich bereits im Alter von 56 Jahren aus dem Arbeitsleben zurückziehen.

Der Arbeitsmarkt verlangt nach Elektroingenieuren

Die Jobdatenbank von ingenieurkarriere.de zeigt, dass Elektroingenieure bereits heute zu den meistgesuchten Fachkräften gehören. Allein in den letzten sieben Tagen wurden dort deutschlandweit 100 Positionen für studierte Elektroingenieure angeboten: ob als Trainee in der Elektronikentwicklung, als Projektingenieur in der Leittechnik oder Manager für Regulierungsfragen.

Der Vorteil ihres Wissens ist, dass es in nahezu jeder Branche gebraucht wird. So sind die Elektroingenieure in der Elektroindustrie, im Baugewerbe, der Energie- und Wasserversorgung sowie im Fahrzeug- und Maschinenbau zu Hause. Ebenso viele Erwerbstätige E-Ingenieure wie die Industrie weist jedoch der Dienstleistungssektor auf. Ob in den wissensintensiven technischen Dienstleistungen, als Erzieher und Lehrkräfte oder Informations- und Kommunikationsfachleute: Elektroingenieure sind Tausendsassas.

Hohe Nachfrage stabilisiert das Gehaltsniveau

Der klassischen Theorie folgend, steigt mit der Nachfrage auch das Angebot. In unserem Fall hieße das: Verlangt der Arbeitsmarkt nach mehr Elektroingenieuren, sind die Unternehmen auch bereit, für den benötigten Fachmann oder die benötigte Fachfrau ein üppiges Gehalt hinzublättern. Der Verdienst für Neulinge in der Elektroindustrie ist die letzten Jahre stetig gestiegen, wie die Gehaltsstudie von ingenieurkarriere.de nahelegt.

Eine generelle Aussage lässt sich anhand dieser Angaben aber nur schwer treffen, da das Gehalt von so vielen Faktoren beeinflusst wird. Etwa der Branche, der Position, der Berufserfahrung, der Größe des Arbeitgebers, der Region und, und, und. Ingenieure der Elektrotechnik werden künftig dennoch immer weniger Zurückhaltung in den Gehaltsgesprächen üben müssen.

Kluge Köpfe werden auch im Ausland gesucht

Der Bedarf an Nachwuchs ist angesichts der Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt gigantisch. Jedes Jahr dürften etwa 10.000 Ingenieure der Elektrotechnik gesucht werden, ein Bedarf, der schon heute die Zahl der heimischen Absolventen übersteigt.

In der Folge werden wohl noch mehr Ingenieure aus dem Ausland angeworben werden. Schon 2013 hatten rund 10% aller erwerbstätigen Elektroingenieure einen ausländischen Abschluss in der Tasche, viele kamen aus Südeuropa. Dieser Trend wird sich fortsetzen.

Tipp:
Arbeitsbedingungen für Ingenieure in der EU

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