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Wie mache ich als Ingenieur Karriere im Zeitalter der Digitalisierung?

Mit der zunehmenden digitalen Vernetzung ändern sich Berufe immer schneller, gerade auch im Bereich der Ingenieurwissenschaften. Wir möchten in diesem Blogbeitrag einen Fokus auf die Auswirkungen der Digitalisierung im Ingenieurberuf richten.

Wie macht man als Ingenieur Karriere im Zeitalter der Digitalisierung? Foto: panthermedia.net/EdZbarzhyvetsky

Wie macht man als Ingenieur Karriere im Zeitalter der Digitalisierung?

Foto: panthermedia.net/EdZbarzhyvetsky

Wie mache ich als Ingenieur Karriere im Zeitalter der Digitalisierung? Bevor wir uns dieser Frage widmen, muss zunächst geklärt werden, was wir unter Digitalisierung eigentlich genau verstehen. In erster Linie bedeutet Digitalisierung die Umwandlung von analogen Daten (Text, Bild, Video, Ton) in digitale Daten. Von nahezu jedem Ort und zu jeder Zeit können diese digitalen Daten abgerufen, verarbeitet und archiviert werden. Mit dem Internet der Dinge werden selbst Gegenstände „smart“, indem quasi jeder beliebige physische Gegenstand mit dem Internet verbunden werden kann. Damit erreichen wir eine neue Stufe der Vernetzung, die nicht nur das alltägliche Leben beeinflusst, sondern die auch Einzug in die Wirtschaft hält bzw. maßgeblich von ihr vorangetrieben wird.

Die Digitalisierung in der Wirtschaft

Im Rahmen von Industrie 4.0 bedeutet Digitalisierung die umfassende Vernetzung der Produktion, in der künftig alles autonom miteinander kommuniziert: Teile, Maschinen und Anlagen. Dadurch wird die Automatisierung in der Produktion weiter immens zunehmen, was die Arbeitstätigkeiten mitunter stark verändern wird und zu einer Verschiebung der Arbeitsinhalte führt. Entgegen vieler Befürchtungen glauben wir nicht an das „Ende der Arbeit“ durch die Digitalisierung. Wichtig ist, neue Technologien so einzusetzen, dass sie den Menschen bei der Arbeit unterstützen und nicht ersetzen. So entstehen Räume für völlig neue Tätigkeiten, für die es gilt, Arbeitskräfte „digitalisierungsfit“ zu machen.

Ingenieure stehen vor neuen Herausforderungen

Für die Ingenieurinnen und Ingenieure von morgen eröffnet der digitale Wandel neue Perspektiven, aber er stellt sie auch vor neue Qualifikationsanforderungen. Konkret bedeutet das etwa, dass IT- und Softwarekenntnisse künftig unverzichtbar werden. Die Grenzen zwischen den Disziplinen Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik werden mehr und mehr verwischt. Gleichzeitig wird der Einfluss der Produktions-IT insgesamt zunehmen. Besonders Software-Ingenieure werden daher in der „Smart Factory“ sehr gefragt sein.

Außerdem werden industrielle Anlagen aufgrund der zunehmenden Vernetzung von Geräten und Systemen noch komplexer werden. Ingenieurinnen und Ingenieure stehen vor der Herausforderung, solche Anlagen zu entwickeln, zu projektieren und in Betrieb zu nehmen. Sie müssen in der Lage sein, diese Komplexität zu beherrschen.

Soft Skills, Fremdsprachenkenntnisse und breiteres Überblickswissen sind gefragt

In der Industrie 4.0 wird außerdem eine Verschiebung der Bereiche Konstruktion, Entwicklung, Vertrieb, Service und Wartung erwartet. Dies hat zur Folge, dass Ingenieurinnen und Ingenieure mehr und mehr an Schnittstellen arbeiten, anstatt in ihren traditionellen Funktionsbereichen Forschung, Entwicklung und Produktion.

Für sie reicht daher nicht mehr, als ausschließlich technisch versierter Experte aufzutreten. Ingenieurinnen und Ingenieure müssen ihr Profil erweitern und sich breiter, d.h. interdisziplinärer aufstellen. Da die digitale Vernetzung international greift, sind Fremdsprachenkenntnisse unabdingbar. Auch muss sich der Ingenieur der Zukunft darauf einstellen, häufiger mit Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern zu kommunizieren, die keinen beruflich technischen Hintergrund haben. Hierbei helfen Soft Skills und ein breiteres Überblickswissen. Im Studium sollten Ingenieurinnen und Ingenieure also verstärkt auch mal „über den Tellerrand schauen“.

Vielen Dank für den interessanten Blogbeitrag. Hanna Büddicker ist Mitarbeiterin beim VDI e.V. und dort zuständig für PR und Öffentlichkeitsarbeit.

Hanna Büddicker

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