Karrierestrategie 03.12.2022, 12:01 Uhr

Jobwechsel: Wann lohnt sich die berufliche Neuorientierung?

Ein neuer Job geistert permanent in unseren Köpfen herum. Darauf jedenfalls deuten Umfragen zur Wechselbereitschaft der Deutschen hin. Zweifelsohne gibt es für einen Jobwechsel stets viele gute Gründe. Aber auch weniger gute…

Beförderung: Lieber zuerst durch indirekte Fragen beiläufig auf den Zahn fühlen.

Beförderung: Lieber zuerst durch indirekte Fragen beiläufig auf den Zahn fühlen.

Foto: panthermedia.net/pressmaster

Jobwechsel: Wann ist es Zeit den Job zu wechseln?

Es gibt im Wesentlichen zwei gute Gründe, den Job zu wechseln. Entweder Sie sind in Ihrer aktuellen Position unzufrieden – aus welchem Grund auch immer – und wollen nur noch weg. Oder Sie sind es nicht, haben aber die Gelegenheit zum Jobwechsel, eine verlockende und vielleicht sogar einmalige Chance.

Den richtigen Zeitpunkt für einen Jobwechsel gibt es nicht. Eine berufliche Neuorientierung in der Probezeit, in der Ihnen gewahr wird, in welches Irrenhaus Sie sich begeben haben, ist genauso legitim wie nach fleißiger, jahrzehntelanger Mitarbeit in der immergleichen Firma. Sie können nach ein, zwei oder drei Jahren eine neue Stelle antreten — oder nach 35 Jahren.

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Vorteile aus Bewerbersicht: Heuer sind Stellenwechsel sehr viel einfacher und auch vielversprechender als noch vor einigen Jahren. Für viele Jobs stehen immer wenige Bewerber zur Verfügung, außerdem erleichtern Online-Kanäle die Kontaktaufnahme und Stellensuche. Der Faktor Arbeitsplatzsicherheit tritt daher mehr und mehr in den Hintergrund.

Ob Sie sich letztlich für den Jobwechsel entscheiden, sollten Sie von mehreren Faktoren abhängig machen…

Wie viele Menschen wollen sich beruflich neu orientieren?

Mit den Gedanken sind viele schon woanders. Ein neuer Job ist es, der unentwegt in den Gedanken der Menschen herumschwirrt — behauptet jedenfalls die Jobbörse Stepstone. Angeblich denken 15 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland mehrmals pro Woche über einen Jobwechsel nach. Jeder zehnte sogar täglich. Auf diese erstaunlichen Zahlen ist die Stellenplattform im Rahmen einer Umfrage unter 18.000 Arbeitnehmern in Deutschland 2022 gekommen.

Laut der Wechselbereitschaftsstudie von Xing E-Recruiting und Forsa fassen vier von zehn Beschäftigten einen Wechsel ihres Arbeitsplatzes ins Auge. Von den 30- bis 39-Jährigen ist demnach sogar fast jeder Zweite bereit für einen Neuanfang. Geht man nach den Zahlen des Münchener HR-Softwareunternehmens Personio, dann wollen sechs von zehn der 18- bis 34-Jährigen in Deutschland innerhalb eines Jahres beruflich etwas Neues machen. Das Beratungsunternehmen Gallup wiederum attestiert einem Viertel aller Berufstätigen unmittelbare Wechselgelüste. Erweitert man den Wechsel-Horizont auf drei Jahre, dann planen sogar 42 Prozent der Beschäftigten einen Jobwechsel.

Und warum auch nicht? Die Perspektiven sind aktuell so gut wie selten. Doch nicht jeder Jobwechsel gelingt. Auf das Gesamtpaket und die Einzelheiten kommt es an…

Was sind gute Gründe für einen Jobwechsel?

Das sind 6 gute Gründe für einen Jobwechsel:

  • Schlechter Führungsstil

    Mitarbeiter kommen wegen des Jobs und gehen wegen des Chefs — ein Sinnspruch, mit dem sich sicherlich viele identifizieren. Umfragen deuten regelmäßig darauf hin, dass der Job-Frust vieler Arbeitnehmer hauptsächlich auf den oder die direkten Vorgesetzten zurückzuführen ist. Weil dieser Wertschätzung vermissen lässt, unklare Zielvorgaben macht oder konstruktives Feedback für eine Modeerscheinung hält. Wenn die Atmosphäre zwischen Chef und Mitarbeitenden von Geringschätzung oder Machtgehabe geprägt, eine dauerhafte Zusammenarbeit schier unerträglich ist, dann bleibt oft nur der Jobwechsel.

  • Geringes Gehalt

    Laut Umfrage der Hamburger Personalvermittlung Avantgarde Experts ist eine Gehaltserhöhung für 54 Prozent der Befragten das überragende Motiv für einen Jobwechsel. Erst recht, wenn das eigene Gehalt unter den branchenüblichen Vergleichswerten liegt. Erkleckliche Gehaltssprünge sind zudem oft nur bei einem Arbeitgeberwechsel realisierbar – ein Aspekt, der in Zeiten von hohen Inflationsraten an Bedeutung gewinnt. Darüber hinaus hat sich die Verhandlungsposition vieler Arbeitnehmer aufgrund der Fachkräfteengpässe in den vergangenen Jahren zusehends verbessert.

  • Miese Work-Life-Balance

    Eigentlich müssten die Bundesbürger mehr und länger arbeiten. Fachkräftemangel und demographische Faktoren belasten Wirtschaft und Sozialsysteme, machen Arbeitskraft immer wertvoller. Neben dem Job gibt es aber auch Partner, Kinder, Eltern, Freunde und Hobbys, denen man Zeit widmen muss und möchte. Eine bessere Work-Life-Balance, in der Beruf und Privatleben möglichst geschmeidig miteinander kombiniert werden kann, ist ein plausibler Grund für einen Jobwechsel. Das ist nicht zwingend gleichbedeutend mit weniger Arbeitsstunden. Auch flexible Arbeitszeiten oder Vertrauensarbeitszeit, Homeoffice-Optionen oder ein Arbeitszeitkonto können die Rahmenbedingungen im Einzelfall entscheidend verbessern.

  • Mangelnde Karriereperspektiven

    Wenn der Job eine Sackgasse ist… Ein Jobwechsel kann neue Perspektiven eröffnen, der Karriere den Schwung verleihen, den sie gebraucht hat – und notorische Langeweile im Arbeitsalltag vertreiben. Konkret ist der Wechsel in eine andere Branche manchmal ein Karrierebeschleuniger. Oder der Sprung auf eine leitende Stelle mit Budget- und Personalverantwortung, der man im Stammunternehmen vergeblich hinterhergejagt war. Auch kann das Angebot eines Weltkonzerns oder einer attraktiven Marke nicht nur schmeicheln, sondern der eigenen Karriere Rückenwind geben. Fahrlässig, wen man dann über einen Jobwechsel nicht zumindest nachdenkt.

  • Nachlassende Gesundheit

    „Dieser Job macht mich krank!“ Wenn Sie sich diesen Satz regelmäßig selbst sagen hören, denken Sie lieber über einen Stellenwechsel nach — erst recht, wenn Sie ihn ernst meinen. Dauerstress und notorische Überlastung sind Risikofaktoren, können die Anfälligkeit für Krankheiten erhöhen. Mobbing durch Vorgesetzte oder Kollegen greift die mentale Gesundheit an. Sobald gesundheitliche Nebenwirkungen auftreten, der Arbeitsalltag ernste körperliche oder psychische Probleme bereitet, dann ist es Zeit für eine berufliche Neuorientierung.

  • Familiäre Gründe

    Sie sind am Standort unglücklich, oder die Familie möchte in die Heimat zurück — oder in die Fremde aufbrechen. Ein Kita-Platz für den Nachwuchs ist nicht frei oder der Arbeitsweg bis zum Wohnort unendlich lang. Private oder familiäre Faktoren können die Gesamtsituation kaputt machen, möge der Job noch so erfüllend sein. Ein Jobwechsel ist ein möglicher Ausweg — aber gar nicht immer der einzige. So lassen sich einzelne Stolpersteine möglicherweise vorher im Gespräch mit dem Noch-Arbeitgeber aus dem Weg räumen. Vielleicht kann ja auch ein Standortwechsel, mehr Homeoffice oder die Übernahme anderer Aufgaben die Wende zum Besseren bringen.

Was sind keine guten Gründe für einen Jobwechsel?

Aus einer Laune heraus kündigen — das ist keine gute Idee. Der Chef fährt Sie unwirsch an, ein Kunde nervt kolossal oder das Kantinenessen lässt Sie innerlich explodieren. Frustrationen gehören zum Arbeitsleben wie der Dom zu Köln. Kein Job macht immer nur Spaß. Wer sich durch die kleinsten Hindernisse mental aus der Bahn werfen lässt, wird im nächsten Job genauso schnell umknicken. Ein Jobwechsel ist dann keine Lösung. Mit der nötigen Erfahrung und Routine lernt man, mit Rückschlägen besser umzugehen.

Stellen Sie sich vor einem möglichen Jobwechsel lieber diese Fragen und machen Sie Ihre Antworten zur Entscheidungsgrundlage:

  • Sind sie mit Ihrem Aufgabenbereich zufrieden?
  • Sind Sie im aktuellen Job überfordert oder unterfordert?
  • Streben Sie eine Position mit mehr (oder mit weniger) Verantwortung und Gestaltungsspielraum an?
  • Wollen Sie mehr oder weniger arbeiten?
  • Ist Ihr aktuelles Gehalt angemessen?
  • Wie gut können Sie Beruf und Familie vereinbaren?
  • Wie gut kommen Sie mit Ihren Arbeitskollegen klar?
  • Möchten Sie Wohnort oder Standort wechseln?
  • Welche Aufstiegsmöglichkeiten haben Sie in Ihrem Unternehmen?
  • Identifizieren Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber und Ihrem Job?
  • Reizt Sie eine andere Branche oder ein anderes Unternehmen?
  • Wie hat sich Ihre Aufgabenprofil – und ihre Zufriedenheit damit – in den vergangenen Jahren verändert?
  • Schafft Ihr Job einen Mehrwert?

Was muss ich bei einem Jobwechsel beachten?

Haben Sie sich für eine berufliche Neuorientierung entschieden? Dann sollten Sie diese wichtigen Aspekte bedenken:

In 4 Schritten: So gelingt der Jobwechsel

In 4 Schritten zum Jobwechsel — so geht’s:

  1. Entscheiden

    Erst alle potenziellen Vorteile und Nachteile gegenüberstellen, diese nach persönlichen Präferenzen gewichten, mögliche Konsequenzen bedenken, die Familie miteinbeziehen – und erst dann dann eine Entscheidung pro oder contra Jobwechsel fällen. Also nicht alleine aus dem Bauch heraus entscheiden, sondern mit einer großen Prise Ratio anreichern. Tatsächlich kann helfen, die berühmte Nacht darüber zu schlafen — oder zwei Nächte oder drei…

  2. Vorbereiten

    Ein Jobwechsel zieht sich für gewöhnlich über Monate hin. Planen Sie Ihre Schritte sorgfältig. Am Anfang steht eine Bestandsanalyse: Bei welchen Unternehmen möchten Sie sich bewerben, in welchen Städten, für welche Position, für welches Gehalt und über welche Bewerbungskanäle? Vor dem Beginn der Suche zunächst die Bewerbungsunterlagen auf Vordermann bringen — und Ihre Social-Media-Profile auf Xing und Linkedin.

  3. Vorbeugen

    Die Faustregel lautet: Erst den neuen Vertrag unterschreiben, dann den alten Job kündigen. Vorher ist eine Zusage nicht bindend, mündliches Versprechen hin oder her; das Risiko, mit leeren Händen dazustehen, real. Sobald Sie Ihre Unterschrift unter den Arbeitsvertrag gesetzt haben, informieren Sie Ihren Noch-Chef und reichen fristgerecht Ihr Kündigungsschreiben ein. Völlig unnötig ist es, verbrannte Erde zu hinterlassen — selbst wenn Sie das innere Bedürfnis haben, Ihrem Arbeitgeber eins auszuwischen. Mit Ihrem Jobwechsel setzen Sie ein klares Statement — das genügt.

  4. Antizipieren

    Ein Jobwechsel ist mit Unwägbarkeiten verbunden. Nicht alle großen und kleinen Problemchen können Arbeitnehmer zügig aus dem Weg räumen, manche aber schon. Was sie tun können: Sich umfassend in das Fachgebiet einlesen, insbesondere dann, wenn Sie als Quereinsteiger in einem neuen Beruf oder einer neuen Branche Fuß fassen wollen. Anfahrt und Arbeitsweg planen, den Dresscode des neuen Arbeitgebers erfragen. Das Onboarding Ernst nehmen, Ihren Mentor oder Ansprechpartner im Unternehmen mit Fragen bombardieren, um Hintergrundwissen aufzubauen. Dann steht der beruflichen Neuorientierung nichts mehr im Wege…

Wie lange sollte man bei einer Firma bleiben?

In Deutschland bleiben Arbeitnehmer nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchschnittlich 10,8 Jahre in demselben Job — eine lange Zeit. Zu lange?

Zu viele Jobwechsel entwerten den Lebenslauf. Dieser Zusammenhang gilt nach wie vor. Wer jedes halbe Jahr oder jedes Jahr die Stelle switcht, steigert nicht unbedingt den eigenen Marktwert. Arbeitgeber assoziieren damit Sprunghaftigkeit, Illoyalität, fehlende Ausdauer und Durchhaltevermögen — vielleicht ja nicht ganz zu Unrecht? Außerdem entstehen Unternehmen durch Jobhopper Kosten; immerhin muss jede Neueinstellung durch viele einzelne Arbeitsschritte eingeleitet werden. Viele Jobwechsel im Lebenslauf senden daher das Signal aus, dass der Arbeitgeber mit Mehraufwand rechnen muss — klar negativ.

Jobwechsel nach Betriebszugehörigkeit:

Ein volles Jahr sollten Arbeitnehmer im neuen Job durchhalten, auch bei kleineren und mittelschweren Widrigkeiten (bei eklatanten Problemen können sie selbstverständlich sofort die Reißleine ziehen). Dadurch signalisieren sie Resilienz und ein gewisses, gesundes Pflichtbewusstsein. Zudem sind viele erst nach einigen Monaten eingearbeitet, können ihren Job dann überhaupt erst zufriedenstellend ausfüllen. Wer immer frühzeitig die Brocken hinschmeißt, entwickelt sich nur schwerlich weiter — fachlich wie persönlich. Arbeitgeber schätzen Loyalität — das kann sich auch in Beförderungen oder Gehaltserhöhungen ausdrücken. Alle drei bis fünf Jahre den Job zu wechseln ist für Arbeitnehmer hingegen völlig unkritisch. Aber auch hier gilt: Sieht ein interessiertes Unternehmen in den ständigen Jobwechseln ein Muster, sucht aber einen Leistungsträger auf lange Sicht, nimmt es womöglich Abstand von einer Verpflichtung.

Jobwechsel nach Alter:

Speziell Berufseinsteiger müssen mitunter überdurchschnittlich oft den Job wechseln, bis sie eine Stelle gefunden haben, die ihren Erwartungen und Fähigkeiten entspricht. Am Anfang der Karriere sind häufige Stellenwechsel daher anders zu bewerten als in der Blüte des Arbeitslebens mit 40 oder 45 Jahren. Andererseits: Wer im fortgeschrittenen Alter oft wechselt, aber stets auf eine höhere Position, der hat gute Argumente, um die Veränderungen zu erklären. Zudem kommt es nicht nur auf den Rhythmus an, auch auf die Gesamtzahl. Ein Lebenslauf mit zehn Stationen in 15 Jahren — das könnte nach dem Geschmack mancher Firmenlenker ein bisschen zu viel des Guten sein.

Auch wenn der Zeitgeist in die andere Richtung läuft: Nicht spricht dagegen, lebenslang einer Firma treu zu bleiben, wenn man das denn möchte. Insbesondere in größeren Unternehmen haben Arbeitnehmer zudem Möglichkeiten, neue Aufgaben zu übernehmen oder in eine andere Abteilung zu wechseln. Hier sind auch Naturell und Lebenssituation entscheidende Parameter: Ein Typ, der risikobereit und ungebunden ist, wechselt sicherlich eher als ein risikoaverser Mensch, der auch privat fest in am Standort seines Arbeitgebers verankert ist…

Ein Beitrag von:

  • Sebastian Wolking

    Sebastian Wolking Porträt

    Sebastian Wolking ist freier Journalist und schreibt vorwiegend über Karrierethemen.

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