Shanghai Motor Show 17.04.2015, 09:51 Uhr

BMW-Tochter Mini zeigt Datenbrille für Autofahrer

Die BMW-Tochter Mini zeigt eine Augmented-Reality-Brille auf der Shanghai Motor Show: Es ist die erste Datenbrille, die mit dem Fahrzeug vernetzt ist. Sie liefert dem Autofahrer Informationen zu Navigation, Tempolimit und kann sogar beim Einparken helfen.

Die Datenbrille von BMW erinnert optisch an eine Fliegerbrille. Ob sie tatsächlich ihren Weg nach Deutschland findet, ist unklar.

Die Datenbrille von BMW erinnert optisch an eine Fliegerbrille. Ob sie tatsächlich ihren Weg nach Deutschland findet, ist unklar.

Foto: BMW

Es ist ein Blick in die Zukunft: Mini vernetzt erstmals Datenbrille und Fahrzeug. „Mini Augmented Vision ist das Zukunftsbild der intelligenten Vernetzung eines Fahrzeugs mit einer Brille, in die relevante Inhalte projiziert werden“, ist die BMW-Tochter überzeugt.

Die Datenbrille erinnert optisch an eine Fliegerbrille und projiziert Informationen ins Sichtfeld des Autofahrers: Angaben zu Geschwindigkeit, Tempolimit und Ähnliches werden im primären Sichtfeld angezeigt, immer an der gleichen Position oberhalb des Lenkrads. Der Verkehr bleibe damit weiterhin uneingeschränkt sichtbar, garantiert Mini. Gleichzeitig lassen sich Points of Interests wie beispielsweise freie Parkplätze oder interessante Orte entlang der Route sofort erkennen.

Datenbrille hilft beim Einparken

Ankommende SMS werden während der Fahrt zur Sicherheit nicht angezeigt. Lediglich ein kleines Symbol im Sichtfeld zeigt den Eingang einer Nachricht an. Das System kann dem Fahrer den Text dann vorlesen.

Im Sichtfeld des Autofahrers erscheinen Tempolimit und freie Parkplätze. Die Sicht auf den Verkehr soll dabei nie verdeckt sein.

Im Sichtfeld des Autofahrers erscheinen Tempolimit und freie Parkplätze. Die Sicht auf den Verkehr soll dabei nie verdeckt sein.

Foto: BMW

Die Datenbrille soll auch beim Einparken helfen: Eine im rechten Spiegel eingebaute Kamera liefert Videobilder, sodass der Fahrer den Abstand zu anderen Fahrzeugen und zum Randstein besser einschätzen kann. Es gibt sogar einen virtuellen Blick. Er blendet kurzzeitig Fahrzeugteile wie die Türen aus, sodass auch verdeckte Bereiche sichtbar werden.

Einsatz in Deutschland ist umstritten

Doch ob die Datenbrille tatsächlich eingesetzt werden kann, ist unklar. Großbritannien beispielsweise verbietet das Tragen einer virtuellen Brille während der Autofahrt. Auch in den USA und in Deutschland ist ihr Einsatz noch umstritten. Starkes Ablenkungspotential ist der Grund.

Ein virtueller Blick blendet Fahrzeugteile aus: Der Fahrer kann dann beispielsweise durch die Tür einen Hund auf dem Bürgersteig erkennen.

Ein virtueller Blick blendet Fahrzeugteile aus: Der Fahrer kann dann beispielsweise durch die Tür einen Hund auf dem Bürgersteig erkennen.

Foto: BMW

Entwickelt wurde die Datenbrille gemeinsam mit dem Halbleiter-Spezialisten Qualcomm. Das Design der Brille lieferte das amerikanische Designzentrum von BMW, Designworks. Zu sehen ist ein Prototyp auf der Shanghai Motor Show vom 22. bis 29. April.

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