LED-Technik zum Aufstecken 26.03.2014, 07:50 Uhr

Kalifornier entwickeln Bremslicht und Warnblinkanlage fürs Rad

Jetzt, wo kalifornische Entwickler ein Bremslicht für Radfahrer vorgestellt haben, fragt man sich: Wieso gibt es das nicht schon lange? Und auch die nächste Idee der amerikanischen Fahrradfans ist überzeugend: Blinker und Warnblinkanlage fürs Rad.

Bremslichter fürs Fahrrad: Zwei LED-Streifen, die auf ein Schutzblech montiert werden, erzeugen vor allem nachts einen auffallenden Effekt. Bremsende Radfahrer werden sicher nicht mehr übersehen. Auch als Blinker lassen sich die beiden LED-Streifen nutzen.

Bremslichter fürs Fahrrad: Zwei LED-Streifen, die auf ein Schutzblech montiert werden, erzeugen vor allem nachts einen auffallenden Effekt. Bremsende Radfahrer werden sicher nicht mehr übersehen. Auch als Blinker lassen sich die beiden LED-Streifen nutzen.

Foto: Revolights

Aber es ist nahe liegend, dass die US-Boys in San Francisco an der kalifornischen Sonnenküste nicht einfach ein Bremslicht ans Schutzblech montieren. Revolights Arc heißt das Bremslicht, und ist eigentlich ein Bogen.

Ein Sensor überwacht die Drehung des Hinterrades

Die runde Form des Hinterrades nimmt der Lichtbogen „Arc“ auf und leuchtet knallrot in der Nacht wie ein strahlender Halbmond. Dafür werden zwei Streifen mit LED-Leuchten auf das hintere Schutzblech des Fahrrads gesteckt. Ein Sensor misst die Umdrehungen des Hinterrads. Bremst der Fahrer, leuchten die Streifen auf. Ist das Licht bereits vorher angeschaltet, leuchtet es heller – genau wie beim Auto.

Derzeit sammeln die Entwickler der Firma Revolights in San Francisco Geld ein, um das Bremslicht für Radfahrer auf den Markt zu bringen.

Derzeit sammeln die Entwickler der Firma Revolights in San Francisco Geld ein, um das Bremslicht für Radfahrer auf den Markt zu bringen.

Foto: Revolights

Revolights Arc kann auch in einen Blinkmodus eingestellt werden. Auch hier zeigt das Licht das Bremsen an: Die Blinkfrequenz erhöht sich. Den nötigen Strom für die Leuchtstreifen liefert ein Lithium-Ionen-Akku, der über einen USB-Port aufgeladen wird – etwa am heimischen Rechner. Revolights, Hersteller von Fahrradbeleuchtung in Kalifornien, bietet Arc auch für Fahrräder ohne eigenes Schutzblech an – für sie gibt es ein leicht installierbares Schutzblech mit bereits montierten Leuchten.

Kickstarter-Kampagne soll 100.000 Dollar einspielen

Noch allerdings ist das Bremslicht für Radfahrer nicht im Handel. Revolights ist noch dabei, das nötige Kapital für die Produktion auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter einzusammeln. Die Kalifornier benötigen ein Startkapital von 100.000 Dollar, um das Bremslicht auf den Markt zu bringen. Knapp die Hälfte davon haben sie schon zusammen, vier Wochen bleiben ihnen noch, um weitere Geldgeber zu finden.

79 Dollar – etwa 57 Euro – kostet Revolights Arc für diejenigen, die jetzt zugreifen. Auf 89 Dollar wird auf Kickstarter der spätere Marktpreis beziffert. Die Variante mit integriertem Schutzblech soll rund 20 Euro mehr kosten. Revolights gibt es seit 2011 – auch den Start verdanken die Gründer einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter.

Auch eine auffällige Frontbeleuchtung ist denkbar, um Radfahrer nachts auffälliger zu machen.

Auch eine auffällige Frontbeleuchtung ist denkbar, um Radfahrer nachts auffälliger zu machen.

Foto: Revolights

Der Blinker fürs Fahrrad ist schon in Planung

Die Entwickler des Bremslichts haben aber noch mehr Ideen. Sollte das Startkapital bei Kickstarter überschritten werden, planen sie je nach erreichter Summe beispielsweise einen Warnblink-Modus oder Blinklichter für die Enden des Fahrradlenkers. Ebenfalls wie beim Auto sollen sie anzeigen, wenn der Fahrer abbiegen will.

Das Revolights-Projekt ist ein weiteres Beispiel dafür, wie innovativ derzeit die Fahrradbranche ist. Aus Werkstoffen wie Holz kreieren Designer auf der ganzen Welt technisch und optisch hochwertige Fahrräder. Und auch die Elektrifizierung des Radfahrens treibt außergewöhnliche Blüten: So hat der US-Herstellers M55 ein Pedelec mit 2000-Watt-Motor entwickelt, das bis auf 120 km/h beschleunigt. Das Elektrorad ist allerdings auch nicht ganz billig: Neupreis rund 27.000 Euro. 

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