Schlicht und wartungsfrei 15.04.2016, 13:45 Uhr

Ikea steigt mit Sladda ins Fahrradgeschäft ein

Jetzt kommt Sladda. Ins Einrichtungshaus Ikea. Wäre Sladda ein neues Regal, würde wohl niemand die Augenbrauen hochziehen. Aber ein Fahrrad? Kommt es womöglich in die Abteilung Sitzmöbel? 

Vor allem mit dem Anhänger und dem flachen Transportkorb vorne ist das Ikea-Rad Sladda ziemlich gut für den familiären Alltagswahnsinn geeignet.

Vor allem mit dem Anhänger und dem flachen Transportkorb vorne ist das Ikea-Rad Sladda ziemlich gut für den familiären Alltagswahnsinn geeignet.

Foto: Inter Ikea Systems

Nein. Sladda soll fahren. In der Stadt. Und sich für Transporte eignen. Ab August 2016 bietet Ikea weltweit mit Sladda sein erstes eigenes Fahrrad an. Kein Hingucker, aber funktional soll es sein. Und vor allem: so gut wie wartungsfrei.

15.000 Kilometer ohne Werkstattbesuch

Sladda kommt in einem hellgrauen Unisex-Rahmen aus Aluminium für 26- und 28-Zoll-Räder angerollt. Entworfen hat das Ikea-Rad das schwedische Designstudio Veryday, das unter anderem auch für den Sportwagenbauer Koenigsegg Automotive arbeitet. Das Sladda besticht vor allem durch Schlichtheit und durch seine Antriebstechnik.

Im August 2016 soll das Sladda auf den Markt kommen.

Im August 2016 soll das Sladda auf den Markt kommen.

Foto: Ikea

Ikea verzichtet beim Sladda auf die übliche Fahrradkette und setzt auf einen Riemenantrieb. Dieser kommt völlig ohne Öl aus und ist komplett geräuschlos und praktisch wartungsfrei. Ikea verspricht, dass Sladda damit 15.000 km gefahren werden kann – ohne Werkstattbesuch.

Automatixnabe wechselt die Übersetzung alleine

Sladda-Radler sollen radeln und sich nicht mit Antriebs- oder gar Schalttechnik beschäftigen. Deshalb hat Ikea das Fahrrad mit einer Automatix Nabe von SRAM ausgestattet. Die Automatixnabe kommt ohne Schalthebel aus, weil sie abhängig von der Fahrgeschwindigkeit zwischen den beiden zur Verfügung stehenden Übersetzungen wechselt. Auch dieses automatische Schaltsystem ist nahezu wartungsfrei und unterliegt keinem spürbaren Verschleiß. Die am Sladda montierte Bremstechnik ist eine Mischung aus Innovation und Konvention: Am Vorderrad kommt eine mechanische Scheibenbremse zum Einsatz, das Hinterrad wird per Rücktritt blockiert.

Auto als Statussymbol hat ausgedient

Mit dem Sladda reagiert Ikea auf einen vor allem bei jungen Menschen kaum mehr zu ignorierenden Trend: Das Auto als Statussymbol hat tendenziell ausgedient. Im Vordergrund steht die Mobilität. Und da gehört das Fahrrad in der urbanen Zukunft definitiv an die erste Position. Schon lange ist Ikea nicht mehr nur ein Möbel- und Einrichtungshaus.

Im Grünen inszeniert: das Sladda von Ikea. 

Im Grünen inszeniert: das Sladda von Ikea.

Foto: Ikea

Das schwedische Unternehmen erforscht auch das Wohnen und Leben in der Zukunft und entwickelt entsprechende Projekte. Diese werden zum Beispiel im von Ikea gesponserten Design- und Erlebnislabor Space10 mit Sitz in Kopenhagen entwickelt und getestet.

Sladda ist äußerst familientauglich

Da wundert es kaum, dass Sladda besonders familientauglich ausgestattet ist. Am Heck ist eine Gepäckträgerauflage mit seitlichen Halterungen für Fahrradtaschen angebracht. Zusätzlich befindet sich am Hinterrad eine spezielle Klick-Kupplung für einen ebenfalls erhältlichen Anhänger. Allerdings bleibt Ikea hier nicht im eigenen Kosmos stecken, sondern gibt sich offen für Drittanbieter, die Zubehör wie etwa Kinderanhänger für Fahrräder anbieten. „Sladda ist wie ein Tablet mit Apps“, verspricht Designer Oskar Juhlin. „Du kannst endlos Accessoires hinzufügen, um es deinen Ansprüchen anzupassen.“ Vorne besitzt Sladda einen flachen mit Holz ausgelegten Korb für die kleineren Besorgungen des täglichen Bedarfs.

Kampfpreis von 699 Euro

Ikea wäre nicht das unmögliche Möbelhaus aus Schweden, wenn es beim Preis für das Sladda nicht einen ordentlichen Paukenschlag ertönen ließe: 699 Euro soll das Rad kosten. Für Besitzer der Ikea Family Card wird es noch viel günstiger zu haben sein. Diese heftig umworbene Kundengruppe zahlt für das Sladda gerade einmal 499 Euro. Das ist ein echter Kampfpreis, der für Angst und Schrecken in der Fahrradbranche sorgen wird.

 

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