VW ID.Buzz 10.03.2022, 15:43 Uhr

Der VW Bulli wird elektrisch – ein Detail überrascht

ID. Buzz und ID. Buzz Cargo heißen die neuen Elektroauto-Aushängeschilder von VW. Die Busse wird es nur als Elektroauto geben – eine Alternative ist nicht vorgesehen. Das Design besticht durch seine Mischung aus modern und retro. Mit dem Ladekonzept geht VW einen neuen Weg.

ID.Buzz

In der zweifarbigen Variante erinnert der ID.Buzz an den legendären T1.

Foto: Volkswagen AG

Kaum einer weiß heute noch, dass „Bulli“ eigentlich eine Abkürzung für die langweilige Begriffskombination „Bus- und Lieferwagen“ war. Es interessiert auch niemanden mehr. Denn kaum einem Fahrzeug ist es so gut gelungen, für ein Lebensgefühl zu stehen, wie dem Modell T1 von Volkswagen. Bis heute ist der Bulli mit einem Gefühl von Freiheit und Abenteuerlust verbunden, unabhängig davon, welche Dienste er in der Praxis tatsächlich geleistet hat. Ob VW an diesen großen Erfolg noch einmal anknüpfen kann, ist fraglich. Schließlich war die Konkurrenz in den 1950er-Jahren deutlich kleiner, aber der Anspruch ist klar: „Der ID. Buzz ist eine echte Ikone für das Elektrozeitalter. Ein Auto, das so nur Volkswagen bauen kann“, sagt Ralf Brandstätter, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen Pkw. Die Modelle seien emissionsfrei unterwegs sowie vollvernetzt und daher in der Lage, auch die Vorstellung vom autonomen Fahren umzusetzen.

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Zu einem modernen Fahrzeug gehört heute natürlich mehr als innovative Technologie. Daher schreibt VW sich auf die Fahnen, dass beide Modelle der Baureihe schon in der Herstellung eine neutrale CO2-Bilanz haben. Mit recycelten Kunststoffen und einer tierlederfreien Innenraumgestaltung will das Unternehmen nach eigenen Angaben zusätzliche Anforderungen an den Umweltschutz erfüllen. „Der ID. Buzz kommt zudem bei künftigen autonomen Mobilitätskonzepten wie dem Ridepooling zum Einsatz – einem per App buchbaren E-Shuttle-Dienst der Konzerntochter MOIA. Der elektrische Bulli ist also auch ein Teil der Zukunft des innerstädtischen Verkehrs“, ergänzt Carsten Intra, Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Der elektrische Bulli ID.BUZZ kann zum Energiespeicher werden

Praktisch ist das Antriebssystem erstmal keine Überraschung. Der ID.Buzz basiert, wie sämtliche Modelle der ID-Reihe, auf dem sogenannten Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB), den VW entwickelt hat. Die Modelle ID. Buzz und ID. Buzz Cargo sind beide mit einer Batterie ausgestattet, die eine Leistung von 77-Kilowattstunden (kWh) hat. Die Elektromaschine hat 150 Kilowatt (kW) und treibt die Hinterachse an. Dabei hat VW die Batterie tief unten im Sandwichboden integriert, um eine gute Gewichtsverteilung mit einem niedrigen Schwerpunkt zu erreichen. Eine der interessantesten Fragen – die Reichweite – beantwortet Volkswagen vorerst nicht.

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ID.Buzz
Modernes Interieur heißt beim ID.Buzz: ohne Tierleder und mit recyceltem Kunststoff.

Foto: Volkswagen AG

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Fünf Fahrgäste haben reichlich Platz im ID.Buzz.

Foto: Modernes Interieur heißt beim ID.Buzz: ohne Tierleder und mit recyceltem Kunststoff.

Foto: Volkswagen AG

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Der Laderaum des ID.Buzz lässt sich erweitern, indem die Sitzbank umgeklappt wird.

Foto: Modernes Interieur heißt beim ID.Buzz: ohne Tierleder und mit recyceltem Kunststoff.

Foto: Volkswagen AG

ID.Buzz Cargo
Der ID.Buzz Cargo ist die Variante für Handwerker & Co.

Foto: Modernes Interieur heißt beim ID.Buzz: ohne Tierleder und mit recyceltem Kunststoff.

Foto: Volkswagen AG

ID.Buzz Cargo
Zwei Europaletten passen problemlos in den Laderaum des ID.Buzz Cargo.

Foto: Modernes Interieur heißt beim ID.Buzz: ohne Tierleder und mit recyceltem Kunststoff.

Foto: Volkswagen AG

Stattdessen betont das Unternehmen die Ladetechnik. Mit der richtigen Technik (CCS-Stecker und Gleichstrom-DC-Schnellladesäule) sei es möglich, die Batterie in rund 30 Minuten von 5% auf 80% aufzuladen. Zusätzlich ermöglich VW das sogenannte bidirektionale Laden, das man bisher eher von asiatischen Fahrzeugen kannte.

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Das ist vor allem für Besitzer einer Solaranlage interessant. Sie können mit nicht-benötigtem Solarstrom die Batterie des ID.Buzz aufladen und die Energie von dort später wieder abrufen, wenn sie Strom benötigen, aber die Sonne nicht mehr scheint. Damit wird der elektrische Bulli zum mobilen Energiespeicher. Das setzt natürlich voraus, dass keine langen Fahrten anstehen, für die eine aufgeladene Batterie benötigt wird.

ID.Buzz ermöglicht teilautomatisiertes Fahren in jeder Geschwindigkeit

Beim Thema Software hat der ID.Buzz serienmäßige einige Highlights an Bord. Es beginnt mit dem lokalen Warnsystem „Car2X“, das Signale anderer Fahrzeuge in Echtzeit analysiert, um eventuelle Warnmeldungen auszugeben. Bei einer entsprechenden Digitalisierung könnten auch Daten der Verkehrsinfrastruktur in die Auswertung einbezogen werden. Hinzu kommt der Notbremsassistent (Front Assist) und im Kleinbus der Spurhalteassistent (Lane Assist). Nicht im Serien-Paket enthalten ist der Travel Assist mit Schwarmdaten, der teilautomatisiertes Fahren in jeder Geschwindigkeit ermöglicht und auch einen Spurwechsel auf der Autobahn erleichtern soll. Neu hinzugekommen ist zudem die Memory-Funktion für das automatisierte Einparken. Die Strecke muss dafür zuvor abgespeichert worden sein.

In ihrer technischen Ausstattung unterscheiden sich die Modelle ID.Buzz und ID.Buzz Cargo kaum. Der wesentliche Unterschied ist der Innenraum. Fünf Personen haben im elektrischen Bulli reichlich Platz, wobei ein Volumen von 1.121 Litern für das Gepäck zur Verfügung steht. Das kann auf 2.205 Liter erhöht werden, indem die zweite Sitzreihe umgeklappt wird. Beim ID.Buzz können die Kundinnen und Kunden wählen, ob sie zwei oder drei Sitzplätze wünschen. Eine feste Trennwand teilt den Laderaum ab (3,9 Quadratmeter).

Produziert wird der ID. Buzz von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover. In Europa startet der Vorverkauf im Mai. Ab Herbst sollen die ersten Modelle bei uns über die Straßen rollen

Elektromobilität im Fokus:

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  • Elektrische Energiespeicher: Sie könnten das Laden von E-Autos revolutionieren

Ein Beitrag von:

  • Nicole Lücke

    Nicole Lücke macht Wissenschaftsjournalismus für Forschungszentren und Hochschulen, berichtet von medizinischen Fachkongressen und betreut Kundenmagazine für Energieversorger. Sie ist Gesellschafterin von Content Qualitäten. Ihre Themen: Energie, Technik, Nachhaltigkeit, Medizin/Medizintechnik.

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