496 km/h: Das ist das schnellste Serienauto der Welt
Welches ist das schnellste Auto der Welt? Der Yangwang U9 Xtreme erreicht 496,22 km/h. Das aktuelle Ranking der schnellsten Serienautos.
Der elektrische Supersportwagen Yangwang U9 Xtreme: Mit 496,22 km/h erreichte das chinesische Modell 2025 in Papenburg die bislang höchste veröffentlichte Spitzengeschwindigkeit eines Serienautos.
Foto: picture alliance / HPIC | stringer
496,22 km/h – so schnell war bislang kein für Kunden vorgesehenes Serienauto. Den Spitzenwert hält seit September 2025 ausgerechnet ein Elektroauto: der Yangwang U9 Xtreme aus China. Doch wer nach dem „schnellsten Auto der Welt“ sucht, stößt schnell auf ein Problem. Nicht jeder Rekord wird nach denselben Regeln gefahren.
Inhaltsverzeichnis
- Die 10 schnellsten Autos der Welt
- Platz 1: Yangwang U9 Xtreme – 496,22 km/h
- Platz 2: Bugatti Chiron Super Sport 300+ – 490,484 km/h
- Platz 3: SSC Tuatara – 474,8 km/h
- Platz 4: Koenigsegg Agera RS – 457,94 km/h
- Platz 5: Bugatti W16 Mistral – 453,91 km/h
- Platz 6: Hennessey Venom F5 – 437 km/h
- Platz 7: Hennessey Venom GT – 435,31 km/h
- Platz 8: Rimac Nevera R – 431,45 km/h
- Platz 9: Bugatti Veyron 16.4 Super Sport – 431,072 km/h
- Platz 10: SSC Ultimate Aero – 412,3 km/h
- Warum der Schritt von 400 auf 500 km/h so schwierig ist
- Warum fehlt der Koenigsegg Jesko Absolut?
- Auch der Bugatti Tourbillon muss 445 km/h erst noch zeigen
- Der Aspark Owl SP600 fährt 438,7 km/h und fehlt trotzdem
- Ist der Yangwang damit wirklich das schnellste Auto der Welt?
- Das absolut schnellste Auto fährt mehr als 1200 km/h
Fast 500 km/h mit einem Auto – das sind knapp 138 m pro Sekunde. In dieser Geschwindigkeitsklasse reicht es längst nicht mehr, einen möglichst starken Motor einzubauen. Aerodynamik, Reifen, Kühlung und Fahrwerk werden mindestens genauso wichtig. Hinzu kommt ein Problem für jedes Ranking: Was zählt überhaupt als Rekord?
Manche Hersteller veröffentlichen die höchste Geschwindigkeit einer einzelnen Fahrt. Andere lassen ihre Autos in beide Richtungen fahren und bilden daraus einen Mittelwert. Dieses Verfahren gleicht den Einfluss von Wind und möglichen Steigungen zumindest teilweise aus.
Für dieses Ranking gilt deshalb eine einfache Regel: Sortiert wird nach der höchsten tatsächlich gemessenen und nachvollziehbar veröffentlichten Geschwindigkeit eines Serien- oder Kleinserienfahrzeugs. Ob es sich um eine Einzelfahrt oder einen Zwei-Wege-Rekord handelt, steht jeweils dabei. Herstellerangaben und Computersimulationen reichen nicht für einen Platz.
Die 10 schnellsten Autos der Welt
| Platz | Fahrzeug | Höchste gemessene Geschwindigkeit | Einordnung |
| 1 | Yangwang U9 Xtreme | 496,22 km/h | veröffentlichte Rekordfahrt |
| 2 | Bugatti Chiron Super Sport 300+ | 490,484 km/h | Einzelfahrt |
| 3 | SSC Tuatara | 474,8 km/h | Einzelfahrt; 455,3 km/h im Zwei-Wege-Mittel |
| 4 | Koenigsegg Agera RS | 457,94 km/h | Einzelfahrt; 447,19 km/h im Zwei-Wege-Mittel |
| 5 | Bugatti W16 Mistral | 453,91 km/h | Rekord für offene Fahrzeuge |
| 6 | Hennessey Venom F5 | 437 km/h | Entwicklungsfahrt |
| 7 | Hennessey Venom GT | 435,31 km/h | Einzelfahrt |
| 8 | Rimac Nevera R | 431,45 km/h | unabhängig überprüfte Messung |
| 9 | Bugatti Veyron 16.4 Super Sport | 431,072 km/h | Zwei-Wege-Mittel |
| 10 | SSC Ultimate Aero | 412,3 km/h | Zwei-Wege-Mittel |
Die Tabelle macht bereits deutlich: Eine höhere Zahl bedeutet nicht automatisch einen strengeren Rekord. Beim SSC Tuatara und Koenigsegg Agera RS sind beispielsweise sowohl Einzelfahrt als auch Zwei-Wege-Mittel bekannt.
Platz 1: Yangwang U9 Xtreme – 496,22 km/h
Der Spitzenreiter kommt aus China und fährt elektrisch. Am 14. September 2025 erreichte der Yangwang U9 Xtreme auf der Teststrecke ATP Automotive Testing Papenburg 496,22 km/h. Am Steuer saß der deutsche Rennfahrer Marc Basseng. BYD bezeichnet die Fahrt als neuen Geschwindigkeitsrekord für ein Serienauto. Einen nach dem klassischen Verfahren ermittelten Zwei-Wege-Mittelwert veröffentlichte der Hersteller allerdings nicht.
Trotzdem ist die Geschwindigkeit bemerkenswert. Der U9 Xtreme basiert auf dem bereits angebotenen Yangwang U9, wurde technisch aber deutlich verändert.
Die elektrische Architektur arbeitet mit 1200 V statt 800 V. Vier Elektromotoren erreichen laut BYD bis zu 30.000 U/min und liefern zusammen mehr als 3000 PS. Hinzu kommen eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit hoher Leistungsabgabe, speziell abgestimmte Semi-Slick-Reifen und ein überarbeitetes Fahrwerk. Von der Xtreme-Version sollen höchstens 30 Fahrzeuge entstehen.
Dass inzwischen ein Elektroauto an der Spitze eines solchen Rankings steht, zeigt vor allem, welche Leistungsdichte elektrische Antriebe inzwischen erreichen. Für den Rekord zählt allerdings nicht allein die Motorleistung. Ein Auto muss bei fast 500 km/h auch stabil auf der Fahrbahn bleiben und die dabei entstehende Wärme beherrschen.
Platz 2: Bugatti Chiron Super Sport 300+ – 490,484 km/h
Der vorherige Spitzenreiter hielt sich gut sechs Jahre. Am 2. August 2019 fuhr Andy Wallace mit einem seriennahen Vorserienfahrzeug des Bugatti Chiron Super Sport 300+ auf der Volkswagen-Teststrecke in Ehra-Lessien 490,484 km/h. Damit durchbrach Bugatti als erster Serienhersteller die Marke von 300 mph, also 482,8 km/h.
Auch diese Fahrt erfolgte nur in einer Richtung. Die Messung wurde jedoch von SGS-TÜV Saar begleitet.Der 8,0-l-W16 mit vier Turboladern leistet 1600 PS. Für hohe Geschwindigkeiten verlängerte Bugatti unter anderem das Heck und veränderte die Aerodynamik.

Eine wichtige Einschränkung gibt es: Die anschließend gebauten 30 Kundenfahrzeuge entsprechen zwar weitgehend dem Rekordwagen, ihre Höchstgeschwindigkeit ist jedoch elektronisch auf 440 km/h begrenzt.
Damit ist der Chiron Super Sport 300+ ein gutes Beispiel dafür, warum sich Rekordfahrzeug und tatsächlich ausgeliefertes Kundenauto nicht immer vollständig gleichsetzen lassen. Bugatti taucht auch regelmäßig in unserem Ranking der teuersten Autos der Welt auf.
Platz 3: SSC Tuatara – 474,8 km/h
Der SSC Tuatara hat eine komplizierte Rekordgeschichte. Im Oktober 2020 meldete SSC North America zunächst einen Zwei-Wege-Durchschnitt von mehr als 500 km/h. Schnell kamen Zweifel an der Videoauswertung und der Geschwindigkeitsmessung auf. SSC wiederholte den Versuch.
Im Januar 2021 wurde sauberer gemessen. In Richtung Norden erreichte der Tuatara 450,1 km/h, in Gegenrichtung 460,4 km/h. Daraus ergibt sich ein Mittelwert von 455,3 km/h. Racelogic war vor Ort und überprüfte die Daten mit einem VBOX-GNSS-System.

Im Mai 2022 legte SSC nach. Auf der Shuttle Landing Facility des Kennedy Space Center wurden 474,8 km/h gemessen. Racelogic zeichnete auch diese Fahrt auf. Weil keine entsprechende Gegenfahrt folgte, handelt es sich bei 474,8 km/h jedoch nicht um einen Zwei-Wege-Mittelwert.
Gerade der Tuatara zeigt deshalb gut, warum bei Rekordmeldungen die Messmethode mindestens so interessant ist wie die große Zahl.
Platz 4: Koenigsegg Agera RS – 457,94 km/h
Koenigsegg ging 2017 einen anderen Weg. Der schwedische Hersteller sperrte für den Rekordversuch einen Abschnitt der Nevada State Route 160 und fuhr mit einem Agera RS in beide Richtungen. Das Ergebnis: 447,19 km/h im Mittel.
Bei der schnelleren der beiden Fahrten wurden sogar 457,94 km/h gemessen. Der Agera RS ist deshalb bis heute ein wichtiger Vergleichsmaßstab. Das Rekordauto gehörte einem Kunden und war für den Straßenverkehr homologiert.

Interessant ist auch der Ort: Statt einer langen Teststrecke oder einer Landebahn nutzte Koenigsegg eine öffentliche Straße, die für die Versuche vollständig gesperrt wurde.
Platz 5: Bugatti W16 Mistral – 453,91 km/h
Auch offene Autos können inzwischen schneller als 450 km/h fahren. Am 9. November 2024 erreichte Andy Wallace auf der Teststrecke in Papenburg mit dem Bugatti W16 Mistral World Record Car 453,91 km/h. SGS-TÜV Saar überwachte und bestätigte die Messung. Bugatti spricht vom Geschwindigkeitsweltrekord für offene Fahrzeuge.

Die technische Aufgabe unterscheidet sich von einem geschlossenen Hypersportwagen. Ohne festes Dach muss die Luftströmung um Cockpit und Karosserie so beherrscht werden, dass das Auto auch bei extremem Tempo stabil bleibt. Angetrieben wird der Mistral vom bekannten 8,0-l-W16 mit 1600 PS. Das Rekordfahrzeug selbst besitzt eine spezielle Konfiguration. Es basiert jedoch auf dem in Kleinserie gebauten W16 Mistral.
Platz 6: Hennessey Venom F5 – 437 km/h
Der Hennessey Venom F5 wurde mit einem Ziel entwickelt, das bislang nicht erreicht ist: mehr als 300 mph beziehungsweise 482,8 km/h. Gemessen wurden bisher 271,6 mph oder rund 437 km/h. Hennessey veröffentlichte diesen Wert 2022 nach Entwicklungsfahrten.

Der 6,6-l-V8-Biturbo trägt den Namen „Fury“ und leistet 1817 hp, also rund 1840 PS. 437 km/h reichen locker für diese Top 10. Sie sind aber nicht die nachgewiesene Endgeschwindigkeit des Fahrzeugs. Hennessey will den F5 weiterhin schneller fahren. Deshalb gilt auch hier: Die oft genannten Werte von mehr als 480 km/h sind Ziele, keine gemessenen Rekorde.
Platz 7: Hennessey Venom GT – 435,31 km/h
Schon der Vorgänger des F5 war extrem schnell. 2014 erreichte der Hennessey Venom GT auf der 5,1 km langen Shuttle-Landebahn des Kennedy Space Center 270,49 mph beziehungsweise 435,31 km/h. Eine Gegenfahrt fand nicht statt.

Der Venom GT ist außerdem ein Grenzfall bei der Definition des Serienautos. Er entstand nur in sehr kleiner Stückzahl und basiert konstruktiv auf dem Lotus Elise beziehungsweise Exige, wurde von Hennessey jedoch umfassend verändert. Im Heck arbeitet ein 7,0-l-V8-Biturbo.
Der Rekord zeigt zugleich, wie stark Kleinserienhersteller die Jagd nach Höchstgeschwindigkeit geprägt haben. Bugatti ist zwar der bekannteste Name in diesem Feld, doch SSC, Hennessey und Koenigsegg haben die Messlatte immer wieder verschoben.
Platz 8: Rimac Nevera R – 431,45 km/h
Der zweite rein elektrische Hypersportwagen in den Top 10 kommt aus Kroatien. Der Rimac Nevera R erreichte bei seinen Rekordfahrten 2025 431,45 km/h. Die Messungen wurden nach Angaben von Rimac unabhängig vom Messtechnikspezialisten Dewesoft überprüft.

Vier Elektromotoren liefern zusammen 2107 hp. Noch auffälliger als die Höchstgeschwindigkeit sind die Beschleunigungswerte. Von 0 auf 100 km/h benötigt der Nevera R laut der überprüften Messung 1,72 s. Tempo 300 liegt nach 7,89 s an.
Damit ist der Rimac ein Beispiel für eine Stärke leistungsstarker Elektroantriebe: Mehrere Motoren können das Drehmoment sehr schnell und gezielt auf die einzelnen Räder verteilen.
Platz 9: Bugatti Veyron 16.4 Super Sport – 431,072 km/h
2010 galt eine Geschwindigkeit von mehr als 430 km/h noch als kaum vorstellbar für ein Serienauto. Bugatti schaffte sie mit dem Veyron 16.4 Super Sport. Testfahrer Pierre-Henri Raphanel fuhr in Ehra-Lessien zunächst 427,933 km/h und anschließend in Gegenrichtung 434,211 km/h. Der Durchschnitt betrug 431,072 km/h.

Guinness World Records erkannte den Wert an. Im Gegensatz zu den Rekordfahrten von Chiron Super Sport 300+ und Yangwang U9 Xtreme wurde hier also ausdrücklich ein Zwei-Wege-Mittel gebildet. Der Veyron besitzt einen 8,0-l-W16 mit 1200 PS. Für Kundenfahrzeuge begrenzte Bugatti die Höchstgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen.
Platz 10: SSC Ultimate Aero – 412,3 km/h
Bevor der Veyron Super Sport den Rekord übernahm, führte SSC die Rangliste an. Der SSC Ultimate Aero erreichte 2007 bei zwei Fahrten einen Durchschnitt von 256,2 mph beziehungsweise 412,3 km/h.

Guinness World Records bestätigte den Versuch. Damit löste SSC den damaligen Bugatti Veyron als schnellstes Serienauto ab. Der Rekord hielt bis 2010. Heute wirken 412 km/h neben den fast 500 km/h des Yangwang beinahe zurückhaltend. Tatsächlich steigt der technische Aufwand mit zunehmender Geschwindigkeit aber überproportional.
Warum der Schritt von 400 auf 500 km/h so schwierig ist
Ein Auto fährt nicht automatisch 25 % schneller, wenn der Motor 25 % mehr Leistung liefert. Das Hauptproblem ist der Luftwiderstand. Er steigt ungefähr mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Die Leistung, die allein benötigt wird, um diesen Luftwiderstand zu überwinden, steigt näherungsweise mit der dritten Potenz der Geschwindigkeit.
Ein vereinfachtes Beispiel zeigt die Größenordnung:Wird ein ansonsten identisches Auto statt 400 km/h nun 500 km/h schnell, steigt der aerodynamische Leistungsbedarf theoretisch um rund 95 %. Für 25 % mehr Geschwindigkeit wird also nahezu die doppelte Leistung zur Überwindung des Luftwiderstands benötigt. Und der Motor ist nur ein Teil des Problems.
Bei knapp 500 km/h drehen sich die Reifen extrem schnell. Kleine Unwuchten oder Verformungen können enorme Kräfte verursachen. Gleichzeitig darf die Karosserie keinen gefährlichen Auftrieb erzeugen.
Mehr Abtrieb hilft zwar bei der Stabilität, erhöht meist aber den Luftwiderstand. Entwickler suchen deshalb ständig nach einem Kompromiss zwischen geringem Widerstand und sicherem Fahrverhalten.
Hinzu kommen Kühlung und Bremsen. Bei fast 500 km/h steckt eine enorme Bewegungsenergie im Fahrzeug. Welche Rolle die Geschwindigkeit für den Bremsweg eines Autos spielt, zeigt bereits die grundlegende Physik.
Zum Vergleich: Selbst der aktuelle Rekordhalter unter den schnellsten Zügen der Welt erreichte seine 603 km/h nicht mit klassischem Rad-Schiene-Antrieb, sondern als Magnetschwebebahn.
Warum fehlt der Koenigsegg Jesko Absolut?
Der Koenigsegg Jesko Absolut gehört zu den interessantesten Kandidaten für einen künftigen Topspeed-Rekord. Sein 5,0-l-V8-Biturbo leistet mit E85 bis zu 1600 hp. Die Karosserie ist konsequent auf möglichst geringen Luftwiderstand ausgelegt.
Computersimulationen und Berechnungen haben immer wieder Geschwindigkeiten von deutlich mehr als 500 km/h ins Gespräch gebracht. Auch auf ingenieur.de haben wir bereits beschrieben, warum der Koenigsegg Jesko Absolut theoretisch zu den schnellsten Autos der Welt gehören könnte.
Doch eine Simulation ist noch kein Geschwindigkeitsrekord. Am 6. Juni 2026 zeigte Koenigsegg zumindest, wie stark das Auto beschleunigt. Auf dem Testgelände in Ängelholm erreichte der Jesko Absolut nach einer Viertelmeile bereits 305 km/h und nach einer halben Meile 373 km/h. Racelogic überprüfte die Messdaten. Ein vollständiger Topspeed-Versuch fehlt jedoch weiterhin. Deshalb steht der Jesko Absolut nicht im Ranking.
Auch der Bugatti Tourbillon muss 445 km/h erst noch zeigen
Ein weiterer Kandidat ist der neue Bugatti Tourbillon. Sein Antrieb kombiniert einen 8,3-l-V16-Saugmotor mit drei Elektromotoren. Zusammen stehen 1800 PS zur Verfügung. Bugatti gibt 445 km/h mit aktiviertem Speed Key an. Ein dokumentierter Topspeed-Rekordlauf mit dieser Geschwindigkeit wurde bislang jedoch nicht veröffentlicht.
Noch im Juli 2026 berichtete Bugatti über laufende Fahrdynamik- und Validierungstests mit dem Tourbillon.Für dieses Ranking reicht eine technische Spezifikation deshalb nicht. Erst eine tatsächlich gefahrene und nachvollziehbar gemessene Geschwindigkeit würde den Tourbillon in die Tabelle bringen.
Der Aspark Owl SP600 fährt 438,7 km/h und fehlt trotzdem
Aufmerksame Leser könnten noch ein anderes Elektroauto vermissen. Der Aspark Owl SP600 erreichte in Papenburg 438,73 km/h. Guinness World Records bestätigte den Wert. Damit wäre der Aspark schnell genug für Platz 6 dieses Rankings.
Es gibt allerdings einen gewichtigen Unterschied: Guinness führt den SP600 ausdrücklich als batterieelektrischen Prototyp-Hypersportwagen. Auch Aspark selbst bezeichnet das Fahrzeug in den technischen Daten als Prototyp. Deshalb bleibt er hier außen vor.
Ein Ranking verliert seinen Sinn, wenn Serienfahrzeuge, Prototypen und speziell gebaute Rekordfahrzeuge ohne Kennzeichnung miteinander vermischt werden.
Ist der Yangwang damit wirklich das schnellste Auto der Welt?
Nach der höchsten veröffentlichten Geschwindigkeit eines für Kunden vorgesehenen Serienfahrzeugs lautet die Antwort derzeit: ja. Der Yangwang U9 Xtreme erreichte 496,22 km/h und übertraf damit die 490,484 km/h des Bugatti Chiron Super Sport 300+. Wer dagegen ausschließlich einen klassischen Zwei-Wege-Versuch akzeptiert, kommt zu einem anderen Ergebnis.
Der SSC Tuatara erreichte 2021 455,3 km/h im Mittel aus zwei entgegengesetzten Fahrten. Racelogic überprüfte die Messung. Der Koenigsegg Agera RS kam 2017 nach demselben Grundprinzip auf rund 447,2 km/h. Es gibt deshalb nicht den einen Rekord, der alle denkbaren Definitionen abdeckt.
Die sauberste Formulierung lautet: Der Yangwang U9 Xtreme hält mit 496,22 km/h die höchste veröffentlichte Spitzengeschwindigkeit eines Serienautos. Der SSC Tuatara hält mit 455,3 km/h einen unabhängig überprüften Zwei-Wege-Rekord.
Das absolut schnellste Auto fährt mehr als 1200 km/h
Noch eine Abgrenzung ist wichtig. Bei allen Fahrzeugen dieses Rankings handelt es sich um Autos, die zumindest auf Serien- oder Kleinserienfahrzeugen basieren. Der absolute Geschwindigkeitsrekord an Land liegt sehr viel höher.
Am 15. Oktober 1997 erreichte der ThrustSSC in der Black Rock Desert in Nevada im Mittel 1227,985 km/h. Das von zwei Rolls-Royce-Spey-Turbofantriebwerken angetriebene Rekordfahrzeug durchbrach dabei die Schallmauer. Die FIA führt den Rekord bis heute.
Mit einem straßentauglichen Auto hat der ThrustSSC allerdings kaum mehr als vier Räder gemeinsam. Bei Serienfahrzeugen bleibt die nächste große Marke daher eine andere: 500 km/h. Der Yangwang U9 Xtreme ist davon nur noch 3,78 km/h entfernt.
Quellen
- BYD/Yangwang: Yangwang U9 Xtreme erreicht 496,22 km/h in Papenburg
- Bugatti: Chiron Super Sport 300+ – Rekordfahrt und Serienversion
- SSC North America: Rekordübersicht zu Tuatara und Ultimate Aero sowie Tuatara mit 474,8 km/h
- Koenigsegg: Agera-RS-Rekord von 2017
- Bugatti: W16 Mistral erreicht 453,91 km/h und Veyron Super Sport mit 431,072 km/h
- Hennessey Special Vehicles: Venom F5 mit 271,6 mph und Venom GT mit 270,49 mph
- Rimac: Nevera R – 431,45 km/h und weitere Rekordmessungen
- Guinness World Records: Aspark Owl SP600 – 438,73 km/h als Elektro-Prototyp
- FIA: World Land Speed Records – ThrustSSC mit 1227,985 km/h
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