Rätsel ist gelöst 16.08.2014, 11:17 Uhr

Geckos lösen ihre Füße durch Winkelveränderung der Hafthärchen

Geckos müssen den Winkel ihrer Hafthaare nur minimal verändern, um sich von der Oberfläche zu lösen. Das haben US-Forscher herausgefunden, die dem Lösemechanismus der Füße auf die Schliche kommen wollten. Sie fanden auch einen Nebeneffekt: Die Geckos gewinnen beim Loslösen Energie.

Wenn der Gecko den Winkel der Hafthaare nur einen kleinen Tick verändert, schaltet sich die Haftkraft wieder aus und das Tier kann die Füße federleicht nach vorne setzen. Wie eine zurückschnellende Feder geben ihm die Härchen beim Loslösen zudem Energie.

Wenn der Gecko den Winkel der Hafthaare nur einen kleinen Tick verändert, schaltet sich die Haftkraft wieder aus und das Tier kann die Füße federleicht nach vorne setzen. Wie eine zurückschnellende Feder geben ihm die Härchen beim Loslösen zudem Energie.

Foto: Oregon State University

Schon der Philosoph Aristoteles hat sich darüber den Kopf zerbrochen, wie Geckos mühelos die Schwerkraft überlisten. Heute wissen Forscher, dass die kleinen Echsen sogar an der Decke laufen können, weil sie ein ausgeklügeltes System hierarchisch gegliederter Hafthaare an ihren Füßen haben. Mit den sogenannten Van-der-Waals-Kräften halten sich die Tiere durch schwache intermolekulare Kräfte zwischen der Oberfläche und den Härchen fest.

Das Haften ist die eine Sache, die andere nicht minder wichtige ist das schnelle Loslassen. Denn nur, wenn die Füße reibungslos hin- und herschalten, kann die kleine Echse flitzen. Wie die Tiere diesen Wechsel steuern, damit haben sich US-Forscher von der Oregon State University beschäftigt.

Gecko muss Winkel der Hafthärchen nur minimal verändern

Mit Hilfe eines mathematischen Modells sind die Ingenieure dem raffinierten physikalischen System auf die Schliche gekommen. „Geckofüße sind von Natur aus eigentlich nicht haftend. Erst ein simpler, aber genialer Mechanismus erlaubt es dem Gecko, zwischen Haften und Nichthaften hin- und her zu wechseln“, erklärt Forscher Alex Greaney.

Der Gecko berührt den Untergrund mit seinen winzigen Härchen in einem bestimmten Winkel. Er kann seine Hafthärchen gezielt minimal verändern und sozusagen flexibel ausfahren, so dass eine asymmetrische Haftfläche gebildet wird. Wobei das eigentliche Anschalten der Haftung über eine winzige Scherkraft in Gang gesetzt wird. Wenn der Gecko den Winkel nur einen kleinen Tick verändert, schaltet sich die Haftkraft wieder aus und das Tier kann die Füße federleicht nach vorne setzen.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
RHEINMETALL AG-Firmenlogo
Verstärkung für unsere technischen Projekte im Bereich Engineering und IT (m/w/d) RHEINMETALL AG
deutschlandweit Zum Job 
Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein-Firmenlogo
Bauingenieurin / Bauingenieur (w/m/d) für den Bereich Straßenbau Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein
Kiel, Flensburg, Rendsburg, Itzehoe, Lübeck Zum Job 
HAMBURG WASSER-Firmenlogo
Abteilungsleitung Kläranlage Prozessführung Abwasser (m/w/d) HAMBURG WASSER
Hamburg Zum Job 
Klinikum Leverkusen Service GmbH-Firmenlogo
Mitarbeiter (m/w/d) für das Bauprojektmanagement Klinikum Leverkusen Service GmbH
Leverkusen Zum Job 
Messe Berlin GmbH-Firmenlogo
Teamleiter:in (m/w/d) Einkauf für Bau- und Planungsleistungen Messe Berlin GmbH
Ruhrbahn GmbH-Firmenlogo
Referent (w/m/d) Multiprojektmanagement Ruhrbahn GmbH
Forschungszentrum Jülich GmbH-Firmenlogo
Wissenschaftliche:r Koordinator:in der Graduiertenschule HITEC im Bereich Energie- und Klimaforschung (w/m/d) Forschungszentrum Jülich GmbH
Jülich Zum Job 
Hamburg Wasser-Firmenlogo
Ingenieur Projektleitung Großprojekte Wasserwerke (m/w/d) Hamburg Wasser
Hamburg Zum Job 
Sweco GmbH-Firmenlogo
Teamleitung Verkehr & Wasser (w/m/x) Sweco GmbH
Hannover Zum Job 
Stadtwerke Strausberg GmbH-Firmenlogo
Techniker Stromnetz - Netzkoordination & Digitalisierung (m/w/d) Stadtwerke Strausberg GmbH
Strausberg Zum Job 
Bundesbau Baden-Württemberg-Firmenlogo
Bauingenieur / Architekt / Risikoingenieur (m/w/d) Bundesbau Baden-Württemberg
Freiburg Zum Job 
Staatliches Bauamt Nürnberg-Firmenlogo
Ingenieure (m/w/d) für den Fachbereich Straßenbau Staatliches Bauamt Nürnberg
Nürnberg Zum Job 
Logistik Stahlbau Fischer GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Technischer Vertriebsmitarbeiter (m/w/d) im Stahlbau Logistik Stahlbau Fischer GmbH & Co. KG
Karlsruhe Zum Job 
Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen-Firmenlogo
Lehrkraft (m/w/d) Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen Zum Job 
Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen-Firmenlogo
Lehrkraft (m/w/d) Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen Zum Job 
GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen, Bönen, Bergkamen-Firmenlogo
Planungsingenieur für Rohrnetze (m/w/d) für das Team Planung und Bau im Geschäftsbereich 6 Netze GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen, Bönen, Bergkamen
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) Konstruktiver Ingenieurbau - Außenstelle Hagen Die Autobahn GmbH des Bundes
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) Straßenplanung und Straßenentwurf - Außenstelle Netphen Die Autobahn GmbH des Bundes
Netphen Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) konstruktiver Ingenieurbau - Außenstelle Netphen Die Autobahn GmbH des Bundes
Netphen Zum Job 
HIC Consulting GmbH-Firmenlogo
Senior Projektleiter / Ingenieur Fernwärme (m/w/d) HIC Consulting GmbH
Hamburg, Linau Zum Job 

Bewegung ist auch Energiequelle für die Echsen

Und beim Loslassen passiert noch mehr: Beim Springen zum Beispiel können die Hafthaare dem Tier eine Art Zusatzschub geben – so wie eine Feder, die zurückschnellt. Von diesem Prinzip ist auch sein Entdecker Alex Greaney begeistert: „Eine der wirklich coolen Dinge ist, dass die Hafthaare des Geckos eine große Menge an Energie absorbieren können, diese aber auch wieder freisetzen.“ Unterm Strich ist ein Gecko so fit, dass er bis zu 20 Körperlängen pro Sekunde zurücklegen kann. Und seine Härchen halten das 50-fache seines Körpergewichts fest, wenn er kopfüber von der Decke hängt.

In Zukunft wollen die Ingenieure erforschen, inwieweit ihre Erkenntnisse über das Gecko-Prinzip praxistauglich sind. Denkbar ist, dass sie bei der Herstellung von besserem Klebstoff, bei der Fertigung von Robotern oder beim künstlichen Hüftersatz für Menschen weiterhelfen.

 

Ein Beitrag von:

  • Lisa von Prondzinski

    Die Journalistin und freie Redakteurin bedient die Fachbereiche Gesundheit, Wissenschaft und Soziales.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.